Canon 85mm F1.8 – Mein erster Eindruck

Vor zwei Wochen haben wir vom Flickr Klub Karlsruheeinen Photowalk durch Rastatt mit anschließendem Grillen veranstaltet. Ich habe die Gelegenheit genutzt um mir das Canon 85mm F1.8 mal etwas genauer anzuschauen. Mein Vorhaben für den Tag: People-Fotografie

img_0774-1img_0809-1

Ich zähle ja schon ein Canon 50mm F1.4 zu meiner Ausstattung, so war ich also gespannt wie sich das 85mm mit seiner längeren Brennweite und seiner offenen Blende von F1.8 schlägt. Gehört habe ich viel Gutes aber ich wollte mir auf jeden Fall einen eigenen Eindruck von der Linse machen. Hauptsächlich achtete ich darauf wie die Leistung bei offener Blende ist und sich die Komprimierung durch die zusätzlichen 35mm im Vergleich zum 50mm unterscheidet.

img_0826-1 img_0859-1 img_0854-1

Was mir direkt aufgefallen ist, durch die längere Brennweite hat man einen deutlich größeren Abstand zum Objekt als mit 50mm. Gerade bei der „Outdoor-People-Fotografie“ ist mir dies sehr positiv aufgefallen. Warum? Nun, die abgelichtete Person merkt dadurch oft nicht, oder erst sehr spät, dass sie fotografiert wird. Somit sind die Bilder meist authentischer und es besteht keine Gefahr das sich eine Unsicherheit beim Modell einstellt. Allerdings muss man dadurch oft etwas geduldiger sein und auf den richtigen Moment für ein Bild warten… Anweisungen würden hier den Moment zerstören.

Auch die Freistellung durch die Hintergrundunschärfe beeindruckte mich. In Kombination mit der Komprimierung rückt das Bokeh augenscheinlich direkt an das Objekt heran. Selbst bei unruhigem Hintergrund hebt sich somit die fotografierte Person besonders schön hervor.

Mein Fazit

Mich hat die Linse auf volle Linie überzeugt. Das Bokeh und die Kompression bei offener Blende sind einfach stimmig. Die Brennweite richtig eingesetzt, bietet einen riesen Vorteil: Man gewinnt Abstand zum Geschehen und das wiederum beschert einem echte Momentaufnahmen. Nur kurz zur Naheinstellgrenze: Diese ist mit 85cm nicht gerade klein. Das stellte in manchen Situationen ein Hindernis dar. So konnte ich hin und wieder nicht so nah dran wie ich es gerne gehabt hätte. Einen Kompromiss konnte ich jedoch immer finden. Das Preis-/Leistungsverhältnis spielt an dieser Stelle eine große Rolle und das passt hier für mich auf jeden Fall. Es wird bestimmt keine „Immer-Drauf-Linse“ aber mit Sicherheit ein treuer Begleiter, welcher einen festen Platz in meiner Fototasche einnehmen wird.

Übrigens: Alle Bilder in diesem Post sind absolut unbearbeitet, direkt aus der Kamera.
…ich weiß, unüblich – hat mich auch echt Überwindung gekostet 😛

14 Gedanken zu „Canon 85mm F1.8 – Mein erster Eindruck

    • Nicht nur fast… das is eine „Must have“ Linse in meinen Augen. Grad weil sie nicht so extrem teuer ist. Kann die nur empfehlen. 🙂

  1. Hey Tom, du kannst das ja auch ohne Photoshop ! Hät ich jetzt nicht von dir gedacht 😉
    Spaß beiseite, die Bilder sind saucool und das Objektiv ist sicherlich erste Sahne.
    Würd ich auch gerne mal testen. Ich sollte mal wieder zum FKK Meeting *räusper* Der nächste DI Abend sieht gut aus 😉

  2. Pingback: Mit dem 85mm F1.8 im Studio [before/after] | Thomas Reimann Photography | Digitale Fotografie und Bildbearbeitung aus Karlsruhe

  3. tolles Bokeh,
    ich hab die Linse auch — gibt fürs Geld im Porträtbereich nix besseres!

    Aber sie ist zickig — ich hab mit der Linse / mit der Brennweite viel mehr Ausschuss wg. unscharfer Augen als mit einer längeren Linse (bspw 70-200 auf 130 oder so -> mindestens gleichschönes Bokeh, aber mehr Treffer).

    Der Grund ist wahrscheinlich der größere Winkelfehler beim focus-and-recomposing … ganz sicher bin ich aber nicht, obwohl ich schon viel mit der Linse ausprobiert hab …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.