Mit dem 85mm F1.8 im Studio [before/after]

Am letzten Wochenende hatten wir mal wieder einen unserer „Friday Night“ Workshops und als das offizielle Programm rum war habe ich die Gelegenheit genutzt und noch etwas mit meinem 85mm F1.8 herum experimentiert. Mein Ziel war es eine Ringblitz-Optik ohne Ringblitz zu erzeugen und dabei mit Blende F1.8 zu fotografieren.

Wer jetzt schonmal im Studio war bzw sich etwas mit dem Blitzen und offener Blende beschäftigt hat, wird hier gleich sagen: „Na dann viel Spaß“. Denn eine Ringblitzoptik macht gerade das sehr helle, flache Licht aus und das beißt sich etwas mit einer offenen Blende. Abhilfe schaffte hier ein 8-facher ND Filter.

In den Bildlook habe ich mich verliebt und ich habe deshalb gleich mal eine Serie daraus gemacht. Beim anschließenden post processing in Photoshop habe ich diesen Look und vor allem die Augen auch noch weiter herausgearbeitet wie ihr hier am Before&After Vergleich sehen könnt.

Allerdings sind die Ergebnisse lang nicht so perfekt wie ich sie mir gewünscht habe, denn durch den ND Filter und die offene Blende haben sich Probleme eingeschlichen auf die man penibel achten muss. Das Fokussieren durch einen 8-fachen ND Filter ist nicht nur mit dem Auge schier unmöglich, auch die Kamera hat da so ihre Probleme. Dazu kommt, bei Blende F1.8 noch, fokussiert man auf die Augen und hat es endlich geschafft, verändert aber anschließend auch nur minimal den Bildausschnitt oder eine der beiden Personen schwankt auch nur ein paar cm vor oder zurück, ist der perfekte Fokus wieder dahin. Deshalb sitzt der Fokus auch nicht bei allen Bildern so wie ich ihn gerne gehabt hätte. Hier ist also üben, üben, üben angesagt. Dennoch liebe ich die Serie die dabei entstanden ist!

Habt ihr änliche Erfahrungen im Studio oder auch außerhalb gemacht? Mich würden eure Erfahrungen mit weit offenen Blenden und dem Fokussieren interessieren.

10 Gedanken zu „Mit dem 85mm F1.8 im Studio [before/after]

  1. Habe ich letztens auch gemacht. Aber nur mit Einstelllicht. Brauchte ich zwar ISO 800 bei f2 und 1/320. Hätte man aber auch mit ISO 400 und 1/160 machen können. Da würde mich nur eventuelle Bewegungsunschärfe gestört falls aufgetreten. Werde ich auf jeden Fall öfter machen.

    Marc

  2. Hallo Tom,

    mal wieder ein genialer Bericht und noch viel bessere Bilder. Bin total neidisch und möchte auch so tolle Portraitbilder von mir! Vielleicht krigen wir es ja mal irgendwann hin. Das Fokus-Problem hast Du aber sehr gut hinbekommen.

    Viele Grüße, Stefan.

  3. Yeah, gefällt! Das 1,8er Problem kenne ich. Ich LIEBE ja die Festbrennweite bei der 1,8er Blende. Bei den letzten Portaits die ich so geschossen habe, war mir der Schärfebereich im Nachhinein aber dann doch fast zu klein … 
    Ach, und Bart ist halt super bei dem Licht. Da spielt sich schon so viel drin ab, super!!

    LG,
    Dominik

    • Meinst du „trotzdem“ der Fokus oft nicht direkt auf den Augen sitzt?
      Das macht das Lichtsetup und der Bildstil im Post Processing. Siehst du wenn du dir das Before/After am Ende anschaust.
      Meintest du das? Falls du spezielle Fragen hast, nur her damit! 🙂
      Gibt keine Geheimnisse!

  4. Hi Thomas,

    kannst Du vielleicht noch was zur Bearbeitung in LR sagen??? Was war das denn für ein Hintergrund (Farbe) – wie hast Du an den Einstellungen rumgespielt, dass er so „bläulich“ erscheint…bzw. wie war das Lichtsetup???

    Besten Dank im Voraus…

    • Hi!
      Also die Nachbearbeitung war in Photoshop und nicht Lightroom, aber was genau ich gemacht habe, weiß ich nach der langen Zeit leider nicht mehr. Ich denke was war eine Teiltonung auf die dunklen Bildteile und der Weißabgleich, der für den bläulichen Hintergrund sorgte. Das Lichtsetup findest du auf der Studio-Page im Post zu diesem Workshop. Es ist das letzte Setup unten und im Video kannst du es am Ende auch kurz sehen: http://www.lightgiants.com/de/2435/

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