Das Resümee des Lumia 925 Test

Ich war nun also 14 Tage lang mit dem Nokia Lumia 925 unterwegs. Über meine ersten Schritte und Anfangsschwierigkeiten habe ich hier bereits berichtet. Nun ist die Testphase abgeschlossen und es ist Zeit für ein Resümee.

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Usability

Nach all den Anfangshürden, welches sich natürlich mit der Zeit gelegt haben, waren es nur noch wenige Dinge, an die ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen konnte. So waren es die oft verschiedenen Wege die einen an das selbe Ziel führen. So hat man die Facebook Nachrichten sowohl in der Nachrichten-Zentrale gesehen, als auch in der Facebook App. Die Nachrichten-Zentrale pushte sehr zuverlässig, zeigte aber nicht die Nachrichten an, welche man z.B. am PC geschrieben hatte. Hierzu musste man in die App wechseln. Neuigkeiten aus den verschiedenen Newsstreams (Facebook, Twitter, etc.) bekommt man in der „ICH“ Übersicht aber eben auch in den jeweiligen Apps. Das ist zwar alles gut gemeint und dient der Zentralisierung, aber durch das sehr schlichte und flach gehaltene Windows Phone Design, habe ich oft den Überblick verloren, woher die Informationen gerade kommen.

Im Grunde kann man das alles aber darauf zurückführen, dass Facebook und Co (noch) nicht komplett im System integriert sind. So kann man sich auch (noch) nicht wie vom iPhone gewohnt, in anderen Apps mit seinem Facebook Account via einem einzigen klick anmelden. Aber… das alles ins in Planung und soll in den kommenden Windows Phone Versionen stetig weiter integriert werden.

lumia925-2492So sieht man aber, dass Nokia sich wirklich richtig Mühe gegeben hat. Überall, wo man die Chance sah dem Ganzen etwas unter die Arme zu greifen, hat man dies auch getan. Die mit aktuellster Musik bestückte Nokia Music App z.B. welche komplett kostenlos ist und vom Umfang tatsächlich an Spotify heran kommt. Man kann Playlists und Künstler-Mix offline verfügbar machen. Oder die kostenlose Navi App HERE Maps, die zum „Lieferumfang“ gehört und einen sicher ans Ziel geleitet. Hier bekommt man wirklich einiges an die Hand, was sich sehen lassen kann.

Kamera

Die Kamera des Nokia Lumia 925 wird damit beworben, besser als die Konkurrenz mit schwierigen Lichtsituationen zurecht zu kommen. So soll sie ihre Stärken vor allem bei Dämmerung und im Dunklen ausspielen. Hierzu habe ich einfach ein paar 1:1 Vergleichsbilder mit dem iPhone 5s aufgenommen. Bildet euch am besten euer eigenes Urteil.

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(Before: Nokia Lumia 925 – FullRes, After: iPhone 5s – FullRes)

BoxFiles_13112613183341Was ich positiv anmerken möchte, sind die Einstellungsmöglichkeiten die einem geboten sind. So kann man z.B. den ISO Wert, Weißabgleich oder die Belichtungszeit manuell einstellen und so das Ergebnis ganz bewusst beeinflussen. Aber nur wer mag, ansonsten verlässt man sich wie gewohnt auf die Automatik.

Hardware Design und Haptik

Die Handy Hardware selber muss sich definitiv nicht verstecken. Das Gerät liegt hochwertig in der Hand, die Verarbeitung ist top. Das Display ist an den Kanten sehr flach abfallend was mir gleich positiv aufgefallen ist. Das Gerät knarzt nicht und macht einen kompakten Eindruck. Allerdings ist das gewählte Format nichts für meine recht kleinen Hände. Ich hatte bei der Einhandbedienung so meine Probleme und bin hier das längliche, schmale Design des iPhone 5 gewohnt. Das ist aber wirklich nur eine Frage des Geschmacks.

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Schade fand ich, dass das kabellose Laden nur mit einer extra Hülle funktioniert und nicht direkt im Gerät implementiert wurde. Die Hülle selbst wiederum ist ebenfalls sehr wertig und flach gestaltet worden und trägt nicht sonderlich auf, schützt dabei aber wie man es erwartet.

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Der Akku hat mich in den ganzen zwei Wochen nie im Stich gelassen. Egal wie viel ich mit dem Handy gemacht habe, wie viele Push-Anstürme es auch waren. Einen kompletten Tag hat es immer durchgehalten oft wäre auch deutlich mehr drin gewesen. Hier habe ich mit dem iPhone schon des öfteren so meine Probleme gehabt. Fazit Akkulaufzeit: Top!

Abschließendes Resümee

Was soll ich sagen… Wunder habe ich nicht erwartet. Positiv überrascht wurde ich aber trotzdem. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Windows mal loben würde. Aber was Nokia hier mit ihrem Windows Phone Lumia 925 raus gebracht haben, kann sich wirklich sehen lassen. Die Hardware in gewohnt hochwertiger Nokia-Qualität. Alles was mich zum Ende noch störte, ist auf das noch recht junge Betriebssystem zurückzuführen. Hier wird aber mit Hochdruck an stetiger Verbesserung und Erweiterungen gearbeitet. So ist für Version 8.1. die Mitteilungszentrale in Planung, gegen Ende meines Tests hat Instagram Wort gehalten und seine Windows Phone Version herausgebracht.

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Als eingefleischter iPhone Fan konnte mich das Lumia 925 tatsächlich auf eine Weise überzeugen. Wer ein Smartphone sucht und den Überblickt bei den zig verschiedenen Android Versionen und Brandings verloren hat, wer nicht jede kleinste Kleinigkeit in den Eingeweiden des Systems konfigurieren möchte, ein iPhone aber nicht in Frage kommt, ist hier an der absolut richtigen Adresse.

Warten wir noch eine Weile ab, liefern die App Schmieden ihre Programme auch für Windows Phone nach und erweitert Microsoft weiterhin stetig den Funktionsumfang von Windows Phone, haben wir hier in naher Zukunft den dritten ernst zunehmenden Anwärter und Konkurrenten auf den Smartphone Thron. Ich habe wieder auf mein iPhone 5s gewechselt, bin aber froh, den Ausflug in die Lumia-Welt gemacht zu haben.

8 Gedanken zu „Das Resümee des Lumia 925 Test

  1. Danke für den Test, top!
    Ob die App-Schmieden tatsächlich noch nachziehen bezweifle ich irgendwie ein wenig, da darauf schon lange gewartet wird. Nichts desto trotz sind die Lumias eine super Smartphone-Serie.

  2. Schlüssiges Fazit.

    Ich bin jedoch davon überzeugt, dass sich in dem Bereich noch einiges tun wird und das nicht erst durch WP 8.1 – die Verkaufszahlen sprechen für sich und auch an der Uni sehe ich immer öfter mal ein Windows Phone zwischen den Reihen. Das leidige Thema mit den Apps ist noch nicht vom Tisch – öfters schiele ich neidig in das Apple Lager, wenn eine Must-Have-App mal wieder nur für iOS und Android zu haben ist ( beispielsweise VSCO ). Die Ausrede, dass der Markt von Windows Phone zu klein ist, zieht mittlerweile immer weniger, von daher bin ich optimistisch, dass die App-Hersteller auf den Zug aufspringen werden. Instagram hat es ja auch geschafft.

    Was die zukünftige Hardware betrifft erwarte ich mir ( noch ) mehr Akku-Leistung. Fertig. Ein frommer Wunsch meinerseits, da das Lumia 920 immer noch rumzickt an manchen Tagen.

    • Wobei Instagram nicht wirklich wundert, Facebook ist es wichtig alle Daten zu sammeln und wird deshalb immer versuchen all seine Applikationen auf allen Geräten verfügbar zu haben.

  3. Nokia Music ist echt ne nette Sache…War ich schon etwas neidisch drauf als es mir ein Kollege auf seinem Lumia gezeigt hat. 🙂
    Wäre interessant zu wissen was MS in Zukunft damit vor hat…

    Wie der Sync zwischen dem mobilen Windows und der Desktop Version klappt weißt du nicht zufällig oder?

    Und darf ich fragen,
    (bezogen auf deinen ersten Artikel) welches Androidphone hast du von der Arbeit aus?
    Und dein Vergleich zwischen den beiden bzw. was stört dich an Android im Vergleich zu WP?

    • Nokia Musik ist echt sehr nice! Vor allem wenn man bedenkt, dass es „einfach so“ dabei ist…!

      Zum Sync kann ich leider nichts sagen. Habe keinen Windows Rechner zur Verfügung gehabt und für mich war auch nur der Cloud-Sync interessant.

      Ich habe hier mehrere Andorids.
      HTC Desire
      HTC One S
      Samsung S3
      Samsung S3 mini
      Samsung S4 mini
      Einzig das native Nexus 5 oder aber das outdoortaugliche Sony Z1 und deren Android Interpretation würden mich noch jucken. Ansonsten ist das Thema Android für mich erstmal gegessen. Find es einfach furchbar anstrengend.

      An Android stört mich einfach immens, dass es einem normalen User nicht mehr möglich ist, zwischen all den Versionen, Brandings und Abwandlungen durchzublicken. Gleiches gilt eben leider auch für die Entwickler. Es scheint ein Standard zu sein, der keiner ist. Schaltest du ein neues Android ein, hast du erstmal für jeden Zweck mindestens 2 oder gar 3 verschiendene Apps, nicht ersichtlich welche die Native oder Bessere ist. Einmal die von google (wenn du Glück hast und das Branding diese nicht gekillt hat) und dann eine vom Hersteller und vielleicht noch eine vom Netzbetreiber.

      Dann kannst (und teilweise musst) du jeden kleinsten Furz im System verbiegen (manche nennen es Einstellungen). Da kommt dann meist das Argument: „musst du ja nicht“. Klar muss ich nicht, denke ich aber z.B. an einen 0815-User der sich damit nicht befassen will, der findet zwischen all den Tweaks die einfachsten Schalter nicht mehr. Und oft muss man doch in die Eingeweide eindringen, sobald man vor einem Problem steht.

      Das muss meiner Meinung nach alles nicht sein. Aber meine Haupt-Abneigung bezieht sich tatsächlich auf den Wildwuchs bei den Versionen, Brandings, Hersteller-Abwandlungen und das zieht sich weiter durch die Apps (in welchen es keinerlei Design-Standard zu erkennen gibt) über die Hardware, wo jeder Hersteller ein neues Screenformat, noch ein Inch mehr Display…

      Alle Android Handys haben nur eins gemeinsam, den Begriff „Android“. Sonst nichts!

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