Ich bin dann mal… zu Las Fallas in Valencia

Eigentlich sind es erst 2 Monate seit wir aus Asien zurück sind und doch kommt es mir schon wieder wie eine Ewigkeit vor. Und daher war es wieder Zeit auf Reisen zu gehen. Während ihr das hier lest, bin ich schon seit Montag für 8 Tage in Valencia. Und zwar nicht nur zu einem normalen Städtetrip, sondern es ist genau die Las Fallas Woche – das zweitgrößte Folksfest Spaniens!

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Ich hatte selber vorher noch nie davon gehört und um so gespannter bin ich, was mich hier erwartet! Meine Bilder inklusive einem ausführlichem Bericht kommen also demnächst. Für den ersten Eindruck habe ich euch aber schon mal ein paar Bilder bei flickr rausgesucht.

Neben dem Festival werde ich mir natürlich auch Valencia selbst anschauen. Falls ihr also ein paar Last-Minute-Must-See-Tipps für mich habt, ab damit in die Kommentare.

Jesse Marlow – Don’t just tell them, show them

Heute möchte ich ein Foto-Buch vorstellen aus welchem ich ganz bestimmtes für mich selbst mitnehmen konnte. Es handelt sich um Jesse Marlows „Don’t just tell them, show them„. Ich habe ihn letztes Jahr im Rahmen meiner Link Candy vorgestellt und seither bin ich immer wieder auf seinem Portfolio gelandet und mir überlegt sein Buch über Straßenfotografie zu bestellen. Aufgrund des Versands aus Australien habe ich aber immer davor zurückgeschreckt.

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Nicht so aber meine Freundin. Irgendwann später im Laufe des Jahres bekomme ich einen großen Umschlag überreicht und darin war eben jenes Buch. Und noch viel toller, sie hat Kontakt mit Jesse aufgenommen und dieser hat mein Exemplar noch mit einer persönlichen Widmung versehen. Der Versand war nichts für schwache Nerven, denn dieser dauerte mehrere Wochen. Und als das Buch schon fast verloren war und Jesse meiner Freundin noch eine letzte Woche Geduld abgewinnen konnte, kam es dann endlich an. Ihr viel ein Stein vom Herzen, Jesse war erleichtert und ich hab mich riesig gefreut.

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Warum ich diese Vorgeschichte überhaupt erzähle, weil sie im Grunde perfekt zu dem passt, was ich auch so wichtiges aus dem Buch für mich gelernt habe. Während ich so durch die Seiten blättere und die Bilder aufsauge, stell ich mir immer wieder die Frage, wie man solche Momente, Motive und Konstellationen bitte einfangen kann. Es sind eindeutig Zufälle und es muss nicht nur der Bildausschnitt und Fokus passen, sondern auch der Moment und Ort. Und da es sich nicht im bestimmte Ereignisse handelt, kann man auch nicht zwingend absehen oder steuern, dass einem solch ein Moment vor die Linse kommt…

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Die Lösung ist so einfach und doch musste es erst klick machen. Jesses Widmung lautet „Tom, Don’t stop looking!“ und ein weiterer Blick in das Register des Buches zeigt: Es enthält 50 ausgewählte Aufnahmen, welche in einem Zeitraum von 2005 bis 2012, also innerhalb von 7 Jahren entstanden sind. Und Jesse ist seit über 17 Jahren als hauptberuflicher Fotograf unterwegs und in dieser Zeit wann immer es ihm seine Zeit erlaubt auf den Straßen unterwegs um diverse Serien zu verfolgen. Hier gibt es ein ausführliches Interview.

Es braucht einfach Zeit, sehr viel Geduld und Ausdauer. Und in dieser Zeit muss man stets die Augen nach solchen Momenten und Gelegenheiten offen halten. Sie sind selten und man muss sie sammeln. Und am wichtigsten: Fotografieren!

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Ringlicht und Messsucher-Kamera…

Früher wollte ich immer einen Ringblitz haben… die waren aber soooo teuer, unhandlich und speziell, dass ich selbst als ich ein Gemeinschaftsstudio hatte, nie ernsthaft über eine Anschaffung nachgedacht habe. Dann gab es irgendwann den Roundflash und ich hatte die für mich perfekte Lösung gefunden. Die würde ich auch heute noch benutzen, hätte ich nicht irgendwann das Kamerasystem gewechselt. Für den typischen Look hatte ich schon immer was übrig und am liebsten mit Offenblende kombiniert. Und so musste eine Messucher-Taugliche Lösung her.

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Fündig wurde ich dann nach einigen Irrwegen und Versuchen in den einfachen 65W Ringleuchten, welche man von diversen Herstellern um die 130,- EUR** bekommt. 65Watt, 5500k (Farbtemperatur wie Tageslicht), eine einzelne (!!1!!) Röhre und einen Außendurchmesser von ca. 48cm, Innendurchmesser rund 38cm. Das tolle bei der Größe ist, dass die Reflexion der Ringleuchte bei einem klassischen Portrait nun perfekt die Pupille des Modells umschließt. Bei den meisten anderen Lösungen waren die Ringe kleiner und oft nur als Punkte in der Pupille zu sehen.

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