Klettern auf Sardinien – der Reisebericht

Wie schon angekündigt, ging es vor kurzem nach Sardinien zum Klettern. Anreise haben wir mit einem VW Bus und via Fähre bewerkstelligt und untergekommen sind wir im Kletterparadies Cala Gonone. Aber hier die Details…

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Unterkunft / Ort

Als Unterkunft haben wir uns auf Empfehlungen hin für die Bugalows auf dem Campingplatz in Cala Gonone entschieden und im Nachhinein kann auch ich das uneingeschränkt weiterempfehlen. Wir haben Schlafplätze für 10 Personen benötigt, haben hierfür einen 3er, einen 2+3er und einen Zeltplatz gebucht und haben so das gesamte Angebot in Anspruch genommen. Die Lage innerhalb des Ortest ist super, man kommt zu Fuß zum Hafen und den Restaurants und auch zu einem der Supermärkte ist es nicht weit.

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Die Bungalows sind klein, zu zweit hat man gemütlich Platz, zu dritt wird es kuschelig aber man ist ja nur zum schlafen drin. Ausgestattet mit eigenem Duschbad und vor der Türe eine schöne, überdachte Veranda mit außenliegender Freiluftküche inklusive Kühlschrank und natürlich einem Tisch inkl. ausreichend Stühle.

Klettergebiete und Erreichbarkeit

Das Tolle an Cala Gonone ist, es ist umgeben von einer Menge Klettergebieten. Man fährt oft nur wenige Minuten und hat eine große Vielfalt an Sektoren und Routen zur Auswahl. Perfekt für den Kletterurlaub also und fern ab vom Pauschal- oder Strandtourismus. Ob man an einem Bergkamm, in einer Steilwand, direkt am Strand oder in einer etwas abgelegeneren Grotte klettern mag, in kürzester Zeit ist man am Fels. Wer möchte muss aber auch auf abenteuerliche Zufahrten und Zustiege nicht verzichten!

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Geboten wird eine Vielfalt an Felsarten und Charakteren. Von henkeligen Überhängen über griffige Platten bis hin zu kleingriffigen Steilwänden sollte hier für jeden Geschmack etwas zu finden sein. Gemeinsam haben alle Wände die durchgängig gute Sicherung mit ausreichend Bohrhaken und Umlenkern am Ziel.

Boote leihen

Da wir mit dem Wetter mehr als nur Glück hatten und es tageweise sogar bis über 35°C waren, haben wir uns für einen Tag zwei Motorboote ausgeliehen, für welche man glücklicherweise keinen Führerschein brauchte. Mit diesen darf man einen ziemlich weiten Küstenabschnitt selbst befahren, ankern wo man möchte  und auch an die verschiedensten Strände paddeln. Wir haben den Sprung ins kühle und paradiesisch türkise Meer bevorzugt und an einsamen, verlassenen Stränden angelegt, welche teilweise nur schwer übers Land erreichbar gewesen wären.

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Wenn ihr mich fragt auf jeden Fall Pflicht wenn ihr mal in Sardinien seid. Unendlich geil! Die Leihgebühr für den Tag (bis 18 Uhr) beträgt rund 80,- EUR und hinzu kommt der verfahrene Sprit. Lässt man es krachen wie wir, mit 5 Personen je Boot und stets Vollgas, kommt man hier aber auch mit 50,- EUR aus.

Wanderung

Außer klettern waren wir auch mal wieder wandern. Zur Routenauswahl haben sich schon auf Teneriffa die schwarzen Routen aus dem entsprechenden Rother Wanderführer bewährt. Und so hat sich auch auf Sardinien die Kombination aus zwei schwarzen Routen (22 + 23) als perfekt erwiesen.

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Nach einer idyllischen Anfahrt ins Landesinnere ging es eher gemütlich hinein in die Berge. Am oberen Einstieg einer Schlucht, der Gola de Gorroppeddu, ging es dann endlich mit mehr Nervenkitzel hinab. An manchen Stellen mussten wir uns sogar bis zu 12 Meter einen trockenen Abstieg abseilen. Ohne Seil ist diese Route also nicht zu bewältigen. Weiter entlang dem trockenen Flussbett durch die Wälder bis es am Ende der tiefen Schlucht dann ab in den Wald ging bis zu einer Steilwand, an deren Fuße wir auf Schäferstellungen mit aufdrapierten Tierschädeln trafen. Obwohl die komplette Wanderung perfekt mit Steinmännchen gekennzeichnet war, fanden wir hier zuerst nicht den Weg aus der Wand. Nachdem wir den Wanderführer nochmals zu Rate zogen, war es dann aber klar. Wir mussten die Steilwand hinauf und über eine 15 Meter über unseren Köpfen, in die Wand gebaute Treppe aus Felsen auf das Plateau über uns steigen. Abenteuerlich und atemberaubend zugleich. Von da ging es dann wieder den Steinmännchen entlang bis zu einer Bergstraße, welche uns wieder zurück zu unserem Bus brachte. Insgesamt waren wir rund 7h unterwegs.

Anreise via Auto & Fähre

Ja und dann war ja noch unsere Idee mit einem Bus anzureisen und die Fähre auf die Insel zu nehmen. Was auf dem Hinweg noch wunderbar klappte und auch zeitlich perfekt ablief war auf dem Rückweg ein wenig nervig. Man checkt also gegen Mittag aus der Unterkunft aus und fährt ca 1-2h auf der Insel bis nach Olbia zum Fährhafen. Dort verbringt man dann bis Abends zum boarden auf der Fähre seinen Tag in der Stadt. Womit dann auch schon der erste Tag der Heimreise vorbei wäre und man mehr Warte- als Reisezeit hatte. Über Nacht setzt die Fähre nach Livorno über, gegen 8 Uhr ist man auf der Straße und dann beginnt der eigentlich nervige Teil…

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Kommt man ohne Stau durch, braucht man ca 9-10 Stunden… wir haben aber natürlich das große Los gezogen und beim Umfahren des Staus auf dem Gotthard über den St. Barhardino eine Vollsperrung erwischt, weil ein werter Mitbürger meinte auf der kurvigen engen Bergstraße auch noch überholen zu müssen und einen Frontalunfall inkl Hubschrauberbergung verursacht hatte. Und so waren wir erst gegen Mitternacht nach ca. 14h Fahrt zu Hause. Die Anreise mit Bus und Fähre war ein Erlebnis und in ein paar Wochen oder Monaten sehe ich das sicher auch wieder entspannter… aktuell würde ich eher einen Flug und Mietwagen auf der Insel empfehlen.

Resümee

Wir hatten das Glück, dass wir Linda dabei hatten, die schon mal zum Klettern auf Sardinien war und uns so die tollsten Klettergebiete inklusive Anfahrt zeigen konnte. Nicht nur das, auch im Vorfeld sind wir direkt auf Cala Gonone und eben oben genannten Campingplatz hingewiesen worden. Und wie versprochen waren auch wir begeistert von Sardinien, Cala Gonone und allem drum und dran! Eine klare Empfehlung von mir und nicht vergessen – unbedingt ein Motorboot leihen!

5 Gedanken zu “Klettern auf Sardinien – der Reisebericht

  1. Wow! Tolle Bilder 🙂 Ich muss auch unbedingt mal noch nach Sardinien! Boot mieten und tauchen gehen wird dort auch mega gut sein, oder?

  2. WOW! Ich wusste ja, dass Sardinien schön ist, aber DAS ist ja wirklich der Hammer. Unglaublich toll – ich glaube, ich möchte dort dieses Jahr auch noch hin 😉

    Danke für Deinen Reisebericht – klasse!

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