I Amsterdam – der Reisebericht

Vor Ostern haben wir uns zu einem Städtetrip nach Amsterdam aufgemacht. Als ich das letzte Mal zu Besuch war, fuhren wir mit dem Auto. Was in Amsterdam eher hinderlich ist. Dieses Mal haben wir die Bahn gewählt, denn von Frankfurt aus, gibt es eine direkte ICE Verbindung nach Amsterdam.

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Unterkunft

Beim letzten Mal war ich etwas außerhalb von Amsterdam einquartiert, wodurch jeder Tag mit einer Bahnfahrt ins Zentrum begann. Diesmal wollte ich schlauer sein und wir haben eine Unterkunft Mitten in Amsterdams Herzen gewählt. Also so richtig mitten drin. Denn wir haben direkt im Zentrum des Rotlichtviertels gewohnt. Und auch im Nachhinein kann ich das nur empfehlen. Das Viertel selber ist nicht heruntergekommen oder obszön wie man es eventuell aus anderen Städten kennt. Hier kann man sich sicher fühlen und genießt die Nähe und gute Anbindung zu den meisten anderen Sehenswürdigkeiten. Wir haben im Torenzicht gehaust. Nicht jedermanns Sache aber empfehlenswert.

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I amsterdam Karte

Womit man sich wirklich einiges an Stress und Überlegungen spart ist, wenn man sich direkt die I amsterdam Karte kauft. Diese gibt es mit 1, 2, 3 und 4 Tagesausführung. Mit 65,- EUR für die 2 Tagesversion kann man im Gültigkeitszeitraum den kompletten Nahverkehr Amsterdams ohne weitere Kosten nutzen, man bekommt in einigen Restaurants 25% Rabatt auf die Gesamte Rechnung, eine kostenlose Grachtenfahrt und vor allem in den meisten Museen und Ausstellungen der Stadt freien Eintritt. Für uns hat sich die Karte gelohnt auch wenn wir noch lange nicht alle enthaltenen Museen besucht haben.

Essen

Beim Essen haben wir neben Wagamama (Asiatisch inkl Thai – sehr lecker) und Burgermeester (Burger – mittelmäßig) ebenfalls auf Empfehung hin, bei Moeders gegessen und ich sage euch, das dürft ihr auf keinen Fall auslassen wenn ihr das nächste Mal in Amsterdam seid. Warnung: Im Vorfeld unbeding reservieren! Hier gibt es Essen wie bei Muttern (wer hätte es gedacht) und zwar von klassischer dicker Erbsensuppe mit Speck über Stampfkartoffeln mit Hackbällchen, Wurst und viel Sauce hin zu einem riesigen Haufen Rippchen nach Vaders Art (meine klare Empfehlung). Es gibt aber auch Salate und leckere Nachtische. Besonders ist außerdem, dass die Wände lückenlos bis unter die Decke mit Bildern von Müttern geschmückt sind. Wenn ihr mögt, bringt also einfach ein Bild eurer Mutter im Rahmen mit, das findet tatsächlich einen Platz an der Wand. Solltet ihr also unbedingt besuchen!

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Ansonsten soll man bekanntlich ja die Pommes und generell Frittiertes probieren – hier sind die Febo Automaten sicher ein Erlebnis. Und wer es süß mag sollte Waffeln in ihren unzähligen Variationen probieren.

Museen

amsterdam-1025158Es gibt in Amsterdam wirklich unzählig viele Museen. Vom Käsemuseum über das Tulpenmuseum, das Brillennmuseum, das Condom-Museum, das Diamanten-Museum die alle gemeinsam haben, dass es sich hauptsächlich um Verkaufsläden handelt. Aber es gibt auch ebenso viele wirklich interessante und kulturell wertvolle Museen und Ausstellungen. Einige welche wir empfehlen können…

Rembrandthuis – Das Rembrandt-Haus. Hier wird einem das Leben, der Alltag und die Kunst Rembrandts näher gebracht. Einem der ersten Künstler, der modern übersetzt schon die Vervielfältigung seiner Kunstobjekte via Druck und die Professionalisierung von Lehren, heute Workshops, verfeinert hat. Inklusive Live Vorführungen und sehr interessanten Ausstellungsstücken.

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Van Gogh Museum – eine riesige und beeindruckende Sammlung viele bekannter und ebenso unbekannter Stücke des weltbekannten Malers. Einige seiner Werke werden selbst die größten Kunstbanausen kennen. Eine Besuch lohnt sich. Plant aber allerhand Wartezeiten vor dem Museum ein. Selbst mit Vorreservierung bzw der I amsterdam Karte.

Amsterdam Museum – Hier wird die Geschichte der Stadt erzählt und einige Relikte aus der Vergangenheit gezeigt. Recht interaktiv, zwingend mit kostenlosem Audioguide zu besuchen und wirklich sehr interessant und aufschlussreich. Im Anschluss versteht man, warum Amsterdam schon immer so liberal ist und auch warum die meisten Häuser so schief stehen…

Shopping

Wir gehen im Urlaub immer auch shoppen. Nicht zwingend weil wir unbedingt Dinge oder Marken einkaufen wollen, welche es zu Hause nicht gibt, sondern viel mehr, weil wir im Urlaub die Zeit und die Nerven dazu haben. Und mit „wir“ meine ich im letzteren Fall mich. Neben der Haupt-Einkaufsstraße welche jeder finden sollte, können wir euch allerdings die „9 Straatjes“ mit ihren kleinen Ladenlokalen, Gallerien und Boutiquen empfehlen. Unterbrochen von Grachten und Brücken in ursprünglichen Häusern mit ihren liebevoll hergerichteten Ladenfronten. Auf keinen Fall auslassen!

Und sonst so…

Grachtenfahrt – kann man machen, ist ganz lustig, man sieht viel und lernt wieder einiges über die Stadt. Aber man lauscht quasi der Tonbandstimme und sitzt auf engen Raum mit allerhand gemischten Publikum zusammen. Hat man eine Freifahrt und Zeit, ruhig machen.

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Eye Film Museum – Das Gebäude sieht vom Hauptbahnhof aus toll aus, gerade Abends bietet es ein wirklich tolles Motiv zum fotografieren. Das wars dann auch. Besuch kann man sich sparen. Eher was für eingefleischte Film-Fans, die auf abgefahrene independence Produktionen ala „je Schräger je geiler“ stehen.

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Resümee

Jeder Zeit wieder und immer wieder gern! Amsterdam ist wirklich immer eine Reise wert. Shoppen, Essen, Sightseeing, Kultur, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Super erreichbar ob mit dem Flieger, Bahn oder bei Bedarf auch Auto + Park & Ride. Jeden Tag volles Programm oder einfach durch die Straßen trieben lassen. I amsterdam!

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6 Gedanken zu “I Amsterdam – der Reisebericht

  1. Wieder mal ein sehr Runder Reisebericht! Ich mag wieder nach Amsterdam 😀 Schließlich will ich das Tulpenmeer noch erleben 🙂 Mitten im Rotlicht Viertel wohnen ist bestimmt richtig spannend, dort tobt schließlich zu jeder Tageszeit das Leben. Shoppen kann Mann und Frau richtig gut in den vielen tollen, großen und kleinen Läden. Durch Amsterdam gefuttert habe ich mich damals auch mit großem Erfolg! Danke für die Ladung Erinnerungen

  2. Hey Thomas,

    cooler Bericht mit ein paar sehr guten Tipps – werde ich mir für unseren nächsten Besuch merken 🙂

    Waren letztes Jahr auch endlich mal wieder in Amsterdam und haben uns aber außerhalb einquartiert (hatten noch ein Gutschein für ein Hotel in der Nähe des Airports). Nächstes mal schauen wir aber auch, dass wir innerhalb der Stadt unterkommen werden – durch die Fahrerei geht schon einiges an Zeit flöten, die man sinnvoller nutzen könnte.

    Als alte Wagamama-Fans waren wir sogar in zwei Restaurants (Bahnhof und Innenstadt), wobei beim ersten die Hälfte der Crew hangover-bedingt abwesend war und alles etwas länger dauerte (das Essen war trotzdem super) – genau das macht mir die Stadt und die Leute so sympathisch: Alles ein wenig entspannter 😉

    Die obligatorische Grachtenfahrt haben wir bei Dunkelheit gemacht und hat uns ziemlich gut gefallen. Viele bunte Lichter und so. Was ich auch empfehlen kann, sind die kostenlosen Walking Tours. Man erfährt einiges über die Stadt und die Guides sind meist recht unterhaltsam, da sie auf Trinkgeldbasis arbeiten. Oh und den Flohmarkt am Waterlooplein kann man sich auch mal antun, zwischen all dem Kram finden sich die ein oder anderen Schätze. Gut, dass wir mit dem Fernbus & Zug damals unterwegs waren – wir hätten sonst sicherlich unser ganzes Auto vollbekommen 😉

    Hoffe, wir schaffen es dieses Jahr wieder nach Amsterdam, eignet sich ja ziemlich gut für ein Trip an einem (verlängerten) Wochenende.

    Einen Bericht unseres Kurztrips gibt es in meinem Blog unter:
    http://www.stefan-w-wolf.de/2015/10/18/kurztrip-nach-amsterdam/

    Grüße
    Stefan

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