Im Test… UE Roll – der wasserdichte Speaker

Vor kurzem habe ich die UE Boom getestet und war sehr begeistert von Sound und dem Drumherum. Mittlerweile ist die Anzahl der UE Booms in meinem Dunstkreis auch schon beachtlich gestiegen aber einige haben mich eben auch nach der UE Roll gefragt. Die wäre doch etwas kompakter, günstiger und vor allem komplett wasserdicht. Als dann wieder die diesjährige Kanutour auf der Moldau anstand war der Zeitpunkt für einen Test auf Herz und Nieren perfekt. Und so haben Tobi und Thorsten die UE Roll** für mich einem Härtetest unterzogen!

DSCN1317

TOBI und THORSTEN haben die UE Roll getestet…

Neulich war ich mit Freunden auf einer Kanutour auf der Moldau in Tschechien. Wir haben uns 3 Tage Zeit genommen und sind mit Kanus und Rafts von Vyšší Brod nach Český Krumlov gepaddelt. Am Startpunkt haben wir uns einfach die Kanus geliehen und am Ende konnten wir sie wieder beim gleichen Verleiher abgeben. Übernachtet haben wir auf Campingplätzen entlang der Moldau. Alles Gepäck inkl. Zelt und Schlafsack muss man wasserdicht verpacken und im Kanu mitnehmen, für Essen und Flüssignahrung ist am Wegesrand ausgiebig gesorgt. Bei so einer Tour ist es optimal, auch Musik dabei zu haben und so haben wir die UE Roll** von Ultimate Ears eingepackt.

DSCN1174 DSCN1345

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 129€ sicher kein Schnäppchen, aber sie verspricht 100% wasserdicht zu sein und von dem her auf jeden Fall interessant. Mit dem integriertem Gummiband und zusätzlichen Sicherungskarabiner war sie schnell und sicher am Kanu befestigt. Bevor man losfährt heißt es also das Handy per Bluetooth mit der Box zu verbinden, die gewünschte Playlist zu starten und dann das Handy wasserdicht in einer Tonne zu verpacken. Schon hat man sehr ordentlichen Sound für so einen kleinen und kompakten Lautsprecher  und das auf dem Kanu. Mit den beiden Tasten für + und – auf der Oberseite kann man problemlos die Lautstärke regulieren ohne auf das Handy zurückgreifen zu müssen.

Auf der Strecke sind auch einige Wehre, die man überwinden muss, aber das ist der eigentliche Reiz an der Tour. Mit einem Raft sind diese Wehre problemlos zu überwinden, mit einem Kanu sind sie doch etwas schwieriger – sprich meist gerät man direkt nach dem Wehr in eine Stromschnelle und kippt samt Kanu um, da der Schwerpunkt der Kanus sehr hoch liegt. Die Box hat problemlos solches Kentern überstanden. Oft war so, dass wir uns wegen der Strömung mehrere Meter am umgekippten Kanu mitschleifen lassen mussten. Die Box war dabei unten am Kanu komplett unter Wasser. Als wir dann am Rand das Kanu wieder umgedreht haben um das Wasser zu entfernen hat sie schon wieder gespielt und wir hatten Musik beim Entwässern des Kanus – Super Sache! Was mich fasziniert hat, war dass die Box wirklich den ganzen Tag auf der Moldau durchgehalten hat, ca 8-9h also – Topp. Geladen wurde die Box dann nachts im Zelt per Micro-USB mit einem externen Akku. Ein großer Akku mit 15.000mAh reicht für 2-3mal komplett laden und kann tagsüber zur Stromversorgung des Handys dienen.

DSCN1219 DSCN1357 DSCN1360

Handling

Einfacher geht es nicht – als externer Lautsprecher mit dem Handy verbinden und seine Musik starten. Zusätzlich gibt’s noch eine App um beispielsweise den Equalizer einzustellen oder sich mit einer zweiten Box zu verbinden. Eine Weckfunktion, die ih nicht getestet habe, gibt es auch. Firmware Updates sind ebenso auf diesem Weg möglich. Oben am Lautsprecher gibt es Tasten für die Lautstärke, unten findet man den Ein/-Aus-Knopf und den Knopf fürs Bluetooth Pairing. Zudem versteckt sich unter einer Gummilippe der USB-Anschluss fürs Laden und ein Klinken-Eingang. Was wir etwas vermisst haben war ein Skip-Button, wenn ein Lied der Playlist mal nicht so zur Stimmung gepasst hat. Zudem brach, wenn man die Box zu lange unter Wasser hält die Bluetooth Verbindung ab – aber Bluetooth funktioniert eben mal nicht unter Wasser. Dann musste eben die Tonne mit dem Handy wieder aufgeschraubt werden und die Musik neu gestartet werden. Eleganter wäre ein Play-Button mit der man die Musik direkt an der Box starten könnte, aber das ist alles Meckern auf hohen Niveau.

Sound

Der Sound ist für so eine kleine Box sehr ausgewogen, Bässe und Höhen sind sehr gut und Lautstärke ist mehr als ausreichend. Wir mussten die Box mehrmals leiser stellen um unsere Mit-Paddler, die nicht zur Gruppe gehörten, nicht zu stören. Es scheppert oder klackert nichts, da die Rückseite mit Gummi überzogen ist und so am Kanu nicht direkt anstößt. An den Sound ihrer größeren Schwester der UE Boom kommt sie bauartbedingt jedoch nicht ganz dran.

Wasserdicht

Die Box ist wirklich 100% wasserdicht – ob sie jetzt wirklich 30min 1m unter Wasser gehalten werden kann haben wir natürlich nicht getestet – zum Kanufahren mit längerem Untertauchen hat es ganz locker gereicht und wir waren immer wieder erstaunt als wir unser umgekipptes Kanu gedreht haben und nach kurzem Wasser ausspucken die Box wieder Musik spielte.

DSCN1221

Ich kann die UE Roll** daher hundertprozentig zum Kanufahren empfehlen. Wer nicht auf die Wasserdichtigkeit angewiesen ist, bekommt allerdings für 30€ mehr bereits die UE Boom, die einen noch besseren Sound liefert.

Danke an Tobi für den Text und Thorsten für die Bilder!

Im Test… Sennheiser Momentum M2

Nachdem ich meine neue Outdoor Box gefunden habe, wollte ich mir auch gleich neue Kopfhörer zulegen. Da meine OnEar Kopfhörer alle mit der Zeit schmerzhaft drücken (habe wohl zu abstehende Ohren) sollten es OverEar Kopfhörer sein. Der Tragekomfort stand also zusammen mit dem Klang im Vordergrund. Diesen Anforderungen wollte sich Sennheiser mit der zweiten Generation ihres Erfolgsmodells, dem Sennheiser MOMENTUM M2 stellen.

MomentumM2-6194

Erster Eindruck / Optik / Haptik

MomentumM2-6179Die Verpackung wirkt direkt hochwertig und so geht es auch nach dem Auspacken weiter. Im inneren des Kartons findet man, weich in Schaumstoff gebettet, ein sehr fein aussehendes und robustes Ledercase mit Reißverschluss. Darin enthalten der Senheiser Momentum M2**.

Der Kopfhörer selber wirkt sehr stylish und puristisch. Keine unnötigen Abdeckungen oder Schnörkel. Einfach und funktional. Und doch gewinnt er die Aufmerksamkeit durch die ausgewählten Materialien. Das Kopfband ist mit robustem, härterem Leder ausgestattet, welches angenehm auf dem Kopf aufliegt. Die Bügel sind aus gebürstetem Edelstahl an welchen wiederum die Ohrmuscheln befestigt sind. Diese sind in meinem Fall dezent in schwarz gehalten. Zur Auswahl stehen noch Braun und Elfenbein. Das schwarze Polster der Ohrmuscheln ist im ersten Moment auffallen dick aber dazu gleich mehr… Außer dem steifen Case liegt dem Paket übrigens noch ein weiches Säckchen bei in welchem man den Kopfhörer ebenfalls, platzsparender aber eben nicht gegen mechanische Einflüsse von außen geschützt, verstauen kann.

Im Gegensatz zum ersten Momentum, kann man bei der zweiten Generation nun die Bügel des Kopfhörers zusammenklappen. Das spart Platz beim Transport und macht den Kopfhörer auch weniger anfällig für mechanische Einwirkungen im verpackten Zustand. Der Mechanismus hierzu wirkt sehr robust und vertrauenswürdig.

Tragekomfort

Für mich mittlerweile wichtiger als das Aussehen ist der Tragekomfort. Denn ist man mal auf den Kopfhörer angewiesen, dann doch meistens auch für längere Zeit. Und wer kenn nicht die schmerzenden Ohren und das befreiende Gefühl, wenn man den Kopfhörer wieder absetzen kann. Die Spanne bis dahin sollte aber möglichst lange sein. Und hier kommen die sehr dicken aber extrem weichen und anschmiegsamen Poster an den Ohrmuscheln zum tragen. Diese geben nämlich ordentlich nach so das die Aufliegefläche maximiert und angeglichen wird. Das wiederum wirkt sich sehr positiv auf den Tragekomfort aus. Toller Nebeneffekt, das Ohr wird bestens abgedichtet gegen Geräusche von Außen.

MomentumM2-6183

Natürlich lassen sich die Ohrmuscheln an den Bügeln in der Höhe verstellen, um so den Sitz individuell anpassen zu können. Zudem sind die Muschen nicht fix, sondern lassen sich auch noch nach Oben/Unten/Recht/Links tilten. Die Öffnung der Ohrmuscheln ist nicht die Größte, mir passte sie perfekt. Der ein oder andere könnte hier aber Probleme haben. (Also unbedingt anprobieren!) Dafür wirkt die Ohrmuschel dann aber schön schmal und nicht all zu wuchtig.

Sound

Und nun zum Wichtigsten. Dem Sound. Der schönste, tollste und stylishste Kopfhörer bringt nichts wenn der Sound einem nicht  gefällt. Und das schreibe ich bewusst so, denn das Klangempfinden ist etwas sehr individuelles.

Der Momentum besticht hier mit seinem sehr differenzierten, ausgewogenem und klaren Sound. Neutral – und das meine ich positiv – und natürlich. Nicht gepusht oder voller Loudness. Was nicht heißt, dass er so einen Sound nicht ebenso bravurös wiedergeben kann, stellt man in an der Soundquelle ein. Man hat allerdings die Wahl. Staunen musste ich, als ich ihn an die Belastungsgrenzen geführt habe und bei einem basslastigen Song bei entsprechender Lautstärke die Härchen auf meinen Ohren angefangen haben zu vibrieren und alles ohne zerren oder krächzen. Abgefahren was für ein Druck aus dem Kopfhörer kommen kann. Hut ab!

Technische Besonderheiten

MomentumM2-6205Beim bestellen muss man darauf achten, dass man neben der gewünschten Farbe auch die richtige Verison nimmt. Es gibt eine für Apple Geräte und eine für den Rest. Das hängt mit den Kontakten am Stecker bzw der Ferbedienung am Kabel des Kopfhörers zusammen. Hier findet man nämlich neben der Play/Pause und Lautstärke auch das Mikrofon. Der Kopfhörer fungiert also ebenso als Headset. Da man hier so wenig Informationen findet… „Momentum I“ ist für Apple und „Momentum G“ ist für alle anderen Hersteller

Sollte man das falsche Kabel haben oder es aufgrund eines Kabelbruchs austauschen müssen, kann man das Klinkekabel auch mit einem Dreh direkt am Kopfhörer ausstecken und gegen ein Neues tauschen.

Resümee

Ich habe den Kopfhörer nun seit einigen Wochen im Gebrauch und bin begeistert. Die feste Hülle habe ich bisher nie verwendet, diese sieht für meinen Geschmack zu fein und schnieke aus. Mir reicht das weiche Säckchen. Nicht zuletzt weil der Kopfhörer selbst so robust wirkt, das ich mir beim Transport auch ohne Case keine Gedanken darum machen muss.

Auch nach längerem Tragen habe ich kaum bzw keine Druckstellen am Ohr. definitiv weniger als bei meinen bisherigen OnEar von Beats oder B&W. Der Sound ist schön klar und differenziert, lässt sich aber ohne Einschränkung individuell anpassen. Reserven hat der Senheiser Momentum M2** noch üppig. Mit einem Straßenpreis von aktuell 245,-** ist er nicht ganz günstig, wer aber auf guten, neutralen Sound mit Reserven in jede Richtung und eine hochwertige Verarbeitung und einen puristischen Stil steht, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Solltet ihr unentschlossen sein unbedingt probe-hören!

** Amazon Affiliate Link

Im Test… UE Boom – Outdoor-BT-Speaker

Alle Jahre wieder… wäre ein guter Anfang für den Artikel. Denn es war mal wieder Zeit für einen neuen Bluetooth-Speaker. Zu jeder Gelegenheit, ob beim Klettern, Reisen oder Baggersee, bringe ich (m)einen kabellosen Speaker mit und versorge das Happening mit Musik. Und um so wichtiger ist mir, neben dem best möglichen Klang natürlich die Akkulaufzeit und die Robustheit des Speakers. Und mit diesen Kriterien wollte ich mal wieder was Neues. „State of the Art“ quasi. Und so kam ich zur UE Boom

UEBoom-5483

Erster Eindruck / Optik / Haptik

Beim Kauf schon steht man vor der Qual der Wahl was die Farbauswahl betrifft. Online habe ich auf die schnelle 28 verschiedene Designs gezählt. Eins geiler wie das Andere und sicher für jeden was dabei. Hat man sich endlich für seinen Favoriten entschieden und packt diesen aus merkt man sofort die hochwertige Haptik. Die Box hat ein angemessenes Gewicht (ca. 540g), also nicht zu schwer. Die Oberfläche besteht aus robustem stoffähnlichem Material über dem Speaker-Bereich und einer dicken Gummierung an beiden Enden und den Bedienelementen. Zylinderförmig mit einem Druchmesser von 6,5cm und einer Höhe von 18cm ist sie schön handlich.

UEBoom-5389

Man vertraut darauf, dass die UE Boom** einiges einstecken kann und man nicht auf sie aufpassen muss. Dem Spaß sind so quasi keine Grenzen gesetzt und so ist sie auch überall dabei. Ich habe sie, ohne zwei mal drüber nachzudenken, direkt in den Sand gestellt, sie zwischen das Metall an den Klettergurt gehängt, am Rucksack beim Wandern befestigt oder sie offen aufs ungeschützte Schiffsdeck gelegt, war alles kein Problem. Hier waren sich alle sofort einig: „Die macht alles mit!

Sound

Zum Sound dachte ich, nicht all zu viel schreiben zu können, da sich die meisten Speaker dieser Preisklasse und Bauform ja nicht sonderlich voneinander unterscheiden. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Denn hier hat sich offenbar in der letzten Zeit doch nochmal einiges getan.

So ist der Sound noch satter geworden im Vergleich zu meinen bisherigen Speakern und nicht nur das, auch bei der Lautstärke kann man auch deutlich mehr Dampf machen als man es braucht. Das alles ohne Zerren oder das der Sound unangenehm spitz oder zu dünn klingen würde. Hut ab an dieser Stelle dafür!

UEBoom-5505

Und dann ist da noch das beworbene 360° Feature. Was ich im Vorfeld so ein bisschen belächelt habe aber… bei bisherigen Boxen war es so, stand der Speaker z.B. in der Mitte auf dem Tisch, wurden die einen davon „angebrüllt“ die anderen haben die Musik nur indirekt gehört. Es gab also immer einen Kampf zwischen lauter und leise. Die UE Boom strahlt ihren Sound aber tatsächlich 360° rundum ab. Stellt man sie also in die Mitte bekommen alle die gleiche Lautstärke ab. Problem gelöst und in der Praxis wirklich geil! Hätte nicht gedacht, dass das so viel ausmacht.

Besonderheiten

Zur UE Boom gibt es eine App fürs Smartphone. Mit dieser kann man zum einen die Firmware des Speakers updaten und somit die neusten Features aufspielen. Eines davon ist z.B., dass, wenn man zwei UE Boom im Freundeskreis hat, man diese zu einem Stereo-Setup koppeln kann. Habe ich selber schon probiert und damit eine mittelgroße Party in einem Garten mit Musik versorgt! Die Koppelung nimmt man über die App vor, anschließend spielt eine Box den Master, an den man die Musik wie gewohnt via Bluetooth sendet und diese wiederum leitet alles an die zweite Box weiter. Ca. 10+ Meter zwischen den Boxen waren kein Problem. Zudem findet man einen Equalizer und eine Weckfunktion in der App.

Zwei geile Gimmicks: Die App erkennt die Farbe der Box mit der sie verbunden ist UND die Box lässt sich remote via App sogar einschalten. Perfekt wenn sie tief im Rucksack vergraben oder weit weg steht/hängt. 😀

technische Details

Verbinden kann man sich via Bluetooth oder altbewährtem 3,5 Klinkekabel (z.B. um Akku zu sparen). In diesem Falle ist aber die Gummi-Abdeckung an den Anschlüssen offen und die Box sicher nicht mehr so geschützt. Daneben findet man noch einen Micro USB Anschluss um die Box zu laden (stylishes Netzteil und ebenso stylishes Kabel befinden sich im Lieferumfang). Der Akku… hält echt ewig! Die Laufzeit ist mit 15h angegeben, gefühlt sind es wesentlich mehr.

UEBoom-5398

Am Ende der Box befindet sich eine sehr stabile Metallöse. Ich habe daran einen Karabiner befestigt und die Box auch schon an der Decke, dem Rucksack, einem Baum oder dem Klettergurt befestig. Die Öse hält fest. Das tolle ist, dreht man die Öse heraus, findet man ein Standard 1/4″ (Stativ-)Gewinde vor. Man kann die Box also z.B. auf ein Stativ, eine Superclamp oder sonstigem Zubehör befestigen.

Resümee

Ich bin begeistert von der UE Boom** und im Grunde auch jeder der sie bisher gesehen und gehört hat. Aktuell meine No. 1 und sobald der Rucksack gepackt wird, ob zum Klettern, Wandern, Radfahren, Baggersee, Schwimmbad oder feiern im Freien, die Box ist mit im Gepäck! Mit aktuell rund 150,- EUR nicht ganz günstig aber definitiv preiswert und noch lange nicht die teuerste Box. Von mir eine klare Kaufempfehlung! Ich mag nicht mehr drauf verzichten!

UEBoom-5489 UEBoom-5477 UEBoom-5396 UEBoom-5408 UEBoom-5710

Mario Testino, Limousine, Apple Watch und viele tolle Menschen – Berlin Tag 2

Wie schon im letzten Artikel zum Berlin-Event erwähnt, haben Ben und ich uns für den zweiten Tag noch mal ein weiteres Programm eingeplant. Und da die Locations alle in der Stadt verstreut waren und wir nicht zu viel Zeit mit U-Bahn und Co verlieren wollten, haben wir kurzerhand und ganz dekadent zwischen den Stationen einen Limousinen Service gegönnt. Wir waren uns einig, an den Service könnte man sich gewöhnen. :)

LimoBerlin-5903

Mario Testino  – In Your Face

Gestartet haben wir den Tag mit einem Besuch der Mario Testino – In Your Face Ausstellung im Kulturforum. Komischerweise war mir der Name bis dahin noch gar kein Begriff. Nach dem ich die Ausstellung aber gesehen habe, muss ich sagen – genau mein Ding! Ein wenig vergleichbar mit David LaChapelle, schon die gesamte Creme de la Creme aus Hollywood und von den Laufstegen dieser Erde vor der Linse gehabt und in einem unverkennbaren und abgefahrenen eigenen Stil in Szene gesetzt! Die Werke der Ausstellung gibt es auch im gleichnamigen Buch**, welches direkt auf meiner Wunschliste gelandet ist. Solltet ihr noch die Gelegenheit haben die Ausstellung zu besuchen, geht hin!

Apple Watch

Anschließend ging es direkt weiter zum Apple Store am Kurfürstendamm, dort hatte ich einen Termin zur Anprobe der Apple Watch. Nun ja. Ich wollte einfach wissen, sollte ich einen Anflug von Kaufzwang verspüren, welche Größe und Ausführung ich denn bestellen müsste. Bei mir wäre es, aufgrund meiner dünnen Handgelenke, die 38mm Version und aktuell tendiere ich zur schwarzen Sport Edition.

Ein paar Gedanken zur Apple Watch an dieser Stelle:
Sie sieht echt geil aus, ist wirklich perfekt Verarbeitet und verblüffend leicht (Alu Version) für eine Smartwatch mit Akku und allem. Sie gefällt mir gut und bei ein kurzen Test des Interfaces ließ sich soweit alles einwandfrei bedienen. In der Praxis in Bewegung kann ich mir aber vorstellen, dass die Icons ggf zu klein sein könnten und die Treffsicherheit darunter leiden wird. Aber auch das ist sicher nur Übungssache. Der Vibrationsalarm ist wirklich abgefahren und macht einen dezent auf alles aufmerksam.

Was mir aber direkt schon im Store auffiel, selbst beim „rumspielen“ mit der Watch, weiß man nach 10 Minuten nicht mehr, was man denn noch machen oder anschauen könnte… Im Grunde ist das aber kein Problem. Viele Meinungen zur Watch lauten ja „most useless Gadget 2015″ usw. Meiner Meinung nach ist es aber eben genau das, was eine Uhr schon immer ausmacht. Sie bietet einem auf die schnelle Zugriff auf bestimmte Informationen. Früher Uhrzeit und vielleicht Datum, heute eben zudem noch das Wetter, Erinnerungen, Nachrichten und meinen Aktivitätsgrad. Und mehr soll so eine Smartwatch meiner Meinung nach auch gar nicht erfüllen. Ich erwarte keinen Handyersatz.

Ich war auch anfangs skeptisch was ich davon halten soll. Mittlerweile kann ich mir den Alltag mit einer Apple Watch schon definitiv vorstellen und ich denke, das iss eventuell zur zweiten Generation schwach werden könnte. Dann, wenn auch die 3rd Party Apps gezeigt haben, für was man die Appl Watch denn noch so alles verwenden kann. Ich finde es spannend und freue mich darauf zu sehen, wie sich das alles noch entwickeln wird. Haters gonna hate.

Classic Remise Berlin

Letzte Station des Vormittags war anders geplant aber wir mussten kurzfristig umdisponieren. Und da wir Zeit hatten und in der Gegend waren, sind wir in der Classic Remise vorbei gegangen. Ich war schon letztes Jahr zu einem Event dort und auch so ist es immer wieder ein Besuch wert.

Carina, Conny und Max

Den Nachmittag haben wir genutzt um ein paar tolle Menschen zu treffen, zu quatschen und gemeinsam die Zeit zu genießen. Den Anfang machten wir beim Mittagessen mit Carina Czisch, die ihres Zeichens begabte Designerin ist und aktuell mit Ben an einer gemeinsamen Serie arbeitet. Ich durfte auch schon eine kleine Preview sehen und bin auf die finale Präsentation gespannt!

Nach einem Abstecher bei Conny haben wir als Abschluss des rundum gelungenen Tages verbrachten wir die Zeit bis zum Abflug mit Max Threlfall. Seines Zeichens Fotograf, dessen Arbeiten ich seit einiger Zeit schon verfolge und ein ebenso netter, offener und toller Mensch.

Im Anschluss erwartete uns auch dieses Mal pünktlich unsere Limousine samt Chauffeur um uns auf unserer letzen Fahrt des Tages pünktlich und stilvoll zum Flughafen zu fahren.

Es war mal wieder ein gelungener Tag, vollgepackt mit tollen Eindrücken und noch viel tolleren Menschen! Ein großes Dankeschön für die tolle Zeit und neuen Bekanntschaften. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder!

Achja… und wer sich schon immer mal gefragt hat, ob man mit einer x100 ne Cola auf bekommt? Geht!

LimoBerlin-5908

Hidden Places Berlin mit der Canon EOS M3

Letzte Woche war ich mal wieder in Berlin. Canon lud ein, das Sommer-Line-Up kennenzulernen und mit entsprechendem Rahmenprogramm auch ausprobieren zu können. Und so freute ich mich vor allem wieder alte und neue Gesichter zu sehen und einen tollen Tag miteinander zu verbringen. Dienstag ging es dann mitten in der Nacht los nach Berlin. Mit der Propellermaschine landete ich pünktlich um  8 Uhr in Tegel und konnte so bereits einen kleinen Streifzug durch Berlin machen, bevor das Programm startete…

CanonHiddenPlacesBerlin-0066

Das Line-up

Im Gepäck waren dieses mal die EOS M3, die neuste Version der spiegellosen APS-C Kamera, deren erste Version ich schon bei einem vergangenen Event testen konnte. Außerdem die EOS 750D und 760D und die neue Powershot N2. Ich konnte natürlich nicht alle Kameras ausführlich testen aber ein paar Eckdaten und markante Neuerungen zu den Modellen habe ich für euch.

PowerShot N2 White Lifestyle2 CropPowershot N2
Das offenbar am häufigsten vermisste Feature an der ersten Version der N war, dass das Display nur um 90° aufgeklappt werden konnte. Selfies waren somit ein Blindflug. An der N2** wurde das nun behoben und das Display lässt sich nun komplett aufklappen und ermöglicht nun die „Selbstbetrachtung“. Wichtig vor allem für die Zielgruppe dieser Kamera!

EOS 750D und 760D
Für mich stellte sich zuerst die Frage, warum diese beiden Modelle parallel vertrieben werden. Und was an der 760D so revolutionär anders ist. Die 750D** ist mit den bisherigen Einsteiger-Kameras 450D, 550D, 650D etc vergleichbar. Sowohl von den Bedienelementen als auch Abmessungen.

EOS 760D_DesignCutTop_Panel_EUR EOS 760D_DesignCut_LCDOut_E_EUR EOS 760D_Design_BackDial_EUR

Die 760D** hingegen hat einen mächtigen Schritt nach vorne gemacht und ordnet sich nun im mittleren Segment der Produktpalette an. Sie ist nicht nur etwas größer und griffiger geworden sondern sie verfügt zudem auch noch über das von der z.B. 70D, 6D, 7D und 5D bekannte kleine Display am oberen Gehäuse, welches einen schnellen Überblick über die aktuellen Einstellungen ermöglicht. Außerdem findet man auf der Rückseite kein Steuerkreuz sondern ein Wahlrad. Ebenso ist das Modus-Rad mit den großen Modellen vergleichbar. Mit einem Mehrpreis von 50,- EUR gegenüber der 750D sollten sich ambitionierte Anfänger also eher für dieses Modell entscheiden.

EOS M3
Ich habe mich für den Tag mit einer EOS M3** ausgestattet, da ich auch zu Hause weg von den Spiegelreflex-Kameras hin zu den kleineren, kompakten und spiegellosen Modellen gewechselt habe und wissen wollte, wie Canon in diesem Segment performt. Und nicht zuletzt ob es Canon endlich geschafft hat, den Autofokus auf eine nutzbare und alltagstaugliche Geschwindigkeit zu bringen. Dieser war bei der M damals nämlich schlichtweg zu langsam.

EOS M3 EF-M18-55STM FSL EOS M3 EF-M18-55STM BSL LCD out Flash Up EOS M3 EF-M22STM TOP

Und ja, es ist Canon gelungen. Der Autofokus ist endlich brauchbar schnell und sitzt dabei auch nach wie vor im Ziel. Das Display lässt sich nun ebenfalls ausklappen und auch in Selfie-Position bringen. Einen integrierten Blitz gibt es ebenfalls. Was mir aber nach wie vor fehlt ist ein Sucher. Deshalb bin ich die ersten Stunden auch wie ein Depp mit der Kamera vor dem Gesicht rumgelaufen und konnte nichts sehen… es gibt hier allerdings einen elektronischen Aufstecksucher.

Im Grunde eine solide, kompakte und spiegellose Kamera mit APS-C Sensor und Wechselobjektiven. Und wie Canon selbst sagt, das erste ernstzunehmende Modell in der spiegellosen Klasse. Der Anspruch ist allerdings nicht der, den DSLRs den Rang abzulaufen und somit ist die M3 auch keine Konkurrenz zu Sonys A7 oder Fujis X-T1. Klar, man möchte sich hier keine Konkurrenz im eigenen Hause schaffen. Steckenpferde bei Canon sollen die Premium-DSLRs bleiben. Die M3 ist eher als Alternative zur 750D und 760D zu sehen.

Alle Bilder in diesem Beitrag sind im übrigen mit der EOS M3 + 18-55 Kit Objektiv** und JPG ohne weitere Anpassung in Lr entstanden. Lediglich die Auflösung habe ich verkleinert.

Alle 3 Kameras kommen mit einer Begleiter-App herbei, welche nicht nur das Handbuch ersetzt sondern auch fotografische Grundlagen vermittelt. Außerdem sind die aktuellen Kameras mit WiFi ausgestattet, lassen sich über die jeweilige App ansteuern und auch NFC ist stets mit an Board.

Das Programm – Hidden Places

Das Motto stand und bestimmte den Tag. So standen einige Locations auf dem Programm, die man vor allem als Besucher in Berlin so nie alleine finden würde. Selbst einige Berliner in der Truppe kannten die Stationen nicht.

Café Botanico
…war die erste Station. Hinter einem kleinen Kaffee versteckt hat sich Martin hier seine kleine Oase eingerichtet. Urban Gardening lautet das Motto und man findet hier einen riesigen, über 1000m² großen, naturbelassenen Bio-Nutzgarten. Kräuter, Blumen, Früchte und Gemüse, bekannte und weniger bekannte Sorten werden hier angebaut und zu Salaten, Zutaten für die Pasta-Gerichte des Café oder hausgemachter Limonade verarbeitet. Sehr lecker und super interessant.

Klunkerkranich
…war Station Nummer Zwei und nicht weniger grün. Denn hierbei handelt es sich um einen Garten auf dem obersten Deck eines Einkaufszentrums. Früher war hier ein Parkdeck, heute reihen sich Pflanzenkübel und Sitzeecken aneinander. Eine grüne Oase ist entstanden. Dazu wird Club Mate serviert, Wlan gibt es auch und außerdem ein Rundumblick über die Stadt.

Old Smithy
… ist eine zwischen 400 und 600 Jahre alte (hier streiten sich die Gelehrten) Dorfschmiede inmitten des alten Böhmischen Dorfes in Rixdorf, Neuköln. Betrieben wird diese von einem leidenschaftlichen Messerschmied. Im Inneren scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, alles sieht aus wie früher… ein kleiner Exkurs in die Welt der Schmiedekunst inklusive.

Sage Restaurant
Abends ging es dann nach einer kurzen Auszeit zum Dinner ins Sage. Bilder hab ich leider keine aber lasst euch gesagt sein: Geile Location, klasse Crew, geniale Gimmicks und unfassbar gutes Essen. Solltet ihr also mal ein paar mehr Mark über haben – es lohnt sich!

Resümee

Es war wieder mal ein Fest! Alte Bekannte, mittlerweile gute Freunde und auch neue Gesichter getroffen. Eine gelungene Orga und ein tolles Programm, abgerundet mit perfektem Wetter. Danke an dieser Stelle an alle beteiligten für das Event und die Einladung. Ein besonderer Gruß in die Runde an Ben, Camillo, Timo, Milos, Robert, Barbara und Mario.

CanonHiddenPlacesBerlin-0079

Ben und ich haben uns für den Tag danach natürlich auch wieder ein üppiges Programm ausgedacht, wenn man doch schon mal in Berlin ist. Aber dazu in einem anderen Post mehr. Und zum Abschluss noch ein paar weitere Bilder des Tages…

CanonHiddenPlacesBerlin-0058CanonHiddenPlacesBerlin-0059CanonHiddenPlacesBerlin-0060CanonHiddenPlacesBerlin-0101CanonHiddenPlacesBerlin-0108CanonHiddenPlacesBerlin-0109CanonHiddenPlacesBerlin-0133CanonHiddenPlacesBerlin-0134CanonHiddenPlacesBerlin-0138** Amazon Affiliate Link

Klick Klick Zoom Kameragurte

…ich war also mal wieder auf der Suche nach einem neuen Kameragurt. Er sollte geschmeidig und nicht zu steif sein, nicht zu breit und nicht zu schmal, einfach, unauffällig aber nicht langweilig und natürlich nicht zu teuer. Die eierlegende Wollmilchsau also. Nach einiger Recherche bin ich auf die Gurte von KlickKlickZoom gestoßen und hier bin ich fündig geworden.

KlickKlickZoom-3768

Und auch oder gerade wenn es etwas auffälliger sein soll, werdet ihr hier sicher fündig. Es wird eine große Auswahl und bunte Mischung an verschiedensten Ausführungen, ausgefallenen Mustern und Materialien geboten.

KlickKlickZoom-4285 KlickKlickZoom-4290 KlickKlickZoom-4294

Danke an KlickKlickZoom für den bereitgestellten Gurt.

Ringlicht und Messsucher-Kamera…

Früher wollte ich immer einen Ringblitz haben… die waren aber soooo teuer, unhandlich und speziell, dass ich selbst als ich ein Gemeinschaftsstudio hatte, nie ernsthaft über eine Anschaffung nachgedacht habe. Dann gab es irgendwann den Roundflash und ich hatte die für mich perfekte Lösung gefunden. Die würde ich auch heute noch benutzen, hätte ich nicht irgendwann das Kamerasystem gewechselt. Für den typischen Look hatte ich schon immer was übrig und am liebsten mit Offenblende kombiniert. Und so musste eine Messucher-Taugliche Lösung her.

Ringlicht-1023813

Fündig wurde ich dann nach einigen Irrwegen und Versuchen in den einfachen 65W Ringleuchten, welche man von diversen Herstellern um die 130,- EUR** bekommt. 65Watt, 5500k (Farbtemperatur wie Tageslicht), eine einzelne (!!1!!) Röhre und einen Außendurchmesser von ca. 48cm, Innendurchmesser rund 38cm. Das tolle bei der Größe ist, dass die Reflexion der Ringleuchte bei einem klassischen Portrait nun perfekt die Pupille des Modells umschließt. Bei den meisten anderen Lösungen waren die Ringe kleiner und oft nur als Punkte in der Pupille zu sehen.

Ringlicht-3168 Ringlicht-1023807 Ringlicht-3194 Ringlicht-1023829 Ringlicht-1023804 Ringlicht-3177 Ringlicht-1
**Amazon Affiliate Link