Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin

Letzte Woche war ich auf einen Sprung in Berlin. Grund dafür war die Vorstellung der neuen Canon 7D Mark II. Canon lud ins Classic Remise ein, um in gebührender Kulisse die Features der zweiten Auflage der 7D ausgiebig zu testen. Und so stand neben der ohnehin coolen Location und den vielen unbezahlbaren und fotogenen Karossen, auch noch der erfahrene und kommunikative Sportfotograf Richard Walch mit Rat und Tat zur Seite.

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Das Schlüssel-Feature der 7D Mark II sollte an diesem Tag die Aufnahmerate im Highspeed Modus von 10 Bildern in der Sekunde sein. Und wie könnte man das besser testen als mit sich schnell bewegenden Modellen. Und so standen BMX Flatland Profi Chris Böhm, zweifacher Breakdance Weltmeister und Mitglied der berühmten Flying Steps Killa Sebi und Tänzerin und Choreografin Katja Morozova als Models vor der Kamera und taten ihr Bestes, schnelle Bewegungen in die Sets zu bringen.

Meine Highlights der neuen 7D Mark II

  • 10 Bilder in der Sekunde
    Eine ungemeine Arbeitserleichterung in sich schnell bewegenden Umgebungen und Sets. Hiermit tuen sich völlig neue Möglichkeiten auf. So haben wir bei starken Dauerlicht fotografiert, um nicht von der Refreshrate der Blitzköpfe abhängig zu sein und auch zu mehrt fotografieren zu können. Ein erhöhter ISO Wert bis 6400 stellte hier keinerlei qualitative Einschränkung dar.ballet Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin
  • Erweiterte Möglichkeiten zur Mehrfachbelichtung (Additiv, Durchschnitt, Hell, Dunkel)
    kreativ eingesetzt lassen sich hier richtig abgefahrene Bilder direkt aus der Kamera erzeugen. Mit dieser Funktion hatte ich tatsächlich am meisten Spaß. Danke an Camillo für die zündende Idee.7DmkII 1646 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin
  • 7DmkII cableprotector Bild 278x180 Mit der Canon EOS 7D Mark II in BerlinDer mitgelieferter Cable Protector
    Ihr kennt das vielleicht: Teathered fotografieren im Studio mit einem USB Kabel oder das angeschlossene HDMI Kabel des externen Monitors beim Videodreh oder in der Fotobooth. Endlich kein versehendliches abrutschen des Kabels und kein Risiko mehr bei Stolperfallen. Alles sicher fixiert und zwar richtig. Super System, gut umgesetzt und im Lieferumfang enthalten! Find ich gut.
  • 65 Autofokusfelder und alle 65 sind Kreuzsensoren
    Die Felder reichen zudem bis fast an den Bildrand. So kann die Kamera ein sich schnell bewegendes Objekt komplett durch das Bild im Fokus behalten. Funktioniert super!
  • Der intelligente Sucher
    Hier kann man sich auf Wunsch mit einem transparenten LCD, welches im Sucher platziert wurde, diverse Informationen einblenden lassen. So z.B. eine elektronische Wasserwaage, ein Gitternetz, den Aufnahmemodus, die AF-Felder, eine Belichtungs-Messwaage, die Belichtungskorrektur und/oder Warnhinweise.
  • Die Haptik
    Die 7D Mark II fühlt sich wie die Großen an und das ist sie auch. In der Hand konnte ich keinen wirklichen Unterschied zur 5D Mark III bemerken. Sie besitzt ebenfalls ein Magnesium-Gehäuse und die Neuen (und neu platzierten) Bedienelemente gewährleisten eine schnell und intuitive Bedienung, die bei mir schon nach wenigen Minuten saß.
  • Besserer Wetterschutz, umfangreiche Abdichtung des Gehäuses.
    In Kombination mit den ebenfalls abgedichteten L-Linsen, sollte man also auch in dieser Klasse schon auf der sicheren Seite sein und der ein oder andere Regenschauer und das Arbeiten in raueren Umgebungen kein Problem sein.
  • Eingebautes GPS
    Genial auf Reisen und generell unterwegs. Man kann die Bilder mit einem Geotag versehen oder einen Track aufzeichnen, die Daten auf der gleichen Speicherkarte oder gesonder von den Bilder speichern lassen.

Verbesserungen 7d 278x155 Mit der Canon EOS 7D Mark II in BerlinHier noch eine Übersicht der markantesten Verbesserungen gegenüber der ersten Version der 7D. Man sieht, es sind einige bemerkenswerte Änderungen gegenüber dem ersten Wurf.

Den Rest entnehmt ihr am Besten den technischen Daten direkt auf der Produktseite.

Resümee

Ich denke, mit der EOS 7D Mark II** ist Canon ein guter Wurf gelungen. Wenn es darum geht den richtigen Moment einzufangen und dies beim ersten Versuch gelingen muss, sind die 10 Bilder in der Sekunde das Killerfeature. So sehe ich den hauptsächlichen Einsatzbereich der Kamera im Sport, Wildlife und in ähnlich schnellen Reportage-Umgebungen. Hier spielen auch die bessere Abdichtung des Gehäuses, unter Umständen der Cropp-Sensor (x1,6) so wie das eingebaute GPS ihre Vorteile aus. Aber auch die Videofeatures sind auf dem aktuellsten Stand. Hier wurde nichts ausgelassen und ein dickes Paket geschnürt.

Mit einem angesetzten Preis von 1699,- EUR ist sie nicht ganz billig aber die Features und Spezifikationen überzeugen. Und die entsprechende Zielgruppe wird die Vorzüge auch zu schätzen wissen. Wo sich der Straßenpreis einpendeln wird, bleibt abzuwarten.

Für weitere, spezifische Details und Laborergebnisse gibt es sicher andere bewährte Quellen. Aus meiner Sicht kann ich abschließend sagen, ich hatte wirklich einen riesen Spaß, habe etwas für mich absolut Neues fotografiert und konnte sehen, welche Möglichkeiten einem alleine die Features der Kamera ermöglicht haben. Ich fand es interessant mal in eine neue Welt hineinschauen zu können und danke hier auch vor allem Richard für die Tipps und Anekdoten.

Eine weitere Review könnt ihr bei Camillo finden, mit welchem ich mir eine Kamera an diesem Tag teilte.

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Im Test… WD My Passport Wireless

Western Digital hat zur Photokina seine, schon im Vorfeld angekündigte, My Passport Wireless im Gepäck gehabt. Eine mobile USB 3.0 Festplatte mit integriertem Wlan und, vor allem für Fotografen interessant, einem internen SD Karten Slot. Die Vorstellung las sich so interessant, dass ich das Gerät einfach direkt unter die Lupe nehmen musste…

Kabellos verläuft das Leben einfach schneller (…) Ein Laufwerk ohne Grenzen.

WDMyPassportWireless 1010409 845x562 Im Test... WD My Passport Wireless

Die Platte bietet mit ihren Features unglaublich viele Möglichkeiten. So kann sie neben ihrer normalen Funktion als externe Platte auch als “private Cloud” fungieren, wie erwähnt SD Speicherkarten Backups erstellen aber auch als Medienserver Inhalte streamen oder als WiFi-Hub fungieren. Auf die letzten beiden Bereiche mag ich nicht eingehen, da gibt es sicher fachkundigere Berichte zu. Aber auf die Funktionen, welche für Fotografen interessant sein dürften…

Die Merkmale

Die My Passport Wireless** verfügt neben ihrer 500GB, 1TB oder 2TB Festplatte und einem normalen USB 3.0 Port eben auch über ein Wlan Modul und einen internen Akku. Dieser sorgt für rund 6 Stunden kabellosen Betrieb oder aber 20 Stunden Standby und wird mit dem mitgelieferten AC-Adapter (2A Output) und dem ebenfalls beiliegenden USB 3.0 Kabel aufgeladen. Bei leerem Akku bleibt einem danach aber nach wie vor der gewohnte Zugriff auf die Platte via USB Port des Rechners. Die Platte ist durch den Akku natürlich etwas schwerer und höher, mit 127 x 86 x 29,8mm und 360g bei meiner 2TB Version angesichts der Features aber absolut vertretbar. Die 1TB und 500GB sind jeweils flacher und leichter – hier nachzulesen.

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WiFi Funktion

WD Quick View 278x178 Im Test... WD My Passport WirelessNun kann man die Platte eben auch kabellos betreiben, verspricht Western Digital. Das konnte ich mir nicht so ganz vorstellen aber… hierzu installiert man auf dem Mac “WD Quick View” und eben dieses Tool registriert, wenn sich die My Passwort Wireless** im Wlan Betrieb befindet und bietet diese zum Mounten (anbinden) an. Ein Klick genügt und die Festplatte steht wie gewohnt im Finder zur Verfügung und kann wie jede andere externe Festplatte benutzt werden. Dieser Zugriff ist übrigens laut Hersteller von bis zu 8 Geräten gleichzeitig möglich. Ob man sich hier Adhoc (direkt) verbindet oder die Platte in die heimische Infrastruktur aufnimmt, also quasi selbst am Router anmeldet und sie so alle Rechnern im Netzwerk zur Verfügung steht, spielt dabei keine Rolle.

Hierzu verfügt die Platte über ein Dashboard, welches man im Browser aufrufen und das Gerät komplett konfigurieren kann. Kennwörter setzen, Firmwareupdates suchen und durchführen, Mediaserver konfigurieren, Akku- und Speicherkapazität einsehen und so weiter…

WD Dashboard Browser 845x580 Im Test... WD My Passport Wireless

Für das iPhone und iPad gibt es ebenfalls eine App – WD My Cloud. Über diese lassen sich ebenfalls uneingeschränkt alle Funktionen wie im Dashboard am Rechner steuern, zusätzlich aber kann man so auch via Smartphone und Tablet auf die Daten welche sich auf der Platte befinden zugreifen und, man kann weitere hinzufügen. So z. B. Handybilder, Videos oder Dokumente auf der Festplatte sichern. Im Grunde wie ihr es von Dropbox oder Google Drive auch kennt nur eben nicht im Internet auf fremden Servern sondern auf der eigenen, lokalen My Passport Wireless**.

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SD Karten Slot (Image Tank?)

WD 0001 156x278 Im Test... WD My Passport WirelessÜber eben dieses Dashboard am Rechner bzw. die My Cloud App am Smartphone oder Tablett kann man auch auf den integrierten SD Karten Slot zugreifen. Entweder direkt oder man stößt ein Backup der SD Karte auf die Festplatte an. Hierbei kann man folgende Optionen wählen: Kopieren und Daten auf der Karte belassen oder Karte anschließend leeren. Ebenso kann man einstellen, dass diese Aktion in Zukunft ohne Zutun, also automatisch, beim Einstecken einer SD Karte starten soll.

Zeitlich lag der Kopiervorgang bei meinen Backups mit rund 10GB Daten auf der Karte bei ca 20 Minuten.

Man kann so also direkt beim Shooting on Location oder abends im Urlaub, selbst ohne Notebook ein Backup seiner Speicherkarte erstellen oder diese einfach leeren, um wieder freien Speicherplatz auf den Karten zu haben.

Resümee

WD greift hier unter anderem die Idee der früheren Image Tanks wieder auf, mit welchen man seine Speicherkarten ohne Laptop auf eine Festplatte sichern konnte. Irgendwie hatte sich das Thema komischerweise nie durchgesetzt. Nun, via Smartphone-App ist das kein Problem mehr. Man kann so auch direkt kontrollieren, ob die Bilder wirklich vollständig übertragen wurden und wenn gewünscht, auch direkt via Smartphone, Tablett oder Rechner zugreifen und diese weiter verarbeiten.

WDMyPassportWireless 1010415 845x562 Im Test... WD My Passport Wireless

Wie man die Funktionen nun kombiniert und einsetzt, bleibt einem selbst überlassen, aber für mich ist das Konzept genial umgesetzt worden! Und bevor ich es vergesse: Die Haptik und Optik sind in gewohnt hochwertiger WD Qualität! Preislich liegt die 1TB Version bei 175,- €** aktuellem Straßenpreis, die 2TB Version bei 222,- €** direkt eine Woche nach Vorstellung.

Der nächste Tripp steht schon an und die Platte ist direkt im Gepäck! Ich bin begeistert!

Danke an Western Digital welche mir die Platte für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.
M
ein Urteil bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

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Im Test… Canon Pixma MG7150

Die letzten Jahre habe ich es bestens geschafft ohne einen Drucker zu Hause aus zukommen. Aber weniger der ökologische Hintergedanke des papierlosen Büros als viel mehr der Frust der mit Installation, Wartung und Betreiben der Drucker einherging, waren der Grund für diese Hassliebe. Eingetrocknete Tinte, veralteter und zickender Druckertreiber, fehlerhafter Verbindungsaufbau, defekter Papiereinzug, streifiger Druck… Argh! Wer kennt das alles nicht… Aber meine Erfahrungen waren allesamt schon einige Jahre her.

CanonPixmaMG7150 0347 800x600 Im Test... Canon Pixma MG7150

So war ich zwar sehr skeptisch und anfangs wenig angetan, als Canon nachfragte, ob ich nicht den Canon Pixma MG7150 testen wolle aber da ich gerade eh das gedruckte Bild wieder für mich entdecke und schon mit dem Selphy 900 so zufrieden war, dachte ich – warum nicht.

Canon Pixma MG7150 – die Eckdaten

Beim Canon Pixma MG7150** handelt es sich nicht nur um einen Drucker, sondern um ein Multifunktions-Gerät mit integriertem Scanner und Kopierer-Funktion. Man kann ihn nach wie vor klassisch über USB anschließen, aber auch kabellos via Wlan ins heimische Netzwerk integrieren (Dazu später mehr).  Über ein Touchdisplay lässt sich der Drucker konfigurieren und lokal steuern, sollte man z.B. von einer Speicherkarte direkt drucken wollen oder die Kopierfunktion nutzen.

Ausgestattet mit 6 Patronen, 2 davon Schwarz, geht der normale schwarz/weiß Dokumentendruck nicht auf kosten der Fototinte. Beidseitiger Druck wie im Büro ist ebenfalls kein Problem. Zudem verfügt der Drucker über 2 Papierfächer, so dass man sowohl einfaches Dokumentenpapier als auch Fotopapier im Drucker belassen kann. Alle Klappen geschlossen ist das komplette Innenleben sowie das Papier und alle Einzugsschächte vor Staub geschützt.

Die Installation

Mit einer der Hauptgründe, warum ich mich irgendwann von Druckern im Allgemeinen abgewendet habe: Man konnte schon davon ausgehen, dass die Treiber, die Inbetriebnahme bzw die Installation irgendwie Probleme machen wird. Um so weniger Lust hatte ich genau auf diesen Punkt…

Drucker eingeschaltet, Setup auf dem integrierten Display durchgeklickt, Patronen eingesetzt, mitgeliefertes Blatt zur Kalibrierung eingelegt und fertig. Als Nächstes gleich mal den Drucker ins Wlan aufgenommen. Auch das dank Touchscreen überhaupt kein Problem. Am Mac nach einem neuen Drucker im Netzwerk gesucht, Drucker wird sofort gefunden und im Handumdrehen selbstständig installiert. Kein Zutun des Users nötig. Und selbst auf einem Win7 Rechner war die Installation ebenfalls ohne zutun des Users möglich. In weniger als 20 Minuten vom aufschneiden des Kartons bis zum ersten Ausdruck!

Ich habe, glaub noch nie eine solch einfache Installation und Einrichtung bei einem Drucker erlebt. Mag sein, dass das heutzutage Standard ist. Meine Erfahrungen stammen von vor 3-4 Jahren und anderen Fabrikaten und da sah das noch anders aus. Das war erfrischend einfach und unkompliziert. So soll das sein!

Qualität und Highlights

Die Qualität und Geschwindigkeit überzeugt! Spuckt der Drucker ein Textdokument förmlich innerhalb von wenigen Sekunden aus (15 Seiten/Minute in S/W), lässt er sich bein einem DinA4 Fotodruck etwas mehr Zeit. Das sei ihm auch gegönnt, denn die anschließende Qualität überzeugt! So habe ich den Druck auf 3 verschiedenen Canon Papieren begutachtet. Vom günstigeren Photo Paper Plus Glossy II** über das matte Luster Papier** bis hin zum 300g/m² Pro Platinum** und alle 3 Ergebnisse überzeugten restlos.

CanonPixmaMG7150 0380 800x600 Im Test... Canon Pixma MG7150

Etwas plumb würde ich den Unterschied zwischen den 3 Papieren so beschreiben, dass das Luster eine matte Oberfläche hat und das Plus Glossy II sowie das Pro Platinum jeweils eine Hochglanz-Oberfläche haben. Die beiden Glossy Papiere unterscheiden sich zudem im Gewicht (260g/m² zu 300g/m²) und das Pro Platinum hat ein reineres Eigen-Weiß gegenüber dem Plus Glossy II. Dies merkt man aber wirklich nur im direkten Vergleich.

Was wirklich cool gelöst wurde… ist der Drucker ausgeschaltet und geschlossen und man stößt via Wlan einen Ausdruck an, erwacht der Drucker nicht nur von alleine aus dem Standby, er öffnet zudem auch noch alle nötigen Klappen selbstständig und druckt. Man muss also nicht erst ins Büro laufen um den Drucker in Betriebsbereitschaft versetzen zu müssen.

Mein Resümee

Ich bin begeistert! Vom schlichten und sauberen Design über die absolut kinderleichte Inbetriebnahme, die Features sowie die Vielseitigkeit und den dennoch günstigen Preis. Denn der Multifunktionsdrucker Pixma MG7150 kostet gerade einmal 160,- EUR** Straßenpreis (EVP 199,-). Ein kompletter Satz Original Tinte (alle 6 Patronen) 45,- EUR, natürlich kann man die Patronen bei Bedarf auch einzeln kaufen. Und zu guter Letzt, die Druckgeschwindigkeit und Qualität passt! Auch hier wird man nicht enttäuscht und kann in Punkto Druckqualität mit den üblichen Fotolabor-Drucken ohne Probleme mithalten und diese oftmals auch übertreffen.

Meine Kombi sieht nun also wie folgt aus. Für Fotos im 10×15 Format nehme ich nach wie vor den kleinen tintenlosen Selphy 900 und für DinA4 Drucke werde ich nun nicht mehr zu Onlinedienst greifen, sondern diese direkt zuhause mit dem Pixma MG7150 anfertigen. Nun fehlt mir noch eine Lösung für A3+…

Dass der Pixma nicht nur mir die Unlust am Drucken genommen hat, könnt ihr auch bei Ben, Camillo, Barbara und Janina nachlesen.

Danke an Canon für das Bereitstellen des Druckers.
** Amazon Affiliate Link – Super fürs Karma

Im Test… Think Tank Retrospective 5

Mit der Zeit wird man vielleicht gemerkt haben, die richtige Tasche für meine Kamera ist ein heikles Thema bei mir. Ausgefallen, auffällig unauffällig, nicht direkt als Fototasche identifizierbar, praktisch und natürlich nicht zu groß sollte sie sein. Und jedes Mal wenn sich mein Arbeitsgerät ändert, muss natürlich auch eine neue entsprechende Tasche her. Und so stand ich einmal mehr davor, die richtige Tasche für mich zu finden. Meine Wahl viel auf die Think Tank Retrospective 5

retrospective5 0292 800x600 Im Test... Think Tank Retrospective 5

Die Auswahl / Die Anforderungen

Zur Auswahl stand die Think Tank Retrospective 5**, Ona Bags Bowery und die Billingham Hadley**. Kenner sehen schon wohin der Trend gehen sollte. Gesucht war eine kleine, kompakte und unauffällige Tasche mit einem etwas moderneren Aussehen. Nur kein Nylon und keine Kamerataschen-Optik. Platz für eine spiegellose Kamera inkl Objektiv (ala Leica M6/M9/M240, Fuji X-T1/E1/Pro1, Sony A7, etc) + 1-2 Wechselobjektive, kleiner Blitz, Zubehör und ggf. eine kleine Flasche Trinken für unterwegs, Tickets/Papiere und Persönliches. Explizit aber auch nicht zu groß und zu viel Platz, weil mich dieser dann dazu verleitet zu viel mitzunehmen.

In die Endauswahl schafften es die Bowery und eben die Retrospective 5. Von der Größe her nur gering unterschiedlich war vor allem das Design am Ende entscheidend. Da die Bowery recht kompakt designt wurde und bei der Stoff-Version, im Gegensatz zur Ledervariante (in einer anderen Preisliga spielt) die Schnallen und Applikationen immer in einer Kontrastfarbe waren, sah die Tasche kurzum zu weiblich aus.

Tipp für den Regenschutz

retrospective5 0276 278x208 Im Test... Think Tank Retrospective 5Wenn die Retrospective 5 geliefert wird, befindet sich der (im Lieferumfang enthaltene) Regenschutz in der vorderen kleinen Tasche und füllt diese komplett aus. Hier bekommt man allerdings bestens Ladegeräte, Handy, Geldbeutel oder ähnliches unter und der Platz ist somit leicht verschwendet.

Da man den Regenschutz hoffentlich nicht all zu oft benötigt, habe ich diesen kurzerhand noch etwas mehr komprimiert und anschließend einfach in eine der schwer zugänglichen, außen liegenden Seitentaschen verfrachtet. Passt perfekt, beult zwar etwas nach innen aus, aber wenigstens ist die “wertvolle” Fronttasche somit frei!

Fassungsvermögen & Platzangebot

Neben den bereits in der Tasche eingesetzten Trennern befinden sich zusätzlich noch 3 weitere im Lieferumfang. Alle mit Klettverschluss frei in der Tasche positionierbar, in verschiedenen Höhen und Ausführungen. Diese sollten also dicke für jegliche individuelle Einteilung des Innenraumes ausreichen! Folgendes bekomme ich ohne Probleme in die Tasche:

  • Kamera inkl Objektiv
  • 2 Wechselobjektive
  • kleiner Aufsteckblitz
  • Zubehör (Akku, Speicherkarten, Putzzeug,etc.)
  • Dokumente / Visitenkarten

…und habe immer noch Platz sollte ich noch eine kleine Flasche Wasser mitnehmen wollen und zudem das freie Frontfach für Geldbeutel, Handy, Ladegerät, Kompaktkamera oder Ähnliches. An der Rückseite befindet sich außen liegend noch ein weiteres, mit Reißverschluss versehenes  Dokumentenfach. In dieses kann man zumindest auf die Schnelle hochkant sein iPad Mini oder sein eBook verstauen um beide Hände frei zu haben. Ganz passt das iPad Mini leider nicht in die hintere Tasche – ganz knapp. Dafür aber ins Innere.

Resümee

Nach ein paar Wochen und ein paar Reisen mit der Tasche kann ich sagen, sie erfüllt meine Anforderungen perfekt. Sie ist dezent, robust und bietet einen schnellen Zugriff auf die Kamera und sonstigen Inhalt. Ausreichend gepolstert, muss man sich um den Inhalt keine Sorgen machen. Im Inneren üppig mit Fächern und kleinen praktischen Taschen versehen, sollte nichts im Chaos verloren gehen und alles seinen Platz finden. Die Oberfläche – waxed Canvas – ist sehr robust, bekommt einen tolle Used-Look und ist selbst ohne Regenhülle schon wasserfest und saugt somit nicht gleich jeden Dreck auf.

Mit freundlicher Unterstützung von enjoyyourcamera.com

Im Test… KLICKfix CamOn!

Unter den Radfahrern sicher ein Begriff, KLICKfix von Rixen&Kaul. Ihre Taschen- aber vor allem Korblösungen sieht man an fast jedem zweiten Rad und das mit Recht. Ein effektives Klick-System, untereinander kompatibel und kombinierbar. Einfach und Praktisch.

KLICKfix 22 845x563 Im Test... KLICKfix CamOn!

Als ich vor ein paar Wochen von Herrn Rixen erfuhr, dass es sehr bald einen GoPro Adapter von KLICKfix geben wird, war ich direkt angetan. CamOn! sollte er heißen. Direkt nach dem Launch lag mir so ein Adapter auch vor und so haben wir diesen direkt in der Praxis getestet.

KLICKfix CamOn!

Von GoPro direkt gibt es Rohrschellen um die Kamera am Rahmen oder Lenker des Fahrrads zu befestigen. Möchte man die Position der Kamera ändern, ist umschrauben angesagt, was unterwegs oft nervig sein kann. KLICKfix hat sich jetzt die Technik ihres Quadadapters (Schnellverschluss) zu nutze gemacht und ein System entwickelt, mit welchem man an mehreren Positionen des Rahmens die kleinen Gegenstücke, so genannte MiniBlocs befestigt. Auf diese wiederum, kann man mit einem Handgriff die CamOn! Halterung aufsetzen, auf welcher dann die GoPro befestigt ist. Nicht genug, dass man den CamOn! Halter um 90° verdreht in jede Richtung auf die MiniBlocs aufsetzen kann, ist im Fuß des Adapters noch eine stufenlose Drehvorrichtung eingebaut. Das Positionieren und Einstellen der Kamera ist also ein Kinderspiel.

Am Besten sieht man das System im Hauseigenen Produktvideo.

In der Praxis

Das System hat sich auf einer 2 wöchigen Radtour von Hamburg nach Karlsruhe bewährt. Es hält und das sehr zuverlässig. Es wackelt nicht und hat auch kein Spiel. Hier war ich Anfangs etwas skeptisch, wurde aber eines besseren Belehrt. Da über 2 Wochen am besten täglich die selbe Kamera-Position gehalten werden sollte (TimeLapse) war das System bestens dafür geeignet. Kamera kann schnell an- und demontiert werden ohne sie neu Positionieren zu müssen. Auch die Stellschraube, welche im Gegensatz zu den GoPro Originalen als eine Flügelschraube realisiert wurde, lässt die Position wesentlich zuverlässiger fixieren.

KLICKfix 24 845x563 Im Test... KLICKfix CamOn!

Lieferumfang und Preis

Zum Lieferumfang gehören neben dem CamOn!** Adapter zwei MiniBlocs zur befestigung am Rahmen und ein Adapter um das ganze System an den normalen GoPro Klebepads (z.B. am Fahrradhelm) und so weiter zu verwenden. Das Set kostet wirklich günstige 38,95 EUR, was nach einem Schnäppchen riecht, schaut man sich die GoPro Zubehörpreise an. Wem die 2 MiniBlocs am Fahrrad nicht reichen, ein weiterer kostet 7,50 EUR.

Resümee

Ich würde sehr gerne noch mehr über den Adapter berichten, aber wie auch die anderen Produkte aus der KLICKfix Serie, ist der CamOn!** Adapter so simpel und dennoch genial, dass es nicht viel mehr hinzuzufügen gibt. Der Preis überzeugt und auch in der Praxis wurden wir nicht enttäuscht. Klare Kaufempfehlung!

Vielen Dank an dieser Stelle an Tobi, für den ausführlichen Test auf seiner Radtour.
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Mit Canon in Hamburg – sturmfreie Bude!

Einige werden es sicher über Facebook, Instagram oder meinen tumblr mitbekommen haben, ich war letzte Woche in Hamburg. Canon hat eine ausgewählte Runde an Journalisten und Bloggern eingeladen, einige neue Produkte selbst zu testen, um Neuerungen vorzustellen und einen Ausblick zu geben. Und auch ich bin dem Ruf gefolgt, freute mich auf alte Bekannte, neue Gesichter, viele Eindrücke, tolle Gespräche, interessante Themen und eine gesellige Runde.

Das Motto diesmal war “Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte” und so hatte sich Canon wieder Einiges einfallen lassen. Vier Pantomime stellten bekannte Filmszenen nach, welche als Motiv dienten, um die neuen Kameras zu testen. Tomas Rodriguez sorgte ein weiteres Mal für die professionelle Unterstützung. Nicht zu vergessen die einmalige Event Location. Die Sturmfreie Bude im Schanzenviertel, ein 200m² voll verglastes Penthouse im Loft-Stil über den Dächern von Hamburg.

Canon Powershot G1 X Mark II

PowerShot G1 X Mark II FSL 420x280 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!

Was die Canon PowerShot G1 X Mark II** (845,-) so besonders macht, ist, dass die Änderungen zur Mark I hin, größtenteils auf dem Feedback der Anwender beruht. So hat die Mark II ein sehr flaches Klappdisplay erhalten, das Objektiv wurde überarbeitet – mehr Weitwinkel (24mm statt 28mm), größere Blende (f2.0-f3.9 statt f2.8-f5.8), bessere Naheinstellgrenze, der “Sucher” ist verschwunden und wurde durch einen aufsteckbaren, optionalen EVF** (299,-) ersetzt, merklich aufgebohrtes AF System (31 statt 9 Messpunkte)… was ich aber am innovativsten fand, waren die zwei (ja, 2!) Einstellringe um das Objektiv. Beide können frei belegt werden bzw. haben je nach Modus eine andere Funktion. Wenn man sich an dieses Konzept gewöhnt hat, sicher eine Bereicherung in Sachen Bedienbarkeit. Für diesen Tag, definitiv meine “Weapon of choice“.

Canon EOS 1200D

EOS 1200D 7 420x315 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!

Gegenüber der 1100D wurde an der EOS 1200D** (399,- ohne / 449,- mit Kit Objektiv) verstärkt an der Haptik gearbeitet. Hier wurde auf hochwertigeres Material gesetzt und das machte sich auch in der Wertigkeit der Kamera bemerkbar. Ansonsten wurden ausnahmslos alle Bedienelemente endlich komplett auf der rechte Seite der Kamera untergebracht, was nun quasi eine Einhandbedienung ermöglicht. Wie immer handelt es sich hierbei um eine solide Einsteigerkamera, bei der ihr das Möglichste für euer Geld bekommt.

Canon EOS Begleiter App

2014 05 20 12.45.23 156x278 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude! 2014 05 20 12.46.28 156x278 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude! 2014 05 20 12.46.44 156x278 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude! 2014 05 20 12.46.57 156x278 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude! 2014 05 20 12.47.41 156x278 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!

Im Zuge der EOS 1200D hat Canon sein App-Angebot ausgeweitet und die Canon Begleiter App herausgebracht. Eine App die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Berührungsängste zu nehmen und Wissenslücken bei Anfängern in der DSLR Fotografie zu schließen. Aufgeteilt in 3 Bereiche vermittelt sie zum einen Basiswissen zu Themen wie Blende und Belichtungszeit, geht zum anderen explizit auf die Funktionen der 1200D ein und zu guter Letzt bietet sie auf eine interessante Art und Weise Inspiration auf Knopfdruck. Für Anfänger eine tatsächlich sehr zu empfehlende App. Auch wenn man keine 1200D besitzt. Die App gibt es kostenlos bei iTunes und im Google Play Store.

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canon1000 hamburg 8234 278x185 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!

Sicher nicht das Beste, Drucker auf einem Event wie diesem zu testen, aber man merkte auch hier sehr stark, dass der Trend wieder zum gedruckten Bild geht. Und so standen einige Drucker im Raum. Unter Anderem auch der neue Selphy CP 910**, der Pixma MG7150** und auch als A3+ Drucker der Pixma iP8750**. Da mir diese Tendenz absolut gefällt, werde ich auch hier im Laufe des Jahres hoffentlich etwas mehr berichten können.

Resümee

Innovationen, welche mich vom Hocker reißen, haben ich etwas vermisst. Trends, die in die richtige Richtung gehen, waren aber deutlich zu erkennen. Es war mal wieder schön direkt mit den Produktverantwortlichen ins Gespräch gehen zu können und direkte Reaktionen und Emotionen auf meine Fragen zu bekommen. canon1000 hamburg  420x280 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!Es freute mich wieder einige neue Gesichter und alte Bekannte getroffen zu haben -Es war mir ein Fest mit euch. Und so möchte ich auch auf die Berichte von Ben, Dajana, Mikhail …weiter folgen… hinweisen.

Die Bilder in diesem Post sind übrigens nahezu alle unbearbeitet und entweder mit der PowerShot G1 X Mk II, der EOS 1200D oder meinem iPhone aufgenommen worden. Das Titelbild und das der Vernissage stammen dabei von Ben, das Gruppenbild von Mario. Danke euch dafür.

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(M)ein Gedankengang und die aktuelle Entwicklung auf dem Kameramarkt…

Das ich mich derzeit in einem Selbstfindungsprozess bzgl. meiner Fotografie befinde, das hat man hier und da ja schon mitbekommen. Um so interessierter beobachte ich die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen auf dem Kameramarkt. Ich selbst habe durch meine Outdooraktivitäten immer seltener meine große DSLR, die Canon 5D Mark III mitgenommen. Meistens haben mir die S110 oder G16 vollkommen ausgereicht und durch die wesentlich einfachere Transportmöglichkeit habe ich auch häufiger zur Kamera gegriffen. Aber alles der Reihe nach…

Ausschlag hat bei mir ein 8 stündiger Klettersteig mit 8 Kilo Kameraequipment (+3l Trinken +Essen + Kletterausrüstung) gegeben. 8 kg Equipment, welches ich quasi nicht aus dem Rucksack genommen habe, weil ich alleine vom rumschleppen schon so davon genervt war. Ich wollte natürlich für jeden Anlass die richtige Linse dabei haben. Lediglich das Stativ habe ich mir gespart. So ein Bullshit. Wie viel einfacher wäre mir der Klettersteig gefallen. Wie viel mehr hätte ich mich auf das wesentliche konzentrieren können. Und wie viel mehr Bilder hätte ich mit einer kleineren Kamera um den Hals gemacht. Danach habe ich mir geschworen, ich werde nie wieder ohne triftigen Anlass so ein üppiges Equipment mitschleppen. Ist ein Shooting geplant – OK. Aber nicht bei so einer Aktion.

Sich lösen…

Klar, man spart gefühlt eine Ewigkeit um sich sein Traum-DSLR-Setup zusammen zu stellen. Also will man dann auch möglichst viel damit fotografieren und hat vor allem ein schlechtes Gewissen, es nicht immer und überall, wo fotografiert wird, einzusetzen. Löst man sich aber erst einmal davon, die eifrig zusammengesparte DSLR Ausrüstung als den heiligen Gral und einzig wahre und ernst zunehmende Möglichkeit zur Fotografie zu sehen. Hat man die Entbehrungen die man dafür eingegangen ist erst einmal vergessen. Macht man sich frei davon ein schlechtes Gewissen zu haben, das ach so teure Equipment mal zu Hause zu lassen, dann wird vieles einfacher… Denn oft geht es darum, einfach den Moment einzufangen. Wie auch Jeriko so treffend schreibt, es geht ums Bild! Und hier passen zwei Zitate perfekt:

“Die besten Bilder sind die die man macht.” ~ unbekannt (Danke Heinz)

und

“The best camera is the one that’s with you.” ~ Chase Jarvis

Weitergedacht…

Arco 2 0171 278x208 (M)ein Gedankengang und die aktuelle Entwicklung auf dem Kameramarkt...

aufgenommen mit Canon Powershot N

Ich habe also angefangen, hier und da nur eine kleine Kamera einzupacken. Und siehe da, ich hatte sie viel lieber dabei, sie fiel mir nicht zur Last. Ich hatte sie wesentlich häufiger in der Hand und habe deutlich mehr und oft auch wertvollere Aufnahmen damit gemacht. Es wurde immer selbstverständlicher die Kamera einzupacken und im Urlaub hatte ich sie auf einmal ohne nachzudenken, jeden Tag um den Hals. Aber im Gegensatz zu vorher, war es keine 5kg Kamera, die jeden verschreckt sobald man sie angesetzt hat, sondern es war eine kleine, unauffällige Kamera. Eine die von vielen gar nicht wahr- oder all zu ernst genommen wurde. Und auf einmal war niemand in meiner Umgebung genervt, dass ich mein Objektiv wechseln oder meine Kamera ein- bzw wieder auspacken musste. Keiner hat sich von der Kamera bedroht gefühlt. Niemand hat es für nötig gehalten sich zu verstellen. Ich musste nicht ständig einen Rucksack oder Tasche voll Zubehör rumschleifen, konnte mich freier bewegen. Die Kamera auch mal baumeln lassen und einfach den Moment genießen.

Keines der Bilder in diesem Post (und auch seit langem keines mehr auf dem Blog) ist mit meiner großen DSLR aufgenommen. Kameras waren u.a. iPhone 5s, Powershot N, S110, G16 etc.

Der Kameramarkt – Entwicklung und Tendenz

Und wie ich mich so in meinem Prozess langsam wieder finde und immer wohler fühle, zeichnet sich auf dem Kameramarkt eine sehr interessante Entwicklung ab. Die quasi tot geglaubte Marke Olympus bringt ihr OMD System heraus und betreibt so offensives Marketing, dass fast jeder zweite bekanntere Fotograf auf einmal sein bisheriges Setup qunq (M)ein Gedankengang und die aktuelle Entwicklung auf dem Kameramarkt...ersetztqunq (M)ein Gedankengang und die aktuelle Entwicklung auf dem Kameramarkt.... Fuji baut die Idee der x100 (die ich für kurze Zeit mal hatte) immer weiter aus und auf einmal gibt es 6 oder 7 Modelle wie X-T, X-E, X-A, X-Pro, X-M, was auch immer und keiner blickt mehr durch (ich zumindest nicht). Sony haut noch einen drauf und packt seinen Vollformat-Sensor in ein quasi NEX Gehäuse und dann kommt Nikon mit ihrer Df und lacht alle aus!

Warum? Weil alle außer Nikon auf einen EVF (Electronical ViewFinder) setzen und wer aus dem DSLR Lager kommt und schon mal in einen dieser winzig kleinen Suchermonitore (oder wie es der wehte Stilpirat so treffen bezeichnet: Mäusekino) geschaut hat, wird vielleicht, wie ich und viele Andere feststellen, dass das nicht mehr viel mit Gefühl zu tun hat, was man darin sieht. Ich will nicht lange über EVF lamentieren aber ich denke, das ist, egal wie hochauflösend die Minidisplays auch werden, eine absolute Sackgasse und vernichtet jegliches Gefühl beim Fotografieren. Zumindest werde ich nicht warm mit diesen Dingern. Und einzig Nikon war im Stande den obligatorischen Vollformat-Sensor in ein kompakte (sogar retro) Gehäuse zu packen und einen klassischen optischen Sucher zu verbauen. Das Ganze sieht aus, wie damals die analogen SLR Kameras aussahen, vollgestopft mit aktuellster Technik. So muss das sein! Da wollen wir hin! Und so kann ich euch wärmstens Steffens Gedanken zur Df ans Herz legen.

Und dann beobachtet man da noch eine kleine, fast kaum beachtete Tendenz, weg von all den Automatik-Modi, Panik Programmen, Kreativ-, Sport- und Landschafts-Voreinstellungen, hin zum Ursprung. Die Df, wie sicher auch einige andere oben aufgezählte Modelle, gehen immer weiter dazu über, Einstellungen wie Zeitvorwahl, Belichtungskorrektur, Iso-Werte etc. auf praktisch und griffbereite Wahlräder zu platzieren, die sich schnell und blind bedienen lassen und einen direkten Eingriff ins Geschehen und die Bildentstehung ermöglichen. Diese Arbeitsweise haben viele schon lange – fotografieren im Manuellen Modus – aber bisher musste man viele dieser Einstellungen über das Menü oder Multifunktions-Wahlräder einstellen. Man konzentriert sich also wieder mehr auf das Fotografieren, beschäftigt sich mehr mit dem eigentlichen einfangen des Lichtes und setzt sich bewusster mit der vorherrschenden Lichtsituation auseinander als sich in den Tiefen irgendwelcher Menüs und Kreativprogrammen zu verlieren.

Und dann ist da natürlich noch Leica, die sich jetzt zurücklehnen und sagen, das alles schon lange zu wissen, sich nie Stress gemacht haben, irgendeinem Trend hinterher zu rennen, viel zu spät in die digitale Welt eingestiegen sind und sich dann anfangs auch noch anhören mussten, auf veraltete Sensoren oder Displays zu setzen. Die Kameras mit Preisen, die jenseits von Gut und Böse sind, man sich aber nicht darum schert, denn die Produktion ist so limitiert, dass man dennoch keine Ladenhüter produziert. Und man kauft mit der Kamera ja schließlich ein Lebensgefühl und das funktioniert bei Marken wie Harley, Apple und Co ja auch wunderbar. Man macht seit jeher sein eigenes Ding, setzt auf den Messsucher und muss sich somit um so viele Probleme gar nicht kümmern. Autofokus wird eh überbewertet und die Blendenvorwahl war ja eh schon immer an den Linsen, genau wie das Wahlrad für die Belichtungszeit auf dem Kamerabody. Ob man Leica nun liebt oder hasst, es spielt gar keine Rolle. Das rumgehacke auf einer Marke ist bei keiner Anderen so ausgeprägt wie hier. Das Contra-Lager lässt sich am Ende immer in zwei Gruppen teilen. Denen, welchen die Technik nicht zu den eigenen Anforderungen passt und die eine Leica einfach nicht in Erwägung ziehen und den Anderen, die, nachdem alle vorgeschobenen Argumente beseitigt sind, nur noch der regelrechte und oft substanzlose Hass auf die Preispolitik und -entwicklung als letztes lauthals raus geblöktes und aufgezwungenes Argument übrig bleibt. Hatten wir alles schon bei Apple und interessiert da heute auch keinen mehr.

Achtung: der obige Abschnitt wurde mit einer extra Priese Zynismus gewürzt!

Ja und Canon? Canon spielt das Spiel bislang noch nicht mit. Ob man hier einen Trend verpasst, auf das falsche Pferd gesetzt oder noch was in Petto hat, auf das wir alle gespannt sein dürfen, das weiß ich nicht.

Aber ich bin gespannt wohin die Reise noch gehen wird!  Ich finde die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen sehr spannend. Nicht zuletzt weil sie in genau die Richtung gehen, in die sich auch meine (und offenbar nicht nur meine) Vorlieben zu entwickeln scheinen.

Habt ihr euren Weg gefunden? Was sagt ihr zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Kameramarkt? Ich freue mich über jedes Feedback und weitern Input. Ab in die Kommentare damit!