Im Test… GoPro LCD BacPac

In meiner GoPro HD Hero2 Review konnte man meine Begeisterung für das GoPro System ja schon herauslesen. Das Positionieren und die Einstellung eines passenden Bildausschnittes stelle allerdings immer ein Problem dar. Was auf dem Snowboard oder generell outdoor kein Problem ist, ist, bei dem Sichtfeld, innerhalb eines Raumes nicht so einfach.  Und so war Teymur so freundlich und stellte mir eins seiner GoPro Displays, als Leihgabe zur Verfügung.

Meine ersten Bedenken waren, da der Akku der GoPro alleine schon nicht der ausdauerndste ist, dass sich die Laufzeit, aufgrund des Displays nochmals drastisch verkürzen wird. Da ich das Display oft aber nur zum Einrichten der Position bräuchte, wäre das somit kontraproduktiv. Aber da haben sich die Jungs von GoPro natürlich ihre Gedanken zu gemacht und so lässt sich das Display ganz einfach per Tastendruck an- und abschalten. Bedenken somit beseitigt.

Dem Display liegen zwei neue Gehäuserückteile bei, denn durch das Aufstecken ändert sich natürlich die Tiefe der Cam. Damit diese auch mit angedocktem Display noch sicher vor Stürzen und Wasser ist, tauscht man einfach das normale Rückteil, gegen eines der mitgelieferten aus und schon ist wieder für die gewohnte Sicherheit gesorgt.

Zum Display selbst lässt sich sagen, dass zum einen das Menü grafisch dargestellt wird, was gerade bei der ersten Generation der GoPro HD Hero hilfreich ist. Bei der Hero2 werden hier die selben Schaubilder und Menüpunkte gezeigt, wie auf dem Display auf der Vorderseite. Man kann des weiteren das bereits Aufgenommene wiedergeben oder eben die Cam mit LiveView betreiben. Hier ist allerdings eine deutlich sichtbare Verzögerung wahrzunehmen. Schlimm ist das nicht, allerdings ist sie durchaus erwähnenswert.


Für die unter euch, die sich fragen wie das Video entstanden ist, hier ein Bild des Setups.

Mit 99,- EUR** doch eher eins der teureren Zubehörteile für die GoPro. Ob sich diese Investition wirklich lohnt, dazu möchte ich das bald erscheinende WiFi BacPac abwarten. mit diesem lässt sich nämlich das Bild im Live-Stream aufs iPhone oder iPad übertragen. Diese Variante würde nicht nur mehr Möglichkeiten bieten, sondern meiner Meinung nach auch das Display ersetzen können. Aus diesem Grund erwarte ich das WiFi BacPac freudig und bin gespannt was uns geboten wird!

** Amazon Affiliate Link

Im Test… Polaroid PoGo Drucker

Vor kurzem habe ich mir spontan einen Polaroid PoGo Drucker gekauft. Ich bin schon vor geraumer Zeit auf diesen kleinen, handlichen Drucker gestoßen aber konnte mich nie durchringen einfach zuzuschlagen. Nun aber endlich, denn der Polaroid PoGo** ist mit seinen 45,- EUR und zwischen 13-25 EUR für 70 Blatt zink Papier** sehr günstig. Und so habe ich mir einiges an Spaß mit dem Drucker erhofft.

zink steht dabei für „zero ink„, quasi „Null Tinte“, denn der Drucker arbeitet mit einem Thermodruckverfahren. Somit kann auch nur auf den Polaroid eigenen Papieren gedruckt werden. Und auch hier hat sich Polaroid etwas einfallen lassen, denn jedes Bild besitzt eine selbstklebende Rückseite und ist somit gleich ein Aufkleber. Die Bilder sind jeweils 5 x 7,62 cm groß. Da der Drucker sowohl per PictureBridge Druckt als auch per Bluetooth angesprochen werden kann, ergeben sich hier schöne Möglichkeiten. So kann man einmal direkt von der Kamera per USB Kabel ein Bild ausdrucken oder aber per Rechner oder Smartphone etwas an den Drucker senden.

Nur zeigte sich gleich der Nachteil eines iPhones, denn Apple lässt das senden von Bildern per Bluetooth leider nicht zu. Daher muss ich leider immer den „Umweg“ über den Rechner nehmen. Dies war mir allerdings schon vorweg bekannt, sollte aber beachtet werden.

Meine Erfahrungen

Man sollte darauf achten das die Namen der gesendeten Dateien nicht zu lang oder zu kompliziert sind. Sollte das der Fall sein, verweigert das Drucker die Datei. Allerdings sagt die Fehlermeldung hierzu rein gar nichts. Mit den Endungen und Dateiformaten .png und .jpeg kann der Drucker ebenso nichts anfangen. Kann man ein .jpeg noch einfach umbenennen, muss man ein .png hingegen konvertieren damit es vom Drucker verarbeitet wird.

Soweit alles kein Problem. Nur hat sich in der kurzen Zeit in der ich den Drucker nun nutze schon so etwas wie eine Hassliebe eingestellt. Warum eine Hassliebe?
Zum Einen finde ich das Format und das Gimmick mit der selbstklebenden Rückseite einfach genial. Es ist einfach ein Spaß-Drucker für schnelle Schnappschüsse mit Polaroid Charakter. Ich habe daher auch keine Wunder von dem  Kleinen erwartet, und kann auch mit Qualitätseinbußen leben. Aber das jeder zweite Druck erstmal voller Streifen ist, und die Farbe teilweise und auch nur partiell nicht mal ansatzweise dem Original entspricht, das frustriert recht schnell.

Gut, vielleicht ist es auch einfach ein gewisser Charakter der den Bilder verliehen wird… Ich weiß nicht so recht. Also im Endeffekt finde ich den Drucker trotzdem immer noch cool. Die Streifen nerven, aber ich finde sie nicht so schlimm und störend, das ich den Drucker deswegen nicht mehr verwenden würde. Vielleicht habe ich auch nur eine Charge altes Papier erwischt, aber so ganz perfekt ist der Drucker damit einfach nicht.

Polaroid PoGo & Halftone

Ich habe z.B. eine, für mich, perfekte Einsatzmöglichkeit für den Drucker gefunden. Und zwar im Zusammenspiel mit der iPhone App Halftone! Ich finde die Ergebnisse so „endgeil“!

Nur hatte ich am Anfang ein Problem mit dem Seitenverhältnis. Weil die Bilder aus der App einen weißen Rahmen haben und der Drucker überstehende Kanten abschneidet, fehlte auf einer Seite immer etwas Rand. Nach etwas probieren habe ich eine genial einfache Lösung gefunden und gehe dabei wie folgt vor:

Foto mit iPhone aufnehmen, anschließend anzeigen, hinein zoomen, gewünschten Bildausschnitt wählen und einen Screenshot auf dem iPhone vom skaliert angezeigten Bild machen. Den Screenshot in Halftone bearbeiten und über den Rechner ausdrucken.

Der Screenshot auf einem iPhone Display hat nahezu die passende Ratio für das Seitenverhältnis des PoGos und so fehlen einem nur wenige mm vom fertigen Bild! Außerdem reicht die Auflösung des Screenshots vollkommen für einen Druck und ein schöner Nebeneffekt ist, die Datei hat nur wenige kb und ist somit schnell übermittelt. Hier ist das komische, das bisher keines der Bilder welche ich mit Halftone bearbeitet habe, übermäßige Streifen aufwies. Ob das nun Zufall ist oder einem Schema folgt, vielleicht finde ich das noch heraus!

Alles in Allem finde ich den Drucker dennoch klasse und bin gespannt wobei er noch so alles zum Einsatz kommen wird.

** Amazon Affiliate Link

Im Test… GoPro HD Hero2

Wir haben schon in dem ein oder anderen Projekt mit einer GoPro gearbeitet. Letzten Sommer z.B. beim Skimmen am See mit der „alten“ HD Hero, bei unserem Ferrari Video hatten wir erstmals eine geliehene HD Hero2 im Einsatz. Und spätestens da wurde mir klar, so eine GoPro ist ein MustHave Standard Equipment… naja, zumindest für mich!

Um so glücklicher bin ich, dass GoPro mir ein Exemplar der neuen GoPro HD Hero2 zur Verfügung gestellt hat. Im Folgenden möchte ich auf meine Erfahrungen und Einsatzgebiete mit der GoPro eingehen, die Gründe hierfür, was noch geplant ist und wo die Unterschiede zur ersten Version der HD Hero und sogar zu „Alternativen“ wie der PlaySport liegen.

Action Aufnahmen

Bislang haben wir die GoPro, wie an den Beispielen zu sehen, unter anderem beim Skimmen am See eingesetzt. Die Cam fix auf die Boardspitze, ausgerichtet und beeindruckende und einzigartige Aufnahmen sind das Resultat. Da die GoPro stoß- und wasserfest ist, muss man hier keine Angst um die Cam haben.

Auch im letzten Snowboard-Urlaub kam die Cam zum Einsatz. Hier allerdings auf dem Helm oder dem Skistock montiert. Denn, was viele nicht wissen, GoPro weißt ausdrücklich darauf hin, dass die Halterungen nicht für (ungedämpfte) Impact-Sportarten geeignet sind. Besser gesagt, sie raten davon ab sie direkt aufs Board zu montieren. Man muss sich also Gedanken machen, wo und wie die Cam montiert wird.
Wir haben diesen Hinweiß natürlich auf eigene Verantwortung, mit der Hoffnung auf tolle Aufnahmen, missachtet. Zur Folge hatte dies, dass das Gehäuse am Gelenk gebrochen ist.  Also auch die GoPro hat, bei den Kräften welche hier wirken, ihre Grenzen. Bei den niedrigen Zubehörpreisen allerdings kein großes Problem, das Gehäuse hat die GoPro wie gewohnt vor Schäden geschützt. Ein neues Housing und um eine Erfahrung reicher.

Bei unserem Ferrari Video haben wir die GoPro an stellen des Autos montiert, an denen wir mit unseren normalen Kameras an die Grenzen gestoßen wären. Zum einen wegen dem Gewicht und der Größe, zum anderen wegen dem Beschädigungs-Risiko. So wurde die Cam kurzerhand über dem Motor oder an der Stoßstange, kurz über dem Asphalt platziert.

Vorteil bei actionreichen Aufnahmen bietet die Option, dass mit der GoPro in der 720er/HD Auflösung (≠ FullHD) mit 60 fps (frames per second), in der WVGA (848×480) Auflösung sogar mit 120 fps aufgezeichnet werden kann, was mir die Möglichkeit einräumt, die Aufnahmen anschließend auch in verminderter Geschwindigkeit, ruckelfrei wiedergeben zu können.

Aussergewöhnliche Orte, Zeitraffer und Totalen

Bei Workshops oder z.B. unserer Einweihungsfeier wird eine GoPro direkt unter die Decke gehängt. Dadurch entstehen Aufnahmen in der Totalen vom Geschehen und können so, im anschließenden MakingOf Video, einen tollen Gesamteindruck vermitteln. Hier wähle ich je nach Dauer des Events und nach gewünschtem Ergebnis, entweder die Videofunktion oder die Intervallfunktion, bei welcher, je nach Einstellung, alle 2,5,10,… Sekunden ein Bild aufgenommen wird.

Weitere Ideen/Anregungen und denkbare Einsatzorte:

  • am Fenster während eines Linienfluges
  • an Musikinstrumenten
  • an einem Quadrokopter, Modellauto oder Modellflugzeug
  • usw…

Mit etwas Kreativität und Einfallsreichtum sind einem hier kaum Grenzen gesetzt.

Verbesserungen der GoPro HD Hero2 vs HD Hero(1)

Die erste Verbesserung die einem direkt ins Auge fällt und auf welche man so nicht mehr verzichten möchte, ist das grafische Display an der Vorderseite. Voll mit den wichtigsten Einstellungen auf einen Blick, vereinfacht es vor allem die Navigation durch das umfangreiche (aber keineswegs überladene) Menü.

Der außerdem immer wieder erwähnte, doppelt so schnelle Bildprozessor, die doppelt so hohe Auflösung (5MP zu 11MP) bei Fotos und die verbesserte Glaslinse fallen außerdem stark ins Gewicht. Hat die Hero1 noch Probleme mit direkten, hellen Lichtquellen bei schlechten Lichtverhältnissen, kommt die Hero2 hier wesentlich besser mit diesen Begebenheiten zurecht.

Eine kleine Änderung, welche mit ins Auge gefallen ist, aber sonst nirgendwo Erwähnung findet: Die beiden Bedienknöpfe der neuen GoPro haben diese Beschichtung nicht mehr. Genau die Beschichtung die nach einer Weile nachgibt und die Knöpfe stark abgenutzt aussehen lässt.

Außerdem wurde der Hero2 ein Mikro-Eingang und eine Mini-HDMI Schnittstelle spendiert, zwei weitere Aufnahmestatus-LEDs, die Low Light Performance wurde verbessert und zudem wird derzeit an neuem Zubehör gearbeitet, wie das WiFi BacPac und die WiFi Remote, deren Funktionen sich erst mit der Hero2 voll entfalten können. Dazu hoffentlich bald mehr…

Das Beste aber, die neue Hero2 bleibt kompatibel zu allem Zubehör der vorhergehenden Generation! Gehäuse, Kabel, Adapter… alles bleibt kompatibel.

Befestigungsmöglichkeiten / Zubehör

Durch die große Auswahl an Adaptern und Mounts, deren Einzelteile untereinander auch noch beliebig kombiniert werden können, sind den Ideen hier kaum Grenzen gesetzt. Ob Rohrschellen, Saugnäpfe, Klebepads, Kopf-, Körper oder Armgurte, hier wurde fast an alles gedacht. Spätestens mit dem Adapter auf das normale 1/4″ Kameragewinde und der Möglichkeit so auf Produkte von Drittanbietern und aus der normalen Kamera-Welt zurückzugreifen sind einem alle Wege offen.

Aber selbst die Gehäuseteile, Linsen, Dichtungen sind alle einzeln zu bekommen. Da es sich hierbei um eine Action-Cam handelt, leidet hier und da nun Mal das ein oder andere Teil. Es wurde wirklich an alles gedacht und sehr modular aufgebaut, damit in den seltensten Fällen das komplette Set ersetzt werden muss.

Das Beste ist aber der Preis. Trotz dem Hype den die GoPro derzeit erlebt, ist die Kamera wie auch das Zubehör zu erstaunlich humanen Preisen erhältlich. Wie ich finde, merkt man hieran, dass die Macher mit Herzblut an ihrem Produkt hängen und dennoch bodenständig geblieben sind.

Kleine aber feine Kritikpunkte

  • Ich vermisse ein separates Ladegerät. Da der Akku leider nicht sehr lange hält, habe ich einen Zweit-Akku ins Auge gefasst. Da man den Akku aber nur in der GoPro laden kann, stand ich vor dem Problem: ist ein Akku on Location leer, kann ich diesen, während ich mit dem anderen weiter Arbeite, nicht aufladen. Hier bietet nur der Zubehörhandel eine Lösung, in Form eines Universal-Ladegerätes. Eine durchdachte Lösung, direkt von GoPro, wäre mir hier allerdings lieber… (vielleicht ein 4 Fach Ladegerät o.Ä.?)
  • Der Adapter auf Standard 1/4″ Gewinde muss separat gekauft werden und kostet „teure“ 10,- EUR. Bei all dem Zubehör welches der GoPro in jeglichen Sets beiliegt, sollte genau dieser Adapter, meiner Meinung nach, zum Lieferumfang gehören. Vielleicht verbirgt sich hier hinter der Gedanke, dass die GoPro optimal mit dem hauseigenen Zubehör verwendet werden kann und sollte, dennoch – für mich ein unverzichtbarer Adapter.

Im Vergleich: GoPro HD Hero2 vs. Kodak PlaySport Zx5

In meinem Repertoir befindet sich ja außerdem die PlaySport Zx5 von Kodak. Auf den ersten Blick eine Alternative zur GoPro, da sie ebenfalls wasserdicht (allerings nur bis 3 Meter), stoßfest und Full HD fähig ist. Die PlaySport besitzt, im Gegensatz zur GoPro, einen eingebauten Bildstabilisator. Allerdings ist das auf die Brennweite zurück zu führen. Die GoPro kann, aufgrund ihres extrem weitwinkligem Fisheye getrost auf einen Bildstabilisator verzichten, hier wirken sich Erschütterungen nur wenig auf das Endmaterial aus. Die PlaySport hingengen, hat ein wesentlich kleineres Blickfeld, durch ihre kleine und leichte Bauweise und der Begebenheit, dass die PlaySport meist aus der Hand benutzt wird, ist ein Bildstabilisator unverzichtbar.

So wären wir auch gleich beim Unterschied der beiden Kameras und ihrer Konzepte. Denn auf den zweiten Blick stellt man direkt fest, die beiden Produkte, zielen auf ganz unterschiedliche Zielgruppen ab. Animiert einen die PlaySport z.B. zu schnellen, unkomplizierten (Urlaubs- und Freizeit-)Aufnahmen aus der Hand, ist die GoPro hier eher das action-hungrige Pendant. Sie schreit förmlich danach, an den abgefahrendsten Stellen und Situationen eingesetzt zu werden. Auch der Unterschied in den Blickwinkeln (GoPro:127°/170° PlaySport: geschätzte 45°) zeigt gleich, das die Einsatzgebiete und -möglichkeiten sich hier deutlich unterscheiden.
Ich will damit nicht sagen, dass jede der beiden Kameras nicht ebenso für jeden dieser Zwecke eingesetzt werden kann, dennoch sind die grundlegenden Unterschiede hier nicht von der Hand zu weisen.

Generell kann man aber sagen, dass die GoPro, das Zubehör, wie auch das gelieferte Bildmaterial in Summe, und grad im Bezug auf Action-Aufnahmen, einen wesentlich professionelleren Eindruck macht. Will man das Videomaterial also (semi-)professionell weiter verarbeiten, wäre meine Empfehlung hier die GoPro HD Hero2.

Resümee

Zusammenfassend kann ich sagen, die GoPro hat in meinem Setup einen festen Platz eingenommen. Bei einem Fotoshooting liefert sie „Behind the Scenes“ aufnahmen, bei einer Videoproduktion lässt sie sich in allen möglichen und unmöglichen Situationen einsetzen, aber auch speziell mit ihr gefilmte Projekte machen ihren Reiz aus. Sie wird mich in Zukunft ständig begleiten und immer wieder zum Einsatz kommen.

Meine Auswahl an Zubehör muss noch aufgestockt werden, um hier einen vielseitigeren Einsatz zu ermöglichen. Die GoPro regt mich persönlich immer wieder zum kreativen Einsatz und Platzieren an. Sie hat meine Aufnahmemöglichkeiten konkurrenzlos erweitert und ich bin selbst gespannt, wie und wohin sie mich im kommenden Jahr noch begleiten wird.

Im Test… Phottix Hector 7HD Monitor

Bei meinen hier erwähnten Recherchen bin ich auf den Monitor von Phottix gestoßen, welcher meinen grundlegenden Anforderungen entsprach. Der Hector 7HD. Der deutsche Phottix-Vertrieb und online Shop meinfo.to war so freundlich mir ein Exemplar zur Verfügung zu stellen.

Der Erste Eindruck war sehr positiv. Features, Lieferumfang und Verpackung überzeugten. So lagen dem Monitor alle erdenklichen und benötigten Kabel, der Akku inklusive Ladegerät, ein Netzteil, der zusammenklappbare, durchdachte Sonnenschutz und sogar eine Neoprenhülle und eine Ferbedienung bei. Einzig einen Blitzschuh-Kugelkopf/-Adapter habe ich vermisst, mit welchem sich der Monitor an der Kamera befestigen ließe. Der Monitor selber wirkt robust, das Glossy Display ist klar, scharf und ausreichend hell, der abnehmbare und großzügige Sonnenschutz bietet im zusammengeklappten Zustand Schutz für die Displayoberfläche und an der Unterseite des Displays befindet sich das 1/4″ Befestigungsgewinde.

Technische Daten laut Hersteller (mehr Infos bei meinfo.to):

  • 17,8cm (7″) Bildschirmdiagonale
  • native Auflösung: 1024x600px
  • Einschaltzeit: 10 Sekunden
  • HDMI Signal Umschalt- / Reaktionszeit: 3 Sekunden
  • Maße (BxHxT): 190x120x55(70*)mm, *mit Akku
  • Gewicht: 450g (650g mit Akku)
  • Anschlüsse: HDMI (in und out), AV (Cinch), Mikrofon, Netzanschluss, Kameraanschluss
  • Kamerasteuerung am Gerät (AF, Auslöser, Bulb), Infrarotauslösung
  • Menüsprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch u.a.
  • Energieversorgung: Li-Ion-Akku 7,2V 5200mAh (Sony-F770 Batterie) oder Netzteil

Nach meinen ersten Tests bin ich wirklich zufrieden mit dem Display. Auf eine Begebenheit möchte ich an dieser Stelle jedoch noch hinweisen:
Die Reaktionszeit des HDMI Ports liegt bei ca 2-3 Sekunden…
Jetzt werdet ihr sagen: „Und? Monitor an, LiveView rein, kurz warten, los geht’s!“ – Stimmt soweit.
Wenn da nicht eine gewisse Eigenheit der 5D mkII wäre. Sobald man mit der Aufnahme beginnt, verschwindet das HDMI Signal kurz bevor es wieder einsetzt (Hier wird die Auflösung am HDMI Port geändert). Das hat zur Folge, dass der Monitor erneut nach dem Signal sucht. So fehlet einem in den ersten 2-3 Sekunden einer jeden Aufnahme das Monitorbild. Das nervt ehrlich gesagt etwas, ist aber bei fast allen externen Monitoren das selbe Problem.

Ich möchte Phottix an dieser Stelle zu Gute halten, dass die Umschalt- / Reaktionszeit von 3 Sekunden in den Spezifikationen des Displays ausgewiesen wird. Und Phottix liegt damit sogar relativ weit vorne! Andere Hersteller, sogar weit teurere Modelle, brauchen hier mitunter bis zu 7 Sekunden… Doch die wenigsten wissen eben, was das für Auswirkungen hat. Da es sich hierbei aber anscheinend um ein 5D mkII  (oder generell Canon?) speziefisches Verhalten handelt, wird natürlich nicht explizit auf dieses Verhalten hingewiesen.

Pros und Contras im Überblick:

Pro:

  • großzügiger Sonnenschutz…
  • …zusammengeklappt schützt er das Display
  • Sehr klare Bilddarstellung durch Glossy Display
  • HDMI IN und OUT (Bild kann an einen weiteren Monitor durchgeschleift werden)
  • inklusive Neopren-Tasche
  • Netz- oder Akkubetrieb möglich, Akku im Lieferumfang enthalten (nicht immer üblich)

Contra:

  • HDMI Umschaltzeiten stören… durch diese bleibt das Bild in den ersten Sekunden
    der Aufnahme schwarz (Canon 5D mkII speziefisches Problem?)
  • Keine Video-/Kameraspezifischen Einstellmöglichkeiten/Funktionen

Zusätzliche Features

Neben den eigentlichen Anzeigen des Bildes, bietet der Phottix Hector 7HD auch noch die Funktionen eines Kabelauslösers. Dem Monitor liegen Adapter für die gängigsten Kamerahersteller bei, so kann man mit den dafür vorgesehenen Tasten sogar die Kamera im „Photo-Modus“ fokusieren und auslösen. Nice to Have.

Neben der HDMI Schnittstelle bietet der Monitor noch ein HDMI Out, d.h. hier kann das Signal zu einem weitern Monitor durchgeschleift werden, ein Kopfhöreranschluss und eingebaute, kleine Speaker sind vorhanden aber auch an analoge Chincheingänge wurde gedacht. Des weiteren liegt eine Fernbedienung bei.

Resümee

Qualität und Haptik des Monitors haben mich überzeugt. Der Lieferumfang  ist üppig und lässt, bis auf die schlussendliche Befestigungslösung, keine Wünsche offen. Das Bild konnte durch klare, scharfe und kontrastreiche Darstellung punkten. Die abnehmbare Sonnenblende und deren Schutz des Displays im zusammengeklappten Zustand finde ich pfiffig gelöst. Anschlussmöglichkeiten und die Wahl zwischen Akku- oder Netzbetrieb sind mehr als Standard. Bis auf das kleine Manko mit dem aussetzenden Bild bei Aufnahmebeginn (welches eher Canon als Phottix zuzuschreiben ist) bin ich rundum zufrieden, nein – überzeugt vom Phottix Hector 7HD! Für den derzeitigen Preis von 290,- EUR eine klare Kaufempfehlung meinersetis. Einzig videospeziefische Funktionen (wie man sie in der oberen Preisklasse, z.B. bei SmallHD findet) sucht man vergebens…

vDSLR: LiveView und Fokussieren

Video DSLR – eine neue Serie…

Die Videoproduktion nimmt bei mir, wie ihr sicher schon festgestellt habt, einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Aus diesem Grund konzentrieren sich meine derzeitigen Gedanken, Anschaffungen und Equipment-Zuwachs auch eher auf genau dieses Gebiet. Da ich hierbei immer wieder vor Problemen stehe, neuen Situationen die einer Lösung bedürfen oder ich neue Ideen und Techniken ausprobieren mag, habe ich diese Serie hier ins Leben gerufen. Ich werde also immer wieder darüber berichten, welche Erfahrungen ich beim Filmen gemacht habe, vor welchen Problemen ich stehe und stand und wie ich diese gelöst habe.

Ich brauch eure Hilfe! Ich suche noch einen tollen, kurzen Namen für diese Serie… habt ihr eine Idee? Kann eine Lustige Abkürzung, eine eindeutige Aussage oder irgendwas „cooles“ sein. Kriterien: kurz und einprägsam! Meine bisherigen Ideen waren leider etwas kläglich… Video DSLR, DSLR Filmen, vDSLR… habt ihr eine Idee? Einfach drauf los und ab damit in die Kommentare. Jede Anregung ist willkommen! 😉

Und hier daher gleich der erste Artikel zu diesem Thema:

LiveView und Fokussieren

Da beim Dreh mit der DSLR grundsätzlich manuell Fokussiert werden muss, dies aber nicht durch den Sucher möglich ist, muss man sich an dieser Stelle auf ein/das Display verlassen (können)… Nur wer das schonmal selbst versucht hat, wird festgestellt haben, dass man hier an gewisse Grenzen stößt…

Bislang habe ich beim Videodreh entweder auf das interene Display der 5D mkII zurückgegriffen, mit einem LCD ViewFinder gearbeitet oder aber einen externen Monitor, analog per Chinch Kabel angeschlossen. Richtig zufriedenstellend war keine der drei Lösungen:

1) Internes (Kamera-)Display

Für die ersten Gehversuche, sicher ausreichend. Doch schnell stellt man fest, so richtig und komfortabel kann man den Fokus auf dem kleinen, nicht so hoch aufgelösten Display nicht erkennen. Bei heller Sonneneinstrahlung müht man sich ab überhaupt etwas auf dem Display zu sehen. Beim filmen mit offener Blende und sehr kleinem Schärfenbereich, ist es ebenfalls sehr schwer den Fokus anhand des LiveView-Bildes korrekt zu setzen. Und Spätestens zu Hause, bei der Durchsicht des Filmmaterials, wird man feststellen, dass man hier und da auch wieder mit dem Fokus daneben lag – Schade! 🙁

2) LCD ViewFinder (Displaylupe)

Die günstigste und damit schnellste Verbesserung, bot mir ein LCD ViewFinder. Quasi eine Displaylupe, welche aber durch z.B. Magnete permanent auf dem Display fixiert ist. Diese löst umgehend die Probleme mit der Erkennbarkeit bei direkter (Licht- oder) Sonneneinstrahlung und durch die Vergrößerung  und das störungsfreie Sichtfeld, erkennt man wesentlich besser ob und wo der Fokus sitzt. Aaaaaber… man muss die Displaylupe direkt ans Auge halten. Das hat zur folge das man in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und die Bilder teilweise, wegen der unkomfortablen Haltung, noch mehr verwackelt.

Anders sieht das aus, sollte man mit einem Schoulder-Rig arbeiten. Hier kann der LCD ViewFinder u.U. genau die richtige Lösung sein. Aber wer hat Anfangs schon ein Shoulder Rig zur Verfügung…

Dennoch bleibt der Umstand, das das interne Display durch seine doch geringe Auflösung, vieles scharf darstellt, was im Endeffekt nicht scharf ist. Bei meiner Canon 5D Mark II entspricht die Displayauflösung in etwa der VGA Auflösung von 640×480 Pixeln. Daran ändert auch eine Lupe nichts!

3) Externer, analoger Monitor

Im nächsten Schritt habe ich es dann mit einem günstigen, externen, aber analogen Monitor probiert, welcher über Cinch mit der Kamera verbunden wird. Warum analog? Weil analoge Monitore weitaus günstiger waren, als z.B. digitale HDMI Monitore. Analoge Monitore haben einen Preisverfall mitgemacht, da sie immer häufiger in Autos für die „Rücksitz-Bespaßung“ der kleinen Plagegeister verwendet werden.

Dies stellte die bislang zufriedenstellendste Lösung dar. Das Display war wesentlich größer, mit entsprechender Sonnenblende ebenfalls unempfindlich gegenüber direkter Licht- und Sonneneinstrahlung und durch entsprechende Befestigung war die Ausrichtung variabel und bot einem mehr Bewegungsfreiheit. Was aber blieb, war die schlechte Auflösung, welche gegenüber dem internen Display nur unwesentlich höher war. Da ich auch noch ein älteres Monitormodell verwendet habe, war das Bild insgesamt recht schwammig und erschwerte das perfekte Fokussieren noch zusätzlich.

Resümee

Wie ihr seht, richtig zufriedenstellend und tragbar war keine der bisherigen Lösungen. Dennoch fand ich es wichtig den Erfahrungsweg gegangen zu sein. Denn so konnte ich meine Ansprüche und Erwartungen konkretisieren und nach einer entsprechenden, zeitgemäßen Lösung suchen. Ein externer, ausreichend großer, digitaler Monitor mit HDMI Schnittstelle. Klare Anforderungen waren:

  • min. 5-7″ Displaygröße
  • Akkubetrieb
  • HDMI Schnittstelle
  • Scaling steuerbar
  • Sonnenblende
  • 1/4″ Gewinde für einfache Montage

Mich würden eure Erfahrungen interessieren.
Habt ihr die gleichen oder ähnliche Probleme (gehabt) und wie habt ihr diese gelöst?

Da Canon hier keine Lösung im Angebot hat, der Markt überhäuft mit Displays von Drittanbietern ist, keins davon aber als „DIE“ Lösung gehandelt wird, musste ich erstmal recherchieren. Auf was ich gestoßen bin, folgt die Tage…

Okii USB Focus Controller – Mein Eindruck

Vor einer Weile bin ich auf den Okii USB Focus Controller gestoßen und habe mich direkt gewundert warum ich nicht schon öfter davon gehört oder gelesen habe. Es handelt sich hierbei um ein CNC gefrästes Gehäuse welches wie ein normales FollowFocus Rad aussieht. Allerdings befindet sich an der Seite ein USB Anschluss… kurzum, mit dem USB Focus Controller kann man nicht nur, wie der Name schon sagt, den Focus einer Canon DSLR via USB steuern, sondern noch viel mehr…

Okii Systems war so freundlich und hat mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank an dieser Stelle noch mal.

Zum USB Focus Controller…

…das Gehäuse ist aus Aluminium gedreht und hat trotz Akku ein angenehmes Gewicht. Das Fokus-Rad hat eine passende Friktion und somit lässt sich der Fokus präziese steuern. Schaut man sich das Device genauer an, fallen einem neben der USB Buchse, dem Einschalter und der Status-LED die zweifarbigen Markierungspunkte auf. Hierbei handelt es sich um Tasten! Mit diesen lässt sich z.B. der LiveView Modus ein und ausschalten, man kann schrittweise fokussieren und auch die 5x und die 10x Vergrößerung einblenden. Mit der roten Taste kann man die Aufnahme starten und stoppen und durch gedrückt halten kann man sogar ein Foto aufnehmen.

Bei der Geschwindigkeit des Fokussierens hat man die Auswahl zwischen 3 Einstellungen. Große Schritte (etwas ruckelig aber schnell) mittlere Schritte (perfekt beim live-filmen) und kleine Schritte (für das Fokus-Feintuning). Die vier Tasten auf der anderen Seite dienen dazu Fokuspunkte zu speichern welche man anschließend durch betätigen der jeweiligen Taste automatisch anfahren kann. Perfekt bei gestellten Szenen und festen Objekten.

Aber hier gibt es gleiche eine Sache zu erwähnen welche man beachten muss. Das Gerät speichert nicht die Fokusposition, sondern „lediglich“ die Impulse welche es an die Kamera leitet um von der einen gespeicherten Postion zur gewünschten zu kommen. Das heißt im Klartext, bewegt man in der Zwischenzeit den Fokusring von Hand, stimmt die Impulsanzahl nicht mehr um in den gewünschten Fokus zu kommen. Hier muss man also aufpassen!

Ein Beispiel-Clip

Mein Eindruck

Mir wurde nach dem Testen klar warum das Gerät „Focus Controller“ getauft wurde und nicht „Follow Focus“, denn es eignet sich nur ganz bedingt zum filmen. Selbst bei Objektiven mit USM Motoren ist die Fokusfahrt nicht ruckelfrei, da die Ansteuerung in Impulsen erfolgt. Hierauf wird aber auch schon vom Hersteller hingewiesen. Dennoch kann man es mit Vorsicht für feste Fokusfahrten einsetzen, oder aber einfach als Fernbedienung für die Kamera, da das USB Kabel doch recht gut verlängert werden kann (z.B. auf einem Kamerakran). Die eigentlichen Stärken des Okii USB Focus Controllers sehe ich allerdings ganz klar z.B. in der Makrofotografie. In der feinsten Stufe lassen sich wirklich sehr exakte Fokussierungen vornehmen. Vorteil hierbei, man muss die Kamera nicht berühren… zum einen wackelt sie so nicht nach (im Makrobereich nicht zu unterschätzen) und zum anderen, fotografiert man z.B. lebende Insekten, kann man Abstand zum Objekt gewinnen.

Pro:

  • speichert Fokus Positionen
  • Plug ’n‘ Play
  • genaues Fokussieren möglich
  • große Reichweite

Contra:

  • nicht als Follow Focus geeignet (wird aber schon vom Hersteller darauf hingewiesen!!)
  • Keine Beschriftung (siehe Update)
Hier noch ein Kurzfilm in welchem der Focus Controller verwendet wurde:

Update: Bei der aktuellen Version des Okii USB Focus Controllers wurde die Kritik an der fehlenden Beschriftung der Buttons berücksichtigt. Die neue Version wurde nun also mit eindeutigen Bezeichnungen der Bedienelemente ausgestattet. Dies sollte die Bedienung noch weiter vereinfachen.

Vanguard Skyborne 51 Rucksack (Sponsor)

Vanguard war so nett und stellte mir einen Skyborne 51 Rucksack für meine Fototouren zur Verfügung. Leider sind hier die Temperaturen so rasant in den Keller gegangen die letzten Tage, das es derzeit keine Möglichkeit für einen outdoor Einsatz gibt.

Dennoch möchte ich euch diesen ausgeklügelten Rucksack nicht vorenthalten…

Der erste Eindruck…

… nach dem auspacken waren erstmal große Augen! Der Rucksack wirkt äußerst robust und ist voller kleinen Details. Hier eine Schnalle, da ein Reißverschluss, dort ein extra Fach. Beim genaueren hinschauen merkte ich, das jeder Zipper und jeder Verschluss ein besonderes Detail hatte. Hier hat sich jemand wirklich Mühe gegeben. Ich weiß, das sagt nichts über die Qualität oder gar Funktionalität eines Rucksacks aus, aber ich achte wirklich auf so was und begrüße es wenn darauf wert gelegt wird.

   

Der Tragekomfort…

… überzeugt! Der Rucksack wirkt auf den ersten Blick recht wuchtig. Schaut man sich jedoch den Stauraum an merkt man schnell das einiges an Gewicht zusammen kommen kann. Daher kommt es um so mehr auf den Tragekomfort an. Einsatzgebiet dieses Rucksacks ist nicht der Transport von A nach B sondern der das Mit-Sich-Führen des Equipments auf Städtereisen oder gar Wanderungen/Reisen durch die Natur. Und wer schonmal 10-15kg Equipment auf dem Rücken hatte, weiß wie wichtig ein guter Sitz des Rucksacks und dessen Gurten ist. 😉
Hier wurde neben den außerordentlich gut gepolsterten Schultergurten, dem Brustgurt und der Rückenbelüftung, welche bei alternativen Rucksäcken gerne vergessen bzw weggelassen wird, auch an einen Beckengurt gedacht.

Beckengurt – tolle Erfindung – ich hasse sie aber und werde sie, auch wenn sie noch so sinnvoll sind, nie mögen. Um so glücklicher war ich, als ich sah, das man den Beckengurt einfach abnehmen kann. Dieser ist mit Klettverschlüssen am Rückenpolster befestigt und kann ohne Probleme, an- oder abgenommen werden.
Das Geschirr wurde hier tatsächlich wie bei einem besseren Trackingrucksack aufgebaut und kann genauestens an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Der Stauraum…

… ist wirklich üppig bemessen. Kamerafach und „Daypack“ – so nenn sich der Bereich des Rucksackes welcher nicht unterteilt ist, und in welchem man z.B. eine Regenjacke, Trinken, Essen oder weiteres Equipment für die Tour mitnehmen kann – sind von der Rückseite des Rucksackes zugänglich. Das hat den Grund, das man so automatisch eine Diebstahlschutz hat. Ist der Rucksack auf dem Rücken, kann einem keiner im Gedränge unbemerkt die Fächer leer räumen. 😉 Neben diesen beiden großen Fächern befindet sich auf der Vorderseite, über die komplette Höhe des Rucksackes ein „Dokumenten“-Fach, hier findet ein Laptop oder eben längere Gegenstände Platz. Dieses Fach lässt sich durch einen weiteren Reißverschluss auch noch um ein paar Zentimeter erweitern.
Das Kamerafach ist mit ausreichend variablen Teilern in verschiedene Abschnitte unterteilt. Hier finden in meinem Falle neben der 5D mit aufgesetztem Objektiv noch 4 Objektive und meine 3 Blitze Platz. Auf der Seite des Rucksacks findet man eine Klappe welche den Schnellzugriff auf die Kamera in bekannter „Slingshot-Manier“ zulässt. Bedenkt man, das man das ganze Gewicht noch auf dem Rücken tragen muss, ist hier meiner Meinung nach, mehr als genug Platz geboten.

Details und sonstige Features…

Auf der Front des Rucksacks findet man zudem noch eine Stativbefestigung welche an die Größe des jeweiligen Stativs angepasst werden kann (toll mit einer verschiebbaren Schnalle gelöst) und deren unterer Teil bei Nichtgebrauch einfach hinter einem Klettverschluss verschwindet. Seitlich am Rucksack kann man eine Trinkflasche außerhalb der Rucksacks transportieren.

Die üblichen Stiftfächer findet man im Dokumentenfach und kleine Einschübe für Speicherkarten in der Klappe zum Kamerafach. Das alles nicht genug, findet man im Dokumentenfach sogar noch eine separate, selbst getrennt vom Rucksack nutzbare, Notebooktasche – sehr schicke Lösung. Im Beckenpolster integriert, hinter einem kleinen Klettverschluss verstaut, findet man auch noch den Regenüberzug welcher im Handumdrehen aufgezogen ist.

Mein Fazit

Ich kann es nicht anders sagen, hier wurde wirklich an alles gedacht und sehr detailverliebt umgesetzt! Ob man mit dem Aufbau des Rucksacks zurecht kommt, das muss jeder selber wissen.

Man bekommt allerdings einen durchdachte Lösung an die Hand, mit welcher man auch für längere Trips und größeres Equipment gewappnet ist.

Ich persönlich hätte mich nach diesem Test wohl eher für den Skyborne 53 entschieden, dieser bietet zwar kein Daypack, dafür aber mehr Stauraum für Equipment. Er wäre in meinem Falle wohl die ideale Ergänzung zu meinen bisherigen Transportmöglichkeiten. Für einen Einsatz in der Praxis muss ich erstmal auf wärmeres Wetter warten, derzeit stehen bei mir keine Reisen an, aber ich werde euch auf dem Laufenden halten…

Mich würde interessieren ob die Marke Vanguard für euch bisher ein Begriff war und ob ihr eventuell schon mal deren Produkte im Auge hattet oder gar besitzt? Auch wenn ihr Fragen habt… ab damit in die Kommentare!