Jesse Marlow – Don’t just tell them, show them

Heute möchte ich ein Foto-Buch vorstellen aus welchem ich ganz bestimmtes für mich selbst mitnehmen konnte. Es handelt sich um Jesse Marlows “Don’t just tell them, show them“. Ich habe ihn letztes Jahr im Rahmen meiner Link Candy vorgestellt und seither bin ich immer wieder auf seinem Portfolio gelandet und mir überlegt sein Buch über Straßenfotografie zu bestellen. Aufgrund des Versands aus Australien habe ich aber immer davor zurückgeschreckt.

Jesse_Marlow-3247

Nicht so aber meine Freundin. Irgendwann später im Laufe des Jahres bekomme ich einen großen Umschlag überreicht und darin war eben jenes Buch. Und noch viel toller, sie hat Kontakt mit Jesse aufgenommen und dieser hat mein Exemplar noch mit einer persönlichen Widmung versehen. Der Versand war nichts für schwache Nerven, denn dieser dauerte mehrere Wochen. Und als das Buch schon fast verloren war und Jesse meiner Freundin noch eine letzte Woche Geduld abgewinnen konnte, kam es dann endlich an. Ihr viel ein Stein vom Herzen, Jesse war erleichtert und ich hab mich riesig gefreut.

Jesse_Marlow-3253

Warum ich diese Vorgeschichte überhaupt erzähle, weil sie im Grunde perfekt zu dem passt, was ich auch so wichtiges aus dem Buch für mich gelernt habe. Während ich so durch die Seiten blättere und die Bilder aufsauge, stell ich mir immer wieder die Frage, wie man solche Momente, Motive und Konstellationen bitte einfangen kann. Es sind eindeutig Zufälle und es muss nicht nur der Bildausschnitt und Fokus passen, sondern auch der Moment und Ort. Und da es sich nicht im bestimmte Ereignisse handelt, kann man auch nicht zwingend absehen oder steuern, dass einem solch ein Moment vor die Linse kommt…

Jesse_Marlow-3248-2

Die Lösung ist so einfach und doch musste es erst klick machen. Jesses Widmung lautet “Tom, Don’t stop looking!” und ein weiterer Blick in das Register des Buches zeigt: Es enthält 50 ausgewählte Aufnahmen, welche in einem Zeitraum von 2005 bis 2012, also innerhalb von 7 Jahren entstanden sind. Und Jesse ist seit über 17 Jahren als hauptberuflicher Fotograf unterwegs und in dieser Zeit wann immer es ihm seine Zeit erlaubt auf den Straßen unterwegs um diverse Serien zu verfolgen. Hier gibt es ein ausführliches Interview.

Es braucht einfach Zeit, sehr viel Geduld und Ausdauer. Und in dieser Zeit muss man stets die Augen nach solchen Momenten und Gelegenheiten offen halten. Sie sind selten und man muss sie sammeln. Und am wichtigsten: Fotografieren!

Jesse_Marlow-3249Jesse_Marlow-3251 Jesse_Marlow-3252 Jesse_Marlow-3254

Crowdfounding: QUIZmag – Ihr seid gefragt…

Ich bin gerade im Urlaub und da dachte ich mir, zur Überbrückung der kleinen Pause, stell ich euch ein cooles Vorhaben von Maik vor. Maik hat sich vor kurzem als Fulltime-Blogger selbstständig gemacht und hegt seit Ende letzten Jahres schon eine tolle Idee. Nach einiger Reifezeit und reichlich Vorarbeiten ist es nun endlich soweit, die Startnext Crowndfounding Kampagne zum weltweit ersten Lifestyle und Pop-Kultur Rätselmagazin ist angelaufen. QUIZmag soll es heißen!

QUIZmag_PR-Foto_01-1024x682 QUIZmag_PR-Foto_05 QUIZmag_PR-Foto_03

Die 100 Fans die es braucht, um die Finanzierungsphase der Kampagne starten zu können, hatte Maik in kürzester Zeit zusammen und so geht es nun in die heiße Phase. Damit die erste Ausgabe des QUIZmag erscheinen kann, benötigt es ein Budget von 10.000,- EUR und die gilt es nun zu finanzieren. Und hier kommt ihr ins Spiel…

Findet ihr die Idee geil, ein Rätselheft mit klassischen aber auch neuen Rätselideen rund um Themen wie Musik, Serien, Filme und Themen die uns eh interessieren, gespickt mit Interviews, tollen Bildern und Hintergrundinfos in den Händen zu halten? Dann helft Maik bei seinem Vorhaben und sichert euch die Erstausgabe oder sogar ein Lifetime-Abo!

Jahreschronik 2013

Letztes Jahr habe ich einen Jahresrückblick via Blogpost erstellt. Ganz schön so, auch für mich selbst nochmal das Jahr Revue passieren zu lassen, denn vieles gerät in Vergessenheit. Aber warum einen Blogpost erstellen, wenn man doch auch im Archiv stöbern kann? Und so habe ich dieses Jahr einen etwas anderen Rückblick für mich entdeckt und möchte den von nun an beibehalten.

Chronik_Cewe-0076

Ich habe eine Jahreschronik bei Cewe erstellt. Ein Buch, voll mit Bildern meines Jahres 2013. Bevor ich mit dem Buch angefangen habe, war ich noch der Meinung, in 2013 doch leider gar nicht so viel erlebt zu haben, wie ich es mir doch vorgenommen hatte. Aber schaut man sich dann sein Fotoarchiv so durch und sortiert die Bilder für die Chronik heraus, dann merkt man, was man eigentlich alles über das Jahr gemacht hat.

Chronik_Cewe-0077 Chronik_Cewe-0078

Noch beeindruckender wird das Ganze, wenn mann dann seinen eigenen Wälzer in der Hand hält. Ich habe mit Absicht das große DinA4 Querformat gewählt und je Seite auch nur ein Bild platziert. Das hatte zwar zur Folge, dass ich bei rund 150 Seite endete aber um so überwältigender wirkt die Chronik beim Betrachten. Erstellen kann man das Buch entweder am Rechner oder mittlerweile auch bequem auf dem Tablett mit der Cewe Fotowelt App.

Ich habe auch festgestellt, dass sich die Personen beim Betrachten eines Buches auch wesentlich bewusster mit den Bildern befassen, als wenn man die selben Bilder z.B. auf dem iPad zeigt. Hier wird doch wesentlich schneller durch die Bilder gezappt, wohingegen beim Buch sehr häufig noch Fragen gestellt werden oder Gespräche angezettelt und Geschichten erzählt werden.

Chronik_Cewe-0084 Chronik_Cewe-0085

Dazu hat auch beigetragen, dass ich bewusst unter den Bildern weder Zeit noch Ort oder andere Angaben geschrieben habe. Alle relevanten Infos befinden sich auf den letzten Seiten des Buches.

Es gibt im Nachhinein natürlich einige Dinge, welche ich anders oder besser machen würde. Natürlich muss man erst Fehler machen um sich für das ein oder andere bewusst zu entscheiden. Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines ersten Werkes und werde von nun an versuchen, jedes Jahr eine Chronik zu erstellen. Das Geld ist nämlich bestens investiert!

Habt ihr selbst schon mal eine Jahreschronik erstellt oder mit dem Gedanken gespielt? Habt ihr weitere Tipps, Erfahrungen oder Ideen? Ab damit in die Kommentare.

Mit freundlicher Unterstützung von Cewe

(M)ein Gedankengang und die aktuelle Entwicklung auf dem Kameramarkt…

Das ich mich derzeit in einem Selbstfindungsprozess bzgl. meiner Fotografie befinde, das hat man hier und da ja schon mitbekommen. Um so interessierter beobachte ich die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen auf dem Kameramarkt. Ich selbst habe durch meine Outdooraktivitäten immer seltener meine große DSLR, die Canon 5D Mark III mitgenommen. Meistens haben mir die S110 oder G16 vollkommen ausgereicht und durch die wesentlich einfachere Transportmöglichkeit habe ich auch häufiger zur Kamera gegriffen. Aber alles der Reihe nach…

Ausschlag hat bei mir ein 8 stündiger Klettersteig mit 8 Kilo Kameraequipment (+3l Trinken +Essen + Kletterausrüstung) gegeben. 8 kg Equipment, welches ich quasi nicht aus dem Rucksack genommen habe, weil ich alleine vom rumschleppen schon so davon genervt war. Ich wollte natürlich für jeden Anlass die richtige Linse dabei haben. Lediglich das Stativ habe ich mir gespart. So ein Bullshit. Wie viel einfacher wäre mir der Klettersteig gefallen. Wie viel mehr hätte ich mich auf das wesentliche konzentrieren können. Und wie viel mehr Bilder hätte ich mit einer kleineren Kamera um den Hals gemacht. Danach habe ich mir geschworen, ich werde nie wieder ohne triftigen Anlass so ein üppiges Equipment mitschleppen. Ist ein Shooting geplant – OK. Aber nicht bei so einer Aktion.

Sich lösen…

Klar, man spart gefühlt eine Ewigkeit um sich sein Traum-DSLR-Setup zusammen zu stellen. Also will man dann auch möglichst viel damit fotografieren und hat vor allem ein schlechtes Gewissen, es nicht immer und überall, wo fotografiert wird, einzusetzen. Löst man sich aber erst einmal davon, die eifrig zusammengesparte DSLR Ausrüstung als den heiligen Gral und einzig wahre und ernst zunehmende Möglichkeit zur Fotografie zu sehen. Hat man die Entbehrungen die man dafür eingegangen ist erst einmal vergessen. Macht man sich frei davon ein schlechtes Gewissen zu haben, das ach so teure Equipment mal zu Hause zu lassen, dann wird vieles einfacher… Denn oft geht es darum, einfach den Moment einzufangen. Wie auch Jeriko so treffend schreibt, es geht ums Bild! Und hier passen zwei Zitate perfekt:

“Die besten Bilder sind die die man macht.” ~ unbekannt (Danke Heinz)

und

“The best camera is the one that’s with you.” ~ Chase Jarvis

Weitergedacht…

Arco_2-0171

aufgenommen mit Canon Powershot N

Ich habe also angefangen, hier und da nur eine kleine Kamera einzupacken. Und siehe da, ich hatte sie viel lieber dabei, sie fiel mir nicht zur Last. Ich hatte sie wesentlich häufiger in der Hand und habe deutlich mehr und oft auch wertvollere Aufnahmen damit gemacht. Es wurde immer selbstverständlicher die Kamera einzupacken und im Urlaub hatte ich sie auf einmal ohne nachzudenken, jeden Tag um den Hals. Aber im Gegensatz zu vorher, war es keine 5kg Kamera, die jeden verschreckt sobald man sie angesetzt hat, sondern es war eine kleine, unauffällige Kamera. Eine die von vielen gar nicht wahr- oder all zu ernst genommen wurde. Und auf einmal war niemand in meiner Umgebung genervt, dass ich mein Objektiv wechseln oder meine Kamera ein- bzw wieder auspacken musste. Keiner hat sich von der Kamera bedroht gefühlt. Niemand hat es für nötig gehalten sich zu verstellen. Ich musste nicht ständig einen Rucksack oder Tasche voll Zubehör rumschleifen, konnte mich freier bewegen. Die Kamera auch mal baumeln lassen und einfach den Moment genießen.

Keines der Bilder in diesem Post (und auch seit langem keines mehr auf dem Blog) ist mit meiner großen DSLR aufgenommen. Kameras waren u.a. iPhone 5s, Powershot N, S110, G16 etc.

Der Kameramarkt – Entwicklung und Tendenz

Und wie ich mich so in meinem Prozess langsam wieder finde und immer wohler fühle, zeichnet sich auf dem Kameramarkt eine sehr interessante Entwicklung ab. Die quasi tot geglaubte Marke Olympus bringt ihr OMD System heraus und betreibt so offensives Marketing, dass fast jeder zweite bekanntere Fotograf auf einmal sein bisheriges Setup QuoteersetztQuote. Fuji baut die Idee der x100 (die ich für kurze Zeit mal hatte) immer weiter aus und auf einmal gibt es 6 oder 7 Modelle wie X-T, X-E, X-A, X-Pro, X-M, was auch immer und keiner blickt mehr durch (ich zumindest nicht). Sony haut noch einen drauf und packt seinen Vollformat-Sensor in ein quasi NEX Gehäuse und dann kommt Nikon mit ihrer Df und lacht alle aus!

Warum? Weil alle außer Nikon auf einen EVF (Electronical ViewFinder) setzen und wer aus dem DSLR Lager kommt und schon mal in einen dieser winzig kleinen Suchermonitore (oder wie es der wehte Stilpirat so treffen bezeichnet: Mäusekino) geschaut hat, wird vielleicht, wie ich und viele Andere feststellen, dass das nicht mehr viel mit Gefühl zu tun hat, was man darin sieht. Ich will nicht lange über EVF lamentieren aber ich denke, das ist, egal wie hochauflösend die Minidisplays auch werden, eine absolute Sackgasse und vernichtet jegliches Gefühl beim Fotografieren. Zumindest werde ich nicht warm mit diesen Dingern. Und einzig Nikon war im Stande den obligatorischen Vollformat-Sensor in ein kompakte (sogar retro) Gehäuse zu packen und einen klassischen optischen Sucher zu verbauen. Das Ganze sieht aus, wie damals die analogen SLR Kameras aussahen, vollgestopft mit aktuellster Technik. So muss das sein! Da wollen wir hin! Und so kann ich euch wärmstens Steffens Gedanken zur Df ans Herz legen.

Und dann beobachtet man da noch eine kleine, fast kaum beachtete Tendenz, weg von all den Automatik-Modi, Panik Programmen, Kreativ-, Sport- und Landschafts-Voreinstellungen, hin zum Ursprung. Die Df, wie sicher auch einige andere oben aufgezählte Modelle, gehen immer weiter dazu über, Einstellungen wie Zeitvorwahl, Belichtungskorrektur, Iso-Werte etc. auf praktisch und griffbereite Wahlräder zu platzieren, die sich schnell und blind bedienen lassen und einen direkten Eingriff ins Geschehen und die Bildentstehung ermöglichen. Diese Arbeitsweise haben viele schon lange – fotografieren im Manuellen Modus – aber bisher musste man viele dieser Einstellungen über das Menü oder Multifunktions-Wahlräder einstellen. Man konzentriert sich also wieder mehr auf das Fotografieren, beschäftigt sich mehr mit dem eigentlichen einfangen des Lichtes und setzt sich bewusster mit der vorherrschenden Lichtsituation auseinander als sich in den Tiefen irgendwelcher Menüs und Kreativprogrammen zu verlieren.

Und dann ist da natürlich noch Leica, die sich jetzt zurücklehnen und sagen, das alles schon lange zu wissen, sich nie Stress gemacht haben, irgendeinem Trend hinterher zu rennen, viel zu spät in die digitale Welt eingestiegen sind und sich dann anfangs auch noch anhören mussten, auf veraltete Sensoren oder Displays zu setzen. Die Kameras mit Preisen, die jenseits von Gut und Böse sind, man sich aber nicht darum schert, denn die Produktion ist so limitiert, dass man dennoch keine Ladenhüter produziert. Und man kauft mit der Kamera ja schließlich ein Lebensgefühl und das funktioniert bei Marken wie Harley, Apple und Co ja auch wunderbar. Man macht seit jeher sein eigenes Ding, setzt auf den Messsucher und muss sich somit um so viele Probleme gar nicht kümmern. Autofokus wird eh überbewertet und die Blendenvorwahl war ja eh schon immer an den Linsen, genau wie das Wahlrad für die Belichtungszeit auf dem Kamerabody. Ob man Leica nun liebt oder hasst, es spielt gar keine Rolle. Das rumgehacke auf einer Marke ist bei keiner Anderen so ausgeprägt wie hier. Das Contra-Lager lässt sich am Ende immer in zwei Gruppen teilen. Denen, welchen die Technik nicht zu den eigenen Anforderungen passt und die eine Leica einfach nicht in Erwägung ziehen und den Anderen, die, nachdem alle vorgeschobenen Argumente beseitigt sind, nur noch der regelrechte und oft substanzlose Hass auf die Preispolitik und -entwicklung als letztes lauthals raus geblöktes und aufgezwungenes Argument übrig bleibt. Hatten wir alles schon bei Apple und interessiert da heute auch keinen mehr.

Achtung: der obige Abschnitt wurde mit einer extra Priese Zynismus gewürzt!

Ja und Canon? Canon spielt das Spiel bislang noch nicht mit. Ob man hier einen Trend verpasst, auf das falsche Pferd gesetzt oder noch was in Petto hat, auf das wir alle gespannt sein dürfen, das weiß ich nicht.

Aber ich bin gespannt wohin die Reise noch gehen wird!  Ich finde die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen sehr spannend. Nicht zuletzt weil sie in genau die Richtung gehen, in die sich auch meine (und offenbar nicht nur meine) Vorlieben zu entwickeln scheinen.

Habt ihr euren Weg gefunden? Was sagt ihr zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Kameramarkt? Ich freue mich über jedes Feedback und weitern Input. Ab in die Kommentare damit!

Was mich inspiriert…

Wer kennt das nicht… immer wieder flaut die Lust am Fotografieren ab. Man ist nicht mehr zufrieden mit dem was man macht. Nicht weil es technisch nicht in Ordnung wäre. Viel mehr findet man sich in seiner eigenen Arbeit nicht wieder. Man hat sich satt gesehen. Es macht kein Spaß mehr. Man hat Lust auf was Neues. Auf Veränderung. Oft verlaufen Veränderungen fließend, manchmal aber eben auch nicht. Das eine Thema läuft aus und es wartet nichts Neues…

Was man dann braucht, sind Inspiration und neue Motivation. Ein Thema welches einen interessiert und packt. Eine Herausforderung, auf die man so richtig Bock hat. So ging es mir mit der Fotografie die letzte Zeit. Durch den Winter war ich nicht mehr so viel draußen unterwegs, es ergaben sich nicht mehr so viele Möglichkeiten die Kamera einfach mal auszupacken und unkompliziert das festzuhalten, was man gerade erlebt. Und als der aufgestaute Puffer an Bildmaterial und Themen so langsam leer gelaufen war, musste neue Motivation her. Und genau in diesem Moment, haben mich zwei Dinge so richtig gepackt.

Mit Marteria zum Glück in die Zukunft II

marteria-2670

Das Bildband zur Weltreise, welche Paul Ripke und Marteria anlässlich des neuen Albums “Zum Glück in die Zukunft II“** gemacht hatten. Ein Bildband vollgepackt mit Momentaufnahmen, stimmungsvollen Szenen und Bildern, die in mir sofort die Reiselust geweckt haben. Es sind keine Hochglanz-Studioaufnahmen oder Langzeit-Landschaftsaufnahmen. Es sind Bilder, die den Eindruck erwecken, mit auf die Reise genommen zu werden. Mitten drin zu sein. Stimmungen erzeugen und eigene Erinnerungen wecken. So perfekt unperfekt, dass es mich wieder daran erinnert hat, warum ich eigentlich am liebsten fotografiere und welches die Bilder sind, die ich auch nach langer Zeit noch am liebsten anschaue.

marteria-2671 marteria-2673

Das sind nämlich in meinem Fall nicht die Studioshootings, sondern eben genau die Bilder, die mich an meine Reisen, tolle Abende und unvergessliche Momente und Erlebnisse erinnern. Diese Bilder macht nicht der einwandfreie Bildaufbau, die richtige Belichtung oder die genau sitzende Schärfe perfekt, sondern die Erinnerung, welche man mit ihnen verbindet und die Emotion, welche man damit beim Betrachter auslöst.

marteria-2674 marteria-2675

Genau dass hat Paul mit seinem Bildband (mal wieder) geschafft und genau das will ich mehr den je machen! Danke Paul! Danke Marten!

Woher zieht ihr eure Inspiration und Motivation? Könnt ihr meinen Gedankengang nachvollziehen oder seid ihr komplett anderer Meinung. Habt auch ihr ein Bildband, welches euch zuletzt so richtig geflasht hat?

Das Resümee des Lumia 925 Test

Ich war nun also 14 Tage lang mit dem Nokia Lumia 925 unterwegs. Über meine ersten Schritte und Anfangsschwierigkeiten habe ich hier bereits berichtet. Nun ist die Testphase abgeschlossen und es ist Zeit für ein Resümee.

lumia925-2477

Usability

Nach all den Anfangshürden, welches sich natürlich mit der Zeit gelegt haben, waren es nur noch wenige Dinge, an die ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen konnte. So waren es die oft verschiedenen Wege die einen an das selbe Ziel führen. So hat man die Facebook Nachrichten sowohl in der Nachrichten-Zentrale gesehen, als auch in der Facebook App. Die Nachrichten-Zentrale pushte sehr zuverlässig, zeigte aber nicht die Nachrichten an, welche man z.B. am PC geschrieben hatte. Hierzu musste man in die App wechseln. Neuigkeiten aus den verschiedenen Newsstreams (Facebook, Twitter, etc.) bekommt man in der “ICH” Übersicht aber eben auch in den jeweiligen Apps. Das ist zwar alles gut gemeint und dient der Zentralisierung, aber durch das sehr schlichte und flach gehaltene Windows Phone Design, habe ich oft den Überblick verloren, woher die Informationen gerade kommen.

Im Grunde kann man das alles aber darauf zurückführen, dass Facebook und Co (noch) nicht komplett im System integriert sind. So kann man sich auch (noch) nicht wie vom iPhone gewohnt, in anderen Apps mit seinem Facebook Account via einem einzigen klick anmelden. Aber… das alles ins in Planung und soll in den kommenden Windows Phone Versionen stetig weiter integriert werden.

lumia925-2492So sieht man aber, dass Nokia sich wirklich richtig Mühe gegeben hat. Überall, wo man die Chance sah dem Ganzen etwas unter die Arme zu greifen, hat man dies auch getan. Die mit aktuellster Musik bestückte Nokia Music App z.B. welche komplett kostenlos ist und vom Umfang tatsächlich an Spotify heran kommt. Man kann Playlists und Künstler-Mix offline verfügbar machen. Oder die kostenlose Navi App HERE Maps, die zum “Lieferumfang” gehört und einen sicher ans Ziel geleitet. Hier bekommt man wirklich einiges an die Hand, was sich sehen lassen kann.

Kamera

Die Kamera des Nokia Lumia 925 wird damit beworben, besser als die Konkurrenz mit schwierigen Lichtsituationen zurecht zu kommen. So soll sie ihre Stärken vor allem bei Dämmerung und im Dunklen ausspielen. Hierzu habe ich einfach ein paar 1:1 Vergleichsbilder mit dem iPhone 5s aufgenommen. Bildet euch am besten euer eigenes Urteil.

BoxFiles_13112513173503Foto 25.11.13 17 34 52

(Before: Nokia Lumia 925 – FullRes, After: iPhone 5s – FullRes)

BoxFiles_13112613183341Was ich positiv anmerken möchte, sind die Einstellungsmöglichkeiten die einem geboten sind. So kann man z.B. den ISO Wert, Weißabgleich oder die Belichtungszeit manuell einstellen und so das Ergebnis ganz bewusst beeinflussen. Aber nur wer mag, ansonsten verlässt man sich wie gewohnt auf die Automatik.

Hardware Design und Haptik

Die Handy Hardware selber muss sich definitiv nicht verstecken. Das Gerät liegt hochwertig in der Hand, die Verarbeitung ist top. Das Display ist an den Kanten sehr flach abfallend was mir gleich positiv aufgefallen ist. Das Gerät knarzt nicht und macht einen kompakten Eindruck. Allerdings ist das gewählte Format nichts für meine recht kleinen Hände. Ich hatte bei der Einhandbedienung so meine Probleme und bin hier das längliche, schmale Design des iPhone 5 gewohnt. Das ist aber wirklich nur eine Frage des Geschmacks.

lumia925-2501 lumia925-2480 lumia925-2487 lumia925-2472

Schade fand ich, dass das kabellose Laden nur mit einer extra Hülle funktioniert und nicht direkt im Gerät implementiert wurde. Die Hülle selbst wiederum ist ebenfalls sehr wertig und flach gestaltet worden und trägt nicht sonderlich auf, schützt dabei aber wie man es erwartet.

lumia925-2467 lumia925-2465

Der Akku hat mich in den ganzen zwei Wochen nie im Stich gelassen. Egal wie viel ich mit dem Handy gemacht habe, wie viele Push-Anstürme es auch waren. Einen kompletten Tag hat es immer durchgehalten oft wäre auch deutlich mehr drin gewesen. Hier habe ich mit dem iPhone schon des öfteren so meine Probleme gehabt. Fazit Akkulaufzeit: Top!

Abschließendes Resümee

Was soll ich sagen… Wunder habe ich nicht erwartet. Positiv überrascht wurde ich aber trotzdem. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Windows mal loben würde. Aber was Nokia hier mit ihrem Windows Phone Lumia 925 raus gebracht haben, kann sich wirklich sehen lassen. Die Hardware in gewohnt hochwertiger Nokia-Qualität. Alles was mich zum Ende noch störte, ist auf das noch recht junge Betriebssystem zurückzuführen. Hier wird aber mit Hochdruck an stetiger Verbesserung und Erweiterungen gearbeitet. So ist für Version 8.1. die Mitteilungszentrale in Planung, gegen Ende meines Tests hat Instagram Wort gehalten und seine Windows Phone Version herausgebracht.

lumia925-2457

Als eingefleischter iPhone Fan konnte mich das Lumia 925 tatsächlich auf eine Weise überzeugen. Wer ein Smartphone sucht und den Überblickt bei den zig verschiedenen Android Versionen und Brandings verloren hat, wer nicht jede kleinste Kleinigkeit in den Eingeweiden des Systems konfigurieren möchte, ein iPhone aber nicht in Frage kommt, ist hier an der absolut richtigen Adresse.

Warten wir noch eine Weile ab, liefern die App Schmieden ihre Programme auch für Windows Phone nach und erweitert Microsoft weiterhin stetig den Funktionsumfang von Windows Phone, haben wir hier in naher Zukunft den dritten ernst zunehmenden Anwärter und Konkurrenten auf den Smartphone Thron. Ich habe wieder auf mein iPhone 5s gewechselt, bin aber froh, den Ausflug in die Lumia-Welt gemacht zu haben.