Ringlicht und Messsucher-Kamera…

Früher wollte ich immer einen Ringblitz haben… die waren aber soooo teuer, unhandlich und speziell, dass ich selbst als ich ein Gemeinschaftsstudio hatte, nie ernsthaft über eine Anschaffung nachgedacht habe. Dann gab es irgendwann den Roundflash und ich hatte die für mich perfekte Lösung gefunden. Die würde ich auch heute noch benutzen, hätte ich nicht irgendwann das Kamerasystem gewechselt. Für den typischen Look hatte ich schon immer was übrig und am liebsten mit Offenblende kombiniert. Und so musste eine Messucher-Taugliche Lösung her.

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Fündig wurde ich dann nach einigen Irrwegen und Versuchen in den einfachen 65W Ringleuchten, welche man von diversen Herstellern um die 130,- EUR** bekommt. 65Watt, 5500k (Farbtemperatur wie Tageslicht), eine einzelne (!!1!!) Röhre und einen Außendurchmesser von ca. 48cm, Innendurchmesser rund 38cm. Das tolle bei der Größe ist, dass die Reflexion der Ringleuchte bei einem klassischen Portrait nun perfekt die Pupille des Modells umschließt. Bei den meisten anderen Lösungen waren die Ringe kleiner und oft nur als Punkte in der Pupille zu sehen.

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Im Test… Eizo CS240

Vor einer Weile wurde ich von Eizo gefragt, ob ich denn nicht den auf der Photokina neu vorgestellten Monitor CS240 für eine Weile in meinem Workflow ausprobieren möchte. Dass Eizo einer der Hersteller ist, wenn es um Monitore zur Bildbearbeitung geht, das ist sicher bekannt. Erschwinglich oder rentabel waren die Monitore aber bisher nur für wenige. Was am CS240** so besonders ist, dass Eizo mit diesem ColorEdge Modell erstmals in die Preisrange deutlich unter 1000,- € geht und somit auch für den schmaleren Geldbeuten erschwinglich und interessant wird. Die Unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 699,- €. Aber eins nach dem anderen…

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Eckdaten und Besonderheiten

Das Datenblatt möchte ich hier nicht zitieren aber ein paar mir wichtige Eigenschaften aufzählen. So ist der Monitor mit seinen 24″ Wide-Gamut-Display, LED Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1920×1200 auch in der Praxis ausreichend groß. Die Liste der Features ließt sich toll: Digital Uniformity Equilizer, 16-Bit-LUT, Color Navigator usw. aber ich möchte es mal mit meinen Worten sagen…

  • Es wurde auf eine möglichst homogene Hintergrundbeleuchtung geachtet. Damit an jedem Punkt des Displays, auch in den Ecken und Rändern, die gleichen Farbabbildung und Helligkeit dargestellt wird.
  • Die 16-Bit-LUT (Look-Up-Table) sorgt dafür, dass ausreichend Farbtiefe dargestellt werden kann und so auch in dunklen Bereichen keine Farbabrisse zu sehen sind. Office Monitore fahren hier lediglich mit 10-Bit auf.
  • Was mir am wichtigsten war: der Monitor bietet die Möglichkeit der Hardware-Kalibrierung. Das heißt im Klartext, dass man die Ergebnisse, welche man mit dem optional erhältlichen Ex-2 Sensor und der kostenfreien Software erhält, via USB Schnittstelle direkt im Monitor speichern kann und dieser demnach auch ohne Software seine Kalibrierung behält.
  • Und durch das Wide-Galmut Display denkt er einen deutlich größeren Farbraum ab als herkömmliche Monitore. So kann es z.B. 99% des sRGB Farbraums darstellen.
    Man kann zudem mit einem einzigen Tastendruck an der Front des Monitors durch die Farbprofile schalten. Von Adobe RGB, sRGB, Custom – wo man seine Persönlichen Vorlieben einstellen kann, Paper – welches die Darstellung bei einem Druck nachahmt, bis hin zu 3 Positionen für eigene individuelle Kalibrierungen.
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All diese Eigenschaften und noch einige mehr sind normalerweise nur in Monitoren in deutlich höheren Preisklassen zu finden. Wer einen ausführlicheren Testbericht inkl Testcharts sucht ist hier besser aufgehoben.

Design

Das Design ist klassisch und wenig aufregend. Grundsolide eben und typisch Eizo. Mir gefällt es sehr, da es hochwertig und praktisch wirkt. Alles befindet sich an seinem Platz, ist gut zu erreichen, ausreichen solide gestaltet und erfüllt perfekt seinen Zweck. Beim Auspacken merkt man direkt das Gewicht des Monitors. Beim Aufstellen und z.B. dem Verstellen der Neigung, merkt man aber, dass hier einfach auf hochwertige Materialien und ein angemessenes Gegengewicht wert gelegt wurde. Nichts knarzt, wackelt oder hat eine unnötig empfindliche Oberfläche. Ein sehr wertiges, durchdachtes und vertrauenerweckendes Arbeitsgerät.

Zubehör

EizoCS240-3096Wie oben erwähnt befindet sich der Sensor zur Kalibrierung nicht im Lieferumfang. Hier kann man entweder den hauseigenen Eizo EX-2 nehmen oder aber, falls vielleicht schon vorhanden, einen Spider Sensor und andere. Der Monitor kommt aber bereits mit einer perfekten Grundkalibrierung nach Hause, so dass man nicht unbedingt direkt einen Sensor benötigt.

Und dann gibt es noch diese abgefahrenen Sonnenblenden für den Monitor, die man immer bei den Profis sieht… ;) Die nennen sich Lichtschutzhauben und sind wie Gegenlichblenden am Objektiv gegen in den Monitor seitlich einfallendes Licht. So eine habe ich mir ebenfalls mitschicken lassen um mir ein Bild davon machen zu können. Aber ich war verblüfft, denn die Blenden bestehen aus mehreren Teilen, alle aus massivem Blech und es liegt eine 7-Seitige Anleitung dabei, wie diese zusammen zu bauen und montieren sind. Warum die Blenden nich auch aus Plastik sein können, das weiß ich nicht. Mich hat das aber gleich vom Aufbau abgehalten. Mit rund 200,- € würde ich mir die ehrlich gesagt auch nie im Leben kaufen.

Mein Eindruck

Ich arbeite ja sehr viel auf dem internen Display meines MacBook Air. Einfach, weil ich die letzte Zeit keinen festen Standort habe und immer mobil bin. Und da ich hauptsächlich fürs Web produziere und nicht primär für den Druck, war ein kalibriertes Display nicht zwingend nötig. Druck wird mir aber immer wichtiger und ich will über kurz oder lang aber natürlich wieder einen Schreibtisch haben, an den ich mich am Ende immer zurückziehen und auf meine Werkzeuge vertrauen kann und genau für diese Aussicht wollte ich den Monitor testen.

Auspacken, aufbauen, anschließen, alles kein Problem. Toll fand ich, dass nicht wie so oft an den Kabel gespart wurde. Es lag direkt ein Displayport-Kabel bei! Und dann kam auch schon der WOW-Effekt. Also nicht wie Engelsgesang im Hintergrund aber es war schon ein sehr deutlicher Unterschied zu erkennen. Die Farben und Kontraste wirkten viel strahlender als gewohnt. Ein klares, sauberes, scharfes Bild zeigt sich direkt nach dem Einschalten. Bei der Bildbearbeitung zeigten sich dann auch gleich weitere Vorteile. So sah ich viele Details direkt, die ich sonst erst beim hineinzoomen oder wenn ich danach gesucht habe zu sehen bekam. Beim durchswitchen der Farbprofile ist auch ein deutlicher Unterschied zu erkennen. Da merkt man direkt welche Dynamik-Unterschiede zwischen den Farbräumen existieren.

Nun habe ich den Eizo CS240** ein paar Wochen bei meinen letzten Lightroom Sessions benutzt und meine Bearbeitungen über das Display gemacht. Es ist schon deutlich entspannter auf dem großen und klaren Display zu arbeiten. Problemstellen und Grenzbereiche sind wesentlich schneller sichtbar und es bedarf nicht eine so hohe Aufmerksamkeit um kleine Fehler oder Unstimmigkeiten auszumachen. Der Dynamikumfang ist deutlich sichtbar und schmeichelt den Augen wirklich. Problematisch wird es, wenn man nicht bedenkt, dass der Betrachter eben in den seltensten Fällen ebenfalls einen kalibrierten Monitor hat und selbst unterschiedliche Browser alleine schon einen gewaltigen Unterschied in der Wiedergabe machen. Hier ist natürlich Erfahrung gefragt oder ein Referenzbild, dessen Wirkung und Darstellung bekannt ist, kann behilflich sein. Aber das ist natürlich kein monitor-spezifisches Problem.

Für alle die einen professionellen und hohen Anspruch an ihre Bildbearbeitung haben und/oder Bilder für den Druck produzieren, ist ein kalibrierter Monitor ein Muss! Dieser Monitor stellt für eben diesen Bereich den perfekten Begleiter für ein wirklich erschwingliches Budget dar. Erstmals wird ein so professionelles Display aus dem Hause Eizo auch für den semi-professionellen und ambitionierten privaten Gebrauch mit einer UPE von 699,- € deutlich erschwinglicher.

Verbesserungsvorschläge/Wünsche

Wie oben erwähnt, würde ich mir zu der teuren und aus Blech gefertigten Lichtschutzhaube eine einfache Kunststoff-Lösung für ein Viertel des Preises wünschen. Wenn ich dabei etwas nicht bedacht habe, klärt mich auf. Aber so eine massive Ausführung für den Preis… das erschließt sich mir leider nicht.

Und was ich an den höherpreisigen Monitoren von Eizo immer bewundert habe und mir auch hier wünschen würde, wären die eingebauten Senosren zur eigenständigen Kalibrierung. Diese sind z.B. bei der CG-Serie zu finden. Hier fährt aus dem unteren Rand des Gehäuses ein kleiner Sensor aus, welcher direkt vor dem Display platziert ist und somit die Messungen vornimmt und selbstständig in der LUT speichert. Das ganze kann automatisiert werden, so dass sich das Display z.B. jede Nacht selbst kalibriert. Leider würde sich dieses Feature natürlich wieder direkt auf den Preis auswirken…

Naja und eine 27″ Version wäre auch noch toll. Aber sieht man die Preisunterschiede bei anderen Modellserien, wären wir hier wohl auch schnell wieder über der magischen Grenze von 1000,- €

Resümee

Hier ist Eizo ein toller Wurf gelungen und dieser Monitor eröffnet einigen den Einstieg in die Modellwelt des renommierten Displayherstellers welcher im Grunde ein Industriestandard ist. Natürlich muss man im Vergleich zu den großen Modellen ein paar Abstriche in Kauf nehmen, nicht aber in der grundlegenden Bild- und Darstellungsqualität. Von mir eine klare Kaufempfehlung.

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Danke an Eizo Deutschland für die Bereitstellung des Monitors.
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Lightpainting mit dem Raspberry Pi

Dies ist ein Gastartikel von Tobi

Schon seit längerer Zeit habe ich mal ein Foto-Projekt gesehen, das mich fasziniert hat: LightScythe. Die Ergebnisse fand ich damals super, allerdings hat mich die Hardware- und Elektronik Bastelei abgeschreckt.  Idee des Projektes ist es mit einen Streifen von RGB LEDs spaltenweise über die Zeit ein Bild auszugeben und durch Bewegung des LED-Streifens das Bild im Raum darzustellen. Durch Langzeitbelichtung sieht das Bild dann aus, als würde es im Raum stehen.

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In diesem doch sehr nassen und grauen Winter habe ich mich mal wieder an diese Idee erinnert und gesehen, dass es durch den Bastelrechner Raspberry Pi wesentlich leichter geworden ist.

Mein recht einfacher LED-Stick besteht nun aus folgenden Teilen:

  • LED Streifen mit 50 LEDs vom Typ WS2812B (bei Adafruit heißen die „neopixels“)
    gibt’s bei Amazon** oder z.B. hier bei ebay
  • Raspberry Pi, ich habe die Version B+** verwendet
  • Raspberry Pi Gehäuse**
  • USB-Stromquelle z.B. einen mobilen Akku von Anker zur Stromversorgung des Raspberry Pi
  • Batteriehalterung für 4 Standard 1,2V Akkus Größe AA** zur Stromversorgung der LEDs
  • „Level Shifter“ TI 74AHCT125 zur Ansteuerung der LEDs
  • Holzlatte – 1,70m lang – als Träger
  • Kabel, Steckbrett**, Klettband

Eine genaue Anleitung zur Verkabelung der LEDs und des Raspberry Pi gibt es bei Adafruit.

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Zur Programmierung der LEDs braucht man noch die rpi_ws281x Software Library. Diese stellt auch eine Python Schnittstelle bereit, mit der man die LEDs recht einfach ansteuern kann. Dazu habe ich mir ein kleines Python Programm geschrieben, das ein Bild öffnen, auf 50 Pixel vertikal skalieren und Spalte für Spalte auf den LED Streifen ausgeben kann. Das Skript gibt’s hier.

Damit man auch unterwegs den Raspberry Pi ansteuern kann habe ich mir noch einen WLAN Stick** besorgt und den Raspberry Pi zum Access Point gemacht. Ähnlich wie bei einer GoPro Kamera kann man sich so per Handy mit Raspberry Pi verbinden, ein Bild auswählen und an die LEDs ausgeben lassen. Das dazugehörende Web-Interface will ich hier allerdings nicht weiter beschreiben.

Bei der Auswahl der Bilder ist zu beachten, dass diese keine zu hohe Auflösung haben, da sie auf 50 Pixel herunter skaliert werden und so immer noch gut erkennbar sein müssen.

Hier die ersten Bilder die ich mit Tom und Thorsten zusammen gemacht habe – alle sind >= 30s belichtet.

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Tobi kenne ich schon einige Jahre aus den Anfangszeiten meiner Fotografie. Und vor kurzem war ich mit ihm und seinem neuen Projekt unterwegs. Da ich das Thema so interessant fand und er aus erster Hand natürlich besser darüber berichten kann, war er so nett und hat hierzu diesen Gastartikel verfasst.

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Ko Samui, Ko Tao und Ko Phangan

Nachdem wir ein paar Tage in Bangkok verbracht haben wollten wir den gemütlichen Teil unserer Asien-Reise einläuten und es ging zum Inselhopping. Die erste Insel sollte Ko Samui sein, um dort Sylvester zu feiern. Wir haben uns absichtlich für die feier-reichste der drei Inseln entschieden, da wir das neue Jahr gebührend begrüßen wollten. Und wir wurden auch nicht enttäuscht.

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Ko Samui – Chaweng Beach

So haben wir uns auf Ko Samui auch direkt am beliebten Chaweng Beach einquartiert. Das Chaweng Buri Resort mit seinem guten Service und den gemütlichen Bungalows im schön angelegten Inneren der Anlage und dem direkten Zugang zum Strand war also für die nächsten Tage unser Ausgangspunkt. Die Wahl stellte sich für unsere Zwecke und vor allem über Sylvester als perfekt heraus, denn wir hatten es Abends über den Strand nicht weit zu den best besuchten Strandbars, Restaurants und Party Locations der Gegend aber genügend Abstand um einen ruhigen Schlaf zu haben. Auf der Straßenseite, von der man innerhalb der Anlage nichts mitbekam, waren wir mitten im Getümmel von Chaweng und unweit der Festival-Mall mit ihren Shops, Restaurants und Cafes. Tagsüber haben wir es uns am Strand gut gehen lassen und den Service der Anlage genossen. Ob Essen, Trinken, ausreichend kostenfreie Liegen oder eine ordentliche Thai-Massage, hier blieb kein Wunsch unerfüllt.

Was uns bei den Strandbars schnell auffiel, jede beschäftigt einen oder oft mehrere Feuerkünstler/-jongleure von denen einer waghalsigere Kunststücke aufführte als der andere. Nachts war es daher von weitem schon kein Problem eine engagierte Location auszumachen und so waren Abend für Abend ganze Cliquen mit ihren Darbietungen beschäftigt. Die Trinkgeldbox prall gefüllt und das zurecht. Denn die Show war immer eine willkommene und gern gesehene Unterhaltung für das Publikum.

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Ko Tao und Ko Nang Yuan

Im Anschluss ging es für uns ins Paradies. Wir wussten das Ko Tao verträumt und wesentlich ruhiger sein sollte aber das hatten wir nicht erwartet. Nach einer sehr turbulenten Überfahrt via Schnellfähre den die meisten Passagiere leider nicht QuoteunbeeindrucktQuote überstanden haben, landeten wir auf Ko Tao. Auf der Ladefläche eines Pickups ging es weiter zur Hotelanlage und ab hier sind uns die Kinnladen herunter geklappt und den Rest unseres Aufenthalts kamen wir aus dem Staunen auch nicht mehr heraus.

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Einquartiert haben wir uns dank eines super Schnäppchen-Angebotes in der Ko Tao Cabana in einer Deluxe Villa. Ein Freiluft-Bad, offene Regendusche, Himmelbett, riesen Sitzschale, Bluetooth Speaker, Reep-Spitz-Dach. Der Hoteleigene Strand mit vorgelagerter Wiese inklusive Schaukel zwischen riesigen Palmen. Das Hotelrestaurant in die flache Felsküste, zwischen Palmen und Bäumen in mehreren Ebenen hineingebaut. Mit einer tollen Aussicht über die flache Bucht. Und eben diese konnte man über 30-40 Meter ins offene Meer hinauslaufen, ohne tiefer als bis zum Bauchnabel im Wasser zu sein. Um die Füße immer wieder bunte Fische und türkises Wasser wie man es sich vorstellt. Und so war der Schnorchel-Ausflug Pflicht.

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Von dort sind wir auch mit einem Long-Tail Boot zur sehr nahe gelegene Insel Ko Nang Yuan gefahren. Eigentlich 3 kleine Inseln welche durch eine Sandbank verbunden sind. Wir haben uns ein idyllisches, verlassenes Plätzchen Erde vorgestellt… als die Insel in Sichtweite kam, sind erst mal ordentlich erschrocken. Ein überfüllter Anlegesteg, ein Kassenhäuschen, ein Restaurant und auf einem Teil der Sandbank eine “Armee” an Sonnenschirmen und Liegen in Reih’ und Glied. So sah das aber auf den Bildern nicht aus… Furchtbar war der erste Eindruck. Nach dem ersten Schock haben wir uns direkt aus dem Getümmel geflüchtet und um so weiter man die Holzstege weg vom Anlegesteg läuft um so einsamer wird es. Und so konnten wir doch noch die einsamen und malerischen Ecken des kleinen Inselgrüppchens finden, bevor wir von unserem Taxiboot wieder zur vereinbarten Uhrzeit am Steg eingesammelt wurden. Prädikat: Definitiv einen Ausflug wert, habt aber nicht die Illusion ein verlassenes Paradies vorzufinden, wie es euch all die Bilder weismachen wollen.

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Aber auch Abends sind einem ausreichend Möglichkeiten geboten. So waren ebenfalls einige Strandbars in Laufweite und auch der Ortskern, wenn man es so nennen möchte, war in Reichweite und bot neben einigen kleinen Geschäften zum schlendern auch ausreichend Restaurants und Bars.

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Ko Phangan – Salad Beach

Zum Abschluss ging es dann noch ein paar wenige Tage nach Ko Phangan. Da wir keine Lust auf Full Moon Party hatten, haben wir uns nicht am bekannten Haad Rin einquartiert, sondern am anderen und ruhigeren Ende der Insel. Schnell mussten wir aber feststellen, dass die Insel so recht grundlegend nicht unser Ding ist. Unser Eindruck war: Während sich das eine Ende der Insel durch die Full, Half und No Moon Parties definiert, ist am anderen Ende nicht mehr viel geboten. So schien am Salad Beach vor einigen Jahren die Zeit stehen geblieben und seither hatte sich hier nicht mehr viel getan. Unfair? Vielleicht fiel unser Urteil aber auch nur so hart aus, weil wir die Tage zuvor im Paradies gehaust haben. Nichts desto trotz haben wir auch hier bestens abschalten können. Wir haben die relaxte Atmosphäre des Strandlebens dazu genutzt, um komplett abzuschalten. So konnten wird noch einmal Energie und Sonne tanken für den Winter zu Hause.

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Die Vielfalt der Verkehrsmittel

Am Ende unserer Asien-Reise haben wir festgestellt, dass wir auf eine beachtliche Anzahl an unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel gekommen sind. Neben dem üblichen Flugzeug, Auto, Subway, Straßenbahn und Reisebus waren da auch etwas ausgefallenere Fortbewegungsarten, wie das Mitfahren auf einer Ladefläche eines nicht umgebauten Pickups (offizielles Taxi), TukTuk und die in Thailand üblichen Sammel-Taxis. Aber auch auf dem Wasser hatten wir Abwechslung. Neben der normalen Auto- oder Personen-Fähre, fuhren wir auf einem Speed-Katamaran und einem typischen Longtail-Taxi-Boot mit. Und ich kann sagen, selbst die Fahrten in den normal klingenden Fahrzeuge waren meist abenteuerlich! Mein Highlight waren aber definitiv die halsbrecherischen TukTuk-Fahrten in Bangkok.

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Resümee

Nach den beiden Städten Hongkong und Bangkok wollten wir allmählich den entspannten Strandurlaub zum Sonne und Energie tanken einleiten. Wir können ganz klar und mit weitem Abstand sagen, dass Ko Tao nicht nur unser Highlight war, sondern auch am ehesten dem entsprach, was man sich allgemein hin so unter einem Strandurlaub auf einer südostasiatischen Tropeninsel vorstellt. Türkises, flaches Meer inklusive Schnorcheln im Riff, Sonne satt und ein Strand voller Palmen. Es war einfach paradiesisch und trotzdem nicht langweilig. Ko Samui und speziell Chaweng Beach ist für alle, die gerne feiern möchten oder zumindest Abends gerne weggehen der richtige Ort. Ja und Ko Phangan…?

Non-Stop 36h Heimreise

Und so ging es für uns in einem Rutsch von Ko Phangan mit der Fähre nach Ko Samui. Vom Hafen mit dem Sammeltaxi an den wirklich total idyllischen, offenen Flughafen, der eine Mischung aus offenen Flughafen-Gebäuden und ebenerdiger Shopping Mall darstellt. Von dort wiederum mit einer abenteuerlich heruntergewirtschafteten zweimotorigen Propellermaschine nach Bangkok. Nach ein paar Stunden Aufenthalt ging es dann mit einem Direktflug im A380 über Nacht nach Frankfurt. Um so näher wir unserer Heimat kamen, um so genervter war ich vom Publikum. Vielleicht hatte ich mich schon zu sehr an die entspannte Art der Thailänder gewöhnt oder es war doch zu viel ohne Zwischenstop? Dafür entschädigte der wirklich luxuriöse und entspannte Heimflug im beeindruckend großen Airbus A380.

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…und dann ging’s nach Bangkok!

Nachdem wir Weihnachten in Hongkong verbracht haben, ging es für uns weiter nach Bangkok. Endlich ins Warme. Und so flogen wir bei ca 15°C los und landeten bei ca 30°C in Thailands Hauptstadt. Man kommt aus dem Flughafen und läuft ganz klischeehaft erstmal gegen eine schwüle Hitze-Wand – man muss wissen, dass Bangkok z.B. auch Nachts nicht wirklich abkühlt. Dann die Abgase – so viele Busse, Vans, Autos, Roller und TukTuks überall. Und zuletzt der Lärm – laute Auspuffanlagen und Polizisten, die die Taxis nur mit ihrer Trillerpfeife zurechtweisen. Und trotzdem…

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Die Unterkunft

Auf Hostel hatten wir keine Lust aber in den Schluchten des Hotel-Zentrums zu wohnen, war auch nicht unsere Art. Und so war unser Hotel im Nachhinein die perfekte Wahl. Unweit der Kao San Road, dem Zentrum für Backpacker gelegen, waren wir in rund 5 Minuten mitten im Geschehen. Und trotz der Lage mussten wir nicht auf Komfort verzichten. Eine klare Empfehlung von uns an dieser Stelle!

Kao San Road und Rambuttri Alley

Die Kao San Road ist den meisten Bangkok Touristen sicher ein Begriff. Das Backpacking-Zentrum, haufenweise Hostels, ein riesiger Straßenmarkt, Street Food, Massagen, Bars und Restaurants. Alles bunt, laut, unendlich viel zu sehen und voll mit den verschiedensten Menschen. Die Parallelstraße aber, die Rambuttri Alley, ist das eigentliche Highlight des Viertels. Zumindest für uns. Wesentlich kleiner, gesäumt von Bäumen, verträumt (wenn man es im Bangkok-Maßstab sieht), Abends mit Lichterketten und Laternen gemütlich beleuchtet. Alles was es auch in der Kao San Road gibt, ausserdem Bars mit Livemusik und alles eben eine Stufe entspannter und nicht so überlaufen. Hier haben wir einige schöne Abende verbracht, unser Highlight in Bangkok und ein klares “must-see” aus unserer Sicht.

Streetfood

Ich habe mich in Thailand tatsächlich gleich am ersten Tag an Street Food getraut und es auch die ganze Zeit sehr gerne gegessen. Am häufigsten Pad Thai und gebratenen Reis mit Ei. Das bekommt man an jeder Ecke und es ist mit 2-3 EUR sehr günstig. Ich habe mich auch auf ein paar Experimente eingelassen und habe die ganze Zeit keine Probleme gehabt. Meine einzige Regel war, es muss gut durchgebraten sein.

Sightseeing (Tempel)

Natürlich waren wir auch zum Sightseeing unterwegs und das sollte in Bangkok auch nicht zu kurz kommen. So waren wir z.B. im Königspalast mit seinen vielen verschiedenen Baustilen, Tempeln und Museen, haben den Reclining Buddha in Wat Pho besucht und sind auf den Phra Prang von Wat Arun mit seinen unglaublich steilen Treppenstufen geklettert, von welchem aus man eine tolle Aussicht über die Stadt hat. Wer auf Kultur und Tempel steht, der kommt im Bangkok sicher auf seine Kosten. Aber hier informiert sicher jeder Reiseführer ausführlich genug.

Ein Tipp zur Kleiderordnung:
Nachdem wir uns immer im Klamottenverleih vor Ort den Regeln entsprechend eingekleidet haben, kamen wir auch überall rein. Das Problem ist, jede Stätte hat etwas abweichende Kleidungsregeln. Mal müssen Frauen nur die Schultern bedeckt haben, mal auch die Beine. Bei Jungs geht es generell liberaler zu, aber im Königspalast z.B. musste auch ich mir eine lange Hose leihen. Zu enge Klamotten sind auch oft ein Problem. Wir haben aber festgestellt, dass es an allen relevanten Stellen immer Leihklamotten gibt. Mal gegen Pfand, mal ohne aber immer kostenlos. Also lasst euch nicht von allen verrückt machen, ihr braucht nicht den ganzen Tag in langen Klamotten schwitzen oder einen Rucksack voll mit Wechselkleidung rumtragen. Zumindest innerhalb Bangkok waren wir nie aufgeschmissen.

Muay Thai Boxing

Ein heruntergekommenes Gebäude in einer dunklen Straße. Ein gedrängtes Inneres. Betonierte kleine, steile Tribünen. Lautes Geschrei. Aggressive Stimmung in der Luft, muffig und wenig Licht. So habe ich mir – ganz naiv – einen originalen Thai Boxkampf in Bangkok vorgestellt und so hätte ich ihn auch am allerliebsten fotografiert. 

Die Realität sieht ganz anders aus. Zumindest im neuen Lumpinee Stadium in Bangkok. Als Tourist zahl man natürlich wesentlich mehr als die Einheimischen, man hat einen eigenen Kassenschalter, man wird individuell in Gruppen eingeteilt und wortwörtlich betreut und bedient. Man sitzt direkt am Ring, die Einheimischen auf den Tribünen hinter einem. Dort laufen auch die Wetten. Die Halle ist hell erleuchtet und gleicht einer modernen Boxhalle. Entsprechend un-aufregend sehen die Bilder auch aus. Laut ist es tatsächlich! Und sehr brutal! Schlimm fand ich allerdings, dass die Champions des Abends vor ihrem Kampf zur Titelverteidigung, mit dem gesamten touristischen Publikum für Portraits bereit stehen mussten. In unserem Falle hatte es mich dann nicht gewundert, das er anschließend wortwörtlich aufs Maul bekommen hat. Wie soll man so auch konzentriert sein?!

Das ganze schlug mit ca 50,- EUR pro Person zu Buche. Dafür wurde man aber wirklich bestens betreut und hätte nicht näher am Ring sitzen können. Ob das wirklich sehenswert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Sky Bar at Lebua, Vertigo und Moon Bar

Hier möchte ich nicht viele Worte verlieren, da ich mit diesen bisher nur angeeckt bin. Wir waren auf jeden Fall auf beiden Dächern. Sowohl in der aus Hangover bekannten Sky Bar at Lebua, als auch in der mittlerweile beliebteren Vertigo und Moon Bar des Banyan Trees Hotels. Ich sags mal so: Wenn ihr eine gute Ecke vom Urlaubsbudget über habt, Zeit zum anstehen am Aufzug, einiges an Geduld beim Service, eure neusten, schnieken Zwirn vorführen und unbedingt zu Hause mit dem obligatorischen “Bangkok-Jet-Setter-Selfie” punkten wollt, dann müsst ihr hier unbedingt hin. Eine beeindruckende Skyline hat Bangkok aber nicht zu bieten. Eher beeindruckt es durch seine unfassbare Weite… man sieht zu keiner Himmelsrichtung auch nur Ansatzweise das Ende der Stadt. Es ist sehr windig und das Publikum ist, wie man es bei einer Touristenattraktion dieser Art erwartet. Zumindest dieses war unterhaltsam aber ich brauch es nicht…

Resümee

Bangkok ist ein Moloch. Das trifft es meiner Meinung nach ziemlich genau. Man bewegt sich im Grunde mit Taxi oder, wer es abenteuerlicher und unterhaltsamer mag, via TukTuk fort (Woohoo!). Spätestens hier sollte man begriffen haben, was man unter “Noise Pollution” (ugs. Lärmverschmutzung) versteht. Fahrbahnmarkierungen und Spuren sind Schall und Rauch und der Gegenverkehr auch erst unter einem Meter ein Problem. Es ist stickig und riecht. Und trotzdem… man sollte es gesehen und erlebt haben. Es hat seinen eigenen Charme und mich hat fasziniert, das alles trotz absolutem (augenscheinlichem) Chaos so reibungslos funktioniert hat. Und wie wohl überall in Thailand sind auch hier die (meisten) Menschen sehr hilfsbereit und freundlich. Zu guter Letzt, ganz klar: Bangkok ist so groß und vielfältig, dass wir uns in den wenigen Tagen natürlich kein komplettes Bild davon machen konnten.

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Weihnachten in HongKong – der Reisebericht

Wir haben uns dieses Jahr entschlossen Weihnachten nicht zu Hause, sondern im fernen Hongkong zu verbringen. Und genau so verrückt, außergewöhnlich und riesig wie man es sich vorstellt, war es auch irgendwie. Wer schon mal in Hongkong war, weiß von welchen Superlativen ich hier rede. Aber fangen wir erst mal von vorne an.

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Der erste Eindruck

Ist man gelandet, kann man an den Wegstrecken und Ebenen am Flughafen schon erahnen wie groß dieser eigentlich ist. Hat man sein Gepäck entgegengenommen und sich mit einer Octopus Card (Prepaid Bezahlkarte, vor allem für den öffentlichen Nahverkehr – vergleichbar mit der Oyster Card in London) ausgestattet, geht es auch schon mit der Airport Express Linie vom Airport über Kowloon bis nach Hongkong Island. Und das Ganze in weniger als 30 Minuten. Und wenn ich das alles hier so stichpunktartig abhandle, soll das nur wiedergeben wie schnell man sich trotz der riesigen Dimensionen in Hongkong, nicht nur fortbewegen, sondern auch zurechtfinden kann. Alles ist bestens ausgeschildert, beschrieben und effektiv reglementiert und zudem sind alle hilfsbereit, freundlich, geduldig und sehr rücksichtsvoll.

Nach ein paar Minuten Fahrt mit dem Airport Express sieht man die ersten (Wohn-)Hochhäuser am Stadtrand von Hongkong und wird direkt durch die unfassbare Höhe und Gedrängtheit beeindruckt. Man sieht sofort, dass Grundfläche knapp und sehr kostbar sein muss und so wirken die Hochhäuser, als ob man 3 Jenga-Spiele aufeinander gestapelt hat. Super schmal und unglaublich hoch. Schon bald taucht man aber ab und legt den Rest der Wegstrecke als U-Bahn zurück, ohne einen weiteren Blick auf die Skyline zu bekommen.

Beim Umsteigen legt man Fußwege von mehreren Minuten, durch hallenähnliche Gänge, zu Fuß oder auf ebenerdigen Laufbändern zurück und befindet sich aber noch immer innerhalb der gleichen U-Bahnstation und gewinnt den Eindruck, dass komplett Hongkong unterkellert sein muss. Um so beeindruckender ist es, wenn man inmitten dieser Häuserschluchten, das erste Mal aus der U-Bahn ans Tageslicht kommt.

Weihnachten in Hongkong

Ich habe noch nie so viel Weihnachtsdekoration auf einmal gesehen. Jedes Geschäft, jedes Gebäude einfach überall begegnen einem Girlanden, Lichterketten und Weihnachtsschmuck. Weihnachtsmusik schallt unerbittlich aus jedem Lautsprecher. Der direkt am Central Pier auf Hongkong Island gelegene Weihnachtsmarkt (warum auch immer European Carnival genannt) mitsamt seines Riesenrades, wirkt wie Klein-Disneyland und gleicht damit eher unserer Herbst- oder Frühlingsmess’ (Kirmes) als unseren Christkindlesmärkten.

Am 24.12. Abends war eine Laser- und Lichtshow angekündigt, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Das Kowloon Public Pier wurde hier zur Tribüne für die Massen. Von Musik beschallt, haben die Hochhausfronten der gegenüber liegenden Skyline von Hongkong Island eine synchronisierte Weihnachts-Choreografie mit ihren beleuchteten Fassaden und Lasern auf dem Dach dargeboten. Anschließend wurde die geschwungene Hausfront des im Rücken der Zuschauer liegenden Hongkong Cultural Center zur Leinwand für einen stimmungsvollen Weihnachtskurzfilm.

Zusammengefasst kann man sagen, die meisten schienen nicht so richtig zu wissen, was im Grunde eigentlich gefeiert wird. Wichtig war nur, dass gefeiert wurde. Manch einer hat sich verkleidet, manche haben sich Party Hütchen aufgesetzt, andere wiederum einfach dem Spektakel zugesehen. Aber ich hatte den Eindruck, den Abend hat sich keiner entgehen lassen. Denn die Straßen Hongkongs waren voll mit Menschenmassen. Die Polizei sperrte ganze 4-6 Spurige Straßenzüge ab um dem Spektakel genügend Raum zu geben. Vielleicht ist die Masse vor der Hauptbühne von Rock am Ring am ehesten mit dem Aufgebot an Menschen zu vergleichen, die sich hier gleichzeitig durch die Straßen von Kowloon bewegt haben.

The Peak, Big Buddha und der Central Mid-Levels Escalator

Natürlich haben wir die restlichen Tage genutzt um ums Hongkong und seine Sehenswürdigkeiten anzuschauen und so durften folgende Highlights natürlich nicht fehlen.

Victoria Peak – die wohl schönste Aussicht über Hongkong. Für kleines Geld und einiges an Geduld beim anstehen kommt man mit der Peak Tram (Zahnradbahn) bis zum Vicotia Tower, der Bergstation in Form eines übergroßen Amboss. Mein Tipp: Direkt aus den Massen in Richtung Lugard Rd flüchten. Hier findet man sich fast ungestört auf einem kleinen Pfad inmitten des Urwalds wieder und wird nach einigen Gehminuten mit der wohl atemberaubendsten Aussicht über Hongkong belohnt (siehe Titelbild).

Big Buddah – der Name ist Programm. Auf der vorgelagerten Insel Lantau (neben welcher sich auch der neue Airport befindet) findet man nach viel Geduld beim Anstehen, der anschließenden 25 minütigen Gondelfahrt und einem 268 stufigen Aufstieg die weltgrößte, freistehende Buddha Statue in sitzender Haltung. Neben Big Buddha gibt es aber auch ein sehr schönes und sehenswertes Kloster so wie den “Wisdom-Path”. Ein Pfad besäumt aus beeindruckenden, massiven hölzernen Stelen in welchen Ferse des Herz Sutra eingraviert sind.

Hier noch ein wertvoller Tipp:
Möchte man die Mega-Schlange am Ticket Schalter umgehen und bucht sein Gondel-Ticket daher online, muss man nicht nur den gewünschten Tag, sondern auch gleich die Uhrzeit der Gondelauffahrt angeben. Da man aber in den seltensten Fällen so genau planen will und kann…

Bei jedem 7eleven in Hongkong kann man an der Kasse ein Ngong Ping 360 Prepaid Ticket für die Gondel kaufen. Dieses berechtigt einen ebenfalls an der Schlange vorbei zu gehen, zum direkten Checkin. Nimmt man dann noch eine Cristal Cabin anstatt der Normalen, spart man sich zudem bei der Abfahrt ein ca 1-2 stündiges Anstehen.

Central Mid-Levels Escalator – des längste überdachte außenstehende Rolltreppensystem der Welt, welches aus insgesamt 20 Rolltreppen und 3 Förderbändern besteht und insgesamt 135 Höhenmeter überwindet. Man denkt echt, das nimmt nie ein Ende… Aber Achtung, die Rolltreppen führen Morgens bergab und den Rest des Tages hinauf. D.h. zurück müsst ihr zu Fuß die normale Treppe nehmen.

Steet markets, Golden Computer Arcade & Causeway Bay

Shoppen in Hongkong kann man zwar gut, aber preislich wird man hier im Grunde keinen Unterschied zu Europa merken. Selbst ohne die 19% Mehrwertsteuer spart man hier bei Markenware zu unseren Amazon-Preisen nicht wirklich was. Lediglich bei Kopien und – nennen wir es “ebay-Ware” macht man ordentliche Schnäppchen. Ein Erlebnis, dass seines gleichen sucht ist es trotzdem…

Street Markets – gerade in Kowloon rund um Sham Shui Po zu finden. Speziell die Fuk Wing Street hat uns hier am meisten beeindruckt. Auch hier wieder in einer unvorstellbar riesigen Dimension. Ein kompletter und ewig langer Straßenzug in dessen Erdgeschoss lauter Ladengeschäfte ihre Straßenstände immer weiter zu Straßenmitte ausgebreitet haben, so dass am Ende für den eigentlichen Kunden und Fußgänger nur noch ein schmaler Pfad frei bleibt und man von alle Seiten von grellen Lichter und buntem Krimskrams angesprungen wird. Am besten lässt man sich einfach treiben. Muss man gesehen haben.

Golden Computer Arcarde – ein Paradies für den Nerd im Manne! Ebenfalls direkt an der U-Bahnstation Scham Shui Po gelegen taucht man beim betreten dieses sehr engen Einkaufszentrums in die digitale Welt ein. Die Decken sind sehr niedrig, die Gänge extrem schmal und zugestellt. Die einzelnen Läden sind klein wie Zellen und vom Inhalt kaum von einander zu unterscheiden. Hier bekommt man ALLES was die digitale Welt zu bieten hat. Jedes erdenkliche Kabel in jeder erdenklichen Länge zu Pfennigbeträgen. Fernseher, Videospiele, Kameras, Notebooks, Computer-Bauteile, Handyhüllen und Akkus, einfach Alles! Originale aber vor allem Nachbauten. Sollte man(n) nicht verpassen.

Causeway Bay – Ein Stadtteil auf Hongkong Island mit den höchsten Ladenmieten der Welt. 2012 überholten die Mietpreise sogar die der 5th Ave in New York. Und so findet man hier natürlich auch die Malls der Superlative. Ein Mega-Einkaufszentrum reiht sich an das andere und man verliert sehr schnell den Überblick. Unser Highlight war die Timesquare Mall mit ihren 9 (Neun!) offenen Stockwerken (insgesamt 14 auf welchen sich Shops befinden) und rund 230 (!!!) Geschäften, Restaurants und Marken.

Essen

Zum Essen in Hongkong kann man sicher ein eigenes Buch schreiben. Aber man bekommt wirklich ALLES geboten. Internationale Küche, Streetfood, Fastfood und vor allem jede denkbare asiatische Küche in jeder Variation und Vielfalt. Wir haben uns z.B. in die koreanische Küche  verliebt. Aber auch japanisch oder vietnamesisch kann man dort sehr gut probieren.

Resümee

Hongkong muss man gesehen und erlebt haben! Wirklich! Eine Superlative wie man sie weder beschreiben, noch ihr mit Bildern auch nur annähernd gerecht werden kann. Wer denkt er ist schon mal in einer Schlange angestanden, kennt das Hongkong-Level noch nicht. So lange Schlangen habe ich noch nie gesehen. Aber trotz der Länge ist man häufig schneller am Ziel als wir es aus unseren Gefilden kennen. Das es möglich ist, dass diese Masse an Menschen auf so engen Raum überhaupt zusammenleben und funktionieren kann, liegt nicht nur an der atemberaubend gedrängten Bauweise und kompromisslosen Infrastruktur, sondern vor allem auch an all den Regeln, Verboten, Gesetzen und dem Einfallsreichtum welches man überall sieht. Und es funktioniert. Auf eine beeindruckende Art und Weise.

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