Hidden Places Berlin mit der Canon EOS M3

Letzte Woche war ich mal wieder in Berlin. Canon lud ein, das Sommer-Line-Up kennenzulernen und mit entsprechendem Rahmenprogramm auch ausprobieren zu können. Und so freute ich mich vor allem wieder alte und neue Gesichter zu sehen und einen tollen Tag miteinander zu verbringen. Dienstag ging es dann mitten in der Nacht los nach Berlin. Mit der Propellermaschine landete ich pünktlich um  8 Uhr in Tegel und konnte so bereits einen kleinen Streifzug durch Berlin machen, bevor das Programm startete…

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Das Line-up

Im Gepäck waren dieses mal die EOS M3, die neuste Version der spiegellosen APS-C Kamera, deren erste Version ich schon bei einem vergangenen Event testen konnte. Außerdem die EOS 750D und 760D und die neue Powershot N2. Ich konnte natürlich nicht alle Kameras ausführlich testen aber ein paar Eckdaten und markante Neuerungen zu den Modellen habe ich für euch.

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Das offenbar am häufigsten vermisste Feature an der ersten Version der N war, dass das Display nur um 90° aufgeklappt werden konnte. Selfies waren somit ein Blindflug. An der N2** wurde das nun behoben und das Display lässt sich nun komplett aufklappen und ermöglicht nun die „Selbstbetrachtung“. Wichtig vor allem für die Zielgruppe dieser Kamera!

EOS 750D und 760D
Für mich stellte sich zuerst die Frage, warum diese beiden Modelle parallel vertrieben werden. Und was an der 760D so revolutionär anders ist. Die 750D** ist mit den bisherigen Einsteiger-Kameras 450D, 550D, 650D etc vergleichbar. Sowohl von den Bedienelementen als auch Abmessungen.

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Die 760D** hingegen hat einen mächtigen Schritt nach vorne gemacht und ordnet sich nun im mittleren Segment der Produktpalette an. Sie ist nicht nur etwas größer und griffiger geworden sondern sie verfügt zudem auch noch über das von der z.B. 70D, 6D, 7D und 5D bekannte kleine Display am oberen Gehäuse, welches einen schnellen Überblick über die aktuellen Einstellungen ermöglicht. Außerdem findet man auf der Rückseite kein Steuerkreuz sondern ein Wahlrad. Ebenso ist das Modus-Rad mit den großen Modellen vergleichbar. Mit einem Mehrpreis von 50,- EUR gegenüber der 750D sollten sich ambitionierte Anfänger also eher für dieses Modell entscheiden.

EOS M3
Ich habe mich für den Tag mit einer EOS M3** ausgestattet, da ich auch zu Hause weg von den Spiegelreflex-Kameras hin zu den kleineren, kompakten und spiegellosen Modellen gewechselt habe und wissen wollte, wie Canon in diesem Segment performt. Und nicht zuletzt ob es Canon endlich geschafft hat, den Autofokus auf eine nutzbare und alltagstaugliche Geschwindigkeit zu bringen. Dieser war bei der M damals nämlich schlichtweg zu langsam.

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Und ja, es ist Canon gelungen. Der Autofokus ist endlich brauchbar schnell und sitzt dabei auch nach wie vor im Ziel. Das Display lässt sich nun ebenfalls ausklappen und auch in Selfie-Position bringen. Einen integrierten Blitz gibt es ebenfalls. Was mir aber nach wie vor fehlt ist ein Sucher. Deshalb bin ich die ersten Stunden auch wie ein Depp mit der Kamera vor dem Gesicht rumgelaufen und konnte nichts sehen… es gibt hier allerdings einen elektronischen Aufstecksucher.

Im Grunde eine solide, kompakte und spiegellose Kamera mit APS-C Sensor und Wechselobjektiven. Und wie Canon selbst sagt, das erste ernstzunehmende Modell in der spiegellosen Klasse. Der Anspruch ist allerdings nicht der, den DSLRs den Rang abzulaufen und somit ist die M3 auch keine Konkurrenz zu Sonys A7 oder Fujis X-T1. Klar, man möchte sich hier keine Konkurrenz im eigenen Hause schaffen. Steckenpferde bei Canon sollen die Premium-DSLRs bleiben. Die M3 ist eher als Alternative zur 750D und 760D zu sehen.

Alle Bilder in diesem Beitrag sind im übrigen mit der EOS M3 + 18-55 Kit Objektiv** und JPG ohne weitere Anpassung in Lr entstanden. Lediglich die Auflösung habe ich verkleinert.

Alle 3 Kameras kommen mit einer Begleiter-App herbei, welche nicht nur das Handbuch ersetzt sondern auch fotografische Grundlagen vermittelt. Außerdem sind die aktuellen Kameras mit WiFi ausgestattet, lassen sich über die jeweilige App ansteuern und auch NFC ist stets mit an Board.

Das Programm – Hidden Places

Das Motto stand und bestimmte den Tag. So standen einige Locations auf dem Programm, die man vor allem als Besucher in Berlin so nie alleine finden würde. Selbst einige Berliner in der Truppe kannten die Stationen nicht.

Café Botanico
…war die erste Station. Hinter einem kleinen Kaffee versteckt hat sich Martin hier seine kleine Oase eingerichtet. Urban Gardening lautet das Motto und man findet hier einen riesigen, über 1000m² großen, naturbelassenen Bio-Nutzgarten. Kräuter, Blumen, Früchte und Gemüse, bekannte und weniger bekannte Sorten werden hier angebaut und zu Salaten, Zutaten für die Pasta-Gerichte des Café oder hausgemachter Limonade verarbeitet. Sehr lecker und super interessant.

Klunkerkranich
…war Station Nummer Zwei und nicht weniger grün. Denn hierbei handelt es sich um einen Garten auf dem obersten Deck eines Einkaufszentrums. Früher war hier ein Parkdeck, heute reihen sich Pflanzenkübel und Sitzeecken aneinander. Eine grüne Oase ist entstanden. Dazu wird Club Mate serviert, Wlan gibt es auch und außerdem ein Rundumblick über die Stadt.

Old Smithy
… ist eine zwischen 400 und 600 Jahre alte (hier streiten sich die Gelehrten) Dorfschmiede inmitten des alten Böhmischen Dorfes in Rixdorf, Neuköln. Betrieben wird diese von einem leidenschaftlichen Messerschmied. Im Inneren scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, alles sieht aus wie früher… ein kleiner Exkurs in die Welt der Schmiedekunst inklusive.

Sage Restaurant
Abends ging es dann nach einer kurzen Auszeit zum Dinner ins Sage. Bilder hab ich leider keine aber lasst euch gesagt sein: Geile Location, klasse Crew, geniale Gimmicks und unfassbar gutes Essen. Solltet ihr also mal ein paar mehr Mark über haben – es lohnt sich!

Resümee

Es war wieder mal ein Fest! Alte Bekannte, mittlerweile gute Freunde und auch neue Gesichter getroffen. Eine gelungene Orga und ein tolles Programm, abgerundet mit perfektem Wetter. Danke an dieser Stelle an alle beteiligten für das Event und die Einladung. Ein besonderer Gruß in die Runde an Ben, Camillo, Timo, Milos, Robert, Barbara und Mario.

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Ben und ich haben uns für den Tag danach natürlich auch wieder ein üppiges Programm ausgedacht, wenn man doch schon mal in Berlin ist. Aber dazu in einem anderen Post mehr. Und zum Abschluss noch ein paar weitere Bilder des Tages…

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Kingkvist meets Richardson

Beim letzten Friday Night Shoot hatten wir das junge Label Kingkvist im Studio. Designer Tamo brachte zwei Modells mit und die Stilidee war „Richardson Style“ mit Ananas! Ein Stil den ich sehr sehr mag, gerne anschaue und schon lange mal ausprobieren wollte. Gesagt getan und hier die Ergebnisse!

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Und da zu einem echten Richardson Schooting auch immer (und vor allem) die Outtakes gehören, hier auch ein paar wenige die für die Öffentlichkeit freigegeben sind…

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Klettern auf Sardinien – der Reisebericht

Wie schon angekündigt, ging es vor kurzem nach Sardinien zum Klettern. Anreise haben wir mit einem VW Bus und via Fähre bewerkstelligt und untergekommen sind wir im Kletterparadies Cala Gonone. Aber hier die Details…

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Unterkunft / Ort

Als Unterkunft haben wir uns auf Empfehlungen hin für die Bugalows auf dem Campingplatz in Cala Gonone entschieden und im Nachhinein kann auch ich das uneingeschränkt weiterempfehlen. Wir haben Schlafplätze für 10 Personen benötigt, haben hierfür einen 3er, einen 2+3er und einen Zeltplatz gebucht und haben so das gesamte Angebot in Anspruch genommen. Die Lage innerhalb des Ortest ist super, man kommt zu Fuß zum Hafen und den Restaurants und auch zu einem der Supermärkte ist es nicht weit.

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Die Bungalows sind klein, zu zweit hat man gemütlich Platz, zu dritt wird es kuschelig aber man ist ja nur zum schlafen drin. Ausgestattet mit eigenem Duschbad und vor der Türe eine schöne, überdachte Veranda mit außenliegender Freiluftküche inklusive Kühlschrank und natürlich einem Tisch inkl. ausreichend Stühle.

Klettergebiete und Erreichbarkeit

Das Tolle an Cala Gonone ist, es ist umgeben von einer Menge Klettergebieten. Man fährt oft nur wenige Minuten und hat eine große Vielfalt an Sektoren und Routen zur Auswahl. Perfekt für den Kletterurlaub also und fern ab vom Pauschal- oder Strandtourismus. Ob man an einem Bergkamm, in einer Steilwand, direkt am Strand oder in einer etwas abgelegeneren Grotte klettern mag, in kürzester Zeit ist man am Fels. Wer möchte muss aber auch auf abenteuerliche Zufahrten und Zustiege nicht verzichten!

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Geboten wird eine Vielfalt an Felsarten und Charakteren. Von henkeligen Überhängen über griffige Platten bis hin zu kleingriffigen Steilwänden sollte hier für jeden Geschmack etwas zu finden sein. Gemeinsam haben alle Wände die durchgängig gute Sicherung mit ausreichend Bohrhaken und Umlenkern am Ziel.

Boote leihen

Da wir mit dem Wetter mehr als nur Glück hatten und es tageweise sogar bis über 35°C waren, haben wir uns für einen Tag zwei Motorboote ausgeliehen, für welche man glücklicherweise keinen Führerschein brauchte. Mit diesen darf man einen ziemlich weiten Küstenabschnitt selbst befahren, ankern wo man möchte  und auch an die verschiedensten Strände paddeln. Wir haben den Sprung ins kühle und paradiesisch türkise Meer bevorzugt und an einsamen, verlassenen Stränden angelegt, welche teilweise nur schwer übers Land erreichbar gewesen wären.

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Wenn ihr mich fragt auf jeden Fall Pflicht wenn ihr mal in Sardinien seid. Unendlich geil! Die Leihgebühr für den Tag (bis 18 Uhr) beträgt rund 80,- EUR und hinzu kommt der verfahrene Sprit. Lässt man es krachen wie wir, mit 5 Personen je Boot und stets Vollgas, kommt man hier aber auch mit 50,- EUR aus.

Wanderung

Außer klettern waren wir auch mal wieder wandern. Zur Routenauswahl haben sich schon auf Teneriffa die schwarzen Routen aus dem entsprechenden Rother Wanderführer bewährt. Und so hat sich auch auf Sardinien die Kombination aus zwei schwarzen Routen (22 + 23) als perfekt erwiesen.

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Nach einer idyllischen Anfahrt ins Landesinnere ging es eher gemütlich hinein in die Berge. Am oberen Einstieg einer Schlucht, der Gola de Gorroppeddu, ging es dann endlich mit mehr Nervenkitzel hinab. An manchen Stellen mussten wir uns sogar bis zu 12 Meter einen trockenen Abstieg abseilen. Ohne Seil ist diese Route also nicht zu bewältigen. Weiter entlang dem trockenen Flussbett durch die Wälder bis es am Ende der tiefen Schlucht dann ab in den Wald ging bis zu einer Steilwand, an deren Fuße wir auf Schäferstellungen mit aufdrapierten Tierschädeln trafen. Obwohl die komplette Wanderung perfekt mit Steinmännchen gekennzeichnet war, fanden wir hier zuerst nicht den Weg aus der Wand. Nachdem wir den Wanderführer nochmals zu Rate zogen, war es dann aber klar. Wir mussten die Steilwand hinauf und über eine 15 Meter über unseren Köpfen, in die Wand gebaute Treppe aus Felsen auf das Plateau über uns steigen. Abenteuerlich und atemberaubend zugleich. Von da ging es dann wieder den Steinmännchen entlang bis zu einer Bergstraße, welche uns wieder zurück zu unserem Bus brachte. Insgesamt waren wir rund 7h unterwegs.

Anreise via Auto & Fähre

Ja und dann war ja noch unsere Idee mit einem Bus anzureisen und die Fähre auf die Insel zu nehmen. Was auf dem Hinweg noch wunderbar klappte und auch zeitlich perfekt ablief war auf dem Rückweg ein wenig nervig. Man checkt also gegen Mittag aus der Unterkunft aus und fährt ca 1-2h auf der Insel bis nach Olbia zum Fährhafen. Dort verbringt man dann bis Abends zum boarden auf der Fähre seinen Tag in der Stadt. Womit dann auch schon der erste Tag der Heimreise vorbei wäre und man mehr Warte- als Reisezeit hatte. Über Nacht setzt die Fähre nach Livorno über, gegen 8 Uhr ist man auf der Straße und dann beginnt der eigentlich nervige Teil…

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Kommt man ohne Stau durch, braucht man ca 9-10 Stunden… wir haben aber natürlich das große Los gezogen und beim Umfahren des Staus auf dem Gotthard über den St. Barhardino eine Vollsperrung erwischt, weil ein werter Mitbürger meinte auf der kurvigen engen Bergstraße auch noch überholen zu müssen und einen Frontalunfall inkl Hubschrauberbergung verursacht hatte. Und so waren wir erst gegen Mitternacht nach ca. 14h Fahrt zu Hause. Die Anreise mit Bus und Fähre war ein Erlebnis und in ein paar Wochen oder Monaten sehe ich das sicher auch wieder entspannter… aktuell würde ich eher einen Flug und Mietwagen auf der Insel empfehlen.

Resümee

Wir hatten das Glück, dass wir Linda dabei hatten, die schon mal zum Klettern auf Sardinien war und uns so die tollsten Klettergebiete inklusive Anfahrt zeigen konnte. Nicht nur das, auch im Vorfeld sind wir direkt auf Cala Gonone und eben oben genannten Campingplatz hingewiesen worden. Und wie versprochen waren auch wir begeistert von Sardinien, Cala Gonone und allem drum und dran! Eine klare Empfehlung von mir und nicht vergessen – unbedingt ein Motorboot leihen!

Laura, Bengalos und eine verfallene Fabrik

Vergangenes Wochenende war ich mal wieder in Köln und habe den werten Ben besucht. Und wenn wir zusammen rumhängen, gehört auch immer ein Shooting dazu. So auch dieses Mal. Es ging also bepackt mit Bengalos, bei strömenden Regen los, Laura einsammeln und ab in eine verlassene und verfallene Fabrik. Eine Location genau nach meinem Geschmack! Aber seht selbst…

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Ben hat auch ein paar Making of Bilder gemacht. Danke dafür!

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Und ein großer Dank geht natürlich auch an Laura für die Geduld (mit Ben). 😉

Die Heydays, Palm Valley & der Dreher!

Vor kurzem haben meine beiden lokalen Lieblingsbands zusammen an einem Abend gespielt und so habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch meine Kamera mit auf das Double-Feature zu nehmen, um ein paar Impressionen festzuhalten. Und nicht genug die beiden Bands an einem Abend zusammen sehen zu können – nein! – auch ein echtes karlsruher Urgestein gesellte sich noch dazu. „Der Dreher“ gab sich die Ehre und feierte mit uns!

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Die Heydays findet ihr auf Facebook, im Netz und die aktuelle Platte findet ihr auf Bandcamp.

Palm Valley findet ihr ebenfalls auf Facebook, im Netz und die aktuellen Aufnahmen auf Soundcloud.

Und die Bilder des Abends…

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Und wer den Dreher nicht kennt, sollte sich mal folgende Reportage über ihn anschauen! Ein Urgestein und Unikum. Gehört zur karlsruher Musikszene wie die Pyramide oder das Schloss zum Stadtbild.

Die Straßen von Valencia

Während ich zu Las Fallas in Valencia war, waren die Straßen voll mit den unterschiedlichsten Leuten und nicht so alltäglichen Szenerien. So bin ich natürlich auch mit einigen Bildern zum Thema „Street“ nach Hause gekommen, die ich hier zeigen möchte.

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Vielen ist Valencia zudem für seine Streetart bekannt. Nicht die üblichen Graffiti die viele von der heimischen Haltestelle kennen. Nein. Hier sind echte Künstler am Werk und man bekommt die ganze Palette an Techniken und Stilen zu sehen. Nach wenigen Tagen erkennt man die Handschrift der Künstler wieder und findet immer wieder Serien. Hat man etwas für Kunst dieser Art übrig, wird man hier Tage verbringen können und immer noch neue Arbeiten finden, bewundern und fotografieren können.

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Tropfenfotografie mit dem Raspberry Pi

Zum letzten Friday Night Shoot haben Markus und Lennart ihre Stationen zur Tropfenfotografie im Studio aufgebaut und einen kleinen Workshop dazu gegeben. Von der Planung über die Theorie bis zur praktischen Umsetzung mit eigenen Ergebnissen sollten keine Wünsche offen bleiben. Und da Tobis Raspberry Pi Projekt hier so gut ankam, konnte ich auch Markus für einen Gastbeitrag zur Tropfenfotografie mit dem Raspberry Pi gewinnen.

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Dies ist ein Gastartikel von Markus May

Als begeisterter Makro-Fotograf kam ich irgendwann auch auf die Idee mich mit Wassertropfen zu beschäftigen. Erste Versuche mit mit einer Plastiktüte, die von der Decke hängt und bei der ich die Kamera von Hand auslösen musste, waren sehr Zeitintensiv und von wenig Erfolg gekrönt. Als ich 2013 einen Vortrag von Tobias Bräuning hören durfte, wuchs der Wunsch weiter solche Fotos selbst zu machen. Als ich dann noch einen Raspberry Pi geschenkt bekommen habe, musste ich die ganze Sache konkret angehen. Schnell wurde ich fündig und so habe ich mich überwiegend an die Anleitung von David Hunt gehalten.

Die Schaltung, der Aufbau und das Programm

Gehirn und Schaltzentrale meines Aufbaus ist wie schon erwähnt ein Raspberry Pi Model B+**. Die angesteuerten Ausgänge wiederum sind auf einem Experimentierbrett (Breadboard)** mit den nötigen Schaltungen verkabelt, welche wiederum die beiden Magnetventile zur Tropfenerzeugung, die Kamera auslösen und die Blitze via angehängtem Funktrigger** ansteuern.

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Mit ein paar Dachlatten, Schauben und Brettern habe ich ein Gerüst für den Aufbau und aus PET Flaschen, etwas Aquariumschlauch und zwei Alurohren habe ich zwei Mariottesche Flaschen gebaut. Diese braucht es, um eine ständig gleiche Fließgeschwindigkeit zu erhalten, unabhängig vom Füllstand der Flasche.

Tropfen_RPi-7091Da nun die Schaltung stand ging es nun an die Ansteuerung bzw. Programmierung aller Komponenten. Da der Raspberry Pi ein eigenständiger kleiner Rechner ist, lässt sich an ihm ein Monitor, Tastatur und Maus anschließen und somit auch ein kleines Programm entwickeln. Ich möchte jetzt nicht zu tief in die Programmierung einsteigen, deswegen hier nur der theoretische Aufbau.

  • Kamera auslösen, Belichtungszeit 1 sek
  • Warten
  • Ventil für wenige Millisekunden öffnen, Dauer bestimmt die Größe des Tropfens
  • Warten
  • Zweites Ventil für wenige Millisekunden öffnen
  • Warten
  • Blitze auslösen (hier entsteht das eigentliche Bild)
  • Kamera schließen

Im Programm kann man jedem der oben aufgezählten Punkte eine Zeit mitgeben. Und genau diese Zeiten sind es, mit denen man experimentieren muss um am Ende das gewünschte Ergebnis zu bekommen.

Die Praxis

DropShotGif1_1000_500Da nun alles stand, brauchte es nur noch Zeit und viel Geduld. Zuerst ging es darum saubere einzelne Tropfen zu erzeugen. Hier spielen maßgeblich die Dauer, die das Ventil offen ist, der Wasserdruck, sowie die Konsistenz des Wassers (hierzu später mehr) eine Rolle. Ist dieser Tropfen gefunden, kann man sich auf die Suche nach dem Einschlag auf der Wasseroberfläche machen, danach folgt die Krone und zu guter Letzt die Säule. Letzteres ist mein erstes Zwischenziel zum gewünschten TaT, “Tropfen auf Tropfen” wie man im “Fachchargon” sagt. Nun folgt der eigentlich schwierigste Teil, da man einen zweiten Tropfen genau so schalten muss, das dieser exakt am höchsten Punkt des ersten Tropfen einschlägt, um dann die gewünschte Skulptur zu erzeugen. Hat man diese jedoch einmal gefunden, lässt sich diese beliebig oft wiederholen, vorausgesetzt die Parameter bleiben ähnlich.

Nach mehreren erfolgreichen Versuchen mit reinem Wasser ging es daran, die Konstellation zu verändern. Wir wollten buntes Wasser, größere Tropfen und somit spektakulärere Skulpturen. Zum Einfärben haben sich in Wasser aufgelöst Wasserfarben als gut erwiesen. Aber auch Milch oder Sahne lassen sich über die Lichtfarbe effektiv verändern. Um die Konsistenz des Wassers zu verändern haben wir uns Guarkernmehl aus dem Reformhaus bedient. Es dickt das Wasser an, sodass sich größere Tropfen erzeugen lassen. Zudem entstehen beim Kollidieren der Wassertropfen konstantere Wassernetze/-flächen.

Was nun noch fehlt ist eine ansprechende Beleuchtung und Perspektive/Bildausschnitt. Für die Beleuchtung wird auch im Studio mit Systemblitzen gearbeitet, da diese die benötigte kurze Abbrenndauer haben um den Tropfen und somit das Bild scharf und ohne Bewegungsunschärfe einzufrieren. Hier habe ich mir farbige Folien besorgt, die ich vor den Blitzen anbringen kann. Hier werden mindestens zwei Blitze verwendet, einen zur Ausleuchtung/Einfärbung des Hintergrunds und einen zum festhalten/einfrieren der Wassertropfen. Bei Ausleuchtung, Bildausschnitt, Hintergrund, Spiegelung kann man nun seiner Kreativität freien Lauf lassen.

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Workshop Resümee

Nach mehreren Abenden zuhause und gemeinsamen mit Lennart, an denen wir unsere Erfahrungen austauschten und Aufbauten verbesserten, wurden wir von Tom gefragt, ob wir nicht einen Workshop halten wollten. Er musste uns nicht lange bitten und so fand beim letzten Friday Night Shooting bei den LightGIANTS unser Workshop statt.

Nachdem Lennart und ich unsere Apparaturen aufgebaut hatten, erläuterten wir den Teilnehmern die Schaltungen, unsere Herangehensweise und das Programm zur Steuerung. Schnell fanden sich alle zurecht und fingen an mit unserer Unterstützung eigene Ideen umzusetzen. Gemeinsam feilten wir am Timing, der Kameraposition, dem Blitzaufbau, diskutierten angeregt über die Möglichkeiten und hatten einfach einen tollen Abend zusammen.

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Lennart hat das Ganze mit einem Arduino realisiert und seine Erfahrungen hier veröffentlicht.
Christine, von der die Ergebnisbilder in diesem Beitrag sind, hat ihre Erfahrungen hier geschildert.
Die Behind the Scenes Bilder in diesem Beitrag sind von Tom.

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