Im Studio mit Marlen und Ulli

Seit der letzten Session im Studio sind schon wieder ein paar Wochen vergangen und so war ich am Montag endlich mal wieder mit Marlen, Ulli und Scott zum Shooting verabredet. Es ging darum einige neue Lichtsetups auszutesten und ich konnte so auch endlich mit dem Ringlicht arbeiten. Insgesamt wurden es 4 Sets und für eine Spontanaktion bin ich mit den Ergebnissen zufrieden.

Marlen Ulli 1012073 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012070 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012200 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012168 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012176 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012098 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012058 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012295 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli Marlen Ulli 1012282 845x562 Im Studio mit Marlen und Ulli

Vielen Dank an Marlen und Ulli für die schönen Motive und an Scott für die Organisation im Vorfeld.

Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin

Letzte Woche war ich auf einen Sprung in Berlin. Grund dafür war die Vorstellung der neuen Canon 7D Mark II. Canon lud ins Classic Remise ein, um in gebührender Kulisse die Features der zweiten Auflage der 7D ausgiebig zu testen. Und so stand neben der ohnehin coolen Location und den vielen unbezahlbaren und fotogenen Karossen, auch noch der erfahrene und kommunikative Sportfotograf Richard Walch mit Rat und Tat zur Seite.

7DmkII 1010 800x600 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin

Das Schlüssel-Feature der 7D Mark II sollte an diesem Tag die Aufnahmerate im Highspeed Modus von 10 Bildern in der Sekunde sein. Und wie könnte man das besser testen als mit sich schnell bewegenden Modellen. Und so standen BMX Flatland Profi Chris Böhm, zweifacher Breakdance Weltmeister und Mitglied der berühmten Flying Steps Killa Sebi und Tänzerin und Choreografin Katja Morozova als Models vor der Kamera und taten ihr Bestes, schnelle Bewegungen in die Sets zu bringen.

Meine Highlights der neuen 7D Mark II

  • 10 Bilder in der Sekunde
    Eine ungemeine Arbeitserleichterung in sich schnell bewegenden Umgebungen und Sets. Hiermit tuen sich völlig neue Möglichkeiten auf. So haben wir bei starken Dauerlicht fotografiert, um nicht von der Refreshrate der Blitzköpfe abhängig zu sein und auch zu mehrt fotografieren zu können. Ein erhöhter ISO Wert bis 6400 stellte hier keinerlei qualitative Einschränkung dar.ballet Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin
  • Erweiterte Möglichkeiten zur Mehrfachbelichtung (Additiv, Durchschnitt, Hell, Dunkel)
    kreativ eingesetzt lassen sich hier richtig abgefahrene Bilder direkt aus der Kamera erzeugen. Mit dieser Funktion hatte ich tatsächlich am meisten Spaß. Danke an Camillo für die zündende Idee.7DmkII 1646 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin
  • 7DmkII cableprotector Bild 278x180 Mit der Canon EOS 7D Mark II in BerlinDer mitgelieferter Cable Protector
    Ihr kennt das vielleicht: Teathered fotografieren im Studio mit einem USB Kabel oder das angeschlossene HDMI Kabel des externen Monitors beim Videodreh oder in der Fotobooth. Endlich kein versehendliches abrutschen des Kabels und kein Risiko mehr bei Stolperfallen. Alles sicher fixiert und zwar richtig. Super System, gut umgesetzt und im Lieferumfang enthalten! Find ich gut.
  • 65 Autofokusfelder und alle 65 sind Kreuzsensoren
    Die Felder reichen zudem bis fast an den Bildrand. So kann die Kamera ein sich schnell bewegendes Objekt komplett durch das Bild im Fokus behalten. Funktioniert super!
  • Der intelligente Sucher
    Hier kann man sich auf Wunsch mit einem transparenten LCD, welches im Sucher platziert wurde, diverse Informationen einblenden lassen. So z.B. eine elektronische Wasserwaage, ein Gitternetz, den Aufnahmemodus, die AF-Felder, eine Belichtungs-Messwaage, die Belichtungskorrektur und/oder Warnhinweise.
  • Die Haptik
    Die 7D Mark II fühlt sich wie die Großen an und das ist sie auch. In der Hand konnte ich keinen wirklichen Unterschied zur 5D Mark III bemerken. Sie besitzt ebenfalls ein Magnesium-Gehäuse und die Neuen (und neu platzierten) Bedienelemente gewährleisten eine schnell und intuitive Bedienung, die bei mir schon nach wenigen Minuten saß.
  • Besserer Wetterschutz, umfangreiche Abdichtung des Gehäuses.
    In Kombination mit den ebenfalls abgedichteten L-Linsen, sollte man also auch in dieser Klasse schon auf der sicheren Seite sein und der ein oder andere Regenschauer und das Arbeiten in raueren Umgebungen kein Problem sein.
  • Eingebautes GPS
    Genial auf Reisen und generell unterwegs. Man kann die Bilder mit einem Geotag versehen oder einen Track aufzeichnen, die Daten auf der gleichen Speicherkarte oder gesonder von den Bilder speichern lassen.

Verbesserungen 7d 278x155 Mit der Canon EOS 7D Mark II in BerlinHier noch eine Übersicht der markantesten Verbesserungen gegenüber der ersten Version der 7D. Man sieht, es sind einige bemerkenswerte Änderungen gegenüber dem ersten Wurf.

Den Rest entnehmt ihr am Besten den technischen Daten direkt auf der Produktseite.

Resümee

Ich denke, mit der EOS 7D Mark II** ist Canon ein guter Wurf gelungen. Wenn es darum geht den richtigen Moment einzufangen und dies beim ersten Versuch gelingen muss, sind die 10 Bilder in der Sekunde das Killerfeature. So sehe ich den hauptsächlichen Einsatzbereich der Kamera im Sport, Wildlife und in ähnlich schnellen Reportage-Umgebungen. Hier spielen auch die bessere Abdichtung des Gehäuses, unter Umständen der Cropp-Sensor (x1,6) so wie das eingebaute GPS ihre Vorteile aus. Aber auch die Videofeatures sind auf dem aktuellsten Stand. Hier wurde nichts ausgelassen und ein dickes Paket geschnürt.

Mit einem angesetzten Preis von 1699,- EUR ist sie nicht ganz billig aber die Features und Spezifikationen überzeugen. Und die entsprechende Zielgruppe wird die Vorzüge auch zu schätzen wissen. Wo sich der Straßenpreis einpendeln wird, bleibt abzuwarten.

Für weitere, spezifische Details und Laborergebnisse gibt es sicher andere bewährte Quellen. Aus meiner Sicht kann ich abschließend sagen, ich hatte wirklich einen riesen Spaß, habe etwas für mich absolut Neues fotografiert und konnte sehen, welche Möglichkeiten einem alleine die Features der Kamera ermöglicht haben. Ich fand es interessant mal in eine neue Welt hineinschauen zu können und danke hier auch vor allem Richard für die Tipps und Anekdoten.

Eine weitere Review könnt ihr bei Camillo finden, mit welchem ich mir eine Kamera an diesem Tag teilte.

7DmkII 0873 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1688 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 0886 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 0916 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 0931 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1252 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1320 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1335 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1358 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1508 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1420 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1646 2 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1648 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin 7DmkII 1649 845x563 Mit der Canon EOS 7D Mark II in Berlin
**Amazon Affiliate Link

Halloween Photobooth + Video

Vielleicht hat es der ein oder andere schon vermisst, aber natürlich gab es auch auf der Halloween Party wieder eine Photobooth. Mangels extra Raum haben wir as ganze kurzerhand in den Flur verbannt und den Trigger mitten in den Weg gelegt. Aber schaut selbst…

halloweenbooth2014 3416 845x563 Halloween Photobooth + Video

…und weil es so schön war, gibt es alle Bilder des Abends als Zeitraffer-Video.

Und hier eine kleine Auswahl der Bilder…

halloweenbooth2014 2953 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 2990 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3051 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3103 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3114 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3134 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3150 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3168 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3178 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3228 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3241 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3255 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3307 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3339 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3349 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3363 845x563 Halloween Photobooth + Video halloweenbooth2014 3402 845x563 Halloween Photobooth + Video

Halloween Portraits

Ich bin ja in der glücklichen Lage, dass es in meinem Freundeskreis jährlich zu Halloween immer eine große Party gibt. Ich hab hier ja schon das ein oder andere Mal berichtet. Alles wird dekoriert, es werden immer ein paar coole Besonderheiten aufgebaut und alle kommen verkleidet und feiern. Ich war mit der Kamera dabei und habe eine kleine Portraitserie zusammengestellt.

halloween2014 1011140 845x562 Halloween Portraitshalloween2014 1011134 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011145 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011147 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011160 845x562 Halloween Portraitshalloween2014 1011128 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011159 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011170 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011196 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011222 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011223 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011219 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011268 845x562 Halloween Portraits halloween2014 1011342 845x562 Halloween Portraits

Hinweis: Leider funktionieren die Kommentare aus bislang unerfindlichen Gründen sporadisch nicht. Daher habe ich diese bis auf Weiteres deaktiviert. Kommentare gehen wieder!

Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes

Neben der Teide Besteigung haben wir wie schon erwähnt auch noch weitere Wanderungen auf dem Programm gehabt. Ein weiteres Highlight war die wirklich abenteuerliche Wanderung durch die Barranco Seco, eine Schlucht eines mittlerweile ausgetrockneten Bergflusses, weiter entlang der Steilküste von Los Gigantes, gut 200 Meter über dem Meer.

los gigantes 1010897 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes

In das obere Ende der Barranco Seco Schlucht gelangt man über einen ca 1,2km langen, stillgelegten Versorgungstunnel. Der Eingang befindet sich versteckt hinter ein paar baufälligen Baracken im Hinterland von Tamaimo, einem kleinen, verschlafenen Bergdorf. Dieser ist nicht weiter versperrt, das Tor steht weit offen, also schnallten wir die Stirnlampen auf den Kopf und machten uns auf den Weg entlang an alten schmalen Lohren-Gleisen durch die absolute Dunkelheit. Es war ein sonderbares Gefühl. Der Tunnel war vielleicht gerade einmal 1,2 Meter breit und man konnte meist aufrecht gehen. Da wir aber eine Gruppe von 7 Personen waren, fühlten sich alle sicher. Dennoch waren wir froh das Ende des Tunnels nach rund 20 Minuten erreicht zu haben. So standen wir anschließend am oberen Rand eines ausgetrockneten schmalen Flussbettes, welches direkt steil abfiel und die nächsten Minuten unseren Pfad darstellen sollte.

Einige Geröllfelder, leichte Kletterpassagen und beherzte Sprünge galt es zu nehmen. Unterwegs fanden wir auch die alten, zerbeulten und auseinander gebrochenen Lohren wieder, die irgendwann jemand  aus dem Tunnel das Tal hinunter geworfen haben muss. Fest eingebacken in das Flussbett bekam man eine Idee davon, wie das Wasser hier ins Tal hinunter gestürzt sein muss. Nach kurzer Zeit kamen wir an eine in den Fels gemauerte Baracke, welche eine Pumpstation gewesen sein muss. Zumindest lassen die geplünderten Motoren im Inneren darauf schließen. Eine unwirklich wirkende Szenerie. Aufregend interessant und trostlos zugleich.

Ein weiteres Highlight entlang des Tales – mittlerweile führte uns ein Pfad etwas oberhalb des Flussbettes weiter hinab – war eine Abzweigung vorbei an einem früheren Wasserfall, wo das hinabstürzende Wasser einen natürlichen ausgewaschenen Pool hinterlassen hat, hin zu einem natürlichen riesigen Steinbogen. Aber auch sonst war die mächtige Landschaft um uns herum unglaublich beeindruckend. Vorbei an riesigen Kakteen und ausgetrockneten Dornenbüschen, immer wieder entlang alter, baufälliger Wasserkanäle, mit dem ständigen Ausblick auf das Meer am Ende der Schlucht

Bis hinab zum Meer führte uns unsere Tour allerdings nicht. Irgendwann ging es durch einen weiteren, etwas kürzeren Tunnel raus aus dem Barranco Seco Tal. Am Ende des Tunnels fanden wir uns auf einmal mitten in der Steilwand des Acantilado de Los Gigantes wieder. Rund 200 Meter steil unter uns lag der Atlantik, über uns befanden sich nochmals rund 200 Meter Steilwand. Uns bot sich eine atemberaubende Aussicht in dieser schwindelerregenden Höhe. Und plötzlich fühlte man sich ganz klein. Unser Ziel, den Ort Los Gigantes hatten wir direkt im Blick und so ging es rund eine Stunde in der prallen Sonne, die Steilküste den luftigen, mal breiten und mal unangenehm steil abfallenden Quergang entlang, bis wir endlich die ersten Häuser von Los Gigantes erreichten. Bis dahin ist uns auf der rund 5 stündigen Wanderung keine Menschenseele begegnet.

Resümee

Es war ein wirklich atemberaubendes Erlebnis fernab aller touristischen Routen. Die Tour selber ist in diversen Wanderführern und -portalen als schwarz oder gar T6 gekennzeichnet und bedarf definitiv einen sicheren Tritt und Schwindelfreiheit. Dafür wird man mit einem echten Abenteuer und beeindruckenden Szenen belohnt.

los gigantes 1010783 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010796 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010814 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010815 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010830 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010836 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010839 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010863 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010866 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010873 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010875 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010883 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010893 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010915 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010922 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010928 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010938 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes los gigantes 1010946 845x562 Durch den Barranco Seco nach Los Gigantes

Zu Fuß auf den Teide (3718m)

Wie so oft begann alles mit einer Schnapsidee. Ich wollte schon seit Langem mal die Erfahrung mit Bergsteigen in Höhen über 3000 Meter machen, da ich nicht wusste wie mein Körper auf die Höhe reagiert, fand ich den Teide besonders reizvoll, da er zu dieser Jahreszeit ohne die zusätzliche Schwierigkeit eines Schneefeldes oder Gletschers zu besteigen ist. Und so war er mit 3718m bestens für diese Erfahrung geeignet. Ich zögerte also nicht lange als ich gefragt wurde ob ich mit will. Billigfluege gebucht und ab dafür… Es sollte natürlich nicht die einzige Wanderung bleiben aber es war der Hauptgrund für den einwöchigen Aktivurlaub auf Teneriffa. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

teide 1010654 2 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m)

Die Anfahrt

Wir sind also früh aufgestanden und mit dem Auto rauf, an der Talstation der Teide-Seilbahn vorbei, bis zum Parkplatz Entrada Montaña Blanca auf rund 2180m gefahren, wo wir unseren Aufstieg gegen 8:30 begonnen haben. Allein die Autofahrt dahin war schon ein Erlebnis. Man fährt quasi auf Meeresniveau los, durch den Wolkengürtel, welche zu dieser Jahreszeit ständig die freie Sicht zum Gipfel von der Westküste Teneriffas verdeckt, hindurch und immer weiter hinauf, bis man auch die Baumgrenze hinter sich gelassen hat. Man durchquert weite Lavafelder die so unwegsam sind, das man sich nur wünscht nicht von der Straße abzukommen. Die Landschaft wird immer karger und bald schon sind zwischen den hell- und dunkelbraunen, weiten Flächen nur noch wenige, sperrige grüne Fleckchen auszumachen.

Der Aufstieg und meine Erfahrungen

Die ersten ~4,5km ging es noch entlang eines breiten Weges, welcher auch noch mit dem Geländewagen befahrbar wäre. Die Steigung ist recht gering, es ist wenig anstrengend und wir hatten so auch den ersten Abschnitt in ca. einer Stunde geschafft und befanden uns auf rund 2700m. Hier wiegt man sich leicht in Sicherheit, aber nun ging es erst richtig los…

Der Pfad schlängelte sich nun stetig, in kleinen und engen Serpentinen, durch das ansonsten unwegsame Lavagestein nach oben und gewinnt immer schneller an Höhe. Die Landschaft wechselt von rauen, zerklüfteten Lavaspitzen, über ebene Flächen, vorbei an mal kleinen und mal gigantischen Brocken. Ab rund 3000m habe ich angefangen die Höhe langsam zu merken und musste aufpassen nicht zu hastig zu laufen. Immer einen kleinen Schritt nach dem anderen, nicht zu große Stufen nehmen, nach einem anstrengenden Stück eine kurze Pause machen und schauen das der Puls schön unten bleibt und nicht in die Höhe schnellt. Es galt den eigenen Rhythmus zu finden und sich nicht hetzen zu lassen.

Bei rund 3260m haben wir das Refugio de Altavista erreicht und eine kurze Vesperpause eingelegt. Will man morgens den Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Teide sehen, muss man am Vortag genau hier zum Übernachten einchecken, um von hier in der morgendlichen Dunkelheit aufbrechen zu können.

Nun ging es mit nahezu permanentem Ausblick auf das Ziel, den Gipfel steil und schnurstracks bergauf bis auf 3550m, die Höhe der Aussichtsplatform und Gipfelstation der Seilbahn. Und genau hier, ab rund 3450/3500m, habe ich meine Grenze für den Tag offenbar erreicht. Ich war permanent außer Atem, konnte keinen richtigen Rhythmus mehr finden, musste nach kurzen Abschnitten immer wieder kleine Pausen einlegen und mich wirklich nach oben quälen.

Endlich angekommen wurden wir mit dem tollen Anblick von buntem Touristentreiben belohnt und teilten uns den fast ebenen 500m Restweg von Aussichtsplatform zur Bergstation, mit FlipFlop und Ballerina beschuhten Besuchern, die uns verwundert anschauten, warum wir denn so drecking, verschwitzt und overdressed sind.

Das letzte Stück von der Bergstation hoch zum Gipfel am Kraterrand darf man ausschließlich mit Genehmigung begehen, welche man im Vorfeld kostenfrei anfordern muss. Dies hatten wir getan und so ging es nach einer ausgiebigen Verschnaufpause die letzten aber nicht zu unterschätzenden 200m, vorbei an schwefelig stinkenden, gelb gefärbten Lavaformationen, welche unangenehm warme Luft ausstoßen, hoch auf den Pico del Teide. Mit seinen 3718m der höchste Berg Spaniens.

teide 9319 845x563 Zu Fuß auf den Teide (3718m)
Gipfelfoto: Thorsten Rüger

Nach dem obligatorischen Gipfelschnaps, der zusammen mit der Aussicht auf baldigen Abstieg, mein pochendes Kopfweh direkt deutlich lindern konnte und ein paar ausgiebig zelebrierten Gipfelfotos, ging es schnell wieder runter zur Gipfelstation. Ich wählte von hier den Weg mit der Seilbahn nach unten, während ein Teil der Truppe den rund 4 Stündigen Abstieg über den benachbarten Pico Sur anging.

Deine Outdoor-Plattform zur Tourensuche und RoutenplanungMehr erfahren >

Resümee

Die Rahmenbedingungen sind so sicher nicht häufig anzutreffen. Zwar gab es weder ein kräftezehrendes Schneefeld, noch einen Konzentration fordernden Gletscher aber dafür findet der komplette 5 stündige Aufstieg in der prallen Sonne, zwischen sich aufheizendem Lavagestein statt und geht ohne nennenswerte Ausnahme, permanent nur nach oben. Kein Tal, keine Verschnaufpause immer nur rauf, rauf, rauf.

Unsere Variante, quasi in 6-7 Stunden vom Meeresspiegel rauf auf den 3718m hohen Gipfel ohne jegliche Akklimatisierung, ist vielleicht auch nicht die vorbildlichste Version gewesen, um zu schauen, wie man mit der Höhe klar kommt. Vielleicht hat mir auch genau das so zu schaffen gemacht.

Welche Schlüsse ich nun aus der Erfahrung ziehe, ob das mein erster und letzter Berg dieser Höhe oder erst der Anfang war, das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall hat mir das Erlebnis großen Respekt eingeflößt und ich kann mir nun zumindest ansatzweise vorstellen, was es heißt, auf 4000m Mountainbike zu fahren oder sogar einen 8000er zu besteigen.

teide 1010589 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010604 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010615 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010625 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010635 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010638 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010671 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010683 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010700 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010705 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010710 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010723 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010747 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010748 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide  845x164 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010728 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010744 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010734 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010736 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010742 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m) teide 1010750 845x562 Zu Fuß auf den Teide (3718m)