London kurz und bündig – Der Reisebericht

London stand schon lange auf meiner ToVisit Liste und im Gegensatz zu den meisten, ging unsere Klassenfahrt in der Schule damals nach Prag und nicht in die Hauptstadt Englands. Und obwohl ich wirklich viel reise, war es tatsächlich mein erster Besuch dieser Welt-Metropole. Hotspots muss man nicht lange suchen, Geheimtipps gibt es quasi keine mehr. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, sich zu entscheiden, was man denn überhaupt alles sehen und erleben will.

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Wir hatten Glück mit dem Wetter – Sonne satt. Neben den Klassikern ala Big Ben, Tower Bridge und Buckingham Palace, welche man mal gesehen haben muss und dem Kulturprogramm wie z.B. Tate Modern haben wir natürlich auch ein Musical besucht und sind durch die verschiedenen Viertel Londons gezogen. Achja, und shoppen… ganz wichtig! Und da ich euch sicher nicht all die üblichen Tipps aufzählen muss und ihr euch wahrscheinlich so wie so alle besser in London auskennt als ich, beschränke ich mich auf meine persönlichen Highlights.

Highlights

Definitiv sollte man sich etwas Zeit nehmen und durch die Straßen von Soho und Chinatown ziehen. Als Kontrast zu den ganzen riesen Läden auf der Oxford Street, besticht dieser Stadtteil mit allerhand kleinen Shops und Boutiquen, Plattenläden, Pubs und Imbissen. Multikulti und Alternativ. So zieht diese Gegend natürlich auch allerhand kreative Menschen an und das merkt man sofort. Weiter war auch unser Besuch der Portobello Road mit ihrem Straßenmarkt und den unzähligen kleinen Läden und vielen Antiquitäten in Mitten des beschaulichen Viertels Notting Hill definitiv einen Besuch wert.

Als Musical haben wir uns für Billy Elliot entschieden und wir wurden natürlich nicht enttäuscht. Besonders erwähnenswert finde ich aber, dass die Besetzung dieses knapp 3 stündigen Musicals zur Hälfte aus Kindern (ca 6 bis 12 Jahre vielleicht, also wirklich jung) bestand. Was das Ganze noch einen Tick beeindruckender machte. Nicht zu viel Schnulze, nicht zu viel Getanze, die gelungene Mischung aus Humor, Gesang, Orchester und Geschichte gewürzt mit einem wirklich pfiffigen Bühnenbild.

Und speziell für Fotobegeisterte kann ich auf jeden Fall einen kostenlosen und sehr lohnenswerten Abstecher in “The Protographers Gallery” in Soho empfehlen. Sehr stylish präsentierte und stetig wechselnde Foto-Ausstellungen und einen tollen kleinen Shop im Keller mit Prints, ausgefallenen Fotobüchern und dem ein oder anderen Kamera-Schatz. Ausserdem empfehle ich den Buch-Shop im Tate Modern. Hier findet man so ziemlich jedes denkbare Fotobuch und meist auch ein offenes Ausstellungsexemplar. Man muss direkt aufpassen die Zeit nicht zu vergessen.

Resümee

Die Menschenmassen in den Straßen, die Menschendichte zur Rush Hour, die kompakte Innenstadt und die Menge an Sehenswürdigkeiten, alles vergleichbar mit New York. Und dennoch gewaltig unterschiedlich. Während ich in New York nach kurzem schon mit dem Strom mit fließen konnte, mich trotz Menschenmassen wohl fühlte, wollte mir das in London selbst am Ende der Woche nicht gelingen. Und trotzdem fand ich London sehr interessant und sehenswert. Es ist eine dieser Städte, die man nur schwer beschreiben oder bebildern kann. Man muss die Stadt erleben und sich treiben lassen. Klingt schnulzig, ist aber wirklich so. Nicht zu viel planen, ein paar Eckpunkte aufschreiben, ab nach London und schauen wo es einen hintreibt.

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Unterwegs in den Straßen von London

Der ein oder andere hat es vielleicht mitbekommen, ich war letzte Woche in London. Und wer schon einmal selbst in Londons Straßen unterwegs war, der weiß, dass sich dort die unterschiedlichsten Menschen, Dinge und Merkwürdigkeiten vermischen. Ich hab also auch kurzerhand versucht ein paar Szenen einzufangen und möchte euch hier eine kleine Auswahl zeigen.

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Welches Bild gefällt euch am Besten? Ab damit in die Kommentare. Mein Favorit ist “Mario” mit seinem begeisterten Gesichtsausdruck!

Karlsruher Mess’ mal anders…

Zwei Mal im Jahr, Frühling und Herbst, findet die Karlsruher Mess’ (aka Kirmes, Jahrmarkt) statt. Aktuell ist es wieder soweit und das Riesenrad ziert ein weiteres Mal das Stadtbild von Karlsruhe. Ich selbst bin irgendwann aus dem Thema raus gewachsen und seither empfand ich einen Besuch eher als stressig und äußerst anstrengend. Das Publikum eines solchen Events ist auch manchmal sehr speziell und liefert für manchen den idealen Schauplatz für eine ausgiebige Street Photo Session. Nicht so für mich, ich wollte die Mess’ in Ruhe erkunden und stattete ihr, außerhalb der Öffnungszeiten einen Besuch ab…

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Irgendwie war es seltsam und befremdlich durch die verlassenen, sonst mit Menschenmengen gefüllten und mehrfach beschallten Gänge des Messplatzes zu schlendern und der Stille zu lauschen. Hier und da wurde bereits der Stand für den späteren Ansturm hergerichtet oder noch die Spuren des Vortages beseitigt. Aber am verwunderlichsten fand ich, dass die Mess’ dennoch keine Ruhe ausstrahlte. Im Gegenteil. Trotzdem keines der Lichter blinkte, keins der Karussells sich drehte, aus keiner Box ein Mux kam und ich die breiten Gassen für mich alleine hatte, war alles irgendwie dennoch laut und hektisch aber auf eine andere, rein visuelle Weise.

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Leipzig mal anders: Zollschuppenstraßenfest

Letzte Woche ging es für einen Wochenend-Trip nach Leipzig. Auslöser war meine Freundin, welche ihren früheren Mitbewohner besuchen wollte und als ich die Erzählungen der letzten Besuche hörte, war ich sofort begeistert. Und so buchten wir für eine Übernachtung ein Hotel, die Zweite “würden wir dann schon unterkommen”. Nachdem wir Freitag und Samstag also die üblichen Ecken abgeklappert, gemütlich gefrühstückt und ausgiebig die Innenstadt erkundigt hatten, ging es dann auf Richtung Plagwitz – ehemals Industrie- und Arbeiterviertel, ist es nun zum Künstlerviertel avanciert…

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Zollschuppenstraßenfest

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Das Wochenende wählten wir nicht zufällig, es sollte genau dieses sein. Das Zollschuppenstraßenfest stand an und Viktor, besagter guter Freund, lebt genau in dieser Straße. Alternatives Wohnen, bezahlbarer Wohnraum, soziokulturelle Arbeit, all das und vieles mehr sind Inhalte und Ziele des Zollschuppen e.V. welcher auch seit 2004 eben dieses Straßenfest veranstaltet.

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Von einigen sicher als Hippies betrachtet, war es für mich eine wirklich aufschlussreiche Erfahrung mit tiefen Einblicken hinter die Fassaden und einigen aufschlussreichen Gesprächen und Beobachtungen von interessanten Ansätzen. Ein kleiner Mikrokosmos, der in sich perfekt zu funktionieren schien. Was mir aber vor allem auffiel war, wie entspannt und zufrieden hier alle aussahen, wie unkompliziert und effektiv alles realisiert wurde und wie ausgelassen, sorglos und frei sich die Kinder bewegen konnten. Harmonie und Euphorie wohin man schaute.

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Ich habe versucht es mit meinen Bildern einzufangen, glaube aber, dass es vielen Stellen nicht eindrucksvoll genug widerspiegelt wie es war, vor Ort und mitten drin zu sein. Ich bin froh eine solche Gelegenheit genutzt zu haben. Vielleicht wäre ich alleine nie auf die Idee gekommen.

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Aber auch ohne dieses Straßenfest und eine solche Möglichkeit ist das Nachtleben in Plagwitz und das Viertel auf jeden Fall einen Besuch wert. Solltet ihr also in Leipzig unterwegs sein, lasst euch einen Abstecher nicht entgehen!

Übrigens war das Unterkommen tatsächlich kein Problem. Kurzerhand wurde uns ein komplettes WG Zimmer überlassen, in welchem wir uns einquartieren konnten.

Über Hamburg Altona mit Charlotte und Ben

Als ich vorletzte Woche in Hamburg war, haben Ben und ich den Freitag ganz traditionell noch in Hamburg verbracht und um einige Programmpunkte erweitert. So konnte Ben Charlotte für ein Shooting gewinnen und wir machten uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Hamburg-Altona. Dort hatte Charlotte im Vorfeld ein leeres Parkdeck ausfindig gemacht, auf welchem wir fotografierten.

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Es war mir wirklich ein Fest. Lockere Stimmung, viel zu lachen, tollstes Wetter, coole Location, es passte einfach alles.

Vergesst nicht bei Ben vorbei zu schauen.

Mit Canon in Hamburg – sturmfreie Bude!

Einige werden es sicher über Facebook, Instagram oder meinen tumblr mitbekommen haben, ich war letzte Woche in Hamburg. Canon hat eine ausgewählte Runde an Journalisten und Bloggern eingeladen, einige neue Produkte selbst zu testen, um Neuerungen vorzustellen und einen Ausblick zu geben. Und auch ich bin dem Ruf gefolgt, freute mich auf alte Bekannte, neue Gesichter, viele Eindrücke, tolle Gespräche, interessante Themen und eine gesellige Runde.

Das Motto diesmal war “Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte” und so hatte sich Canon wieder Einiges einfallen lassen. Vier Pantomime stellten bekannte Filmszenen nach, welche als Motiv dienten, um die neuen Kameras zu testen. Tomas Rodriguez sorgte ein weiteres Mal für die professionelle Unterstützung. Nicht zu vergessen die einmalige Event Location. Die Sturmfreie Bude im Schanzenviertel, ein 200m² voll verglastes Penthouse im Loft-Stil über den Dächern von Hamburg.

Canon Powershot G1 X Mark II

PowerShot G1 X Mark II FSL 420x280 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!

Was die Canon PowerShot G1 X Mark II** (845,-) so besonders macht, ist, dass die Änderungen zur Mark I hin, größtenteils auf dem Feedback der Anwender beruht. So hat die Mark II ein sehr flaches Klappdisplay erhalten, das Objektiv wurde überarbeitet – mehr Weitwinkel (24mm statt 28mm), größere Blende (f2.0-f3.9 statt f2.8-f5.8), bessere Naheinstellgrenze, der “Sucher” ist verschwunden und wurde durch einen aufsteckbaren, optionalen EVF** (299,-) ersetzt, merklich aufgebohrtes AF System (31 statt 9 Messpunkte)… was ich aber am innovativsten fand, waren die zwei (ja, 2!) Einstellringe um das Objektiv. Beide können frei belegt werden bzw. haben je nach Modus eine andere Funktion. Wenn man sich an dieses Konzept gewöhnt hat, sicher eine Bereicherung in Sachen Bedienbarkeit. Für diesen Tag, definitiv meine “Weapon of choice“.

Canon EOS 1200D

EOS 1200D 7 420x315 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!

Gegenüber der 1100D wurde an der EOS 1200D** (399,- ohne / 449,- mit Kit Objektiv) verstärkt an der Haptik gearbeitet. Hier wurde auf hochwertigeres Material gesetzt und das machte sich auch in der Wertigkeit der Kamera bemerkbar. Ansonsten wurden ausnahmslos alle Bedienelemente endlich komplett auf der rechte Seite der Kamera untergebracht, was nun quasi eine Einhandbedienung ermöglicht. Wie immer handelt es sich hierbei um eine solide Einsteigerkamera, bei der ihr das Möglichste für euer Geld bekommt.

Canon EOS Begleiter App

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Im Zuge der EOS 1200D hat Canon sein App-Angebot ausgeweitet und die Canon Begleiter App herausgebracht. Eine App die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Berührungsängste zu nehmen und Wissenslücken bei Anfängern in der DSLR Fotografie zu schließen. Aufgeteilt in 3 Bereiche vermittelt sie zum einen Basiswissen zu Themen wie Blende und Belichtungszeit, geht zum anderen explizit auf die Funktionen der 1200D ein und zu guter Letzt bietet sie auf eine interessante Art und Weise Inspiration auf Knopfdruck. Für Anfänger eine tatsächlich sehr zu empfehlende App. Auch wenn man keine 1200D besitzt. Die App gibt es kostenlos bei iTunes und im Google Play Store.

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Sicher nicht das Beste, Drucker auf einem Event wie diesem zu testen, aber man merkte auch hier sehr stark, dass der Trend wieder zum gedruckten Bild geht. Und so standen einige Drucker im Raum. Unter Anderem auch der neue Selphy CP 910**, der Pixma MG7150** und auch als A3+ Drucker der Pixma iP8750**. Da mir diese Tendenz absolut gefällt, werde ich auch hier im Laufe des Jahres hoffentlich etwas mehr berichten können.

Resümee

Innovationen, welche mich vom Hocker reißen, haben ich etwas vermisst. Trends, die in die richtige Richtung gehen, waren aber deutlich zu erkennen. Es war mal wieder schön direkt mit den Produktverantwortlichen ins Gespräch gehen zu können und direkte Reaktionen und Emotionen auf meine Fragen zu bekommen. canon1000 hamburg  420x280 Mit Canon in Hamburg   sturmfreie Bude!Es freute mich wieder einige neue Gesichter und alte Bekannte getroffen zu haben -Es war mir ein Fest mit euch. Und so möchte ich auch auf die Berichte von Ben, Dajana, Mikhail …weiter folgen… hinweisen.

Die Bilder in diesem Post sind übrigens nahezu alle unbearbeitet und entweder mit der PowerShot G1 X Mk II, der EOS 1200D oder meinem iPhone aufgenommen worden. Das Titelbild und das der Vernissage stammen dabei von Ben, das Gruppenbild von Mario. Danke euch dafür.

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Klettern auf Kalymnos – Der Reisebericht

Nun war es endlich soweit. 2:45 Uhr in der Nacht traten wir die Reise nach Kalymnos, eine kleine griechische Insel in der südlichen Ägäis an und es sollte mehr als 12 Stunden dauern bis wir endlich unsere Unterkunft bezogen haben. Die Wartezeiten haben dabei allerdings in Summe mehr Zeit in Anspruch genommen, als die einzelnen Transportetappen zusammen. Aber so ist das eben, wenn man die qunq Klettern auf Kalymnos   Der Reiseberichtausgetrampelten Touristenpfadequnq Klettern auf Kalymnos   Der Reisebericht verlässt und sich für das Individualreisen entschließt. Über die Schwierigkeiten bei der Vorbereitung habe ich bereits berichtet.

Der Flug nach Kos - der Abschnitt der Anreise, welcher im Nachhinein noch am geregeltesten ablief - war recht turbulent. Es folgte eine Landung, die definitiv keinen Applaus verdient hatte. kalymnos 1006170 420x279 Klettern auf Kalymnos   Der ReiseberichtDas störte die Pauschaltouristen auf unserem Flug allerdings recht wenig. Woher kommt das bitte, dass einem bezahlten Piloten, nach erwarteter Erledigung seiner Aufgabe (die er im übrigen alleine schon aus eigenem Interesse und Überlebenswillen erledigen würde), applaudiert wird? Egal… Weiter ging es mit der üblichen Inszenierung: Aus dem Flugzeug über eine Treppe in einen Bus, mit dem Bus zum Terminal. Dass das Flugzeug 50 Meter vom Terminal stand und die Busfahrt gerade mal 3 Sekunden (ungelogen) dauerte… Sei’s drum!

Mit dem Taxi ging es mit 140 km/h durch geschlossene, idyllische Ortschaften vom Airport zum Fährhafen. Eine Fahrt kostet 15,- EUR, Taxometer? Fehlanzeige! Angekommen checkten wir erstmal die Fahrzeiten der Fähre. Wie die Uhren hier so ticken, wurde uns spätestens bewusst, als jemand von uns nach der Zuverlässigkeit der Fähren fragte. “Sofern die Fähren fahren, sind sie meist recht pünktlich.” – Sofern?! – “Ja! Ob eine Fähre fährt, erkennt man daran, dass kurz vorher das Kassenhäuschen öffnet. Das Kassenhäuschen öffnet wiederum, wenn der Kassierer sieht, dass die Fähre auf der anderen Seite die Überfahrt angetreten hat.” Eigentlich ein ziemlich schlüssiges System.

Das Kassenhäuschen öffnete also irgendwann, wir kauften unsere Tickets, gingen auf die Fähre. Unser Gepäck mussten wir im Außenbereich abgeben, hüfthoch wurden Taschen und Rucksäcke hier entlang der Rehling gestapelt. “Ob das hält?” – “Die machen das sicher nicht zum ersten Mal.” Sitzplatz gesucht und dann ging es auch pünktlich los. Eine turbulente, 30 minütige Überfahrt später waren wir endlich auf der Insel! Kalymnos. Vom Hafen zur Unterkunft in Masouri ging es wieder mit dem Taxi. Taxometer? Fehlanzeige! Kosten? 15 EUR!

Die Unterkunft

Im Vorfeld hatten wir uns in den Korali Studios (FB) in Masouri einquartiert. Da wir zu 8 waren, haben wir 3 der insgesamt 4 Ferienwohnungen gebucht. Wir wurden herzlichst von Niki in Empfang genommen, welche sich am Vortag noch bei uns informiert hatte, wann wir denn auf Kos landen. Niki verwaltet die Korali Studios und obwohl es sich im Ferienwohnungen mit der Möglichkeit zur Selbstversorgung handelt, kamen wir uns wie in einem 4 Sterne Hotel vor. Jeden Tag wurden die Betten gemacht, selbst Geschirr, welches im Eifer des morgendlichen Aufbruchs nicht gespült wurde, stand Abends sauber wieder im Schrank. Das Bad und das Zimmer, stets blitze blank. Insgesamt ein sehr gepflegtes, sauberes Haus.

Dazu noch die perfekte Lage, direkt am Strand von Masouri, aus dem Bett und vom Balkon den direkten Blick auf den Bergrücken Rachi auf der kleinen Nachbarinsel Telendos. Die Aussicht, welche als Panorama Kalymnos’ gilt. Durch die typische Treppen-Bauweise der Häuser am Hang, konnten wir unsere Balkone kurzerhand um die Dachterasse des vorgelagerten Restaurants erweitern, kalymnos 1006212 420x279 Klettern auf Kalymnos   Der Reiseberichtwo wir allmorgendlich frühstückten und nach einem erfolgreichen Klettertag, den Abend bei ein paar kühlen Bier, Kerzenlicht und Musik ausklingen ließen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite direkt ein kleiner Tente-Emma-Laden mit allem was man braucht, direkt neben einem Geldautomaten (nicht so häufig zu finden auf der Insel), ein Gyrosgrill, für einen schnellen Snack zwischendurch und einer kostenlosen Frischwasser-Quelle mit unbehandeltem Trinkwasser für die Wasserreserven.

Nicht zu vergessen, lag die Unterkunft natürlich direkt im Ballungszentrum der Klettergebiete. Besser hätten wir es im Nachhinein betrachtet nicht treffen können. An dieser Stelle auch ein riesiges Dankeschön an Niki für den extrem angenehmen Aufenthalt und die vielen Tipps.

Klettern

Klettern auf Kalymnos. Der eigentliche Grund unserer Reise. Vom Niveau her ist wirklich für jeden was geboten. Die meisten Routen findet man im 6. Grad und Höher. Aber auch im 5er Bereich sind sehr viele Routen und Sektoren zu finden und selbst für die nicht so Geübten gibt es immer wieder 3er und 4er Routen. In Punkto Aussicht und Lage überbietet ein Gebiet das Nächste. Ob direkt an der Steilküste, neben einer alten Burgruine, oben auf dem Berg über Masouri oder ganz spektakulär direkt in einer monströsen Höhle, langweilig wird einem (Kletterer) auf der Insel so schnell nicht.

Alle Routen der Insel sind stets extrem gut gesichert. Alle paar Meter und vor allem vor und nach jeder Schlüsselstelle sind gut erreichbare Bohrhaken. Das Material - fast ausschließlich rostfreier Edelstahl und neuwertig. An den Umlenkern findet man zu 99% mindestens einen, oft auch zwei feste Karabiner, welche das Abbauen einer Route sehr erleichtern. Würden in den Bohrhaken noch Expressen hängen, wäre es fast Klettern wie in der Halle.

Beim Gestein handelt es sich größtenteils um Kalkfelsen. Durch die raue Luft und weil Kalymnos nicht so überrannt ist, dafür aber so eine riesige Auswahl an Routen bietet, ist der Fels extrem griffig, ab und zu sogar auch mal unangenehm scharf. Das bedeutet sehr guten Grip, sowohl bei Griffen als auch Tritten aber beim Abrutschen oder unvorsichtigem Abstützen eben auch schnell mal ordentliche Schürfwunden. Also Tape nicht vergessen! Oft teilt man sich einen Sektor lediglich mit wenigen anderen Kletterern oder ist sogar komplett alleine. Lediglich die Ur-Gebiete wie z.B. Arginonta sind so hoch frequentiert, dass hier an den klassischen Vorzeige-Routen auch schon mal alles speckig geklettert ist. Das ist aber ausdrücklich ein Einzelfall und bei der Auswahl an Alternativen auch in keinster Weise ein Problem.

Verpflegung

Direkt am Meer gelegen empfiehlt sich natürlich frischer Fisch. Diesen bekommt man auch in jedem Restaurant vor dem Essen zur Auswahl präsentiert. In zweiter Linie, typisch griechisch eben, viel Fleisch. Und… hier kommt alles auf den Grill. Zudem ist essen im Restaurant so günstig, dass es sich tatsächlich nicht wirklich lohnt sich selbst zu bekochen. Wir waren daher jeden Abend essen und haben bei 8 Personen, mit allerhand Vorspeisen, Hauptgericht (meist eine Fischplatte und eine Fleischplatte + Beilagen für die Runde), Nachtisch, reichlich Getränke wie Wasser, Limo, Bier und Wein zusammen je nach Klasse des Restaurants zwischen 70,- und 130,- EUR gezahlt. Und es war üppig. Und neben dem Frühstück in der Unterkunft, war das auch die einzige große Mahlzeit die wir so über den Tag zu uns genommen haben.

Eine Gyros Pita oder ein Sandwich für zwischendurch kostet im Schnitt 2,50 EUR, ein halber Liter frisch gepresster Orangensaft ebenfalls 2,50 EUR, Cola oder Bier ca. 2,- EUR. Ein Fischgericht mit allem drum und dran zwischen 5,- und 12,- EUR usw… Im Tante-Emma-Supermarkt einkaufen hingegen, ist merklich teurer als bei uns.

kalymnos 1006418 278x185 Klettern auf Kalymnos   Der ReiseberichtZwei Restaurants die ich euch wärmstens empfehlen kann. Zum einen die Aegean Tavern direkt in Masouri – tolles Personal, einmaliges Ambiente und eine traumhafte Aussicht. Hier solltet ihr frischen Fisch vom Grill und die Lammkeule für 2 bzw 4 Personen probieren. Und dann noch Harry’s Paradise in Emporios - sehr verträumt, inmitten eines Gartens, direkt unter Bäumen, schön im Schatten. Hier bestellt ihr am besten einfach auf Empfehlung der Küche und lasst euch überraschen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein!

Fortbewegung

Auf der Insel wird fast alles (außer natürlich Taxis) auf Rollern erledigt. Und so leiht man sich am besten auch einen 50ccm Roller, welchen man mit dem normalen Auto-Führerschein fahren darf. Mit den Helmen nimmt man es auf der Insel nicht so genau und so ist es kein Problem z.B. einfach den Kletterhelm (oder nach belieben auch gar keinen) zu nutzen. Natürlich bekommt man aber auf Wunsch einen geeigneten Helm zum Roller dazu. Ein Roller kostet 10,- EUR am Tag. Eine Tankfüllung sind rund 4,5 Liter und reichen für Rund 150 km. Günstiger geht es kaum.

Resümee

Wir waren uns einig. Selten wurden wir so offenherzig und hilfsbereit empfangen wie hier. Stets ein Lächeln auf den Lippen und ob perfekt deutsch sprechend, gebrochenes Englisch oder nur griechisch, jeder wollte uns einen unvergesslich schönen Aufenthalt bereiten. Selten kam man ohne einen kurzen Chat davon.

kalymnos 1006774 2 420x239 Klettern auf Kalymnos   Der ReiseberichtEs war eine tolle Erfahrung und ich bin froh Freunde zu haben, die dafür zu gewinnen sind, eine Schnapsidee in die Wirklichkeit umzusetzen. Kalymnos ist vielleicht kein Geheimtipp mehr, aber mit Sicherheit  noch eine echte Perle unter den Klettergebieten. Bei der Medienaufmerksamkeit und der Förderung durch Outdoor-Marken und Events, wird sich das vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft schon geändert haben. Den Bewohnern der Insel, welchen der (Kletter-)Tourismus sicher gern gesehenes Geld beschert, sei es gegönnt. Wer aber noch ein junges, offenes, verträumtes, gemütliches und unverstelltes Kalymnos genießen will, sollte sich nicht mehr all zu viel Zeit lassen.