Im Test… Eizo CS240

Vor einer Weile wurde ich von Eizo gefragt, ob ich denn nicht den auf der Photokina neu vorgestellten Monitor CS240 für eine Weile in meinem Workflow ausprobieren möchte. Dass Eizo einer der Hersteller ist, wenn es um Monitore zur Bildbearbeitung geht, das ist sicher bekannt. Erschwinglich oder rentabel waren die Monitore aber bisher nur für wenige. Was am CS240** so besonders ist, dass Eizo mit diesem ColorEdge Modell erstmals in die Preisrange deutlich unter 1000,- € geht und somit auch für den schmaleren Geldbeuten erschwinglich und interessant wird. Die Unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 699,- €. Aber eins nach dem anderen…

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Eckdaten und Besonderheiten

Das Datenblatt möchte ich hier nicht zitieren aber ein paar mir wichtige Eigenschaften aufzählen. So ist der Monitor mit seinen 24″ Wide-Gamut-Display, LED Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1920×1200 auch in der Praxis ausreichend groß. Die Liste der Features ließt sich toll: Digital Uniformity Equilizer, 16-Bit-LUT, Color Navigator usw. aber ich möchte es mal mit meinen Worten sagen…

  • Es wurde auf eine möglichst homogene Hintergrundbeleuchtung geachtet. Damit an jedem Punkt des Displays, auch in den Ecken und Rändern, die gleichen Farbabbildung und Helligkeit dargestellt wird.
  • Die 16-Bit-LUT (Look-Up-Table) sorgt dafür, dass ausreichend Farbtiefe dargestellt werden kann und so auch in dunklen Bereichen keine Farbabrisse zu sehen sind. Office Monitore fahren hier lediglich mit 10-Bit auf.
  • Was mir am wichtigsten war: der Monitor bietet die Möglichkeit der Hardware-Kalibrierung. Das heißt im Klartext, dass man die Ergebnisse, welche man mit dem optional erhältlichen Ex-2 Sensor und der kostenfreien Software erhält, via USB Schnittstelle direkt im Monitor speichern kann und dieser demnach auch ohne Software seine Kalibrierung behält.
  • Und durch das Wide-Galmut Display denkt er einen deutlich größeren Farbraum ab als herkömmliche Monitore. So kann es z.B. 99% des sRGB Farbraums darstellen.
    Man kann zudem mit einem einzigen Tastendruck an der Front des Monitors durch die Farbprofile schalten. Von Adobe RGB, sRGB, Custom – wo man seine Persönlichen Vorlieben einstellen kann, Paper – welches die Darstellung bei einem Druck nachahmt, bis hin zu 3 Positionen für eigene individuelle Kalibrierungen.
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All diese Eigenschaften und noch einige mehr sind normalerweise nur in Monitoren in deutlich höheren Preisklassen zu finden. Wer einen ausführlicheren Testbericht inkl Testcharts sucht ist hier besser aufgehoben.

Design

Das Design ist klassisch und wenig aufregend. Grundsolide eben und typisch Eizo. Mir gefällt es sehr, da es hochwertig und praktisch wirkt. Alles befindet sich an seinem Platz, ist gut zu erreichen, ausreichen solide gestaltet und erfüllt perfekt seinen Zweck. Beim Auspacken merkt man direkt das Gewicht des Monitors. Beim Aufstellen und z.B. dem Verstellen der Neigung, merkt man aber, dass hier einfach auf hochwertige Materialien und ein angemessenes Gegengewicht wert gelegt wurde. Nichts knarzt, wackelt oder hat eine unnötig empfindliche Oberfläche. Ein sehr wertiges, durchdachtes und vertrauenerweckendes Arbeitsgerät.

Zubehör

EizoCS240-3096Wie oben erwähnt befindet sich der Sensor zur Kalibrierung nicht im Lieferumfang. Hier kann man entweder den hauseigenen Eizo EX-2 nehmen oder aber, falls vielleicht schon vorhanden, einen Spider Sensor und andere. Der Monitor kommt aber bereits mit einer perfekten Grundkalibrierung nach Hause, so dass man nicht unbedingt direkt einen Sensor benötigt.

Und dann gibt es noch diese abgefahrenen Sonnenblenden für den Monitor, die man immer bei den Profis sieht… 😉 Die nennen sich Lichtschutzhauben und sind wie Gegenlichblenden am Objektiv gegen in den Monitor seitlich einfallendes Licht. So eine habe ich mir ebenfalls mitschicken lassen um mir ein Bild davon machen zu können. Aber ich war verblüfft, denn die Blenden bestehen aus mehreren Teilen, alle aus massivem Blech und es liegt eine 7-Seitige Anleitung dabei, wie diese zusammen zu bauen und montieren sind. Warum die Blenden nich auch aus Plastik sein können, das weiß ich nicht. Mich hat das aber gleich vom Aufbau abgehalten. Mit rund 200,- € würde ich mir die ehrlich gesagt auch nie im Leben kaufen.

Mein Eindruck

Ich arbeite ja sehr viel auf dem internen Display meines MacBook Air. Einfach, weil ich die letzte Zeit keinen festen Standort habe und immer mobil bin. Und da ich hauptsächlich fürs Web produziere und nicht primär für den Druck, war ein kalibriertes Display nicht zwingend nötig. Druck wird mir aber immer wichtiger und ich will über kurz oder lang aber natürlich wieder einen Schreibtisch haben, an den ich mich am Ende immer zurückziehen und auf meine Werkzeuge vertrauen kann und genau für diese Aussicht wollte ich den Monitor testen.

Auspacken, aufbauen, anschließen, alles kein Problem. Toll fand ich, dass nicht wie so oft an den Kabel gespart wurde. Es lag direkt ein Displayport-Kabel bei! Und dann kam auch schon der WOW-Effekt. Also nicht wie Engelsgesang im Hintergrund aber es war schon ein sehr deutlicher Unterschied zu erkennen. Die Farben und Kontraste wirkten viel strahlender als gewohnt. Ein klares, sauberes, scharfes Bild zeigt sich direkt nach dem Einschalten. Bei der Bildbearbeitung zeigten sich dann auch gleich weitere Vorteile. So sah ich viele Details direkt, die ich sonst erst beim hineinzoomen oder wenn ich danach gesucht habe zu sehen bekam. Beim durchswitchen der Farbprofile ist auch ein deutlicher Unterschied zu erkennen. Da merkt man direkt welche Dynamik-Unterschiede zwischen den Farbräumen existieren.

Nun habe ich den Eizo CS240** ein paar Wochen bei meinen letzten Lightroom Sessions benutzt und meine Bearbeitungen über das Display gemacht. Es ist schon deutlich entspannter auf dem großen und klaren Display zu arbeiten. Problemstellen und Grenzbereiche sind wesentlich schneller sichtbar und es bedarf nicht eine so hohe Aufmerksamkeit um kleine Fehler oder Unstimmigkeiten auszumachen. Der Dynamikumfang ist deutlich sichtbar und schmeichelt den Augen wirklich. Problematisch wird es, wenn man nicht bedenkt, dass der Betrachter eben in den seltensten Fällen ebenfalls einen kalibrierten Monitor hat und selbst unterschiedliche Browser alleine schon einen gewaltigen Unterschied in der Wiedergabe machen. Hier ist natürlich Erfahrung gefragt oder ein Referenzbild, dessen Wirkung und Darstellung bekannt ist, kann behilflich sein. Aber das ist natürlich kein monitor-spezifisches Problem.

Für alle die einen professionellen und hohen Anspruch an ihre Bildbearbeitung haben und/oder Bilder für den Druck produzieren, ist ein kalibrierter Monitor ein Muss! Dieser Monitor stellt für eben diesen Bereich den perfekten Begleiter für ein wirklich erschwingliches Budget dar. Erstmals wird ein so professionelles Display aus dem Hause Eizo auch für den semi-professionellen und ambitionierten privaten Gebrauch mit einer UPE von 699,- € deutlich erschwinglicher.

Verbesserungsvorschläge/Wünsche

Wie oben erwähnt, würde ich mir zu der teuren und aus Blech gefertigten Lichtschutzhaube eine einfache Kunststoff-Lösung für ein Viertel des Preises wünschen. Wenn ich dabei etwas nicht bedacht habe, klärt mich auf. Aber so eine massive Ausführung für den Preis… das erschließt sich mir leider nicht.

Und was ich an den höherpreisigen Monitoren von Eizo immer bewundert habe und mir auch hier wünschen würde, wären die eingebauten Senosren zur eigenständigen Kalibrierung. Diese sind z.B. bei der CG-Serie zu finden. Hier fährt aus dem unteren Rand des Gehäuses ein kleiner Sensor aus, welcher direkt vor dem Display platziert ist und somit die Messungen vornimmt und selbstständig in der LUT speichert. Das ganze kann automatisiert werden, so dass sich das Display z.B. jede Nacht selbst kalibriert. Leider würde sich dieses Feature natürlich wieder direkt auf den Preis auswirken…

Naja und eine 27″ Version wäre auch noch toll. Aber sieht man die Preisunterschiede bei anderen Modellserien, wären wir hier wohl auch schnell wieder über der magischen Grenze von 1000,- €

Resümee

Hier ist Eizo ein toller Wurf gelungen und dieser Monitor eröffnet einigen den Einstieg in die Modellwelt des renommierten Displayherstellers welcher im Grunde ein Industriestandard ist. Natürlich muss man im Vergleich zu den großen Modellen ein paar Abstriche in Kauf nehmen, nicht aber in der grundlegenden Bild- und Darstellungsqualität. Von mir eine klare Kaufempfehlung.

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Danke an Eizo Deutschland für die Bereitstellung des Monitors.
**Amazon Affilliate Link

Dia de los Muertos @lightGIANTS

Am letzten Freitag war wieder Zeit für ein Friday Night Workshop und dies Mal haben wir das Motto „Dia de los Muertos“ ausgerufen. Eigentlich ein mexikanischer Feiertag an dem den Toten gedacht wird, ist die traditionelle Schminke, welche sich Darsteller zum Anlass dieses Feiertages auflegen das perfekte Thema für unser Studio gewesen.

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Und an dieser Stelle möchte ich euch auch mal wieder einen Before/After Vergleich zeigen, da die letzte Zeit des öfteren der Wunsch danach laut wurde.

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Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an die Modells Julia, Johanna, Klara und Bettina für die Geduld und das Durchhaltevermögen und Thorsten für die Orga.

Bald wird es auch endlich wieder ein MakingOf Video zu diesem Shooting geben, man darf also gespannt sein…

Belle Époque Workshop @lightGIANTS

Letzten Monat war wieder ein Friday Night Workshop angesetzt diesmal unter dem Motto Belle Époque. Ein Trio, bestehend aus Izumi – Pianistin, Malika – Operngesang und Holger ebenfalls Operngesang, kamen ins Studio. Auf dem Plan standen sowohl Portraits als auch Gruppenbilder. Das erste Setup war ein klassisches HighKey Set, ein cleaner Look war gewünscht… 

     

Beim Post Processing habe ich mich dazu entschieden die dunklen Schwarztöne etwas abzuflachen, da mir der Kontrast sonst etwas zu stark wirkte…

     

Als zweites Setup, wählten wir das genaue Gegenteil. Hier kam ein satter, roter Hintergrund und ein sehr gezieltes Lichtsetup zum Einsatz. Auf den Hintergrund selber haben wir einen Spot gesetzt um einen schönen, vignettenartigen Verlauf zu kreieren.

     

Meine persönlichen Favoriten sind die jeweils groß dargestellten Bilder, durch die Workshop-Situation hatte ich allerdings selbst leider nicht sehr viel Zeit für meine eigenen Bilder.

M.O.F. Album Cover – Composing animiert!

Letzte Woche habe ich euch die Bilder aus der Portraitsession mit M.O.F. letztes Jahr gezeigt. Der wesentlich aufwändigere Teil an diesem 1-Tages Marathon, war aber das eigentliche CD Cover welches entstehen sollte. Das erste Album trägt den Namen „we need more Beer“ und der Auftrag für’s Cover war eine Party(-Bier)-Scene, welche vom Aufbau her an das letzten Abendmahl angelehnt sein sollte. Das ganze in eine einfache Umgebung integriert und ein schön kitschiger „Bier-Schriftzug“ darüber.

Nun gut, aber wie soll ich bitte 13 Leute an eine Bierbank bringen, 13 Leute, die teilweise nicht gleichtzeitig im Studio anwesend sind, dabei alle richtig ausleuchten, vor einem Hintergrund welcher leicht auszutauschen ist. Klar, das ganze muss als Montage bewerkstelligt werden. Und so habe ich die „Tafel“ in 6 Abschnitten fotografiert, anschließend hieß es, die einzelnen Abschnitte teilweise freizustellen und ineinander zu blenden.



click auf’s Bild läd das GIF groß! Achtung, 12 MB!

Nach dem ich den Hintergrund dann eingesetzt hatte, ging es daran dem ganzen Bild noch einen anderen Look zu verleien und die Glanzstellen so wie Schatten auszuarbeiten, um auch das Cover vom Bildstil den Portraits anzugleichen. Der Schriftzug war anschließend recht schnell erstellt.

Was ich bei diesem Projekt wieder gemerkt hatte, selbst wenn man denkt, man hat sich über alles genug Gedanken gemacht, alles geplant und weiß von vorne herein wie die finale Montage aussehen soll, wo die Schnittstellen sind usw. man stößt am Ende trotz allem immer wieder an Stellen, die nicht zu 100% kompatibel sind. Und wie wahnsinnig die Aktion war, seht ihr an der Ebenenpalette links im Post und dass das finale Bild 10000×10000 Pixel groß war…

Und ich weiß, dass hier und da ein paar Fehler sind und man das sicher auch mit weniger Ebenen geschafft hätte, aber der erste Versuch ist immer mit viel experimentieren verbunden.

Einmal straffen, Bitte! Hier die Aufzeichnung…

Letzte Woche hatte ich mein Debüt bei der Manfrotto School of Xcellence mit meinem Webinar zum Thema „Einmal straffen, Bitte! Augenretusche in Photoshop„.

In erster Linie möchte ich mich bei den zahlreichen Teilnehmern von gestern bedanken! Ich war dann doch etwas geplättet, wie viele von euch dabei waren! Vielen, vielen Dank!

Das hätte ich nicht erwartet! Mir hat es einen riesigen Spaß bereitet und ich hoffe wir sind uns nicht das letzte Mal begegnet! :)

Hoffentlich konnte jeder etwas aus dem Vortrag mitnehmen, sei es eine neue Technik oder nur einen neuen Kniff. Sollten noch Fragen aufgekommen sein, die wir in der Fragerunde nicht klären konnten, schreibt mir diese doch einfach hier im Blog oder per Mail!

Ich freue mich außerdem über jegliche Art von Feedback! Hat euch etwas nicht so gut gefallen, seid ihr an einer Stelle anderer Meinung oder war alles OK?

Für alle die es verpasst haben oder sich das ganze noch mal anschauen wollen, das Webinar wurde aufgezeichnet und direkt heute bei Manfrotto School of Xcellence im Archiv online gestellt. Damit ihr aber nicht lange suchen müsst…

Ein besonderer Dank geht außerdem an die Personen hinter der Manfrotto School of Xcellence, die das alles erst Möglich gemacht haben!

Einmal straffen, Bitte! Augenretusche in Ps @MSOX

Heute möchte ich euch euf ein Webinar hinweisen welches ich am 04.07.2012 von 19:00 bis 20:00 Uhr auf der Platform der Manfrotto School Of Xcellence geben werde. Das ganze ist für euch vollkommen kostenlos, ihr müsst euch im Vorfeld lediglich registirieren und dann am 04.07. entspannt zuschauen…

Ich zeige euch anhand von 2 Bildern welche Möglichkeiten alleine die Retusche der Augen bietet.

Hier geht es zur Anmeldung –>

Beschreibung des Webinars:

Die Augen sind das Fenster zur Seele, sagt man. Bei einem Portrait ist die Augenpartie daher mit das wichtigste und eine Retusche kann sowohl die komplette Bildwirkung als auch die Wirkung der abgelichteten Person selbst beeinflussen. Zum Einen kann das gewollt sein, zum Anderen aber nicht. Um so wichtiger ist es die Möglichkeiten zu kennen und ausschöpfen zu können und dennoch das jeweils richtige Maß zu finden.

Ich werde daher an zwei Beispielen live die Augenpartie in Photoshop retuschieren, verschiedene Techniken und Möglichkeiten zeigen und auf die Kniffe und Gefahren hinweisen. Vom straffen der Augenpartie über das Malen mit Licht hin zu kristallklaren und gestochen scharfen Augen und dem anpassen der Augenfarbe.

Ich würde mich freuen euch zahlreich anzutreffen! :)

Ballon Workshop @lightGIANTS [before/after]

Auch im Februar war natürlich wieder ein Friday Night Workshop im lightGIANTS Studio angesagt. Einen Tag vor dem Termin, trafen wir uns im Studio, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Es hieß rund 400 schwarze und weiße Ballons aufzublasen. Glücklicherweise hatten wir einen Kompressor zur Hand, dennoch rief das verknoten bei dem ein oder andern Blasen an den Fingern hervor. Aber was tut man nicht für einen gelungenen Workshop! 😉 Die Ballons mit Banden zusammengehalten und so konnte es losgehen.
Mich hat es auch „erwischt“, wie ihr oben seht. Danke an Stefan Janeschitz (istefan.eu) für das Bild!

  

Im Post Processing habe ich mich bewusst für ein durchgehendes 1:1 Format entschieden. Ein paar Stops überbelichtet, etwas mit Schärfe und Unschärfe gearbeitet…

  

Dieses Mal habe ich zwei Bilder für einen Vorher/Nachher Vergleich eingestellt.

Danke an Sarah und Annika fürs Modeln. Ihr habt toll durchgehalten und wir hoffen, ihr habt eure Haare wieder gebändigt bekommen… :)