Mario Testino, Limousine, Apple Watch und viele tolle Menschen – Berlin Tag 2

Wie schon im letzten Artikel zum Berlin-Event erwähnt, haben Ben und ich uns für den zweiten Tag noch mal ein weiteres Programm eingeplant. Und da die Locations alle in der Stadt verstreut waren und wir nicht zu viel Zeit mit U-Bahn und Co verlieren wollten, haben wir kurzerhand und ganz dekadent zwischen den Stationen einen Limousinen Service gegönnt. Wir waren uns einig, an den Service könnte man sich gewöhnen. :)

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Mario Testino  – In Your Face

Gestartet haben wir den Tag mit einem Besuch der Mario Testino – In Your Face Ausstellung im Kulturforum. Komischerweise war mir der Name bis dahin noch gar kein Begriff. Nach dem ich die Ausstellung aber gesehen habe, muss ich sagen – genau mein Ding! Ein wenig vergleichbar mit David LaChapelle, schon die gesamte Creme de la Creme aus Hollywood und von den Laufstegen dieser Erde vor der Linse gehabt und in einem unverkennbaren und abgefahrenen eigenen Stil in Szene gesetzt! Die Werke der Ausstellung gibt es auch im gleichnamigen Buch**, welches direkt auf meiner Wunschliste gelandet ist. Solltet ihr noch die Gelegenheit haben die Ausstellung zu besuchen, geht hin!

Apple Watch

Anschließend ging es direkt weiter zum Apple Store am Kurfürstendamm, dort hatte ich einen Termin zur Anprobe der Apple Watch. Nun ja. Ich wollte einfach wissen, sollte ich einen Anflug von Kaufzwang verspüren, welche Größe und Ausführung ich denn bestellen müsste. Bei mir wäre es, aufgrund meiner dünnen Handgelenke, die 38mm Version und aktuell tendiere ich zur schwarzen Sport Edition.

Ein paar Gedanken zur Apple Watch an dieser Stelle:
Sie sieht echt geil aus, ist wirklich perfekt Verarbeitet und verblüffend leicht (Alu Version) für eine Smartwatch mit Akku und allem. Sie gefällt mir gut und bei ein kurzen Test des Interfaces ließ sich soweit alles einwandfrei bedienen. In der Praxis in Bewegung kann ich mir aber vorstellen, dass die Icons ggf zu klein sein könnten und die Treffsicherheit darunter leiden wird. Aber auch das ist sicher nur Übungssache. Der Vibrationsalarm ist wirklich abgefahren und macht einen dezent auf alles aufmerksam.

Was mir aber direkt schon im Store auffiel, selbst beim „rumspielen“ mit der Watch, weiß man nach 10 Minuten nicht mehr, was man denn noch machen oder anschauen könnte… Im Grunde ist das aber kein Problem. Viele Meinungen zur Watch lauten ja „most useless Gadget 2015″ usw. Meiner Meinung nach ist es aber eben genau das, was eine Uhr schon immer ausmacht. Sie bietet einem auf die schnelle Zugriff auf bestimmte Informationen. Früher Uhrzeit und vielleicht Datum, heute eben zudem noch das Wetter, Erinnerungen, Nachrichten und meinen Aktivitätsgrad. Und mehr soll so eine Smartwatch meiner Meinung nach auch gar nicht erfüllen. Ich erwarte keinen Handyersatz.

Ich war auch anfangs skeptisch was ich davon halten soll. Mittlerweile kann ich mir den Alltag mit einer Apple Watch schon definitiv vorstellen und ich denke, das iss eventuell zur zweiten Generation schwach werden könnte. Dann, wenn auch die 3rd Party Apps gezeigt haben, für was man die Appl Watch denn noch so alles verwenden kann. Ich finde es spannend und freue mich darauf zu sehen, wie sich das alles noch entwickeln wird. Haters gonna hate.

Classic Remise Berlin

Letzte Station des Vormittags war anders geplant aber wir mussten kurzfristig umdisponieren. Und da wir Zeit hatten und in der Gegend waren, sind wir in der Classic Remise vorbei gegangen. Ich war schon letztes Jahr zu einem Event dort und auch so ist es immer wieder ein Besuch wert.

Carina, Conny und Max

Den Nachmittag haben wir genutzt um ein paar tolle Menschen zu treffen, zu quatschen und gemeinsam die Zeit zu genießen. Den Anfang machten wir beim Mittagessen mit Carina Czisch, die ihres Zeichens begabte Designerin ist und aktuell mit Ben an einer gemeinsamen Serie arbeitet. Ich durfte auch schon eine kleine Preview sehen und bin auf die finale Präsentation gespannt!

Nach einem Abstecher bei Conny haben wir als Abschluss des rundum gelungenen Tages verbrachten wir die Zeit bis zum Abflug mit Max Threlfall. Seines Zeichens Fotograf, dessen Arbeiten ich seit einiger Zeit schon verfolge und ein ebenso netter, offener und toller Mensch.

Im Anschluss erwartete uns auch dieses Mal pünktlich unsere Limousine samt Chauffeur um uns auf unserer letzen Fahrt des Tages pünktlich und stilvoll zum Flughafen zu fahren.

Es war mal wieder ein gelungener Tag, vollgepackt mit tollen Eindrücken und noch viel tolleren Menschen! Ein großes Dankeschön für die tolle Zeit und neuen Bekanntschaften. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder!

Achja… und wer sich schon immer mal gefragt hat, ob man mit einer x100 ne Cola auf bekommt? Geht!

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Hidden Places Berlin mit der Canon EOS M3

Letzte Woche war ich mal wieder in Berlin. Canon lud ein, das Sommer-Line-Up kennenzulernen und mit entsprechendem Rahmenprogramm auch ausprobieren zu können. Und so freute ich mich vor allem wieder alte und neue Gesichter zu sehen und einen tollen Tag miteinander zu verbringen. Dienstag ging es dann mitten in der Nacht los nach Berlin. Mit der Propellermaschine landete ich pünktlich um  8 Uhr in Tegel und konnte so bereits einen kleinen Streifzug durch Berlin machen, bevor das Programm startete…

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Das Line-up

Im Gepäck waren dieses mal die EOS M3, die neuste Version der spiegellosen APS-C Kamera, deren erste Version ich schon bei einem vergangenen Event testen konnte. Außerdem die EOS 750D und 760D und die neue Powershot N2. Ich konnte natürlich nicht alle Kameras ausführlich testen aber ein paar Eckdaten und markante Neuerungen zu den Modellen habe ich für euch.

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Das offenbar am häufigsten vermisste Feature an der ersten Version der N war, dass das Display nur um 90° aufgeklappt werden konnte. Selfies waren somit ein Blindflug. An der N2** wurde das nun behoben und das Display lässt sich nun komplett aufklappen und ermöglicht nun die „Selbstbetrachtung“. Wichtig vor allem für die Zielgruppe dieser Kamera!

EOS 750D und 760D
Für mich stellte sich zuerst die Frage, warum diese beiden Modelle parallel vertrieben werden. Und was an der 760D so revolutionär anders ist. Die 750D** ist mit den bisherigen Einsteiger-Kameras 450D, 550D, 650D etc vergleichbar. Sowohl von den Bedienelementen als auch Abmessungen.

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Die 760D** hingegen hat einen mächtigen Schritt nach vorne gemacht und ordnet sich nun im mittleren Segment der Produktpalette an. Sie ist nicht nur etwas größer und griffiger geworden sondern sie verfügt zudem auch noch über das von der z.B. 70D, 6D, 7D und 5D bekannte kleine Display am oberen Gehäuse, welches einen schnellen Überblick über die aktuellen Einstellungen ermöglicht. Außerdem findet man auf der Rückseite kein Steuerkreuz sondern ein Wahlrad. Ebenso ist das Modus-Rad mit den großen Modellen vergleichbar. Mit einem Mehrpreis von 50,- EUR gegenüber der 750D sollten sich ambitionierte Anfänger also eher für dieses Modell entscheiden.

EOS M3
Ich habe mich für den Tag mit einer EOS M3** ausgestattet, da ich auch zu Hause weg von den Spiegelreflex-Kameras hin zu den kleineren, kompakten und spiegellosen Modellen gewechselt habe und wissen wollte, wie Canon in diesem Segment performt. Und nicht zuletzt ob es Canon endlich geschafft hat, den Autofokus auf eine nutzbare und alltagstaugliche Geschwindigkeit zu bringen. Dieser war bei der M damals nämlich schlichtweg zu langsam.

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Und ja, es ist Canon gelungen. Der Autofokus ist endlich brauchbar schnell und sitzt dabei auch nach wie vor im Ziel. Das Display lässt sich nun ebenfalls ausklappen und auch in Selfie-Position bringen. Einen integrierten Blitz gibt es ebenfalls. Was mir aber nach wie vor fehlt ist ein Sucher. Deshalb bin ich die ersten Stunden auch wie ein Depp mit der Kamera vor dem Gesicht rumgelaufen und konnte nichts sehen… es gibt hier allerdings einen elektronischen Aufstecksucher.

Im Grunde eine solide, kompakte und spiegellose Kamera mit APS-C Sensor und Wechselobjektiven. Und wie Canon selbst sagt, das erste ernstzunehmende Modell in der spiegellosen Klasse. Der Anspruch ist allerdings nicht der, den DSLRs den Rang abzulaufen und somit ist die M3 auch keine Konkurrenz zu Sonys A7 oder Fujis X-T1. Klar, man möchte sich hier keine Konkurrenz im eigenen Hause schaffen. Steckenpferde bei Canon sollen die Premium-DSLRs bleiben. Die M3 ist eher als Alternative zur 750D und 760D zu sehen.

Alle Bilder in diesem Beitrag sind im übrigen mit der EOS M3 + 18-55 Kit Objektiv** und JPG ohne weitere Anpassung in Lr entstanden. Lediglich die Auflösung habe ich verkleinert.

Alle 3 Kameras kommen mit einer Begleiter-App herbei, welche nicht nur das Handbuch ersetzt sondern auch fotografische Grundlagen vermittelt. Außerdem sind die aktuellen Kameras mit WiFi ausgestattet, lassen sich über die jeweilige App ansteuern und auch NFC ist stets mit an Board.

Das Programm – Hidden Places

Das Motto stand und bestimmte den Tag. So standen einige Locations auf dem Programm, die man vor allem als Besucher in Berlin so nie alleine finden würde. Selbst einige Berliner in der Truppe kannten die Stationen nicht.

Café Botanico
…war die erste Station. Hinter einem kleinen Kaffee versteckt hat sich Martin hier seine kleine Oase eingerichtet. Urban Gardening lautet das Motto und man findet hier einen riesigen, über 1000m² großen, naturbelassenen Bio-Nutzgarten. Kräuter, Blumen, Früchte und Gemüse, bekannte und weniger bekannte Sorten werden hier angebaut und zu Salaten, Zutaten für die Pasta-Gerichte des Café oder hausgemachter Limonade verarbeitet. Sehr lecker und super interessant.

Klunkerkranich
…war Station Nummer Zwei und nicht weniger grün. Denn hierbei handelt es sich um einen Garten auf dem obersten Deck eines Einkaufszentrums. Früher war hier ein Parkdeck, heute reihen sich Pflanzenkübel und Sitzeecken aneinander. Eine grüne Oase ist entstanden. Dazu wird Club Mate serviert, Wlan gibt es auch und außerdem ein Rundumblick über die Stadt.

Old Smithy
… ist eine zwischen 400 und 600 Jahre alte (hier streiten sich die Gelehrten) Dorfschmiede inmitten des alten Böhmischen Dorfes in Rixdorf, Neuköln. Betrieben wird diese von einem leidenschaftlichen Messerschmied. Im Inneren scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, alles sieht aus wie früher… ein kleiner Exkurs in die Welt der Schmiedekunst inklusive.

Sage Restaurant
Abends ging es dann nach einer kurzen Auszeit zum Dinner ins Sage. Bilder hab ich leider keine aber lasst euch gesagt sein: Geile Location, klasse Crew, geniale Gimmicks und unfassbar gutes Essen. Solltet ihr also mal ein paar mehr Mark über haben – es lohnt sich!

Resümee

Es war wieder mal ein Fest! Alte Bekannte, mittlerweile gute Freunde und auch neue Gesichter getroffen. Eine gelungene Orga und ein tolles Programm, abgerundet mit perfektem Wetter. Danke an dieser Stelle an alle beteiligten für das Event und die Einladung. Ein besonderer Gruß in die Runde an Ben, Camillo, Timo, Milos, Robert, Barbara und Mario.

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Ben und ich haben uns für den Tag danach natürlich auch wieder ein üppiges Programm ausgedacht, wenn man doch schon mal in Berlin ist. Aber dazu in einem anderen Post mehr. Und zum Abschluss noch ein paar weitere Bilder des Tages…

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Klettern auf Sardinien – der Reisebericht

Wie schon angekündigt, ging es vor kurzem nach Sardinien zum Klettern. Anreise haben wir mit einem VW Bus und via Fähre bewerkstelligt und untergekommen sind wir im Kletterparadies Cala Gonone. Aber hier die Details…

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Unterkunft / Ort

Als Unterkunft haben wir uns auf Empfehlungen hin für die Bugalows auf dem Campingplatz in Cala Gonone entschieden und im Nachhinein kann auch ich das uneingeschränkt weiterempfehlen. Wir haben Schlafplätze für 10 Personen benötigt, haben hierfür einen 3er, einen 2+3er und einen Zeltplatz gebucht und haben so das gesamte Angebot in Anspruch genommen. Die Lage innerhalb des Ortest ist super, man kommt zu Fuß zum Hafen und den Restaurants und auch zu einem der Supermärkte ist es nicht weit.

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Die Bungalows sind klein, zu zweit hat man gemütlich Platz, zu dritt wird es kuschelig aber man ist ja nur zum schlafen drin. Ausgestattet mit eigenem Duschbad und vor der Türe eine schöne, überdachte Veranda mit außenliegender Freiluftküche inklusive Kühlschrank und natürlich einem Tisch inkl. ausreichend Stühle.

Klettergebiete und Erreichbarkeit

Das Tolle an Cala Gonone ist, es ist umgeben von einer Menge Klettergebieten. Man fährt oft nur wenige Minuten und hat eine große Vielfalt an Sektoren und Routen zur Auswahl. Perfekt für den Kletterurlaub also und fern ab vom Pauschal- oder Strandtourismus. Ob man an einem Bergkamm, in einer Steilwand, direkt am Strand oder in einer etwas abgelegeneren Grotte klettern mag, in kürzester Zeit ist man am Fels. Wer möchte muss aber auch auf abenteuerliche Zufahrten und Zustiege nicht verzichten!

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Geboten wird eine Vielfalt an Felsarten und Charakteren. Von henkeligen Überhängen über griffige Platten bis hin zu kleingriffigen Steilwänden sollte hier für jeden Geschmack etwas zu finden sein. Gemeinsam haben alle Wände die durchgängig gute Sicherung mit ausreichend Bohrhaken und Umlenkern am Ziel.

Boote leihen

Da wir mit dem Wetter mehr als nur Glück hatten und es tageweise sogar bis über 35°C waren, haben wir uns für einen Tag zwei Motorboote ausgeliehen, für welche man glücklicherweise keinen Führerschein brauchte. Mit diesen darf man einen ziemlich weiten Küstenabschnitt selbst befahren, ankern wo man möchte  und auch an die verschiedensten Strände paddeln. Wir haben den Sprung ins kühle und paradiesisch türkise Meer bevorzugt und an einsamen, verlassenen Stränden angelegt, welche teilweise nur schwer übers Land erreichbar gewesen wären.

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Wenn ihr mich fragt auf jeden Fall Pflicht wenn ihr mal in Sardinien seid. Unendlich geil! Die Leihgebühr für den Tag (bis 18 Uhr) beträgt rund 80,- EUR und hinzu kommt der verfahrene Sprit. Lässt man es krachen wie wir, mit 5 Personen je Boot und stets Vollgas, kommt man hier aber auch mit 50,- EUR aus.

Wanderung

Außer klettern waren wir auch mal wieder wandern. Zur Routenauswahl haben sich schon auf Teneriffa die schwarzen Routen aus dem entsprechenden Rother Wanderführer bewährt. Und so hat sich auch auf Sardinien die Kombination aus zwei schwarzen Routen (22 + 23) als perfekt erwiesen.

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Nach einer idyllischen Anfahrt ins Landesinnere ging es eher gemütlich hinein in die Berge. Am oberen Einstieg einer Schlucht, der Gola de Gorroppeddu, ging es dann endlich mit mehr Nervenkitzel hinab. An manchen Stellen mussten wir uns sogar bis zu 12 Meter einen trockenen Abstieg abseilen. Ohne Seil ist diese Route also nicht zu bewältigen. Weiter entlang dem trockenen Flussbett durch die Wälder bis es am Ende der tiefen Schlucht dann ab in den Wald ging bis zu einer Steilwand, an deren Fuße wir auf Schäferstellungen mit aufdrapierten Tierschädeln trafen. Obwohl die komplette Wanderung perfekt mit Steinmännchen gekennzeichnet war, fanden wir hier zuerst nicht den Weg aus der Wand. Nachdem wir den Wanderführer nochmals zu Rate zogen, war es dann aber klar. Wir mussten die Steilwand hinauf und über eine 15 Meter über unseren Köpfen, in die Wand gebaute Treppe aus Felsen auf das Plateau über uns steigen. Abenteuerlich und atemberaubend zugleich. Von da ging es dann wieder den Steinmännchen entlang bis zu einer Bergstraße, welche uns wieder zurück zu unserem Bus brachte. Insgesamt waren wir rund 7h unterwegs.

Anreise via Auto & Fähre

Ja und dann war ja noch unsere Idee mit einem Bus anzureisen und die Fähre auf die Insel zu nehmen. Was auf dem Hinweg noch wunderbar klappte und auch zeitlich perfekt ablief war auf dem Rückweg ein wenig nervig. Man checkt also gegen Mittag aus der Unterkunft aus und fährt ca 1-2h auf der Insel bis nach Olbia zum Fährhafen. Dort verbringt man dann bis Abends zum boarden auf der Fähre seinen Tag in der Stadt. Womit dann auch schon der erste Tag der Heimreise vorbei wäre und man mehr Warte- als Reisezeit hatte. Über Nacht setzt die Fähre nach Livorno über, gegen 8 Uhr ist man auf der Straße und dann beginnt der eigentlich nervige Teil…

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Kommt man ohne Stau durch, braucht man ca 9-10 Stunden… wir haben aber natürlich das große Los gezogen und beim Umfahren des Staus auf dem Gotthard über den St. Barhardino eine Vollsperrung erwischt, weil ein werter Mitbürger meinte auf der kurvigen engen Bergstraße auch noch überholen zu müssen und einen Frontalunfall inkl Hubschrauberbergung verursacht hatte. Und so waren wir erst gegen Mitternacht nach ca. 14h Fahrt zu Hause. Die Anreise mit Bus und Fähre war ein Erlebnis und in ein paar Wochen oder Monaten sehe ich das sicher auch wieder entspannter… aktuell würde ich eher einen Flug und Mietwagen auf der Insel empfehlen.

Resümee

Wir hatten das Glück, dass wir Linda dabei hatten, die schon mal zum Klettern auf Sardinien war und uns so die tollsten Klettergebiete inklusive Anfahrt zeigen konnte. Nicht nur das, auch im Vorfeld sind wir direkt auf Cala Gonone und eben oben genannten Campingplatz hingewiesen worden. Und wie versprochen waren auch wir begeistert von Sardinien, Cala Gonone und allem drum und dran! Eine klare Empfehlung von mir und nicht vergessen – unbedingt ein Motorboot leihen!

Es geht nach Sardinien… klettern!

Sardinien_GoloritzeWir gehen immer wieder auf Kletterurlaub und nachdem wir im letzten auf Kalymnos und davor in Arco waren, sollte dieses wieder was Neues her. Und so haben wir uns für Sardinien entschieden.
Eine Woche. Um genau zu sein, nach Cala Gonone – einem beliebten Kletterspot auf der Insel. Und um es ganz stilecht anzugehen, fahren wir mir dem VW Bus und setzen mit der Fähre über. Übernachtet wird in Bungalows…

Und ich suche Tipps!

Anreise

Wir haben uns entschieden ganz klassisch anzureisen. Dazu haben wir uns bei Stadtmobil einen VW Bus für die Zeit gemietet. Das Gute bei Stadtmobil: Ausreichend Kilometer inklusive, Sprit ist im Mietpreis enthalten (!!), Preise auch bei längerer Miete sehr günstig und Fahrten ins Ausland, in den Urlaub sind ausdrücklich kein Problem.

Mit dem Bus fahren wir dann bis Livorno und von dort setzen wir über Nacht mit der Fähre auf die Insel über. Kabinen haben wir keine. Wir haben uns sagen lassen, man kann es sich an Board auch ohne ausreichend gemütlich machen um die Nacht zu verbringen. So beginnt für mich der Urlaub schon mit der gemeinsamen Anreise.

Unterkunft

Cala Gonone liegt genau mittig an der Ostküste Sardiniens und ist ein beliebtes Kletterziel. So sind auch wir auf eben diesen Ort gekommen.

In Cala Gonone haben wir uns dann für den lokalen Campingplatz entschieden. Da wir eine relativ große Gruppe von rund 10 Personen sind, ist es ansonsten eher problematisch eine ausreichend große Unterkunft zu finden. Hier war das aber kein Problem. Wir haben zwei Bungalows und einen angrenzenden Zeltplatz gemietet und so für jeden die passende Unterkunft gefunden. Von der Bildern und Angaben her scheint es ein Volltreffer zu sein. Super gelegen, günstig und super ausgestattet.

Hat jemand Tipps…?

Sardinien ist ja ein beliebtes Reiseziel und wart ihr vielleicht selber schon mal da? Ich bin für jeden besonderen Tipp dankbar. Welcher ist der schönste Traumstrand den man gesehen haben muss? Was kann man sonst auf der Insel machen? Boot leihen, Roller oder Kanu fahren, etc. Irgendwelche empfehlenswerten Insel-Spezialitäten, die man gegessen oder getrunken haben muss? Städtchen, Dörfer, Märkte oder andere Spots? Lasst es mich wissen und ab damit in die Kommentare.

Titelbild von Franck Roudet

Die Straßen von Valencia

Während ich zu Las Fallas in Valencia war, waren die Straßen voll mit den unterschiedlichsten Leuten und nicht so alltäglichen Szenerien. So bin ich natürlich auch mit einigen Bildern zum Thema „Street“ nach Hause gekommen, die ich hier zeigen möchte.

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Vielen ist Valencia zudem für seine Streetart bekannt. Nicht die üblichen Graffiti die viele von der heimischen Haltestelle kennen. Nein. Hier sind echte Künstler am Werk und man bekommt die ganze Palette an Techniken und Stilen zu sehen. Nach wenigen Tagen erkennt man die Handschrift der Künstler wieder und findet immer wieder Serien. Hat man etwas für Kunst dieser Art übrig, wird man hier Tage verbringen können und immer noch neue Arbeiten finden, bewundern und fotografieren können.

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Valencia während Las Fallas – der Reisebericht

Las Fallas… Die was??? Genau das habe ich auch gefragt, als ich das erste Mal davon gehört habe…

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Las Fallas de Valencia

Von Pamplona mit seinen Stieren oder dem ebenfalls in Valencia stattfindenden „La Tomatina“ hat man schon mal gehört. Von „Las Fallas“ hörte ich aber das erste Mal und nachdem ich es gegoogelt habe, hat es mich um so mehr gewundert…

Las Fallas ist ein alljährliches Frühlingsfest, welches in Valencia und Umgebung stattfindet und das zweitgrößte Folksfest Spaniens ist. Es dauert knapp eine Woche und die Hauptattraktion stellen wohl die rund 800, teils haushohen namensgebenden Pappmachéfiguren – die Fallas – dar, welche die ganze Stadt schmücken. Diese zeigen bestimmte Mottos oder aktuelle Themen aus der Presse und Politik und sind am ehesten mit den Umzugswagen beim rheinländischen Karneval zu vergleichen. Dazu tägliche Feuerwerke und ausgelassene Feierei. In diesen Tagen kommt der innerstädtische Verkehr nahezu zum Erliegen.

Bei der zweitägigen Prozession Ofrena de Flors zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt,ziehen mehr als 100.000 Männer, Frauen und Kinder in üblichen Trachten durch die Straßen Valencias bis hin zum Plaza de la Virgen. Dort schmücken sie mit mitgebrachten Blumensträussen eine 14 Meter hohe Statue der heiligen Jungfrau aus. So entsteht nach und nach eine beeindruckende Blumenstatue, die schon von weitem duftet.

Zudem ziehen täglich Musikzüge durch die Straßen Valencias und es finden drei mal täglich atemberaubende, markerschütternde und ohrenbetäubende Feuerwerke in einer unvorstellbaren Dimension statt, wie ich sie noch nicht gesehen oder gehört habe.

Höhepunkt und festlicher Abschluss des Festes allerdings, ist die Nacht von Donnerstag auf Freitag – La Cremà. Hier werden, nachdem die schönste Figur gekürt und preisgekrönt wurde, alle Figuren in der Stadt nebst einem Feuerwerk angezündet und verbrannt. Und das dass bei einer haushohen Figur aus Holz und Pappmaché ein ordentliches Feuer gibt, kann man sich vorstellen.

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Valencia

Aber auch sonst hat Valencia einiges zu bieten. Neben einmaliger moderner Architektur und einer wunderschönen Altstadt, allerhand Sehenswürdigkeiten und vor allem einem Stadt-Strand. Auch die unzähligen Kirchen, das ein oder andere Museum, der Nordbahnhof so wie die vielen Plätze wie z.B. der Plaza del Ayuntamiento mit seinen beeindruckenden Bauten sind sehenswert.

Hier aber noch ein paar besondere Highlights…

Mercat Central

Eine Markthalle im Jugendstil sieht man nicht alle Tage und sollte man sich bei einem Besuch der Stadt definitiv nicht entgehen lassen. Täglich von 7:00 bis 15:00 Uhr geöffnet tummeln sich Unmengen von Menschen durch die Gassen der Stände. Eine Kulisse wie sie im Buche steht. Von Meeresfrüchten, Obst und Backwaren über Fleisch, Wurst und Gemüse bleibt hier kein Wunsch unerfüllt. Diese Düfte, Farben und überall etwas zu entdecken. Unbedingt die Kamera einpacken!

Turia

Valencia_Fallas-3283Früher floss hier der Río Turia durch Valencia. Da es aber regelmäßig zu Überschwemmungen der Stadt kam, bei denen nicht nur Sach- sondern regelmäßig auch Personenschäden entstand, beschloss man in den 1960ern den Fluss umzuleiten. So fließt er heute 3 km südlich an der Stadt vorbei. Das ehemalige Flussbett wurde dann in den 1980ern konsequent zu einer Parkanlage umgebaut. In dieser entstand auch die recht bekannte Kulisse Valencias, die Ciudad de las Artes y de las Ciencias (Stadt der Künste und der Wissenschaften) mit den futuristischen Bauten des Architekten Calatravas. Und auch die vielen Brücken aus allen Epochen sind definitiv sehenswert!

Ciudad de las Artes y de las Ciencias (Stadt der Künste und der Wissenschaften)

Hier ist vor allem die Kulisse und der Anblick der Bauten das besondere. Man kommt sich vor wie auf einem Ladeplatz zwischen verschiedenen Raumschiffen. So wirken die Gebäude mit ihren außergewöhnlichen Formen. Im Inneren verbergen sich aber so banale Dinge wie ein 3D Kino, ein Technikmuseum (dessen Besuch man sich getrost sparen kann, wenn man älter als 14 ist), ein Tenniscourt, eine Open Air Disco und nicht zuletzt natürlich das bekannte L’Oceanogràfic – ein riesiges Ozeaneum.

Jardín Botánico (Botanischer Garten)

Die Universität von Valencia hat diesen Botanischen Garten bereits im 16. Jahrhundert angelegt. Seit dem 18. Jahrhundert an seinem jetzigen Standort nahe der Altstadt kurz nach den ehemaligen Stadtmauern zu finden. Dieser lädt zum Schlendern ein und bietet einen perfekten Fleck der Ruhe mitten im Getümmel der Stadt.

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Resümee

Leider hatten wir nur die ersten beiden Tage sonniges Wetter. Der Rest der Woche war dann eher durchwachsen. Aber selbst abgesehen davon war mir nach der Woche klar, warum Las Fallas nicht jedermanns Sache und wohl daher nicht so bekannt ist. Rund um die Uhr Musik, Feuerwerke, Geböller und ausgelassene Feierei. Die meisten Straßen, Sehenswürdigkeiten und Geschäfte sind in dieser Zeit geschlossen. Die ganze Stadt im Ausnahmezustand und nur für eingefleischte Fans mehr als 2-3 Tage am Stück zu ertragen.

Und trotzdem konnten wir noch einige andere Flecken und Seiten von Valencia kennenlernen, auch wenn diese in der Las Fallas Woche schwer auszumachen waren. Einen Besuch ist die Stadt allemal wert. Ob nun zu Las Fallas oder lieber mit warmer Sommersonne, dass muss jeder selbst entscheiden.

Ich bin dann mal… zu Las Fallas in Valencia

Eigentlich sind es erst 2 Monate seit wir aus Asien zurück sind und doch kommt es mir schon wieder wie eine Ewigkeit vor. Und daher war es wieder Zeit auf Reisen zu gehen. Während ihr das hier lest, bin ich schon seit Montag für 8 Tage in Valencia. Und zwar nicht nur zu einem normalen Städtetrip, sondern es ist genau die Las Fallas Woche – das zweitgrößte Folksfest Spaniens!

JulioGMilat

Ich hatte selber vorher noch nie davon gehört und um so gespannter bin ich, was mich hier erwartet! Meine Bilder inklusive einem ausführlichem Bericht kommen also demnächst. Für den ersten Eindruck habe ich euch aber schon mal ein paar Bilder bei flickr rausgesucht.

Neben dem Festival werde ich mir natürlich auch Valencia selbst anschauen. Falls ihr also ein paar Last-Minute-Must-See-Tipps für mich habt, ab damit in die Kommentare.