Lissabon im Dezember – Reisebericht & Tipps

lissabon-2521Man könnte meinen, Anfang Dezember ist nicht die beste Reisezeit für eine Stadt wie Lissabon. Hätte ich zumindest gedacht. Aber wir wurden eines Besseren belehrt. Denn im Grunde war es perfekt. Jeden Tag strahlend blauer Himmel, die Mittagssonne konnte man windgeschützt auch ohne Jacke genießen, die Straßen waren nicht gnadenlos überfüllt und eine kleine Priese weihnachtlicher Stimmung konnten wir auch einfangen. Vor allem aber konnten wir die Stadt erleben, die Seele baumeln und uns einfach treiben lassen.

Und da wir wirklich eine sehr tolle Zeit und jeden Tag das Glück und den Zufall auf unserer Seite hatten, gibt es hier eine Ladung Tipps und tolle Should-See Ecken für alle die es interessiert.

Typographia Store

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Ein kleiner unscheinbarer Laden auf der Einkaufsstraße. Offen, hell und stylish modern eingerichtet und… nur T-Shirts. Nichts sonst. Und der Name ist Programm. Alles, was das Typographie-Herz höher schlagen lässt und ein T-Shirt stylisher als das andere. Alle Designs werden im Hinterstübchen selbst entworfen und sogar der Siebdruck wird von Hand selbst gemacht. Und dann Preise zwischen 13,- und 18,- EUR? Was will man mehr? Unbedingt vorbei gehen, ansehen und bei gefallen auch ein Shirt mitnehmen!

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Cafe Buenos Aires

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Dieses Lokal/Café haben wir per Zufall beim Schlendern durch die Stadt entdeckt und die Gelegenheit genutzt, ein wenig mit einer der Inhaberinnen zu plaudern. Das Konzept fand ich sofort interessant. Geöffnet wird gegen 18 Uhr. Ab da kann man in sehr gemütlichem, urigen Wohlfühl-Ambiente einen Drink oder Café zu sich nehmen. Auf der Speisetafel stehen jeden Abend 2 Bio-Gerichte zur Auswahl. Nun wird bis ca 21 Uhr gewartet bis das Lokal voll besetzt ist und dann geht das eigentliche Konzept los… Sind alle Plätze besetzt, startet die Dinner-Time. Von nun an sind nur noch essende Gäste im Lokal, man wählt eines der beiden Gerichte und es wird gemeinsam gespeist und der Abend zelebriert. Nachdem alle das Dinner genossen haben, schließt das Lokal wieder. Möchte man während der Dinner-Zeit nur etwas trinken, wird man höflich darauf verwiesen, doch am nächsten Tag zu früherer Zeit vorbei zu schauen. Sieht man sich das Konzept an – absolut verständlich! (Facebook)

Linie 28

lissabon-1005223Sicher kein Geheimtipp, in jedem Reiseführer empfohlen und auch vor Ort überall präsent. Die historische Linie 28. Startet am Praça Martim Moniz direkt vor dem Hotel Mundial (in welchem wir gewohnt haben) und Endet auf dem Vorplatz des Friedhof Prazeres. Will man gemütlich eine komplette Runde fahren und auch einen Sitzplatz haben, sollte man die Fahrt vorsichtshalber an einer der beiden Endstationen starten. Die Linie schlängelt sich förmlich durch die engsten Straßen, teilweise mit wenigen Zentimetern Abstand zu Hauswänden und parkenden Autos durch die Stadtteile Alfama, Baixa und Lapader Lissaboner Innenstadt mit dem Stadtteil Prazeres. Mehr Infos findet ihr hier.

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Hotel Mundial

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Wir haben nicht viele Hotels angeschaut bei unserer Buchung, den Bildern nach sagte uns das Hotel Mundial direkt zu. 4 Sterne, preislich dennoch im Budget und eine Dachterrasse im Lounge Stil mit traumhafter Aussicht + absolut zentrale Lage und durchweg gute Bewertungen in einschlägigen Portalen haben uns zur Buchung bewogen. Und was soll ich sagen… besser hätten wir es wohl nicht treffen können. Saubere große Zimmer, ein schönes großes Tageslichtbad, besagte Dachterrasse deren Ausblick uns täglich den Atem geraubt hat (ich denke die Bilder sagen alles) und die perfekte Lage um als Ausgangspunkt für die täglichen Streifzüge durch Lissabon zu dienen. Sehr professionelles und freundliches Personal und ein angenehmes Ambiente. Können wir nur wärmstens weiterempfehlen!

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Taxi fahren

Selten bin ich so günstig und schnell (!!!) von A nach B gekommen, wie mit den Taxis in Lissabon. Die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt von Lissabon kostete gerade einmal 8,- EUR im Nachttarif. Aus der Innenstadt zum Torre del Belèm, ebenfalls ca 8,- EUR. Da muss man sich nicht viele Gedanken machen, wie man sich bei größeren Entfernungen fortbewegt. Abgerechnet wird nach gefahrenen Kilometern und das merkt man auch an der Fahrweise. Denn das Gaspedal ist stets am Bodenblech, ist eine Straße 3-Spurig, werden auch alle 3 Spuren ausgiebig genutzt. Ist es mal nur eine Spur, wird kurzerhand eine zweite eröffnet.

Castelo de Sãu Jorge

lissabon-1005243Ebenfalls sicher kein Geheimtipp und zudem könnte einen der Eintritt von 7,50 EUR anfangs abschrecken aber definitiv ein MustSee Spot in Lissabon ist das Castelo de São Jorge. Ständig präsent, von fast überall aus der Stadt zu sehen, wacht das Castelo auf dem Hügel über Lissabon. Belohnt wird man nach dem Aufstieg mit einer traumhaften Aussicht über die Stadt. In der Burg selbst ist kaum etwas abgesperrt, man kann nahezu jedes Gebäudedach oder jeden der unzähligen Türme sowie die außen liegende Burgmauer erklimmen und abgelegene Plätze mit noch tolleren Ausblicken erkunden.

Schönste Aussicht
Die schönste Aussicht und den wohl tollsten Spot um in Lissabon einen Sonnenuntergang zu genießen, bietet eine außen liegende Treppe (Google Map), welche den Anschein macht, aus der Burg hinaus, den Hang hinab zu führen. Hier kann man es sich gemütlich machen und bekommt einen unverbauten Ausblick mit nahezu 180° Blickwinkel weit über den Dächern Lissabons Richtung Sonnenuntergang geboten.

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Schleichweg
Beim Auf- bzw. Abstieg kann man sich einen großen Teil des Weges sparen, nimmt man die Abkürzung über den Parkhausaufzug (Google Map) Elevador Baixa, dessen oberer Eingang an einer Lounge-Bar und der Untere in einem Supermarkt liegt. Diesen haben wir auch nur durch Zufall gefunden, daher an dieser Stelle der Tipp.

Hard Rock Cafe

lissabon-1005332Sucht man Abends unter der Woche eine Location für einen Drink, merkt man schnell, dass die Bars und Kneipen recht leer sind. Klar, das arbeitende Volk feiert unter der Woche nicht und bei dem riesen Angebot, verlieren sich die wenigen Menschen dann recht schnell. Wo man aber garantiert unter Leute kommt und, wie in unserem Fall auch noch täglich Livemusik geboten bekommt, ist das Hard Rock Cafe Lissabon. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

Torre de Belém

lissabon-1005281Recht weit außerhalb und ab vom Schuss, findet man das wohl mit berühmteste Wahrzeichen Lissabons. Torre de Belém. Erbaut um die Hafeneinfahrt vor feindlichen Schiffen verteidigen zu können, kann man sich noch heute vorstellen, wie beeindruckend der Anblick dieses Turmes bei der Einfahrt gewesen sein musste. Nicht zwingend ein MustSee, da weit außerhalb, dennoch aber einen Abstecher wert und am besten via Taxi zu erreichen. Für Fotografen definitiv ein tolles Motiv und eines der beiden Weltkulturerben Lissabons.

Mosteiro dos Jerónimos

lissabon-1005301…auf dem Rückweg vom Torre de Belém, nimmt man am geschicktesten gleich den Besuch im Hieronymuskloster, das Zweite der beiden Weltkulturerben Lissabons. Von außen ein beeindruckendes und riesiges Bauwerk in weiß mit schönsten Verzierungen, Herberge für 2 Museen, Geburtsstätte des „Vertrags von Lissabon“ und eine wunderschöne Kirche.

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Essen und Trinken

Ob einen Kaffee, ein schnelles Sandwich für nen kleinen Hunger oder typisch gegrillter Fisch oder Fleisch. In der Innenstadt Lissabons muss man nicht weit laufen oder gar lange suchen um ein Lokal, Kaffee oder Restaurant zu finden. Dennoch haben wir ein paar Highlights gefunden, welche hier Erwähnung finden sollen.

lissabon-1005148Café A Brasileira
Eines der ältesten und bekanntesten Cafés Lissabons und wahrlich eine MustSee Adresse! Im inneren hat sich über die Jahre anscheinend nichts verändert und draußen tummelt sich das Leben der Einkaufsstraßen rund um die kleinen Tische des Cafés. Hier erfahrt ihr mehr.

Bitoque & Company Gourmet
Gewöhnliche Gerichte in außergewöhnlichem Ambiente und Arrangement? Hier seid ihr richtig. Ob ein Sandwich oder einen Burger, dazu die feinsten Pommes in ungewohnter Form, sehr adrette Bewirtung, hausgemachte Orangenlimo und den weltbesten Cappuccino (hat zwar nichts mit Cappuccino zu tun, trotzdem der Weltbeste, unbedingt bestellen!)

Shopping

Die Einkaufstraßen Lissabons sind voller kleiner und großer Läden. Ein unfassbar großes Angebot an Schuh- und Modegeschäften erwartet euch. Plant also locker einen kompletten Tag für eine ausgiebige Shopping Tour ein. Denn neben den gängigen Marken, welche wir auch aus Deutschland kennen, gibt es einige lokale Marken und Ketten, mit erfrischend neuen Ideen und Stilen. Aber auch die kleinen Läden in den Seitenstraßen solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Hier ist für jeden Geschmack etwas geboten. Ob es Bücherläden mit antiken Büchern sind oder z.B. oben genannter T-Shirt Shop, Platten- oder Krimsläden. Man vergisst schnell die Zeit beim schlendern durch die Gassen und über die Einkaufspromenaden. Die Preise sind mit unseren zu vergleichen, wenn ein Unterschied zu merken ist, dann sind die Sachen eher günstiger wie bei uns. Hier noch ein paar Highlights:

A Vida Portuguesa
Ein kleiner Laden in einer Seitenstraße, voll mit Retro Artikeln und kleinen Kostbarkeiten. Man muss hier nicht zwingend fündig werden, aber alleine der Anblick ist schon einen Besuch wert!

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…oder ein Shop voller Sardinenbüchsen!

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Resümee

lissabon-2519Wart ihr schon in Lissabon? Dann könnt ihr meine Begeisterung sicher nachvollziehen. Wart ihr noch nicht dort, schreibt es weit oben auf eure ToVisit Liste, nehmt euch 4-5 Tage Zeit und besucht so bald es geht diese wundervolle Stadt! Ich kann sie mit keiner von mir bisher besuchten Stadt Europas vergleichen und diesen Eindruck höre ich auch von anderen. Lissabon ist einzigartig, vielseitig, entspannt, warmherzig und freundlich und ein echter MustSee Spot in Europa!

Wir hatten ein paar wirklich tolle Tage und ich kann sogar die Jahreszeit uneingeschränkt empfehlen, um noch einmal ein paar Sonnenstunden zu tanken, bevor der kalte, nasse deutsche Winter Einzug hält!

Und weil wir so viele Bilder haben, hier noch ein paar unsortierte Impressionen:

Ich bin dann mal weg…

Heute Abend geht der Flieger nach Lissabon und Ende nächster Woche geht’s wieder gen Heimat. Mit der Hoffnung (und der Wetterbericht lässt Gutes ahnen) noch etwas Sonne zu tanken, nicht ganz so kalte Temperaturen zu haben, Lissabon zu erkunden, es uns einfach gut gehen und die Seele baumeln zu lassen. Einfach abschalten! Und so bleiben Notebook, Handy und Kopf auch weitestgehend aus. Muss auch mal sein…

Hier geht es dann ab nächster Woche wieder weiter, Reisebericht folgt im Anschluss!

Tom goes Lissabon… finally!

Wie es im Leben so ist, da will man seit mehr als 2 Jahren endlich das erste Mal nach Portugal um wieder einen Punkt auf der ToVisit Liste abzuhaken und alle Anläufe scheitern aufs Kläglichste. Und dann, wenn man am wenigsten damit rechnet, tut sich eine Tür auf und alles geht ganz schnell.

Und so komme ich endlich Anfang Dezember nach Portugal. Um genau zu sein, Lissabon. Vielleicht nicht die optimalste Jahreszeit, aber sicher wärmer als hier und bestimmt auch Gelegenheiten etwas Sonne zu tanken. Auf jeden Fall aber perfekt um den Bann zu brechen, die Stadt zu erkunden und eine tolle Zeit zu haben.

nun brauch ich eure Hilfe! Ich brauch eure besten Tipps.

Wo muss man gewesen sein, was muss man gesehen haben, Geheimtipps, das beste Restaurant, die coolste Bar, das gediegenste Kaffee, der schnulzigste Sonnenuntergang, die tollste Aussicht, Dos and Don’ts. Jeder Tipp, Link und Hinweis ist willkommen.

Unser Hotel haben wir sehr zentral gewählt. 2 Gehminuten vom Rossio-Platz, 5 Fahrminuten vom Castelo Sao Jorge, direkt an der Innenstadt und inkl einer Roof-Top-Bar mit Ausblick über die Stadt. Wir haben uns im Hotel Mundial eingebucht.

Und ich möchte das auch gleich als Anlass nehmen, die Frage nach Tipps und Hinweisen in die Runde der fantastischen Reiseblogger – Yvonne (aka just travelous), Heike (aka Köln Format) und Camillo (aka worldtravlr) – zu stellen, denen ich Folge um mein Fernweh immer wieder aufs Neue zu schüren. Danke für eure Blogs!

Ich freu mich über jeden Tipp, Link oder Hinweis. Also ab damit in die Kommentare.

Kype auf Hochtour in der Schweiz

Mein guter Freund Kype, war vor wenigen Wochen auf Gletscher-Hochtour in der Schweiz. Es war (s)eine Premiere und um so begeisterter habe ich den Berichten gelauscht, denn auf meiner ToDo Liste steht auch noch eine solche Tour. Wie das bei uns so üblich ist, war natürlich wieder eine Kamera am Start und dabei ist folgendes Video entstanden.

Zur Tour selbst schreibt Kype folgendes:

Unser dreitägige Alpentrip startete in der Nähe der italienischen Grenze in dem Schweizer Kanton Graubünden. In Surlej gings mit der Corvatschbahn zur Mittelstation (Murtèl). Von dort aus begann die Wanderung zur Coazhütte, von der man eine schöne Sicht auf die Gipfel und Gletscher der Gegend hat. Die wohl bekanntesten aber auch anspruchsvollsten Aufstiege der Region führen auf den Piz Roseg (3937 m) und über den Biancograt auf den Piz Bernina (4049 m).

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Da wir aber größtenteils Gletscherneulinge sind, sollte unsere Tour uns zunächst auf die Coazhütte führen. Von hier ging es am zweiten Tag im Morgengrauen los auf den Gipfel des Il Chapütschin (3232 m). Der Aufstieg bietet mit seinen schönen Gletscherpassagen und leichter Kletterei eine Menge Abwechslung. Nach einem Rutsch- und Gletscherspaltentraining ging es am dritten Tag dann wieder in Richtung Deutschland.

 

Arco 2.0 – ein weiterer Reisebericht

Im Video-Post habe ich ja bereits gesagt, dass es uns ein weiteres Mal nach Arco verschlagen hat. Nach dem Video-Eindruck folgt hier nun der Reisebericht mit einigen Bildern.

Neben dem wandern und klettern, gibt es auch noch eine sehr ausgeprägte Radsport Szene am Gardasee. Und so war es ein leichtes gute, aktuelle Fahrräder für einen schmalen Preis zu leihen. Auf dem Plan standen 2 Touren. Bei der Ersten haben wir uns etwas überschätzt und so wurde neben der sehr anstrengenden Auffahrt auch die Abfahrt zu einem Abenteuer. Definitiv nichts für Ungeübte!

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Am zweiten Tag ist die eine Hälfte aufgebrochen um ein weiteres Mal den Klettersteig Gerardo Sega zu bezwingen (siehe letzten Bericht), Jannis und ich haben uns nochmal auf die Räder geschwungen und dieses Mal sollte es über Riva del Garda, entlang der Küste bis zum Lago di Ledro gehen.

MTB-Map

Diese Route war schon eher mein Level, noch den Vortag in den Knochen konnte ich zwar noch nicht wieder voll in die Pedale treten, aber landschaftlich und von den Beschaffenheiten her, war diese Route wirklich mein Highlight der Woche! Leider erlaubte es uns die Zeit nicht mehr auch eine Runde um den See zu fahren. Aber das machen wir dann einfach beim nächsten Besuch in Arco.

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Der dritte Tag stand dann wieder im Zeichen des Kletterns und so haben wir uns auf in ein (für uns) neues Gebiet gemacht. Belvedere, überhalb von Nago-torbole. Zwei Abschnitte, einer im oberen und einer im mittleren Schwierigkeitsgrad und bekannt für die atemberaubende Aussicht über Nago-torbole, Riva del Garda und das gesamte nördliche Ende des Gardasee.

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2011 komplett sanierter Zustieg und Routen, im Ort ein großer Parkplatz direkt in der Nähe. Wirklich empfehlenswert, auch wenn der Einstiegsbereich in die Wand extrem unwegsam ist, so dass die Füße nach einem Tag an der Wand alleine vom unten stehen weh tuen. Lohnt sich aber allemal.

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Tag Vier verschlug es uns wieder nach Muro dell’Assino, wo wir bereits im Juni waren. Hier ist die Vielfalt an Routen und Schwierigkeitsgraden einfach super, der Fuß der Wand ist im Schatten und so haben wir den letzten Tag, abgesehen vom anstrengenden Zustieg, eher gemütlich in bekannter Umgebung angehen lassen.

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Unterkunft

Wie auch schon das letzte Mal, haben wir wieder auf dem Campingplatz Zoo gezeltet. Da wir kein Safari-Tent oder Bungalow wollten, mussten wir vorweg auch nicht reservieren. Es war zwar voller als im Juni, dennoch findet man eigentlich immer noch einen freien Platz. Der Plan ging auf und wir fühlten uns direkt heimisch.

Arco 2.0 – Das Video

Screen Shot 2013-10-01 at 18.08.20Nachdem wir im Juni bereits zum klettern in Arco waren, war für August eigentlich eher ein Strandurlaub geplant. Da bei der Planung aber so ziemlich alles schief lief, hat es uns spontan erneut nach Arco verschlagen. Diesmal nur zu 4. und neben klettern sollte Mountainbiken auf dem Plan stehen und so packten wir die Zelte ein und fuhren los.

Ich habe dazu ein Video geschnitten, der Reisebericht mit weiteren Infos folgt noch.

Wer von euch war auch schon am Gardasee mountainbiken oder klettern? Könnt ihr irgendwelche Spots und Routen empfehlen die man gesehen oder gemacht haben muss?

Klettern in Arco am Gardasee

Das ist seit einer Weile dem Sportklettern verfallen bin, hat der ein oder andere sicher schon mitbekommen. Generell bin ich sehr angefixt, was Outdoor Aktivitäten anbelangt und so war ich im Juni mit einer bunt gemischten Truppe am Gardasee für einen Aktiv-Kurzurlaub. Die Kameras waren bei allen dabei und daher gibt es hier einen reich bebilderten Reisebericht.

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Alles fing an mit einem Klettersteig der Klasse „Muss man gesehen und erlebt haben“ welchen ich per Zufall ausgegraben habe. Nach der Frage in die Runde war schnell klar, es geht an den Gardasee. Nach einer kurzen Recherche war auch das genaue Ziel keine Frage mehr, unsere Zelte schlagen wir in Arco auf. Das Klettermekka Europas. Wer hier zelten will, wird schnell auf eine Adresse stoßen und zwar den Campingplatz Zoo welcher im direkten Anschluss zum etwas bekannteren, aber ebenso etwas teureren Capingplatz Arco liegt.

Zoo Camping

Die Lage des Campingplatzes, im Tal direkt am Fluss Sarca gelegen, das Zentrum von Arco in Laufreichweite (2km), der Gardasee-Strand in Riva gemütlich mit dem Rad zu erreichen (7km) und umgeben von den schönsten Klettergebieten der Region, ist einfach perfekt. In Laufreichweite (500m) findet man zudem die Pizzaria California, wo sich Abends allerhand Kletterer und Sportbegeisterte einfinden und bei guter Musik köstlich speisen.

Die Kommunikation und Reservierung im Vorfeld war etwas steinig. Die Herrschaften sprechen bedingt Englisch und all zu spezifische (Nach-)Fragen gestalteten sich etwas schwierig, was aber im Endeffekt nicht schlimm war, denn vor Ort zeigte sich dann, dass alles sehr entspannt ist und recht unkompliziert auf Wünsche eingegangen wird. Von anderen Besuchern habe ich im Vorfeld erfahren, sollte man tatsächlich nur mit eigenem(n) Zelt(en) anreisen, kann man sich für gewöhnlich das vorherige Reservieren sogar sparen, denn normal findet man immer noch einen Platz und ist so dann auch nicht an die Mindestaufenthaltsdauer  (4 Tage) bei der Buchung gebunden. Wir wollten zusätzlich allerdings eines der Safari-Tents und hier empfiehlt sich eine vorherige Reservierung zwingend.

Das besagte Safari-Tent erwies sich als perfekte Basis auf dem Platz, ein Zeltplatz daneben diente als Fläche für die restlichen 4 Zelte. Morgens wurde dann gemütlich zusammen auf der Veranda gefrühstückt und die Verpflegung für den Tag vorbereitet, Abends ließen wir den Tag und das Erlebte in der großen Runde bei ein paar Bieren ausklingen. Das Safari-Tent bietet Schlafplätze für 6 Personen, ein eigenes, sehr komfortables Bad und eine voll ausgestattete Küche mit Essecke. Auf der überdachten Veranda findet man einen großen Tisch und Sitzmöglichkeiten für 8-10 Personen. Auf einer Campingparzelle findet man locker mit 4-6 (2-3 Personen-) Zelten platz, möchte man sein Auto dazu stellen, reicht der Platz immer noch für 4 Zelte.

Auf dem Platz befindet sich ein kleiner Laden in dem man alles nötige einkaufen kann, im Hauptgebäude gibt es kostenloses WiFi die Sanitären Einrichtungen sind sauber und in ausreichender Zahl vorhanden. Man kann seit diesem Jahr direkt vor Ort, zu einem günstigen Satz Fahrräder leihen und es gibt einen kostenlosen Poolbereich mit Liegen. Dieser hat allerdings nur von 11 bis 17 Uhr geöffnet, was das Nutzen etwas schwierig gestaltet, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist.

Tipp: Was ich im Nachhinein herausgefunden habe, das vermeintliche Schwimmbad am benachbarten Campinplatz Arco gehört nicht zum Campingplatz, sondern ist ein öffentliches Schwimmbad des Tourismus-Sportzentrums und für jedermann kostenlos nutzbar. Dieses verfügt dann auch über ein 50m Becken, ein Kinderbecken mit Rutsche, eine Bar und einen Imbiss so wie kostenlose Warmwasser-Duschen. Öffnungszeiten konnte ich hier allerdings nicht ausfindig machen.

Der Campingplatz Zoo ist ein Familienbetrieb und den ganzen Tag, ja sogar oft zur später Stunde ist jemand aus der Familie Salvaterra anzutreffen und jederzeit entspannt und hilfsbereit, sollte es mal irgendwo klemmen.

Klettersteig Via ferrata Gerardo Sega

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Der erste Tag sollte ganz im Zeichen des Klettersteigs „via ferrata Gerardo Sega“ stehen und so machten wir uns Morgens auf Richtung Madonna della Neve, wo wir unsere Autos abstellten und uns an den ca 3 stündigen Zustieg zum Klettersteig machten. Die Wanderung führte durch den Wald, entlang an einem ausgetrockneten Fussbett, über weite Wiesen mit herrlichem Ausblick und hin zu einem wahnsinnig idyllischem Wassefall mitten in einer Lichtung im Wald wo wir erst einmal Rast machten und den Anblick einfach nur genossen.

Arco_TO-3072Von da an war es nicht mehr weit bis wir endlich den Einstieg in den Klettersteig erreichten. Und direkt nach der ersten Leiter wurde es einfach nur noch atemberaubend… Eine Abwechslung aus schwindeliger Höhe, schmalen Graden, immer toller werdender Aussicht, spaßig knackigen Kletterpartien unterbrochen von tollen Aussichtspunkten für kleine Pausen und dem Highlight, das (ungesicherte!) Durchlaufen des riesigen, natürlichen Überhanges. Dieser Teil des Steiges hat wirklich jeden ausnahmslos zu tiefst beeindruckt! Weiter folgten noch einige Anstiege und senkrechte Kletterpassagen so wie der Aufstieg eines schmalen Geröllhanges bis zum Gipfel und dem Ausstieg aus dem Klettersteig.

Anschließend ging es ca 1 Stunde mit einer lockeren Wanderung zurück zu den Autos. Im Endeffekt waren wir mit Pausen 7-8 Stunden unterwegs, allerdings war das sicher auch durch die Gruppengröße von 11 Personen länger als man dieses Programm vielleicht in kleineren Gruppen absolvieren könnte. Aber auf jeden Fall können auch wir einstimmig bestätigen, diesen Klettersteig sollte man gesehen und erlebt haben!

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Ferrata Colodri und klettern in Muro dell Asino

Arco_TR-0892Am zweiten Tag stand dann endlich klettern auf dem Programm. Unser Ziel war das Klettergebiet Murro dell Asino, welches auf der anderen Seite des Berghangs, direkt auf Höhe unseres Campingplatzes befand. Und wie der Zufall so will, konnte man entweder über Arco einen Bogen um den Berg machen oder aber den Klettersteig „Ferrata Colodri“ bezwingen und so den direkten Weg über den Gipfel nehmen. Ein Großteil der Gruppe entschied sich für den direkten Weg und so starteten wir den Tag wieder mit einem tollen Aufstieg und einer weiteren, grandiosen Aussicht über Arco, Riva dell Garda bis hin zum Gardasee. Wir brauchten für den Klettersteig und den anschließenden Abstieg ins Klettergebiet rund 3 Stunden. Auch hier ist sicher wieder einige Zeit der Gruppengröße geschuldet.

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Arco_TO-3140Das Klettergebiet Muro dell Asino stellte sich dann als gute Wahl heraus. Denn hier waren Routen mit Schwierigkeitsgraden von 3 bis 7 zu finden und so war auch für jedes Level ausreichend Auswahl vorhanden. Wir waren nicht alleine, aber mussten dennoch nie wirklich anstehen um in eine neue Route einzusteigen und das obwohl wir alleine ständig in 4 Gruppen geklettert sind. Arco_TO-3129Der Einstieg zu den Routen liegt schön im Schatten der Bäume, die Route selber dann aber direkt in der Sonne, was gerade um die Mittagszeit sehr schweißtreiben war, aber uns dennoch nicht den Spaß verdorben hat. Am oberen Ende eine jeden Route wurde man dann wieder mit einem tollen Ausblick ins Tal und bis hin zum Gardasee belohnt!

Und weil natürlich mehr als genug Kameras dabei waren, gibt es auch ein Video zum Trip

Die Platten von Baone und klettern in Calvario

Arco_TR-0933Den letzten Tag haben wir uns dann aufgeteilt. Ein Teil der Gruppe hat sich Fahrräder geliehen und ist an den Gardasee zum Baden mit Eis essen und anschließendem shoppen gefahren, der andere Teil inkl mir ist an die Platten von Baone gefahren. Die Platten von Baone sind reine Reibungskletterei. Was uns daran gereizt hat, es ist ein guter Einstieg um Mehrseillängen zu klettern, da alle 30 Meter ein Stand gebaut werden kann um die nächste Seillänge zu bezwingen. Arco_TR-0953Gegen Mittag wurde es auf den Platten aber so warm, das wir uns entschlossen zurück zum Campingplatz zu fahren und eine Runde am und im Pool auszuruhen.

Nachmittags ging es dann wieder in einer etwas größeren Gruppe auf zum Klettergebiet Calvario. Inmitten eines Olivenhains, ragt eine ca 20 Meter hohe Wand aus dem Boden. Ganz unscheinbar findet man hier allerdings total Abwechslungsreiche Routen. Vom 4 Schwierigkeitsgrad bis in den 8en, von kleinen Überhängen bis hin zur Risskletterei sollte hier jeder etwas finden. Nicht umsonst war genau diese Wand bis 1987 das Trainigsgelände für die alljährlichen Rock Masters.

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Arco, Essen, shopping etc…

Arco_TO-3038Arco selbst ist eine schöne, idyllische kleine Stadt mit einem tollen Stadkern, der zum schlendern einläd. Wie in Skigebieten mit den Skishops, sind es in Acro die Kletter- und Outdoorläden. Hier reiht sich ein Laden an den anderen. Nur unterbrochen von Eisdielen und Restaurants. Allerdings muss man die Zeit bestens abpassen. Frei nach der südländischen Kultur machen die Shops gegen 10 Uhr auf, schließen gegen 12/13 Uhr und haben Siesta bis 16 Uhr um dann schon um 19 Uhr endgültig den Feierabend einzuläuten.

Sparen kann man nur bedingt. Sicher sind Seile und einige Hardware deutlich günstiger als in Deutschland. Kauft man aber online, sind die Preisunterschiede nicht mehr so dramatisch. Wollte man sich also eh etwas neues anschaffen oder noch die ein oder andere Ergänzung für das eigene Equipment suchen, lohnt sich das shoppen in Arco sicher. Hier und da ist immer ein spontanes Schnäppchen zu finden. Ein komplettes Jahr darauf sparen um dort die Läden aufgrund der niedrigen Preise leer zukaufen, die Zeiten sind mittlerweile vorbei.

FotoBeim Essen kann man natürlich nicht viel falsch machen, wenn man auf Pizza und Pasta steht. Ein Tipp hätte ich aber doch. Auf der Straße zwischen Camping Arco und unserem Camping Zoo gibt es die Pizzeria California mit einer tollen Außenterrasse  vielen Tischen auch für große Gruppen, einem offenen Grill im Freien und neben super netten und lockerem Personal auf sehr leckeres Essen. Perfekt um einen aktiven Tag bei einem kühlen Bier ausklingen zu lassen und in Laufreichweite vom Campingplatz.

Resümee

Es war ein genialer Urlaub und eine tolle Zeit (wie ihr vielleicht auch im Video sehen könnt) und wir waren mit Sicherheit nicht das letzte Mal in Arco. Solltet ihr einen Aktiv-Kurzurlaub planen und noch nicht sicher sein wohin oder ob Arco die richtige Adresse ist, von Radfahren (off- und onroad), Windsurfen über Wandern, Klettersteige bis hin zum Sportklettern ist hieralles geboten und bestens präpariert! Solltet ihr zu obigen Dingen noch Fragen haben, ab damit in die Kommentare.

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Die Bilder in diesem Beitrag sind gesammelte Werke von Thorsten, Tobi, Johannes, Johannes und mir.
Die Videoaufnahmen des Urlaubs wurden von Sebastian geschnitten.