Im Test… Incase DSLR Sling Pack + Mod 13″ MBA

Britta von Photoqueen.de war so mutig mit mir ein kleines Experiment zu starten. Ich bin ja ein bekennender Taschenfreak. Soll heißen, ich habe fast so viele Fototaschen/Rucksäcke/Cases wie Linsen. Nicht weil ich unbedingt so viele Transportmöglichkeiten benötige, nein, eher aus dem Grund, dass ich mich schwer tue eine Tasche zu finden die 100% für meine jeweiligen Bedürfnisse passt. So habe ich z.B. ein Pelican Case um wirklich (fast) alles mit ins Studio zu schleppen, eine Tasche um eine kleinere Auswahl in den Urlaub und auf Reisen zu nehmen und was mir noch fehlte, war eine schmale, handliche Tasche für den Alltag. Das ganze sollte dann auch noch nett anzusehen sein und nicht auf den ersten Blick wie eine Fototasche aussehen… whatever.

Meine absolute Lieblingstasche ist die Incase Ari Marcopoulos, ich bekomme das nötigste für Reisen und Urlaub rein, sie ist aber klein genug, dass ich sie nicht überlade und sie noch ein tragbares Gewicht hat. Für den Alltag ist sie aber oft zu groß und halb leer. Und da die Ari auch rund 200,- EUR kostet, wird sie den Meisten auch viel zu teuer sein. Jetzt hat Incase vor kurzem die neue Camera Collection heraus gebracht und hier war eine spannende Alternative dabei! Der Incase DSLR Sling Pack!

Eckdaten (im Vergleich zur Ari Marcopoulos)

Optisch sieht der Incase DSLR Sling Pack der Ari Marcopoulos sehr ähnlich. Das Tragesystem ist leicht anders aber vor allem die Farbe und das Obermaterial unterscheiden sich. Der Preis ist mit 90,- EUR deutlich günstiger! Nach genauerem studieren der Abmessungen, stellte ich fest, dass die Tasche ein wenig kleiner und kompakter als die Ari ist. Perfekt für den Alltag, dachte ich! Wenn da nicht die Angabe wäre, dass in die Tasche nur ein 11″ MacBook Air passt… ich habe aber ein 13″ MBA! 🙁 Und so haben ich kurzerhand die Britta angeschrieben, ob sie denn die Möglichkeit hätte, zu probieren, ob in die Tasche nicht doch ein 13″ Air passt. Prompt hat Britta mir geantwortet, dass es aufgrund des Reißverschlusses des Laptopfachs nicht passen würde, obwohl sie meint, dass das Fach ansich groß genug sein dürfte… blöd!

Der große Bruder, Incase DSLR Pro Sling Pack kam für mich auf keinen Fall in Frage, ist er doch wesentlich größer als die Ari – brauch ich nicht, da schleppt man sich nur tot!

Der DIY Mod

Jetzt hat mich das Thema aber nicht losgelassen… die Tasche war doch so perfekt, sah gut aus, alles passte. Nur eben mein 13″ MacBook Air nicht. Und an dieser Stelle geht ein größes Dankeschön an Britta, denn sie war so wagemutig und schickte mir ein Exemplar. Ich sollte mich selbst vergewissern, ob ich der Meinung bin, dass das 13er reinpassen könnte. Falls ja, könnte ich die Tasche entsprechend modifizieren, falls nicht, solle ich sie zurückschicken. Und so setzte ich mich Abends, bewaffnet mit Maßstab an die Tasche und habe gemessen und probiert. Nach einigen Durchgängen war ich mir dann relativ sicher, dass es passen müsste und griff zu Zange und Nagelschere! Kurzerhand habe ich den Zipper vom Reisverschluss mit der Zange entfernt…

…und siehe da: Das 13″ MacBoock Air passt! 🙂 Anschließend schnitt ich noch mit der Nagelschere den kleinen Gummizug am Ende des Faches weg, so das die Öffnung noch etwas größer wurde und alles war perfekt!

Zur Tasche selbst…

…kann ich nur sagen, das Obermaterial wirkt robust und ist wasserabweisend, der Tragegurt und die Schulter- und Rückenpolsterung sind sehr gut, schön breit und komfortabel, auch die Innenpolsterung ist nicht zu dick, aber vollkommen ausreichend um den Inhalt zu schützen! es liegen 3, durch Klett variable Teiler für den Innenraum bei, im Gegensatz zur Ari befinden sich auch an der Außenseite ein kleines,durch Reisverschluss gesichertes Fach mit mehreren kleinen Abteilen. Im Inneren findet man, neben dem Notebookfach auch mehrere eingenähte Fächer, außerdem befindet sich über die komplette Breite der oberen Öffnungsklappe ein Fach für flaches Zubehör (Speicherkarten, Visitenkarten, etc.)

Auf der Unterseite der Tasche findet man 2 Schnallen in welchen man sein Stativ, außenliegend einspannen kann. Ein Regenschutz, wie bei der Ari, ist nicht vorhanden. Ich denke aber, dass dieser bei diesem Außenmaterial nicht nötig sein wird.

Resümee

Neben dem MacBook Air 13″ bekomme ich meine 5D mkII ohne Batterie Griff, mit aufgeschraubtem Objektiv hinein. Je nach Positionierung der Einteiler, außerdem noch 2 weitere Objektive + Blitz, oder anstatt Blitz, zusätzlich eine analoge Kamera mit Objektiv o.ä. Die kleinen Fächer welche sich überall in der Tasche befinden, reichen vollkommen für allerhand an Zubehör wie Kabelauslöser, Speicherkarten, Visitenkarten, Handy, Schlüssel, Filme und was weiß ich noch alles. Genau das Richtige also, für eine „Immer dabei“ Tasche und eben etwas kleiner und schmaler wie die Incase Ari.

Die Tasche ist für mich also die perfekte Ergänzung und für den ein oder anderen unter euch, stellt diese Tasche sicher eine günstige Alternative zur Incase Ari da! Ich kann sie somit uneingeschränkt weiterempfehlen und euch den Shop von Britta, photoqueen.de ans Herz legen! Hier findet ihr auch eine große Auswahl an weiteren, vor allem stylishen und modischen Fototaschen. Habt ihr Fragen, Britta hilft euch 100%, super schnell und freundlichst weiter! 🙂

MacBook Air 13,3″ – Mein erster Eindruck

Mein MacBook Air ist nun seit mehr als einer Woche, nach nervenzehrendem Warten, da und ich habe mich seither intensiv damit beschäftigt. Natürlich überwiegt noch die anfängliche Euphorie und so hat sich das schlussendliche Nutzungsverhalten sicher noch nicht eingependelt. Aber ich möchte an dieser Stelle doch schonmal meinen ersten Erfahrungsbericht abgeben. Ich werde immer wieder gefragt wo ich nun die Grenzen beim MacBook Air sehe, ob ich es denn so nutzen kann wie ich mir das vorgestellt hatte und dazu möchte ich nun ein paar Worte verlieren…

Technische Daten

Ich habe mich für das große MacBook Air mit 13,3″ Display und folgender Ausstattung entschieden

  • 13,3″ Display – Auflösung von 1440×900 Pixel
  • 1,8 GHz Dual-Core Intel Core i7
  • 4 GB Ram (Maximalausbau!)
  • Intel HD Graphics 3000 mit 384 MB DDR3
  • 256 GB Flash Speicher (vergleichbar mit SSD)
  • Bis zu 7 Stunden Akkulaufzeit
  • Bis zu 30 Stunden Standby

Ich schwankte anfänglich zwischen dem 13″ MacBook Pro und dem 13″ MacBook Air. Allerdings stellte ich fest das das MacBook Pro eine geringere Auflösung von 1280×800 Pixel hat und zwar mit 8GB Ram ausgestattet werden kann und einen 2,7 GHz i7 zur Auswahl steht, aber eben nativ keine SSD verbaut hat. Nach der Zubuchung der SSD war der Preis nicht mehr wirklich ein Pluspunkt und die Displayauflösung war so im Endeffekt das ausschlaggebende Argument. Mal ganz abgesehen von der Mobilität welche das MacBook Air bietet. So viel nur zu meinem Entscheidungsweg…

Das Einsatzgebiet

Ich habe in dieser Zeit erst einmal versucht alles auf dem MacBook Air zu machen, was ich sonst auf dem iMac machen würde. Alleine um zu merken wo denn die Grenzen sind und was Möglich ist.

So habe ich meine Bilder sortiert, bearbeitet und exportiert…

… Videos sortiert, bearbeitet, geschnitten und exportiert…

… meinen Blog administriert und und Artikel geschrieben aber auch das surfen, chatten und e-mailen auf der Couch kam in dieser Zeit nicht zu kurz. Alles sowohl mit angeschlossenem Netzteil aber eben auch ausgiebig im Akkubetrieb um auch hier zu sehen wie die Leistung sich verhält und vor allem, wie lang der Akku tatsächlich durchhält.

zu meinem Eindruck

Ich bin bisher doch tatsächlich noch nicht an die Grenzen des MacBook Air gestoßen. Durch denn vollintegrierten Flash-Speicher (SSD) machen sich die mickrigen 4GB Ram überhaupt nicht bemerkbar. Hier hate ich die größten Befürchtungen. Die Auflösung des Displays lässt ein angenehmes arbeiten zu. Hier hatte ich gerade beim Videoschneiden Bedenken welches sich aber auch nicht bestätigt haben. Der i7 macht sich beim exportieren von Videos bemerkbar, selbst im Akkubetrieb angenehme Exportzeiten. Einzig Photoshop habe ich noch nicht ausführlicher getestet, aber da habe ich Leistungstechnisch keinerlei Bedenken. Allerdings wird sich hierbei die kleine Arbeitsfläche bemerkbar machen, aber das sollte jedem klar und bewusst sein.

Der Akku hat mich bisher nie im Stich gelassen, eine realistische Nutzungsdauer im Mischbetrieb (surfen, Bilder bearbeiten/Videoschnitt, skypen usw.) würde ich hier bei 4-5 Stunden ansiedeln. Die von Apple angegebenen bis zu 7 Stunden beziehen sich laut Homepage auch ausdrücklich nur auf die Nutzung zum surfen.

Es ist kein 27″ iMac und auch kein 15″ MacBook Pro mit Vollausstattung, aber, wie in meinem Falle, als Ergänzung zu meinem Hauptrechner (einem 27″ iMac) einfach die perfekte Wahl in meinen Augen. Der beste Kompromiss zwischen Mobilität und Leistung. Ich bin 100% zufrieden und und kann es jedem, der sich in einer ähnlichen Situation befindet, uneingeschränkt empfehlen.

Und ich bin jedes Mal wieder aufs Neue fasziniert wenn ich das MacBook Air in die Hand nehme, wie aus so einem unglaublich flachen Gerät solche eine Leistung kommen kann. Und ich merke auch wie ich das schreibtschlose Arbeiten vermisst habe. Für viele Dinge muss man wirklich nicht vor der großen Kiste hocken und es macht einfach Spaß…

Habt ihr noch weitere Fragen, bin ich auf etwas nicht ausführlich genug eingegangen, steht ihr selber vor dieser Entscheidung oder konntet ihr ähnliche Erfahrungen sammeln? Ab damit in die Kommentare, ich würde mich freuen!