Im Test… Manfrotto Video Fluid Einbein 561BHDV

Frei aus der Hand filmen ist ein Unding. Selbst mit einem stabilisierten Objektiv ist es ohne Hilfsmittel eigentlich nicht machbar, brauchbares Material anzufertigen, hat man nicht irgendein Hilfsmittel um die Cam zu stabilisieren. Sei es ein Shoulder Rig, ein 3-Bein Stativ mit Videokopf oder ähnliches. Manchmal schränken einen diese Lösungen aber ein oder sie sind auf Dauer zu schwer.

Ein guter Kompromiss ist da ein Video-Einbein-Stativ. Und so habe ich mich an Manfrotto gewand und diese waren so freundlich und stellten mir ein Manfrotto 561BHDV Video Fluid Einbein** zur Verfügung.

Wer jetzt an ein klassisches Einbein Stativ denkt, wird sich zurecht fragen, wie will man damit weiche Kamerafahrten bewerkstelligen? Ist denn da ein 3-Bein nicht zuverlässiger? Und genau hier kommt die Idee von Manfrotto ins Spiel…

Das Funktionsprinzip

Wie ihr auf dem Produktbild sehen könnt, hat das Stativ unten 3 kleine Füße, diese können zum Transport hochgeklappt werden. Ausgeklappt greifen diese recht gut auf jeglichem Untergrund und bieten dem Stativ einen festen, verdrehsicheren Stand. Über den Füßen befindet sich eine Fluid-Kapsel und eine Art Kugelgelenk. Und genau hier passiert die „Magie“! Die Beine stehen fest, das Stativ ist ausgefahren und die Cam montiert, man macht eine Bewegung und das gedämpfte Kugelgelenk am unteren Ende dämpft die Drehung schön ab und macht, dass diese schön flüssig wirkt! Genial einfach – einfach genial!

     

Mit dem montierten und ebenfalls gedämpften Fluid Videoneiger kann man dann auch noch die letzte Bewegungsachse nutzen und so stehen flüssigen Kamerafahrten nichts mehr im Weg. Natürlich dämpft ein feststehendes 3-Bein Stativ mit Fluidhead noch wesentlich besser, aber manche Situationen lassen ein großes Stativ eben nicht zu, weil man wesentlich beweglicher bleiben muss.

 Die Möglichkeiten

Auf meinen Streifzügen durchs Netz, bin ich vor einiger Zeit auf folgendes Video gestoßen.

Ihr seht also, mit etwas Kreativität kann man wirklich verblüffende Ergebnisse mit dem Stativ erzielen. Bei uns kam das Stativ schon beim Ferrari Video zum Einsatz. Einige der „Mitzieher“ wurden unter Einsatz dieses Stativs erstellt. Oder aber es diente als Verlängerung/Lanze um die Kamera in eine geeignete Position zu bringen.

Resümee

Da das Stativ natürlich ebenso als klassisches Foto-Einbein einsetzbar, es sich sehr klein zusammenklappen lässt und äusserst stabil aufgebaut ist, hat man hier einen perfekten Allrounder der in allen Situationen, in welchen man mit einem klassischen 3-Bein, Shoulder Rig oder Freihand nicht weiter kommt. Der Preis ist mit knapp 300 EUR nicht ganz billig, bedenkt man aber die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, lohnt sich diese Investition in meinen Augen.

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Okii USB Focus Controller – Mein Eindruck

Vor einer Weile bin ich auf den Okii USB Focus Controller gestoßen und habe mich direkt gewundert warum ich nicht schon öfter davon gehört oder gelesen habe. Es handelt sich hierbei um ein CNC gefrästes Gehäuse welches wie ein normales FollowFocus Rad aussieht. Allerdings befindet sich an der Seite ein USB Anschluss… kurzum, mit dem USB Focus Controller kann man nicht nur, wie der Name schon sagt, den Focus einer Canon DSLR via USB steuern, sondern noch viel mehr…

Okii Systems war so freundlich und hat mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank an dieser Stelle noch mal.

Zum USB Focus Controller…

…das Gehäuse ist aus Aluminium gedreht und hat trotz Akku ein angenehmes Gewicht. Das Fokus-Rad hat eine passende Friktion und somit lässt sich der Fokus präziese steuern. Schaut man sich das Device genauer an, fallen einem neben der USB Buchse, dem Einschalter und der Status-LED die zweifarbigen Markierungspunkte auf. Hierbei handelt es sich um Tasten! Mit diesen lässt sich z.B. der LiveView Modus ein und ausschalten, man kann schrittweise fokussieren und auch die 5x und die 10x Vergrößerung einblenden. Mit der roten Taste kann man die Aufnahme starten und stoppen und durch gedrückt halten kann man sogar ein Foto aufnehmen.

Bei der Geschwindigkeit des Fokussierens hat man die Auswahl zwischen 3 Einstellungen. Große Schritte (etwas ruckelig aber schnell) mittlere Schritte (perfekt beim live-filmen) und kleine Schritte (für das Fokus-Feintuning). Die vier Tasten auf der anderen Seite dienen dazu Fokuspunkte zu speichern welche man anschließend durch betätigen der jeweiligen Taste automatisch anfahren kann. Perfekt bei gestellten Szenen und festen Objekten.

Aber hier gibt es gleiche eine Sache zu erwähnen welche man beachten muss. Das Gerät speichert nicht die Fokusposition, sondern „lediglich“ die Impulse welche es an die Kamera leitet um von der einen gespeicherten Postion zur gewünschten zu kommen. Das heißt im Klartext, bewegt man in der Zwischenzeit den Fokusring von Hand, stimmt die Impulsanzahl nicht mehr um in den gewünschten Fokus zu kommen. Hier muss man also aufpassen!

Ein Beispiel-Clip

Mein Eindruck

Mir wurde nach dem Testen klar warum das Gerät „Focus Controller“ getauft wurde und nicht „Follow Focus“, denn es eignet sich nur ganz bedingt zum filmen. Selbst bei Objektiven mit USM Motoren ist die Fokusfahrt nicht ruckelfrei, da die Ansteuerung in Impulsen erfolgt. Hierauf wird aber auch schon vom Hersteller hingewiesen. Dennoch kann man es mit Vorsicht für feste Fokusfahrten einsetzen, oder aber einfach als Fernbedienung für die Kamera, da das USB Kabel doch recht gut verlängert werden kann (z.B. auf einem Kamerakran). Die eigentlichen Stärken des Okii USB Focus Controllers sehe ich allerdings ganz klar z.B. in der Makrofotografie. In der feinsten Stufe lassen sich wirklich sehr exakte Fokussierungen vornehmen. Vorteil hierbei, man muss die Kamera nicht berühren… zum einen wackelt sie so nicht nach (im Makrobereich nicht zu unterschätzen) und zum anderen, fotografiert man z.B. lebende Insekten, kann man Abstand zum Objekt gewinnen.

Pro:

  • speichert Fokus Positionen
  • Plug ’n‘ Play
  • genaues Fokussieren möglich
  • große Reichweite

Contra:

  • nicht als Follow Focus geeignet (wird aber schon vom Hersteller darauf hingewiesen!!)
  • Keine Beschriftung (siehe Update)
Hier noch ein Kurzfilm in welchem der Focus Controller verwendet wurde:

Update: Bei der aktuellen Version des Okii USB Focus Controllers wurde die Kritik an der fehlenden Beschriftung der Buttons berücksichtigt. Die neue Version wurde nun also mit eindeutigen Bezeichnungen der Bedienelemente ausgestattet. Dies sollte die Bedienung noch weiter vereinfachen.

Ferrari 458 Italia Video

Vor einigen Wochen waren die Two Dudes, Daniel und ich in Köln zu Besuch bei Teymur. Es ging darum ein kleines Video zu und mit einem Ferrari 458 Italia zu drehen. Der zeitliche Rahmen war mit einem Tag stark begrenzt, aber machbar…


Wir hatten die diversesten Techniken im Einsatz, filmten indoor und outdoor um so die größtmögliche Auswahl an Videomaterial zu haben. Wie ihr hier in den Making Of Bildern sehen könnt, filmten wir u.a. mit einem Slider und einem improvisierten Kamerakran. Außerdem verwendeten wir eine Steadycam und eine GoPro HD Hero2.

Teymur nutzte die restlichen Tage natürlich um einige verschiedene Foto-Sessions mit dem Auto abzuhalten. Mehr dazu auf icedsoul.de –>

Werbespot für Fit-KA – Der Drehtag

Am Samstag den 24.09.2011 war es soweit! Die Planung stand, die Akkus waren geladen, das Wetter hätte nicht besser sein können und so konnte der Drehtag zum Werbespot für Fit-KA planmäßig stattfinden. Wir trafen um 10 Uhr Morgens am Drehort, das Beiertheimer Stadion hier in Karlsruhe, ein. Nach einer kurzen Durchsprache ging es daran das Equipment herzurichten und die Trainigsgeräte aufzubauen. Anschließend war dann auch schon Drehbeginn…

 Zum Videoinhalt möchte ich an dieser Stelle noch nicht all zu viel verraten, allerdings ein paar Worte zum Drehtag. Das Endergebniss werdet ihr hier an dieser Stelle natürlich präsentiert bekommen.

   

Gegen 11 Uhr fingen wir mit den ersten Einstellungen an. Moritz hatte eine Aufstellung der Übungen welche ins Video sollten und den dazugehörigen Namen der Personen, welche diese ausführen sollten. Diese Planung erwieß sich als perfekt, denn so wussten wir immer, je nach anwesenden Personen, welche Einstellungen wir drehen konnten und mussten. Wir konnten den Tag so sehr effektiv ausnutzen. Da wir das Stadion auch nur an diesem einen Tag für uns hatten, musste am Abend also alles im Kasten sein. Wir hatten keinen zweiten Versuch. Ensprechend vollgepackt war die Zeit auch.

Später am Tag  kam dann noch ein Highlight! Eine Arbeitsbühne, für die etwas ausgefalleneren Einstellungen! 🙂 Da das auch für uns beide (Daniel und mich) eine Premiere war, fanden wir das besonders spannend. Schon abgefahren was sich einem so für Möglichkeiten bieten. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Jürgen Bannwarth von der Firma Butsch&Meier für das Bereitstellen und das geduldige Bedienen der Arbeitsbühne!

Damit ihr eine Vorstellung vom Dreh bekommt, hier ein kleiner Trailer:

Hatten wir Anfangs noch Bedenken das eventuell zu wenig „Darsteller“ erscheinen würden, waren wir am Ende des Tages verblüfft wie viele doch im Endeffekt da waren und wirklich bemerkenswert geduldig warteten, um ihre Rolle an diesem Tag einzunehmen! Ein großes Dankeschön von uns nochmals an dieser Stelle! Auch einen riesen Dank an das Katering! Neben Trinken und kleinen Stärkungen wurde am Nachmittag sogar noch ein Kaffe und Kuchen Buffet aufgetischt!

Im Endeffekt ging der Drehtag von 10 Uhr Morgens bis 19 Uhr Abends, wovon wir effektiv locker 7-8 Stunden wirklich am drehen waren. Selbst die letzten Sonnenstrahlen haben wir noch für die finale Einstellung genutzt.  Inklusive Sonnenbrand und Muskelkater, sind rund 60 GB an Videomaterial zusammen gekommen, welches nun gesichtet und verarbeitet werden will. Bald also mehr…

Danke an dieser Stelle auch an Philip Dehm für das MakingOf Material.