Triggertrap und ADOX Silvermax + Color Implosion

Heute standen die letzten Aufnahmen an, die gedreht werden wollten und anschließend ging es dann noch einmal auf eigene Faust über die Messe mit der Gruppe aus Karlsruhe. Meine beiden Highlights heute waren zum einen die Triggertrap, im Grunde eine Smartphone-App, welche die Sensoren des Handys für allerhand Trigger-Möglichkeiten nutzt und so via dem Triggertrap Interface die Kamera auslöst und zum anderen der Stand von ADOX wo es zwei neue Filme zu begutachten gab. Beides sehr kleine, unscheinbare Stände auf der Messe, aber um so beeindruckender die Produkte…

Triggertrap

Hier trafen wir auf die beiden genialen Köpfe, Geeks – wie sie sich selber nannten, hinter Triggertrap, Haje und Matt. Die beiden präsentierten uns ihr Baby, Triggertrap Mobile wirklich mit Herzblut und was sie uns zeigten, hat mich wirklich verblüfft. Triggertrap ist eine Kombination aus einem kleinen Dongle, den man in die Kopfhörerbuchse seines Smartphones steckt (iOS und seit kurzem Auch Android Support) und mit der Digitalkamera verbindet und der Triggertrap App, dem eigentlichen Herzstück des Projektes.

Hier machen sich die Jungs alle erdenklichen Sensoren im Telefon zu nutzen, so gibt es neben den normalen Intervalauslösern eben Modis die auf das GPS Signal zugreifen um nach entsprechender Distanz immer wieder ein Bild zu machen, oder auf Erschütterungen des Telefons hin, auf magnetische Veränderungen (hierbei wird der Kompass des Smartphones angezapft) oder aber die Face Detection, bei welcher man justieren kann, es soll erst getriggert werden wenn 2,3 oder 5 Gesichter im Bild zu sehen sind. Und das waren nur einige der insgesamt 13 Modis. Die kostenlose Version der App beinhaltet dagegen nur 3 Modi. Aber die Vollversion schlägt mit 10 EUR zu Buche, bedenkt man, das der Dongle nur 25,- EUR kostet. Schaut man sich hier andere Intervalauslöser an, liegen die oft deutlich über den 35,- EUR dieser Lösung und bieten wesentlich weniger Möglichkeiten! Geschweige denn, dass diese so komfortabel zu bedienen sind und diesen Support erfahren.

Hier gibt’s noch ein Video was euch die Funktionen zeigt:

Die Jungs waren so nett und haben mir direkt ein Exemplar zum testen mitgegeben. Eine ausführliche Review folgt also noch! TIPP: Zur Photokina kostet die Triggertrap App nur 3,99 EUR. Wer sich also solch einen Dongle zulegen mag, sollte die App am besten gleich kaufen. 

Vielen Dank an Thomas Mengede, von dem ich den Tipp bekommen habe!

ADOX Silvermax & Color Implosion

Und dann war da der unscheinbare ADOX Stand. Hier wurden augenscheinlich nur 2 neue Filme aus- und vorgestellt. Aber die hatten es in sich!

Zum einen war da der Silvermax, ein Film den Adox wie folgt beschreibt:

„SILVERMAX hat im Vergleich zu normalen Filmen einen erhöhten Silbergehalt. Dadurch baut er eine hohe Dichte auf und kann einen Kopierumfang von bis zu14 Zonen (im Silvermax-Entwickler) erzielen. Sie bekommen alles ins Negativ: von den tiefsten Schattenbis zu den höchsten Lichtern. … Made in Germany. UVP 3,45 EUR bei 10 Stück Abnahme.“

14 Zonen, wie es ADOX beschreibt, heißt nicht anderes, dass der Film nahezu das komplette Lichtspektrum einzufangen vermag. Sehr bemerkenswert! Ob das in der Alltagspraxis so auch klappt, bleibt abzuwarten, aber der Umfang wird definitiv wesentlich höher als üblich sein. Außerdem hat man die Wahl ob man den Film positiv oder negativ entwickeln möchte. Ich habe mir einige Testexemplare mitgenommen und werde auch hier berichten wie meine Erfahrungen ausgefallen sind!

Den Film gibt es derzeit nur im Kleinbildformat 135/36, bei entsprechender Nachfrage denkt ADOX aber darüber nach, auch eine 120er Version herzustellen. Leider gibt es auf ADOX‘ Homepage noch keine weiteren Infos zum Silvermax, diese sollten aber in kürze folgen.

Und der zweite Film, war der Color Implosion, über den ADOX folgendes sagt:

„Jeder mit der Farbkorrektur beauftragte Laborant verfällt bei der willkürlichen Farbgebung in Schnappatmung und reißt die Regler auf Anschlag.
Rot springt hervor die anderen Farben kippen ins Cyanblau oder Gelb.
Diese surreal anmutende Farbwelt in Kombination mit dem akzentuierten Korn verleihen Deinen Bildern diesen einzigartigen Retro-Stil, den eben nur analog kann!“

Das geile an diesem Film ist, man kann sehr einfach steuern, was für Ergebnisse man haben möchte. Stellt man die Kamera auf ISO400, so bekommt man Bilder mit sehr wenig Farbe und „Toxic Grain“. Stellt man die Kamera auf ISO 200 ein, so explodiert alles Rote, während die anderen Farben im grünblauen verharren. Das „Toxic Grain“ wird rot. Bei ISO 100 wiederum, bekommt man schöne, surreale 70er Jahre-Sommerfarben. Das „Toxic Grain“ ist jetzt gelbrot.

  

Auf diesen Film freue ich mich am meisten. Auch hier habe ich einige Testexemplare eingepackt und werde die Ergebnisse natürlich hier zeigen und berichten. Im Gespräch mit Mirko Böddecker, Geschäftsführer von ADOX, erfuhren wir, dass die beiden Filme (oder ihre Bestandteile) als Abfallprodukte in der eigentlichen Produktion (bei Agfa) anfallen. Beim „Color Implosion“ handelt es sich im Ursprung sogar um einen missglückte Herstellung, welche diese abgefahrenen Ergebnisse zu Tage brachte. Wir können also froh sein, dass es noch kleine Firmen gibt, die mit Herzblut an der Sache arbeiten und immer wieder für außergewöhnliche, pragmatische Neuerungen sorgen.

…aus dem Nähkästchen (Fuji x100, Holga und mehr)

Hallo Zusammen! Da ich im Moment echt unter Strom stehe und nicht möchte das hier auf dem Blog Stille herrscht, wollte ich einfach ein paar News und Aktuelles in die Runde schmeißen! Es tut sich viel zur Zeit, aber es gibt momentan nicht viel Vorzuzeigen. Die Zeit ist knapp und so steht viel Neues in den Startlöchern. So stay tuned…

Fuji x100 Zwischenstand

Wie ihr wisst habe ich mir eine Fujifilm x100 zugelegt. Die Kamera begleitet mich so oft es geht. Nach wie vor bin ich begeistert und lerne die Cam von Mal zu Mal besser kennen. Eins kann ich jetzt schon unterschreiben, die x100 ist wirklich ein „ISO Monster“! Sehr rauscharm und wenn es rauscht wirkt es dennoch harmonisch und nicht störend. bis ISO 3200 kein Problem. Hier noch ein paar weitere Fotos, ein ausführlicher Bericht folgt nach längerem Testen…

Größenvergleich  Fuji x100 vs Sony NEX-5

In meinem letzten Post zur x100 wurde ich nach einem Größenvergleich mit der x100 gefragt. Da ich meine Panasonic LX3 leider für längere Zeit verliehen habe, habe ich beim letzten Stammtisch ein paar schnelle Vergleichsbilder mit einer Sony NEX-5 samt Kit Objektiv aufgenommen. Hier noch ein Vergleich aus einer Foto-Zeitschrift.

Holga HL-C

Das ich ein Fan des Retro-Bildstils bin, das merkt man sicher. Nach dem Artikel hier bei kwerfeldein.de habe ich kurzerhand zugeschlagen und mir spontan eine Holga HL-C Linse für meine Canon 5D mkII gekauft. Zum testen kam ich leider noch nicht wirklich. Aber die ersten Aufnahmen zeigten: Das Objektiv braucht viel Licht bzw einen sehr hohen ISO Wert. Die Schärfe der ersten Testaufnahmen haben mich aber echt verblüfft. Die Bilder haben, wie erwartet, ne sehr starke Vignette und der Stil erinnert tatsächlich an Holga Aufnahmen. Das perfekte „Shoot-from-the-Hip“ Objektiv, denn fokussieren is nicht wirklich und einmal die korrekte Belichtungseinstellung gefunden kann man drauf los knipsen… 🙂 Abend- oder Nachtaufnahmen werden, durch die extrem  kleine Blende wohl nicht möglich sein, aber mal schauen wann und wie sie zum Einsatz kommt. Ich werde berichten…

Videodreh

Ansonsten stehen ein paar sehr interessante Video-Projekte vor der Tür. Hierzu kann ich im Moment leider noch nichts konkretes Veröffentlichen, aber in Zukunft wird es sich hier auch vermehrt um Videodreh, -equipment und -schnitt/-nachbearbeitung drehen! Ich freu mich drauf!

Facebook Fanpage

Dann nutze ich die Gelegenheit doch auch gleich noch um euch auf meine Facebook Fanpage aufmerksam zu machen.

Hier poste ich immer wieder interessante und foto-/videorelevante Links welche ich auf meinen Steifzügen durch das Netz so finde. Seien es inspirierende Bilder oder Portfolios, interessante „MakingOf“ und „Behind the Scenes“ Videos oder Kurrioses und Skurriles. Vorbeischauen und „liken“ lohnt sich also, ich würde mich freuen! 😉

Soweit mal für heute…

Immer dabei: iPhone, Hipstamatic & Tumblr

Tagebuch war gestern – Dank iPhone Kamera, Hipstamatic und meinem Tumblr Blog habe ich das ganze durch eine zeitsparende, vor allem aber lebendige und kreative Art und Weise gelöst.

Tagebuch schreiben, damit konnte ich mich nie anfreunden. Meinen Kalender detailliert pflegen, auch hierzu war ich schlussendlich zu inkonsequent. Was mich aber nun schon eine ganze Weile begleitet ist mein Tumblr Blog für meine iPhone Bilder. Und so nutze ich das ganze:


Ich bin Hipstamatic User der ersten Stunde. Als die App fürs iPhone erschienen ist, habe ich nicht lange gezögert. Der Charme, auch alltägliche und eher einfache Aufnahmen wirken durch die vielfältigen Hipstamatic-Effekte wesentlich interessanter. Gerade Fans des Retro- und Lomo-Looks, oder der „Shoot from the Hip“ Anhänger, kommen hier auf ihre Kosten. Durch immer neue Linsen, Blitze und Filme wird das Repertoire stetig erweitert. Diese können nach belieben untereinander kombiniert und somit immer neue Effekte erzielt werden. Aber wem erzähl ich das… kennt ihr sicher alle schon.

Für mich ist ein weiterer Vorteil das ich bei diesen Bildern auch nicht so penibel auf die Qualität achte und mir somit erlaube auch Momentaufnahmen und Situationen festzuhalten und zu veröffentlichen, wie ich es mit meiner DSLR sicher nicht machen würde. Hierbei Weiterlesen