Das Resümee des Lumia 925 Test

Ich war nun also 14 Tage lang mit dem Nokia Lumia 925 unterwegs. Über meine ersten Schritte und Anfangsschwierigkeiten habe ich hier bereits berichtet. Nun ist die Testphase abgeschlossen und es ist Zeit für ein Resümee.

lumia925 2477 845x563 Das Resümee des Lumia 925 Test

Usability

Nach all den Anfangshürden, welches sich natürlich mit der Zeit gelegt haben, waren es nur noch wenige Dinge, an die ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen konnte. So waren es die oft verschiedenen Wege die einen an das selbe Ziel führen. So hat man die Facebook Nachrichten sowohl in der Nachrichten-Zentrale gesehen, als auch in der Facebook App. Die Nachrichten-Zentrale pushte sehr zuverlässig, zeigte aber nicht die Nachrichten an, welche man z.B. am PC geschrieben hatte. Hierzu musste man in die App wechseln. Neuigkeiten aus den verschiedenen Newsstreams (Facebook, Twitter, etc.) bekommt man in der “ICH” Übersicht aber eben auch in den jeweiligen Apps. Das ist zwar alles gut gemeint und dient der Zentralisierung, aber durch das sehr schlichte und flach gehaltene Windows Phone Design, habe ich oft den Überblick verloren, woher die Informationen gerade kommen.

Im Grunde kann man das alles aber darauf zurückführen, dass Facebook und Co (noch) nicht komplett im System integriert sind. So kann man sich auch (noch) nicht wie vom iPhone gewohnt, in anderen Apps mit seinem Facebook Account via einem einzigen klick anmelden. Aber… das alles ins in Planung und soll in den kommenden Windows Phone Versionen stetig weiter integriert werden.

lumia925 2492 278x185 Das Resümee des Lumia 925 TestSo sieht man aber, dass Nokia sich wirklich richtig Mühe gegeben hat. Überall, wo man die Chance sah dem Ganzen etwas unter die Arme zu greifen, hat man dies auch getan. Die mit aktuellster Musik bestückte Nokia Music App z.B. welche komplett kostenlos ist und vom Umfang tatsächlich an Spotify heran kommt. Man kann Playlists und Künstler-Mix offline verfügbar machen. Oder die kostenlose Navi App HERE Maps, die zum “Lieferumfang” gehört und einen sicher ans Ziel geleitet. Hier bekommt man wirklich einiges an die Hand, was sich sehen lassen kann.

Kamera

Die Kamera des Nokia Lumia 925 wird damit beworben, besser als die Konkurrenz mit schwierigen Lichtsituationen zurecht zu kommen. So soll sie ihre Stärken vor allem bei Dämmerung und im Dunklen ausspielen. Hierzu habe ich einfach ein paar 1:1 Vergleichsbilder mit dem iPhone 5s aufgenommen. Bildet euch am besten euer eigenes Urteil.

BoxFiles 13112513173503 845x475 Das Resümee des Lumia 925 TestFoto 25.11.13 17 34 52 800x600 Das Resümee des Lumia 925 Test

(Before: Nokia Lumia 925 – FullRes, After: iPhone 5s – FullRes)

BoxFiles 13112613183341 278x166 Das Resümee des Lumia 925 TestWas ich positiv anmerken möchte, sind die Einstellungsmöglichkeiten die einem geboten sind. So kann man z.B. den ISO Wert, Weißabgleich oder die Belichtungszeit manuell einstellen und so das Ergebnis ganz bewusst beeinflussen. Aber nur wer mag, ansonsten verlässt man sich wie gewohnt auf die Automatik.

Hardware Design und Haptik

Die Handy Hardware selber muss sich definitiv nicht verstecken. Das Gerät liegt hochwertig in der Hand, die Verarbeitung ist top. Das Display ist an den Kanten sehr flach abfallend was mir gleich positiv aufgefallen ist. Das Gerät knarzt nicht und macht einen kompakten Eindruck. Allerdings ist das gewählte Format nichts für meine recht kleinen Hände. Ich hatte bei der Einhandbedienung so meine Probleme und bin hier das längliche, schmale Design des iPhone 5 gewohnt. Das ist aber wirklich nur eine Frage des Geschmacks.

lumia925 2501 845x563 Das Resümee des Lumia 925 Test lumia925 2480 278x185 Das Resümee des Lumia 925 Test lumia925 2487 278x185 Das Resümee des Lumia 925 Test lumia925 2472 278x185 Das Resümee des Lumia 925 Test

Schade fand ich, dass das kabellose Laden nur mit einer extra Hülle funktioniert und nicht direkt im Gerät implementiert wurde. Die Hülle selbst wiederum ist ebenfalls sehr wertig und flach gestaltet worden und trägt nicht sonderlich auf, schützt dabei aber wie man es erwartet.

lumia925 2467 420x280 Das Resümee des Lumia 925 Test lumia925 2465 420x279 Das Resümee des Lumia 925 Test

Der Akku hat mich in den ganzen zwei Wochen nie im Stich gelassen. Egal wie viel ich mit dem Handy gemacht habe, wie viele Push-Anstürme es auch waren. Einen kompletten Tag hat es immer durchgehalten oft wäre auch deutlich mehr drin gewesen. Hier habe ich mit dem iPhone schon des öfteren so meine Probleme gehabt. Fazit Akkulaufzeit: Top!

Abschließendes Resümee

Was soll ich sagen… Wunder habe ich nicht erwartet. Positiv überrascht wurde ich aber trotzdem. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Windows mal loben würde. Aber was Nokia hier mit ihrem Windows Phone Lumia 925 raus gebracht haben, kann sich wirklich sehen lassen. Die Hardware in gewohnt hochwertiger Nokia-Qualität. Alles was mich zum Ende noch störte, ist auf das noch recht junge Betriebssystem zurückzuführen. Hier wird aber mit Hochdruck an stetiger Verbesserung und Erweiterungen gearbeitet. So ist für Version 8.1. die Mitteilungszentrale in Planung, gegen Ende meines Tests hat Instagram Wort gehalten und seine Windows Phone Version herausgebracht.

lumia925 2457 845x563 Das Resümee des Lumia 925 Test

Als eingefleischter iPhone Fan konnte mich das Lumia 925 tatsächlich auf eine Weise überzeugen. Wer ein Smartphone sucht und den Überblickt bei den zig verschiedenen Android Versionen und Brandings verloren hat, wer nicht jede kleinste Kleinigkeit in den Eingeweiden des Systems konfigurieren möchte, ein iPhone aber nicht in Frage kommt, ist hier an der absolut richtigen Adresse.

Warten wir noch eine Weile ab, liefern die App Schmieden ihre Programme auch für Windows Phone nach und erweitert Microsoft weiterhin stetig den Funktionsumfang von Windows Phone, haben wir hier in naher Zukunft den dritten ernst zunehmenden Anwärter und Konkurrenten auf den Smartphone Thron. Ich habe wieder auf mein iPhone 5s gewechselt, bin aber froh, den Ausflug in die Lumia-Welt gemacht zu haben.

Die ersten Schritte… Nokia Lumia 925

Ich habe die Tage also mein Nokia Lumia 925 in Betrieb genommen. Im Vorfeld habe ich mir eine zweite SIM für meinen Vertrag bestellt, das stellte also kein Problem dar. Nun musste ich als erstes einen Windows Live Account erstellen (Vergleichbar mit der Apple ID beim iPhone), damit ich im Windows Phone Store an Software komme und mein Handy inkl Einstellungen und Daten in Microsofts Skydrive (Vergleichbar mit der icloud beim iPhone) gesichert werden kann. Nachdem ich das Handy also grundlegend eingerichtet hatte, habe ich angefangen meine Daten zu portieren und MustHave-Apps zu installieren.

Kontakte, Mail, Kalender

BoxFiles 13111213100902 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925Mails waren kein Problem. Postfächer einrichten und fertig! Was ich allerdings am Anfang verwirrend fand, je Mailaccount hat man nun ein eigenes Icon. Die Postfächer sind also voneinander getrennt und müssen einzeln gecheckt werden. Muss man wissen. Zum anderen nutze ich eine meiner Mailadressen als Login für meinen Google-Account. Habe ich diesen also bereits angebunden, kann ich das eigentliche Postfach nicht mehr anbinden, da mir Windows Phone meldet, es gäbe schon einen Account mit dieser Mailadresse… Workaround war, mich im Google Account mit meinem Google-Benutzernamen anzumelden.

Kalender war auch kein Problem, da ich alles mit diversen Google-Kalendern gelöst habe (keinen iCloud-Kalender) und somit war die Anbindung schnell erledigt. Die Ansicht ist allerdings etwas suboptimal. In der Monatsansicht wird versucht die Termine tatsächlich textlich einzublenden – nicht sonderlich gut lesbar. In der Tagesansicht muss man scrollen um Termine ausfindig zu machen, man wird also nicht “hingeleitet” und in Listenansichten verliere ich persönlich immer schnell die Übersicht. Aber wenn man fair ist, habe ich die gleichen Probleme auch im  iOS Kalender. Der glänzt auch nicht grad mit Übersichtlichkeit.

BoxFiles 13111213100917 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111213100910 420x252 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111213100925 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925

Kontakte hingegen stellten mich kurz vor ein Problem. Diese habe ich in der iCloud gesichert. Die kann man allerdings am Windows-Phone nicht anbinden. Nach kurzer Recherche habe ich aber herausgefunden, dass es zum portieren der Kontakte eine App gibt. “Daten übertragen“. Diese solle auch mit dem iPhone funktionieren und sich die Daten via Bluetooth saugen. Ich war skeptisch, habe es ausprobiert und war sehr positiv überrascht, denn es funktionierte auf Anhieb!

BoxFiles 13111213100852 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111213100831 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111213100844 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925

Systemintegration und Push-Mitteilungen

Facebook und Twitter sind auch im Windows Phone integriert. Allerdings folgt das alles einem etwas anderen Konzept, als ich das vom iPhone gewohnt war. So ist der Facebook Chat z.B. in der “SMS Zentrale” mit integriert. Zwischen meinen SMS Verläufen, tauchen also meine Facebook Unterhaltungsverläufe mit auf. Ist eine nette Idee, verwirrt allerdings anfänglich, da die unterschiedlichen Dienste sich optisch erstmal nicht unterscheiden. Im Texteingabefeld ist vor dem Eingeben des eigenen Nachrichtentextes zu lesen ob es sich um eine SMS oder einen Facebook Chat handelt. Nach ein paar Tagen merkt man aber, dass es im Grunde keine Rolle spielt bzw man irgendwie doch merkt, was nun ein Chat und was ein SMS Verlauf ist.

Gleiches Konzept mit den Hinweisen auf News in den Timeline von Facebook, Twitter und Co. Diese werden unter der App/Zentrale “Ich” zusammen gefasst und gebündelt dargestellt. In dieser kann man sich die gepushten Beiträge ansehen, liken, kommentieren, retweeten oder faven ohne auch nur einmal in die Facebook oder Twitter App wechseln zu müssen. Alles auf die Kategorien Benachrichtigungen (z.B. Timeline-News aus Facebook), Neuigkeiten (z.B. Eigene Facebook-Posts im Auge behalten und neue Tweets) und Versenden, hier kann man ein Update in die Netzwerke posten (einzeln oder alle aufeinmal), einchecken oder seinen Status ändern. Auch hier braucht es etwas Eingewöhnungszeit da man zu keinem Zeitpunkt die gewohnte Facebook- oder Twitteroberfläche sieht. Aber es funktioniert.

BoxFiles 13111313100445 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111313100452 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111313100505 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925

Was mir sehr fehlt, ist eine Mitteilungszentrale. Wird man via Push benachrichtigt und entsperrt das Handy, kann man verpasste Push Hinweise nicht mehr einsehen. Diese verschwinden nämlich nach kurzer Zeit und so muss man dann die Kacheloberfläche absuchen, wo sich denn was getan hat. Hier habe ich aber erfahren, dass in der Windows Phone Version 8.1. Abhilfe geschaffen werden soll.

Design, Oberfläche und Bedienung

Ich muss gestehen, die Oberfläche von Windows Phone hat was. Das Kacheldesign macht was her, die Idee mit den 3 verschiedenen Größen und das manche Apps in der Kachel Inhalte anzeigen, ist eine coole Idee. Das man hier und da etwas länger sucht, wo sich gewisse Dinge befinden, das ist auch normal. Das Grundlegende Bedienkonzept (Zurück geht es mit der ← Taste, Verschiedene Oberflächen innerhalb einer App sind oben über die riesige Überschrift durch rechts und links wischen zu erreichen, etc.) geht auch langsam in Gewohnheit über. Generell ist das Betriebssystem und Handy relativ schnell. Bewegt man sich auf der Windows-Oberfläche, ist das swipen und wischen auch flüssig und angenehm. Alles ist sehr schön und angemessen animiert. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Das gefällt! In den Apps hingegen sieht es teilweise etwas anders aus, dafür kann aber Nokia und Windows nichts.

BoxFiles 13111213105444 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925Wo ich im Design allerdings noch Verbesserungspotential sehe… Man achtet sehr darauf, das alles Clean, Flat und Einheitlich ist. Das wirkt auch sehr stimmig und modern. Gefällt mir. Aber teilweise ist dieses Design so durchgängig, dass die Übersicht etwas leidet. z.B. in einem Whatsapp Gruppenchat mit 10 Teilnehmern, in welchem jeder Teilnehmer im einheitlichen Design dargestellt wird. Hier hat man Mühe den Überblick zu behalten. Würde man hier etwas Farbe zulassen, könnte es so einfach sein. Wie eben auch bei iOS und Android. Hier weiß ich allerdings nicht was vorgegeben ist und in wie weit die App-Entwickler eingreifen können. In der SMS Zentrale aber, sehen SMS und Facebook-Nachrichten ebenfalls identisch aus. Warum nicht zwei verschiedene Farben? Und so gibt es immer wieder mal Stellen im System und den einzelnen Apps, an welchen man das Design-Konzept vielleicht doch etwas überdenken müsste.

Nokia Lumia 925 Reset

Weil ich etwas unvorsichtig war, musste ich mein Lumia via Tastenkombination resetten. Da ich selber nicht auf Anhieb finden konnte, wie das funktioniert, hier die Lösung: Man muss die Leiser- und die Ein/Aus Taste für ca 10 Sekunden drücken. Anschließend vibriert das Lumia kurz und startet neu!

Resümee bisher nach 5 Tagen…

Ein tolles Handy, ein hübsches Betriebssystem und viele gute Ansätze und Ideen! Das die Eingewöhnung nicht leicht wird, das habe ich mir natürlich schon gedacht. Es ging aber dann doch schneller als erwartet. Viele anfängliche Probleme haben sich mit der Zeit gelegt. Hinzu kommt, dass man sich auf viele Ansätze und Konzepte einfach mal einlassen muss um zu sehen, dass es so eben auch funktionieren kann. Was man im Endeffekt bevorzugt, steht auf einem anderen Blatt. Aber gut… ich habe ja noch mehr als eine Woche vor mir und bin selbst gespannt, was das finale Resümee sein wird.

Mitstreiter

Ich bin nicht der Einzige, der sich auf dieses 14-tägige Experiment eingelassen hat. Auch Ben, Camillo und Maik sind dabei. Aber auch einige (für mich) neue Gesichter machen mit. So z.B. Malte und Axel. Interessiert euch das Thema also, schaut auch unbedingt bei den Kollegen vorbei!

UPDATE zu den getrennten Mail-Postfächern

Direkt nach der Veröffentlichung hat mich die betreuende Agentur zu dieser Aktion kontaktiert und meinen Unmut bezüglich der getrennten Postfächer ausgeräumt. Es gibt hier nämlich eine simple Lösung:

BoxFiles 13111413130650 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111413130700 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925 BoxFiles 13111413132329 252x420 Die ersten Schritte... Nokia Lumia 925

Man geht dazu einfach in eines der Postfächer, unten auf die Einstellungen und betätigt den Punkt “Posteingänge verknüpfen”. Nun kann man auswählen welche Postfächer auf dem Lumia zusammen angezeigt werden sollen und wie dieses gemeinsame Postfach heißen soll. Ich bin zufrieden!

Danke für die schnelle und zuvorkommende Hilfe an dieser Stelle – so muss das sein!

Ich teste das Nokia Lumia 925

Ähhh… bitte was?!? Als unverbesserlicher iPhone Jünger? Ein Windows Phone?

Ja! Mein Bekanntenkreis hat es mittlerweile schon aufgegeben mit mir über iPhone-Alternativen zu diskutieren. Android kenne ich vom Diensthandy, find ich furchtbar. Für mich der Inbegriff, wie userfreundliche Smartphones nicht aussehen sollten. Jeder Hersteller backt seine eigenen Brötchen, bei den ganzen OS Versionen blicken nur noch die eingefleischten User durch. 3 Mio Einstellmöglichkeiten von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie braucht. Es gibt kein durchgängiges Design. Und so weiter, kennt ihr alles. Ne, danke!

Nokia Lumia 925 845x524 Ich teste das Nokia Lumia 925

Als ich die Mail zum Nokia Lumia 925 im Postfach sah und trotz meiner Warnung, ein unverbesserlicher und überzeugter iPhone-User zu sein, keine Bedenken bestanden, habe ich die Möglichkeit wahrgenommen, mir auch endlich mal ein eigenes Bild von einem Windows-Phone zu machen. Ich habe noch schnell gecheckt, wie es mit Apps wie Facebook (), Spotify (), Instagram (x) und Whatsapp () aussieht, bei meinen Selftracking Apps ala Moves und die komplette Nike+ Fuel Serie wusste ich bereits, dass diese nur iOS tauglich sind.  Aber für 2 Wochen (solange soll die Testphase nämlich gehen) werde ich mich arrangieren können. Und so soll es sein…

Lumia Tom 800x600 Ich teste das Nokia Lumia 925

Nokia macht derzeit sehr offensiv Werbung für seine aktuelle Lumia Serie. Ob das Lumia 1020 mit seiner 41 Megapixel Kamera oder eben das Lumia 925**, welches gerade bei schlechten Lichtverhältnissen punkten will. Einige Stimmen sagen, dass es Nokia sich mit seinem Lineup wieder in den Smartphone Markt zurück gebracht hat. Ich werde für 2 Wochen vom iPhone auf das Lumia 925** umsteigen und bin gespannt was die Windows Phone Welt von Nokia so zu bieten hat. Ich halte euch hier auf dem Laufenden.

Habt ihr Fragen, Anregungen oder etwas was ich testen soll? Seid ihr anderer Meinung oder fühlt ihr euch bestätigt? Habt ihr Tipps für mich oder wollt mich einfach auslachen… ab in die Kommentare!

** Amazon Affiliate Link

Im Test… Lifeproof fre iPhone Case

Die Wintersaison steht vor der Tür, die ersten Skigebiete öffnen ihre Pforten. Den Sommer mit all den Aktivitäten dieses Jahr hat mein iPhone unbeschadet überlebt. Klettern, wandern, Kanu fahren auf der Moldau… da ich immer alles tracke oder unter anderem mit der Handykamera festhalte, hier und da mal GPS brauche oder online etwas nachschauen möchte, ist das iPhone immer dabei. Aber so richtig wohl war mir in vielen Situationen nicht und daher musste eine ordentliche Schutzhülle her.

lifeproof fre 2144 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case lifeproof fre 2147 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case

Nach einigen Recherchen bin ich dann beim Lifeproof fre gelandet. Leider gibt es dieses ausgewiesen nur für das iPhone 5. Ich habe aber das neue iPhone 5s. Die Abmessungen sind ja komplett gleich geblieben aber an der Kamera hat sich etwas getan sowie am Blitz. Da ich über facebook und andere Kanäle leider keine Antwort von Lifeproof bekommen habe, musste ich mir selbst ein Urteil davon machen.

Eigenschaften

Warum ich schlussendlich zur Lifeproof fre** gegriffen habe? Sie erfüllt allerhand Spezifikationen. Nicht das ich da viel Wert drauf lege, der Vorteil bei Spezifikationen ist allerdings, dass es klare Bedingungen und Eckdaten gibt, die ein Produkt erfüllen muss und dies tut das fre Case. Es ist demnach staub-, wasser- und stoßfest und das sind genau die Anforderungen die ich an ein Case hatte.

lifeproof fre 2160 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case lifeproof fre 2164 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case

Ein weiterer ausschlaggebender Vorteil gegenüber anderen Herstellern war, dass das fre nicht groß aufträgt und sehr leicht ist. Lifeproof gibt an, dass das Case bis 2 Meter für 60 Minuten unter Wasser dicht hält und fordert einen auf, dies auch direkt vor dem ersten Gebrauch zu testen. Man legt einfach ein Stück Papiertaschentuch in das Case, verschließt dieses und legt es beschwert ins Wasser. Und siehe da, es hält wie versprochen dicht. Vorteil nach diesem Test, man vertraut dem Case und auf die Dichtheit.

lifeproof fre 2169 278x185 Im Test... Lifeproof fre iPhone CaseIm Inneren ist das Case an allen wichtigen Stellen ausreichend gepolstert. Zum einen um eventuelle Stöße abzufangen und zum anderen das Handy vor Kratzern durch das Case selbst zu schützen. Alle Tasten, selbst der Lautlos-Schalter sind ebenfalls durch das Case zu bedienen.

Cooles Zusatzfeature, dem Case liegt ein Klinkekabel bei, welches man anstatt des Verschlusses am Kopfhörerausgang einschrauben kann. Ist man also im Besitz von wasserfesten Kopfhörern, kann man diese anschließen, ohne das das Case hierbei seinen Schutz aufgeben muss. Pro-Tipp: Selbst wenn die Kopfhörer nicht wasserfest sind, die kosten nicht die Welt, wenigstens ist das Handy safe!

lifeproof fre 2156 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case lifeproof fre 2157 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case

…passt das iPhone 5s?

Japp es passt. Wunderbar sogar. Die Kamera und der Blitz werden durch das Case augenscheinlich nicht beeinträchtigt. Was natürlich nicht geht, der Fingerabdruck-Sensor – klar. Ansonsten kann man alle Tasten durch das Case einwandfrei bedienen. Das ist wichtig, da unter Wasser z.B. der Touchscreen nicht funktioniert (geht physikalisch einfach nicht). Schaltet man also die Kamerafunktion über Wasser ein, kann man unter Wasser mit den Lautstärken-Testen die Aufnahme starten.

lifeproof fre 2152 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case lifeproof fre 2149 420x279 Im Test... Lifeproof fre iPhone Case

Für die Speaker hat das Case Aussparungen an der Front. Allerdings lässt man die Musik laufen, ertönt diese gefühlt von der Rückseite des Cases. Nicht weiter schlimm, die Hülle wirkt in dem Moment sogar noch als Resonanzkörper. Klar ist der Sound etwas muffiger, aber hey… dafür dass das Handy in diesem Moment quasi “unkaputtbar” ist, ist das vollkommen OK.

Resümee

lifeproof fre 2154 278x185 Im Test... Lifeproof fre iPhone CaseIch bin vollends zufrieden mit dem Lifeproof fre**. Der erste Praxiseinsatz wird kommen und ich bin mir sicher, keine Angst mehr um mein iPhone haben zu müssen und kann es dennoch überall uneingeschränkt bedienen. Die Einschränkung mit dem Fingerabdruck-Sensor ist in solchen Umgebungen bestens verkraftbar. Das Case lässt sich leicht wieder entfernen, wird es nicht benötigt. Hat man es mehrere Tage im Einsatz, kann man das iPhone, dank einer kleinen Klappe, auch im Case laden. Zu diesem Zeitpunkt ist es dann aber nicht mehr dicht!

** Amazon Affiliate Link

Mobile Akkus… die Geisel der Neuzeit!

Wenn ich Abends bei meinen Freunden einmarschiere ist es schon ein Running Gag, dass das erste nach dem ich Frage, eine Stromquelle für mein iPhone Ladekabel ist. Bedingt durch mein Selftracking und den exzessiven Spotify Einsatz, hält mein Akku derzeit nur noch einen halben Tag. Gehe ich noch Laufen oder Ähnliches, muss ich ihn unter Umständen Abends noch ein weiteres Mal laden… Woran es liegt, weiß ich zu gut. Dagegen tun kann ich nur Eins: Bei jeder Gelegenheit und an jeder Stromquelle nochmal nachladen.

iPhone Akku 0084 800x600 Mobile Akkus... die Geisel der Neuzeit!

Zu Hause, auf der Arbeit und im Auto habe ich überall meine Ladekabel verteilt. Gehe ich zu Freunden, habe ich meist ebenfalls eins einstecken. Nur was kann man unterwegs machen? Oder wie das iPhone im Urlaub oder beim Campen laden?

Mophie Juicepack Helium

Für Unterwegs im Urlaub oder sollte ich mal nicht lang genug an einer Steckdose verweilen können, habe ich mir ein Mophie Juicepack Helium** zugelegt. Mophie waren einfach die ersten, welche eine voll unterstützte und lizenzierte Lightning Steckverbindung hatten. Zudem sind die Akkupacks laut vielen Tests sehr zuverlässig. Die Abmessungen sind schön schmal, so dass das Pack nicht unnötig dick aufträgt. Eine Ladung des Juicepack entspricht dabei ca 80% des iPhone Akkus.

iPhone Akku 0086 800x600 Mobile Akkus... die Geisel der Neuzeit!

Das Juice Pack verfügt über eine Ladezustandsanzeige und einen Ein/Aus-Schalter, mit welchem es sich erst bei Bedarf zuschalten lässt und bis dahin als etwas üppigeres iPhone Case dient. Kamera, Bedienelemente sowie Kopfhöreranschluss bleiben dabei ausreichend frei.

Kleines, nettes Feature: Der Anschluss des Akupacks ist ein Micro USB Anschluss (Standard) und lässt man das iPhone im Case, wird nicht nur das Juicepack wieder aufgeladen, sondern auch der iPhone Akku selbst.

Anker Astro E4 13.000mAh Akku

Das Juicepack ist nur für den Notfall gut und läd auch nur mein iPhone, was aber wenn man einen Urlaub lang immer wieder (steckdosenlosen) Strom braucht. Nicht nur fürs Handy, auch für all die anderen Gadgets, wie die GoPro, mobile Speaker, GPS, Kompaktkamera, oder aber auch das Juicepack?

Hier habe ich mir das Dickschiff von Anker, den Anker Astro E4 mit 13.000 mAh** zugelegt. Dieser ist in etwa so groß wie eine externe 2,5″ Festplatte, wiegt etwas weniger als 300g und bietet 2 USB Anschlüsse. Einen mit 1A Ladestrom und der Zweite mit 2A um auch Geräte wie das iPad oder Navis mit ausreichend Strom zu versorgen. Man kann auch beide Anschlüsse gleichzeitig verwenden. Auch der Anker Akku verfügt über eine Ladezustandsanzeige um den Moment nicht zu verpassen, wann auch dieser gerne wieder aufgeladen werden möchte.

iPhone Akku  800x600 Mobile Akkus... die Geisel der Neuzeit!

Ein weiteres, nettes Feature (eher Spielerei) ist die eingebaute LED Taschenlampe. Selbst wenn der Akku nahezu ausgesaugt ist, hat er meist noch ausreichend Ladung um die LED für etliche Stunden leuchten zu lassen. Quasi ein Notlicht mit schier unendlicher Leuchtdauer.

Mittlerweile gibt es auch schon eine nahezu baugleiche Variante mit 15000mAh. Den Anker Astro E5**.

WICHTIG: Achso, und äh… falls man nicht stundenlang warten will, bis der dicke Akku selbst wieder via USB aufgeladen ist, dann bestellt man sich am besten gleich ein geeignetes Netzteil** dazu, denn das Ding kommt leider ohne ein solches.

GoPro Akku Extension

Jeder der eine GoPro besitzt bzw schon mal mit einer gearbeitet hat, kennt die “grandiosen” Akkulaufzeiten… und da es nicht immer möglich ist, ständig den Akku zu tauschen, gibt es da noch eine andere Möglichkeit. Vorausgesetzt die GoPro muss nicht wasser- und stroßfest sein in diesem Moment. Schließt man nämlich einen externen Akku wie den oben genannten Anker via USB an, hat man schnell mal die 13fache (geschätzt) Laufzeit gegenüber dem internen 1050 mAh Akku. Dazu entweder ein Skelett Gehäuse**, bei der neuen Hero3 den Frame** oder man befestigt die GoPro ganz ohne Gehäuse auf andere Weise (z.B. mit einer Super Clamp oder Ähnlichem), so dass der USB Anschluss frei bleibt.

Ein netter Nebeneffekt also und vielleicht ist da der ein oder andere noch nicht drauf gekommen.

Resümee

Im Grunde brauche ich nicht immer schnellere, tollere Handys, viel mehr hinkt meiner Meinung nach die Akkuentwicklung hinterher. Statt noch mehr Megapixel, größeren Displays, schnelleren Prozessoren und neuen Features, sollte sich die Weiterentwicklung eher auf längere Akkulaufzeiten konzentrieren.

Wie geht es denn euch mit eurem Handyakku? Kennt ihr die Probleme auch? Was sind eure Lösungen und wie habt ihr euch mit der Situation arrangiert? Würde mich über Feedback und Anregungen freuen.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Preis.de die diesen Beitrag unterstützen! 

**Amazon Afilliate Link

Im Test… Jawbone UP

Nachdem ich mir das Nike Fuel Band zugelegt hatte, musste ich auch das Jawbone UP** testen. Angetan davon meinen Alltag zu tracken, wollte ich nach meinem Nike Fuel Band wissen, was es denn für Alternativen gibt. Das UP von Jawbone hat so einige Zusatzfeatures die vielversprechend klangen und so habe ich das Armband ausgiebig getestet.

Das Armband

Jawbone UP 0999 845x562 Im Test... Jawbone UP

Das UP sieht auf den ersten Blick unauffällig aus, es hat keinen Verschluss, sondern seine beiden Enden überlappen beim anlegen und durch das federnde Material lässt es sich angenehm tragen. Am einen Ende befindet sich der einzige Knopf des Armbandes, mit welchem sich die Modis durchschalten lassen, am anderen Ende befindet sich unter einer festsitzenden Kappe der Klinkenanschluss, über diesem kann man das UP laden und mit dem Smartphone syncen. Material Gewicht und Dicke sind angenehm zu tragen. Hier habe ich nichts auszusetzen gehabt. Leider hat das UP bis auf 2 Status-LEDs keinerlei eigene Anzeige.

Weckfunktion und Schlaf-Tracking

IMG 1507 236x420 Im Test... Jawbone UPGegenüber der Konkurrenz hat das UP ein echtes Killerfeature. Es überwacht nicht nur eure Aktivitäten, sondern eben auch euren Schlaf. In der App eine Weckzeit eingestellt und aufs Armband synchronisiert, wertet das Armband eure Wach- und Tiefschlafphasen aus und weckt euch im günstigsten Moment. Zerknautschtes Aufstehen sollte demnach der Vergangenheit angehören. Aber auch wenn man den Partner nicht mit dem eigenen Wecker aufwecken will ist dies eine Möglichkeit. Denn das Armband weckt mit einem eingebauten, starken Vibrationsalarm, direkt am Handgelenk. Anschließend könnt ihr euren Schlaf nach dem Synchronisieren auch analysieren.

Zusätzlich gibt es noch eine intelligente Nickerchen Funktion, ist diese aktiviert, weckt einen das Armband innerhalb einer eingestellten Zeit (z.B. 45 Minuten zum günstigsten Zeitpunkt wieder auf. Zusätzlich gibt es noch das Feature, das man sich bei einer bestimmten Zeit des Stillsitzens zum Bewegen erinnern lassen kann.

Aktivitäts-tracking und Kalorienüberwachung

IMG 1508 156x278 Im Test... Jawbone UPDas Armband überwacht nicht nur eure Schritte und Bewegungen, wenn man möchte, hält es auch eure eingenommen Mahlzeiten fest und stellt euch die aufgenommen Kalorien zur Verfügung. Somit kann man seinen Tag nahtlos tracken. Das Eingeben der Mahlzeiten ist nach einer Weile allerdings für mich einfach nur noch zeitaufwändig gewesen und ich sah keinen Mehrwert daraus. Für den ein oder anderen aber sicher ein nettes Feature. Zugrunde liegt eine umfangreiche Datenbank, ebenfalls könnt ihr die Barcodes der Produkte scannen und bekommt dann direkt die Nährwerte herausgesucht. IMG 1510 156x278 Im Test... Jawbone UPGut gelöst!

Die Bewegung trackt das UP als Schritte, im Sport-/Stoppuhrmodus könnt ihr zusätzlich noch eure Aktivität und Intensität des Trainings festlegen um noch genauere Werte zu erhalten. Das tracken funktioniert tadellos, ebenfalls die Aufbereitung der Daten ist schön übersichtlich. Leider lassen sich Tagesziele aber nur in der App anlegen, nicht aber auf das Armband synchronisieren, so das man instant den Fortschritt bei der Zielerreichung angezeigt bekommen würde. Man muss also erst synchronisieren. So richtig angespornt wird man hier allerdings auch nicht, das Zeil zu erreichen. Eher wird nüchtern getrackt, was den Tag so passiert.

Die UP App

IMG 1511 156x278 Im Test... Jawbone UPUnd so kommen wir auch gleich zur UP App. Hier ist die Schaltzentrale des Armbandes. Hier werden Einstellungen vorgenommen und aufs Armband synchronisiert, die Daten zusammengetragen, analysiert und aufbereitet. Die App ist recht umfangreich und man braucht eine Weile um alle Möglichkeiten ausfindig gemacht zu haben und sich zurecht zu finden.

Die App bietet zudem noch eine Timeline wie man sie aus Facebook und Co kennt. Hier werden auch die Aktivitäten von Freunden angezeigt, man kann diese kommentieren und auch “liken” usw um sich gegenseitig zu motivieren und anzutreiben. Auch an Scharing-Möglichkeiten wurde gedacht. So kann man seine Daten und Erfolge auch auf Facebook oder Twitter teilen.

DIe Bedienung

Jawbone UP 1003 278x185 Im Test... Jawbone UPBedient wird das Armband, nachdem man alle Eckdaten via App auf das Armband synchronisiert hat, alleinig über den einen Button. Und hier braucht man Anfangs etwas Hilfe. Einmaliges drücken zeigt den derzeitigen Status, gedrückt halten, wechselt von normal in den Schlaf-/Nachtmodus. Doppeklick und halten wechselt dagegen zwischen Normal und Sport-/Stoppuhrmodus. 3x drücken und halten wechselt in den Nickerchen-Modus. etc alles wird durch zwei LEDs angezeigt. Sehr rudimentär, sicher nach einer Weile OK, aber oft vergisst man den Modus zu wechseln oder verdrückt sich und dann trackt das Armband eben nicht korrekt, das ärgert einen dann am nächsten Tag ungemein.

Dass man das Armband nicht via Bluetooth, sonder  mittels Klinkestecker mit dem Smartphone syncen muss, scheint anfangs kein Problem. Nach ein paar Tagen nervt es, das Armband laufend abnehmen zu müssen. Die Verschlusskappe kommt einem schnell abhanden und bei mir musste ich häufig 2x syncen, bevor der Sync ohne Fehler durchlief. Irgendwann einfach nur noch nervig, hier gibt’s von mir ganz klar Punktabzug.

Jawbone UP sync 1012 845x562 Im Test... Jawbone UP

Resümee (Persönlich)

Das UP hat einige Features, welche ich bei Alternativ-Produkten vermisse. Diese sind auch pfiffig umgesetzt und funktionieren gut. Wer also weniger auf Motivation beim Sport aus ist, als mehr seinen Alltag tracken möchte, vielleicht noch seine Ernährung und seinen Schlaf analysieren möchte, der ist hier bestens aufgehoben. Denn die Motivation beim Sport fehlte mir beim UP komplett, eher wurde nüchtern dokumentiert. So ähnlich sich UP und Fuel Band doch scheinen, so grundverschieden sind sie.

Jawbone UP 1006 278x185 Im Test... Jawbone UPDas anstecken um die Daten aufs Handy zu bekommen, nervte mich schon nach der ersten Woche, ich habe laufend vergessen das Armband in den Schlafmodus zu setzen. Geweckt wurde ich zwar, aber meinen Schlaf anschließend analysieren konnte ich nicht. Hier wäre es gut gewesen, wenn man einstellen könnte, dass das Band ab 1 Uhr automatisch in den Schlafmodus wechseln soll, sofern nicht manuell anderes eingegeben.

Nachdem bei meinem ersten Exemplar der Vibrationsalarm von der ersten Minute an gleich nicht funktionierte, meine Recherchen zudem auch noch ergeben haben, das es sich hierbei wohl um ein weit verbreitetes Problem handle, solltet ihr direkt nach dem Erhalt die Funktionalität testen. Das Armband wurde allerdings anstandslos ausgetauscht und das zweite funktionierte tadellos.

Ich habe nach meinem Test wieder auf mein Nike Fuel Band gewechselt, das dieses mich wesentlich mehr motiviert Sport zu machen und wireless synchronisiert, zudem noch eine integrierte Anzeige mit Uhrzeit hat und ich nicht daran denken muss den Modus zu wechseln. Der Weckfunktion trauere ich allerdings ein wenig hinterher. Kurzfassung in meinem Falls also: UP, UP and away… aaaber…

Jawbone UP Nike Fuel Band 1001 420x279 Im Test... Jawbone UP Jawbone UP Nike Fuel Band 1017 420x279 Im Test... Jawbone UP

Zielgruppe

Wer also einfach seinen normalen Alltag tracken möchte, ab und zu seinen Sport, gerne auch seine Ernährung analysieren will und eine intelligente Weckfunktion und Schlafanalyse möchte, der ist mit dem Jawbone UP** sicher bestens bedient. Es trackt wesentlich umfangreicher als z.B. das Nike Fuel Band, benötigt aber auch mehr Input von euch. Ließt man sich die Beschreibung des UP durch, wird auch genau dies als Ziel angegeben: “Lerne dich selbst besser kennen. Lebe gesünder.” und genau das schafft es!

** Amazon Affiliate Link

“Self-Tracking” oder “The Quantified Self” – was trackt ihr so?

Vor einer Weile habe ich damit angefangen meinen Alltag zu tracken. Hierzu verwende ich eine Kombination aus verschiedenen Apps und Gadgets. Zum einen mein Nike Fuel Band, Moves, die Nike Running App usw.  Das ganze hat natürlich auch schon einen tollen Namen: “Self-Tracking” oder “The Quantified Self“. Nun ist es Zeit für ein kleines Resümee, warum das alles Sinn für mich macht und was ich davon habe. Mich würde interessieren ob es unter euch auch einige gibt, die ihren Alltag so oder so ähnlich tracken…

Nike Fuel Band

Zu einem festen Bestandteil meines Alltags ist mein Nike Fuel Band geworden. Es zählt meine Schritte, rechnet daraus meinen Kalorienverbrauch (durch Bewegung) aber für mich viel interessanter, es gibt mir meine Leistung in Fuel Points aus. Dies ist eine Nike eigene Maßeinheit… Ansich sagen einem die Daten alleine erstmal gar nichts. Nach einer Weile aber, kann man aufgrund von Erfahrungswerten sagen, ob es ein eher aktiver oder ruhiger Tag war. Ein normaler Bürotag ohne Abendprogramm sind bei mir ca. 2000 Fuel Points. Gehe ich Abends noch klettern, lande ich meist so bei ca. 3200 bis 3800 Points. Beim Joggen lande ich nach einem Bürotag ebenfalls so bei 3600 bis 3800 Points, an einem ansonsten ruhigen Tag wie Wochenends z.B. wiederum nur bei 2800. Im (Aktiv)Urlaub oder bei Städtereisen oder Wander- Kletterausflügen, sprenge ich alle Rekorde und komme auch gut und gerne mal auf über 6000 Fuel Points.

nike portal 2 845x465 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?

Im Grunde ist nur die Relation wichtig und eigentlich sind die Werte nicht mit denen anderer Personen, mit anderen Tagesabläufen vergleichbar. Was das Fuel Band bei mir aber bewirkt hat, dass ich den Ehrgeiz habe, am Ball zu bleiben und Sport zu machen. Ich habe mein Leben lang einen riesen Bogen um Sport gemacht. Und auf einmal bin ich angefixt und das finde ich gut.

nike portal 845x374 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?

Moves

Moves 1 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?Moves ist eine iPhone App, welche im Hintergrund über den kompletten Tag anhand von GPS Daten den Bewegungssensoren des iPhones ein Bewegungsprofil erstellt. Es speichert nicht nur die Orte und Dauer an denen man verweilt, auch die Bewegungsdaten dazwischen. Ob man gelaufen ist, Rad gefahren, gerannt oder eben ein anderes Transportmittel benutzt hat.

Moves 3 e1371727260345 204x278 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?Was mir das bringt? – Ich finde es sehr interessant mal “schwarz auf weiß” zu sehen, wie lange so manch ein Weg denn eigentlich dauert, wo ich mich den Tag über eigentlich aufgehalten habe und wie lange. Ihr würdet euch wundern wie sehr man sich da verschätzt bzw. wie schnell man eigentlich vergisst wo man überall war.

Macht man das dann eine Weile lang, kann man auch sehr gut nachträglich schauen was an einem bestimmten Tag denn eigentlich war. Und so entsteht mit der Zeit ein lückenloses Logbuch des eigenen Alltags. Kombiniert mit den Daten des Fuel Bands ergeben sich da ungeahnte Erkenntnisse.

Moves 2 420x236 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?

Dazu muss man sagen, Moves frisst sicher einiges mehr an Akkuleistung, der Mehrwert der gewonnen Daten wiegt das für mich aber wieder auf. Es gab schon viele Apps, welche ähnliches versucht haben mit einem leicht anderen Konzept, so gabe es Path oder foursquare, welche im Grunde auch ein Bewegungsprofil erzeugen. Hier muss man allerdings aktiv werden um sich an Orten einzuloggen… das frisst Zeit und man vergisst es häufig. Moves macht dies voll automatisch und ohne Zutun des Users. Zudem sind die Daten nicht öffentlich, sondern nur für einen selbst bestimmt.

Sonstiges

Gehe ich Joggen, tracke ich den Lauf mit der Nike Running App. Zum einen, um bei einem Anbieter zu bleiben (Nike Fuel Band) und zum anderen bietet die App wirklich alles was ich brauche und ist zu dem kostenlos. Ich habe mir natürlich auch die so verbreitete Runntastic App angeschaut. Abgesehen davon das sie ums Verrecken nicht korrekt funktionieren wollte, fand ich sie überladen, unübersichtlich und wenig(er) motivierend.

Bin ich im Urlaub oder in anderen Städten, logge ich mich hier und da via Facebook ein oder geotagge das ein oder andere Bild um auch hier eine Übersicht zu bekommen, wo ich schon überall war. Leider ist dies nicht lückenlos möglich und daher versuche ich hier und da die Orte auch nachträglich in meinem Profil zu ergänzen.

fb map Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?

Bei Wanderungen, Klettersteigen oder Ähnlichem nutze ich außerdem noch die App von OutdoorActive und  nutze deren GPS-Logger Funktion um am ende eine fertige Route mit Höhenprofil, POIs und Bildern zu haben, welche ich anschließend teilen und weiter versenden kann.

Bei Fototouren würde ich es begrüßen, wenn jede Kamera standardmäßig GPS implementiert hätte. Denn GPS-Daten in Bildern sind wirklich kostbar und erleichtern das filtern ungemein. Das Tracken und anschließende synchronisieren der Daten in die Metadaten der Bilder am Rechner, ist mir hier bislang allerdings viel viel zu umständlich, warum ich dieses Thema nach wenigen Versuchen direkt wieder aufgegeben habe.

Nutzen

Warum ich das alles mache? Weil ich es unfassbar aufschlussreich finde und weil es mich motiviert! Es setzt mich in keinster Weise negativ unter Druck und es frisst in oben genannter Kombination keinerlei nennenswerte Zeit. Auf Dauer habe ich so einen schönen Datenbestand, aus dem ich viel ablesen kann wenn ich möchte. Wertvoll werden die Daten sicher erst auf längere Dauer, wenn man damit mal wirklich in die “Vergangenheit reisen” möchte!

Anhand der Daten bekomme ich ein bewussteres Gefühl für meinen Alltag. Ich habe mich schon oft gewundert wie falsch ich mit meinen Einschätzungen lag und so manch einen Ort hätte ich nicht wieder gefunden, bzw mich nicht daran erinnert, dort gewesen zu sein. Oft habe ich gewisse Sachen nicht gemacht, weil ich dachte viel länger dafür zu brauchen. Da ich nun weiß wie viel Zeit ich für gewisse Sachen und Wege brauche, bekomme ich oft auch mehr davon in meinem Alltag integriert. Hier hat mich mein Gefühl oft getäuscht. In Hinsicht auf Sport, ist es schlichtweg die Motivation die aus dem Tracking entsteht!

Ich bin natürlich ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, Apps und Gadgets die mir entweder noch mehr abnehmen, mich noch besser Motivieren oder noch mehr Daten sammeln. Meine Anforderung ist allerdings immer, dass ich damit keine kostbare Zeit verschwenden möchte und möglichst wenig selber machen muss.

Und ihr so?

Ich kann schon die kritischen Stimmen hören, dass ich mich dadurch absolut gläsern mache. Das es doch krank ist seinen Tag lückenlos zu protokollieren, das müsse doch belastend sein etc. Natürlich könnt ihr mir das hier an dieser Stelle auch sehr gerne um die Ohren hauen. Mich würde aber auch interessieren ob ihr auch auf irgendeine Weise Dinge in eurem Alltag trackt und mit welchen Mitteln ihr das macht? Ich weiß z.B. das es bei Android Phones auch einen google Service gibt, der es möglich macht ein Bewegungsprofil aufzuzeichnen…