Im Test… Jawbone UP

Nachdem ich mir das Nike Fuel Band zugelegt hatte, musste ich auch das Jawbone UP** testen. Angetan davon meinen Alltag zu tracken, wollte ich nach meinem Nike Fuel Band wissen, was es denn für Alternativen gibt. Das UP von Jawbone hat so einige Zusatzfeatures die vielversprechend klangen und so habe ich das Armband ausgiebig getestet.

Das Armband

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Das UP sieht auf den ersten Blick unauffällig aus, es hat keinen Verschluss, sondern seine beiden Enden überlappen beim anlegen und durch das federnde Material lässt es sich angenehm tragen. Am einen Ende befindet sich der einzige Knopf des Armbandes, mit welchem sich die Modis durchschalten lassen, am anderen Ende befindet sich unter einer festsitzenden Kappe der Klinkenanschluss, über diesem kann man das UP laden und mit dem Smartphone syncen. Material Gewicht und Dicke sind angenehm zu tragen. Hier habe ich nichts auszusetzen gehabt. Leider hat das UP bis auf 2 Status-LEDs keinerlei eigene Anzeige.

Weckfunktion und Schlaf-Tracking

IMG_1507Gegenüber der Konkurrenz hat das UP ein echtes Killerfeature. Es überwacht nicht nur eure Aktivitäten, sondern eben auch euren Schlaf. In der App eine Weckzeit eingestellt und aufs Armband synchronisiert, wertet das Armband eure Wach- und Tiefschlafphasen aus und weckt euch im günstigsten Moment. Zerknautschtes Aufstehen sollte demnach der Vergangenheit angehören. Aber auch wenn man den Partner nicht mit dem eigenen Wecker aufwecken will ist dies eine Möglichkeit. Denn das Armband weckt mit einem eingebauten, starken Vibrationsalarm, direkt am Handgelenk. Anschließend könnt ihr euren Schlaf nach dem Synchronisieren auch analysieren.

Zusätzlich gibt es noch eine intelligente Nickerchen Funktion, ist diese aktiviert, weckt einen das Armband innerhalb einer eingestellten Zeit (z.B. 45 Minuten zum günstigsten Zeitpunkt wieder auf. Zusätzlich gibt es noch das Feature, das man sich bei einer bestimmten Zeit des Stillsitzens zum Bewegen erinnern lassen kann.

Aktivitäts-tracking und Kalorienüberwachung

IMG_1508Das Armband überwacht nicht nur eure Schritte und Bewegungen, wenn man möchte, hält es auch eure eingenommen Mahlzeiten fest und stellt euch die aufgenommen Kalorien zur Verfügung. Somit kann man seinen Tag nahtlos tracken. Das Eingeben der Mahlzeiten ist nach einer Weile allerdings für mich einfach nur noch zeitaufwändig gewesen und ich sah keinen Mehrwert daraus. Für den ein oder anderen aber sicher ein nettes Feature. Zugrunde liegt eine umfangreiche Datenbank, ebenfalls könnt ihr die Barcodes der Produkte scannen und bekommt dann direkt die Nährwerte herausgesucht. IMG_1510Gut gelöst!

Die Bewegung trackt das UP als Schritte, im Sport-/Stoppuhrmodus könnt ihr zusätzlich noch eure Aktivität und Intensität des Trainings festlegen um noch genauere Werte zu erhalten. Das tracken funktioniert tadellos, ebenfalls die Aufbereitung der Daten ist schön übersichtlich. Leider lassen sich Tagesziele aber nur in der App anlegen, nicht aber auf das Armband synchronisieren, so das man instant den Fortschritt bei der Zielerreichung angezeigt bekommen würde. Man muss also erst synchronisieren. So richtig angespornt wird man hier allerdings auch nicht, das Zeil zu erreichen. Eher wird nüchtern getrackt, was den Tag so passiert.

Die UP App

IMG_1511Und so kommen wir auch gleich zur UP App. Hier ist die Schaltzentrale des Armbandes. Hier werden Einstellungen vorgenommen und aufs Armband synchronisiert, die Daten zusammengetragen, analysiert und aufbereitet. Die App ist recht umfangreich und man braucht eine Weile um alle Möglichkeiten ausfindig gemacht zu haben und sich zurecht zu finden.

Die App bietet zudem noch eine Timeline wie man sie aus Facebook und Co kennt. Hier werden auch die Aktivitäten von Freunden angezeigt, man kann diese kommentieren und auch „liken“ usw um sich gegenseitig zu motivieren und anzutreiben. Auch an Scharing-Möglichkeiten wurde gedacht. So kann man seine Daten und Erfolge auch auf Facebook oder Twitter teilen.

DIe Bedienung

Jawbone_UP-1003Bedient wird das Armband, nachdem man alle Eckdaten via App auf das Armband synchronisiert hat, alleinig über den einen Button. Und hier braucht man Anfangs etwas Hilfe. Einmaliges drücken zeigt den derzeitigen Status, gedrückt halten, wechselt von normal in den Schlaf-/Nachtmodus. Doppeklick und halten wechselt dagegen zwischen Normal und Sport-/Stoppuhrmodus. 3x drücken und halten wechselt in den Nickerchen-Modus. etc alles wird durch zwei LEDs angezeigt. Sehr rudimentär, sicher nach einer Weile OK, aber oft vergisst man den Modus zu wechseln oder verdrückt sich und dann trackt das Armband eben nicht korrekt, das ärgert einen dann am nächsten Tag ungemein.

Dass man das Armband nicht via Bluetooth, sonder  mittels Klinkestecker mit dem Smartphone syncen muss, scheint anfangs kein Problem. Nach ein paar Tagen nervt es, das Armband laufend abnehmen zu müssen. Die Verschlusskappe kommt einem schnell abhanden und bei mir musste ich häufig 2x syncen, bevor der Sync ohne Fehler durchlief. Irgendwann einfach nur noch nervig, hier gibt’s von mir ganz klar Punktabzug.

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Resümee (Persönlich)

Das UP hat einige Features, welche ich bei Alternativ-Produkten vermisse. Diese sind auch pfiffig umgesetzt und funktionieren gut. Wer also weniger auf Motivation beim Sport aus ist, als mehr seinen Alltag tracken möchte, vielleicht noch seine Ernährung und seinen Schlaf analysieren möchte, der ist hier bestens aufgehoben. Denn die Motivation beim Sport fehlte mir beim UP komplett, eher wurde nüchtern dokumentiert. So ähnlich sich UP und Fuel Band doch scheinen, so grundverschieden sind sie.

Jawbone_UP-1006Das anstecken um die Daten aufs Handy zu bekommen, nervte mich schon nach der ersten Woche, ich habe laufend vergessen das Armband in den Schlafmodus zu setzen. Geweckt wurde ich zwar, aber meinen Schlaf anschließend analysieren konnte ich nicht. Hier wäre es gut gewesen, wenn man einstellen könnte, dass das Band ab 1 Uhr automatisch in den Schlafmodus wechseln soll, sofern nicht manuell anderes eingegeben.

Nachdem bei meinem ersten Exemplar der Vibrationsalarm von der ersten Minute an gleich nicht funktionierte, meine Recherchen zudem auch noch ergeben haben, das es sich hierbei wohl um ein weit verbreitetes Problem handle, solltet ihr direkt nach dem Erhalt die Funktionalität testen. Das Armband wurde allerdings anstandslos ausgetauscht und das zweite funktionierte tadellos.

Ich habe nach meinem Test wieder auf mein Nike Fuel Band gewechselt, das dieses mich wesentlich mehr motiviert Sport zu machen und wireless synchronisiert, zudem noch eine integrierte Anzeige mit Uhrzeit hat und ich nicht daran denken muss den Modus zu wechseln. Der Weckfunktion trauere ich allerdings ein wenig hinterher. Kurzfassung in meinem Falls also: UP, UP and away… aaaber…

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Zielgruppe

Wer also einfach seinen normalen Alltag tracken möchte, ab und zu seinen Sport, gerne auch seine Ernährung analysieren will und eine intelligente Weckfunktion und Schlafanalyse möchte, der ist mit dem Jawbone UP** sicher bestens bedient. Es trackt wesentlich umfangreicher als z.B. das Nike Fuel Band, benötigt aber auch mehr Input von euch. Ließt man sich die Beschreibung des UP durch, wird auch genau dies als Ziel angegeben: „Lerne dich selbst besser kennen. Lebe gesünder.“ und genau das schafft es!

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Im Test… Jawbone BIG JAMBOX

Ich bin schon eine Weile auf der Suche nach einem mobilen Speaker, welchen ich auf Reisen, bei Shootings on Location, im Sommer am See aber auch zu Hause einsetzen kann. Meine Anforderungen sind natürlich zum einen ein guter Sound, zum anderen aber auch eine praktische Größe und Bauform, Akkulaufzeit und möglichst viele Anschluss- & Verbindungsmöglichkeiten (AirPlay!).

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iPad mini

Nach einigen Recherchen viel meine Wahl auf die BIG JAMBOX** von Jawbone.

Optik, Haptik & Abmessungen

Für mich beginnt ein gelungenes Produktdesign schon bei der Verpackung. Für Jawbone offenbar auch! Die Verpackung wirkt stylisch, hochwertig und dennoch ausgefallen und funktionell. Nach dem öffnen trohnt die BIG JAMBOX direkt vor einem. Ein kleiner, aufschreiender Hinweis nach dem herausnehmen führt dann direkt zum Zubehör (Netzadapter, USB- und Klinkekabel). Mehr zur Verpackung und dem Design hier: Unboxing the BIG Jambox by notcot.com

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Quelle: notcot.com

Die Box selber wirkt sehr robust, die Knöpfe haben einen angenehmen Druckpunkt. Im Großen und Ganzen wirkt sie sehr robust, hochwertig und vertrauenswürdig. Unten an der Box befinden sich rutschfeste, weiche Gummifüße die zum einen das Gewicht gut verteilen, einen festen Stand garantieren und etwaiges Scheppern auf dem Untergrund vermeiden.

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Mit ihren Maßen von 25,6x8x9,3 (LxBxH in cm) und einem Gewicht von 1,23kg ist die BIG JAMBOX sicher nicht die kompakteste und transportabelste, aber wenn man den Sound gehört hat, steht man ihr wirklich jeden Zentimeter und jedes Gramm zu! Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit bis zu 15 Stunden angegeben

Sound & Features

Wenn man die Jambox anschmeißt, ertönt ein Start-Jingle. Alleine hier stand ich erstmal staunend vor der Box. OK, mag man hier vielleicht das absolute Optimum heraus geholt haben… Also schnell mit dem iPhone gepairt, Spotify angeschmissen und auf Play! WOW… OK, da geht was! Und so habe ich die Box nun einige Tage genutzt und muss sagen, es erstaunt mich wirklich immer noch, was Jawbone hier aus der Box herauskitzelt. Ich hab sie im Wohnzimmer aufgestellt, anstelle der Stereoanlage angeschmissen… klar, man hat nicht diesen Rundumklang, ist ja nur ein Speaker. Aber abgesehen davon, um die Nachbarn zu nerven, reicht es dicke! Ein wirklich voller, satter, klarer und schön differenzierter Sound wird hier ausgegeben! Selbst anständigen Bass, wozu es ja Volumen und Resonanzfläche braucht, ist kein Thema.

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Es fällt mir schwer mein Erstaunen in Worte zu fassen, seid euch aber sicher, dass ich bei Sound wirklich einen gewissen (hohen) Anspruch habe. Und egal was ich der heutigen Technik so zutraue, aber das hat mich wirklich verblüfft! Hut ab!

Ein nettes Feature der Jambox ist zudem, dass diese auch als Freisprecheinrichtung genutzt werden kann. Sollte man also, je nach Einsatzort, mal eine Einrichtung benötigen, um eine Telefonkonferenz mit mehreren Teilnehmern in einem Raum abhalten zu müssen – kein Problem!

Verbindungsmöglichkeiten & Bedienung

Big_Jambox-2555Neben der gängigen Verbindungsmöglichkeit via 3,5mm Klinkekabel (im Lieferunfang) besitzt die Jambox zu dem eine MicroUSB Schnittstelle und lässt sich vor allem via Bluetooth koppeln. Hierbei wird die BIG JAMBOX zunächst als Headset vom System erkannt. Zum koppeln versetzt man die Jambox lediglich in den Paring Mode, sucht mit dem Handy (oder Rechner) nach Bluetooth Geräten in der Umgebung, wählt die Box aus et voilà, sofort steht die Box im System zur Verfügung.

Nun lag dem Paket keinerlei Beschreibung oder zumindest ein Merkzettel bei, ich war zunächst verwirrt. Aber als ich dann die ersten Knöpfe rein intuitiv benutzte, stelle ich gerade beim Bluetooth Paring fest, „es lebt“! Und damit meine ich, die Box spricht was gerade Sache ist! „BIG JAMBOX is now in Paring Mode“. Und so wurde jede Anleitung überflüssig. Ein wirklich gelungenes Konzept.

Auf der Oberseite befinden sich zu dem selbsterklärende Köpfe, neben Vol+ und Vol- gibt es einen Play/Pause, Vor- und Zurück Knopf und den Jawbone-Talk Button.

Bluetooth, AirPlay & Reichweite

Eine meiner Anforderungen war eigentlich, dass der mobile Speaker meiner Wahl unbedingt AirPlay unterstützen muss! Nachdem ich die Spezifikationen der Jambox durch hatte, war ich etwas enttäuscht. Musikwiedergabe via Bluetooth ist möglich, AirPlay wurde mit keinem Wort erwähnt… Ein Glück, habe ich der Jambox eine Chance gegeben, denn es funktioniert! Gekoppelt mit dem iPhone oder iPad, taucht die BIG JAMBOX als AirPlay Speaker in Spotify und iTunes auf!

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Über die Reichweite kann man sich auch überhaupt nicht beschweren, vorbei sind die Zeiten in denen die Bluetooth-Verbindung gerade so vom Headset zum Handy in der Hosentasche gereicht hat, und wehe man hat sich gestreckt..! Ich kann mich in meiner (3 Zimmer-)Wohnung frei bewegen, das Handy am Mann und die Box am anderen Ende der Wohnung, egal wie viele Wände dazwischen sind, die Verbindung reist nicht ab. Mehr als ich erwartet hatte!

Resümee

Die Jawbone BIG JAMBOX hat mir wirklich verblüfft und positiv überrascht. Der Sound ist für die Größe echt der Wahnsinn. Der Akku hält wirklich bemerkenswert lange und man hat richtig Lust die Box immer und immer wieder einzusetzen. Einziges Manko könnte die Größe sein. Sie ist etwas zu groß um sie, in dem eh schon knapp bemessenen Urlaubsgepäck mitzunehmen. Hier würde ich sehr gerne mal die kleine JAMBOX testen, wenn der Sound annähernd so gut ist, wie der der Großen, könne das eventuell die bessere Wahl sein. Ich freue mich schon auf den ersten Outdoor-Einsatz!