Im Test… Think Tank Retrospective 5

Mit der Zeit wird man vielleicht gemerkt haben, die richtige Tasche für meine Kamera ist ein heikles Thema bei mir. Ausgefallen, auffällig unauffällig, nicht direkt als Fototasche identifizierbar, praktisch und natürlich nicht zu groß sollte sie sein. Und jedes Mal wenn sich mein Arbeitsgerät ändert, muss natürlich auch eine neue entsprechende Tasche her. Und so stand ich einmal mehr davor, die richtige Tasche für mich zu finden. Meine Wahl viel auf die Think Tank Retrospective 5

retrospective5 0292 800x600 Im Test... Think Tank Retrospective 5

Die Auswahl / Die Anforderungen

Zur Auswahl stand die Think Tank Retrospective 5**, Ona Bags Bowery und die Billingham Hadley**. Kenner sehen schon wohin der Trend gehen sollte. Gesucht war eine kleine, kompakte und unauffällige Tasche mit einem etwas moderneren Aussehen. Nur kein Nylon und keine Kamerataschen-Optik. Platz für eine spiegellose Kamera inkl Objektiv (ala Leica M6/M9/M240, Fuji X-T1/E1/Pro1, Sony A7, etc) + 1-2 Wechselobjektive, kleiner Blitz, Zubehör und ggf. eine kleine Flasche Trinken für unterwegs, Tickets/Papiere und Persönliches. Explizit aber auch nicht zu groß und zu viel Platz, weil mich dieser dann dazu verleitet zu viel mitzunehmen.

In die Endauswahl schafften es die Bowery und eben die Retrospective 5. Von der Größe her nur gering unterschiedlich war vor allem das Design am Ende entscheidend. Da die Bowery recht kompakt designt wurde und bei der Stoff-Version, im Gegensatz zur Ledervariante (in einer anderen Preisliga spielt) die Schnallen und Applikationen immer in einer Kontrastfarbe waren, sah die Tasche kurzum zu weiblich aus.

Tipp für den Regenschutz

retrospective5 0276 278x208 Im Test... Think Tank Retrospective 5Wenn die Retrospective 5 geliefert wird, befindet sich der (im Lieferumfang enthaltene) Regenschutz in der vorderen kleinen Tasche und füllt diese komplett aus. Hier bekommt man allerdings bestens Ladegeräte, Handy, Geldbeutel oder ähnliches unter und der Platz ist somit leicht verschwendet.

Da man den Regenschutz hoffentlich nicht all zu oft benötigt, habe ich diesen kurzerhand noch etwas mehr komprimiert und anschließend einfach in eine der schwer zugänglichen, außen liegenden Seitentaschen verfrachtet. Passt perfekt, beult zwar etwas nach innen aus, aber wenigstens ist die “wertvolle” Fronttasche somit frei!

Fassungsvermögen & Platzangebot

Neben den bereits in der Tasche eingesetzten Trennern befinden sich zusätzlich noch 3 weitere im Lieferumfang. Alle mit Klettverschluss frei in der Tasche positionierbar, in verschiedenen Höhen und Ausführungen. Diese sollten also dicke für jegliche individuelle Einteilung des Innenraumes ausreichen! Folgendes bekomme ich ohne Probleme in die Tasche:

  • Kamera inkl Objektiv
  • 2 Wechselobjektive
  • kleiner Aufsteckblitz
  • Zubehör (Akku, Speicherkarten, Putzzeug,etc.)
  • Dokumente / Visitenkarten

…und habe immer noch Platz sollte ich noch eine kleine Flasche Wasser mitnehmen wollen und zudem das freie Frontfach für Geldbeutel, Handy, Ladegerät, Kompaktkamera oder Ähnliches. An der Rückseite befindet sich außen liegend noch ein weiteres, mit Reißverschluss versehenes  Dokumentenfach. In dieses kann man zumindest auf die Schnelle hochkant sein iPad Mini oder sein eBook verstauen um beide Hände frei zu haben. Ganz passt das iPad Mini leider nicht in die hintere Tasche – ganz knapp. Dafür aber ins Innere.

Resümee

Nach ein paar Wochen und ein paar Reisen mit der Tasche kann ich sagen, sie erfüllt meine Anforderungen perfekt. Sie ist dezent, robust und bietet einen schnellen Zugriff auf die Kamera und sonstigen Inhalt. Ausreichend gepolstert, muss man sich um den Inhalt keine Sorgen machen. Im Inneren üppig mit Fächern und kleinen praktischen Taschen versehen, sollte nichts im Chaos verloren gehen und alles seinen Platz finden. Die Oberfläche – waxed Canvas – ist sehr robust, bekommt einen tolle Used-Look und ist selbst ohne Regenhülle schon wasserfest und saugt somit nicht gleich jeden Dreck auf.

Mit freundlicher Unterstützung von enjoyyourcamera.com

Im Test… Canon Powershot G16

Pünktlich zum Jahreswechsel, den bevorstehenden freien Tagen und dem anstehenden Winterurlaub ist die neue Canon Powershot G16 bei mir eingetrudelt. Natürlich habe ich die Zeit genutzt und die Kamera bei meinen Vorhaben dabei gehabt, um sie direkt in der Praxis zu testen. Das sie JPG als auch RAW fotografieren kann, wie auch die S110 WiFi an Board hat, FullHD mit 60 Frames filmt… das alles könnt ihr selbst auf der Canon Homepage nachlesen. Darauf möchte ich hier auch gar nicht eingehen. Viel mehr soll es sich hier im meine persönlichen Highlights der Powershot G16 gehen.

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Das Äußere, Haptik und Bedienung

Wie schon in der Vorschau geschrieben. Was ich an der G-Serie gut finde, ist, dass die Bedienelemente gewohnt wie bei einer Canon DSLR angeordnet sind. Man kann alle Einstellungen schnell vornehmen und so macht auch das manuelle Fotografieren Spaß und Sinn. Hier konnte mich die G16 auch in der Praxis überzeugen. Schnell sind alle nötigen Einstellungen vorgenommen und die korrekte Belichtung ist im Kasten.

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Gar nicht überzeugen konnte mich hingegen leider der Sucher. Wie Teymur schon schrieb, erinnert dieser eher an eine Plastik-Lomo. Wirklich ernst zunehmen ist der Sucher als Werkzeug in der Praxis daher nicht. Lediglich als Backup z.B. in kompletter Dunkelheit könnte er ein vages Gefühl für das entstehende Bild vermitteln. Zudem werden im optischen Sucher keinerlei Informationen bereitgestellt. Hier zeigt die Konkurrenz eigentlich seit langem was Stand der Technik ist. Schade! Hinzu kommt, dass die Kamera offenbar keinen Annäherungssensor hat, so dass zu allem auch noch das Display nicht automatisch abschaltet, hält man sein Auge an den Sucher.

g16 0084 278x208 Im Test... Canon Powershot G16Ansonsten kann man aber nicht meckern. Alle Knöpfe sind sehr gut erreichbar und intuitiv bedienbar. Die Kamera liegt gut in der Hand und hat ein angenehmes, hochwertig wirkendes Gewicht. Die Baugröße ist sicher nicht jedermanns Sache, bedenkt man aber die Features und Eckdaten, finde ich die Größe wirklich sehr angenehm und gelungen. Ein klappbares Display hätte ich mir noch gewünscht, aber dann wären die Abmessungen sicher wieder in die Höhe geschnellt.

Optik, ISO Leistung, Tiefen(un)schärfe

Was mich direkt begeistert hat, wie es die G16 mit so einem relativ kleinen Sensor, dieser kompakten Bauform und der universellen, festen Linse hin bekommt, Tiefenunschärfe und Bokeh in den Bildern zu fabrizieren. Eine Eigenschaft, welche man bei den meisten kompakten Kameras bisher vergebens sucht und welche immer wieder einen Unterschied zur großen DSLR gemacht hat. Hier kann die G16 bei mir voll punkten und die Ergebnisse können sich sehen lassen!

g16 0194 800x600 Im Test... Canon Powershot G16

g16 0185 278x208 Im Test... Canon Powershot G16Die ISO-Leistung ist für eine Kamera in diesem Bereich ebenfalls bemerkenswert. Selbst bei ISO 3200 lassen sich die Bilder noch sehr gut verwerten. Nach einer kurzen unproblematischen Lightroom-Entrauschung erst recht. Wirklich praxistauglich und es macht auch bei schlechtem Licht Spaß die Kamera einzusetzen.

Das Bild hier rechts ist mit ISO 3200 aufgenommen und nicht bearbeitet worden. Die beiden anderen sind entrauscht.

Die verbaute Optik überzeugt daher. Eine offene Blende bis F1.8-F2.8, gute Abbildungsleistung und von 28mm Weitwinkel bis 140mm Zoom (auf Kleinbild umgerechnet). Eine gute Allround-Range! Zudem macht der eingebaute IS (Bildstabilisator) seine Dienste mehr als gut. Hier sollten nur wenige Wünsche unerfüllt bleiben.

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Videofeatures

Hier muss ich echt sagen: Ich bin restlos begeistert! Ich meine ich habe schon viel gefilmt, ob mit der GoPro, meiner 5D oder Camcordern. Aber die G16 liefert hier einfach nur ab! Wo fang ich an…

Bildstabilisator (IS) – dieser leistet beachtliche Dienste. Ganz klassisch stabilisiert er natürlich das Bild und das so gut, dass es wirklich schon an ein Kunststück grenzt, das Bild zu verwackeln. Aber was er ebenfalls tut: Macht man einen Bildschwenker, dann wird die Bewegung komplett geglättet. Als würde man einen Fluid-Head benutzen. Hier hat Canon wirklich ganze Arbeit geleistet. Eine Steadycam o.Ä. kann man sich also getrost sparen.

Tiefen(un)schärfe und Bokeh – die Blende von F1.8-F2.8 kommt auch bei Videos zum tragen und voll zur Geltung. Kenne ich von kleinen Kameras eigentlich gar nicht und um so angetaner war ich davon.

Follow Fokus – filmt man mit einer großen Blende und wenig Tiefenschärfe, muss der Fokus sitzen. Bei der DSLR musste man dieses immer von Hand mitführen und das Ganze via Sucher oder LiveView kontrollieren. Die G16 zieht den Fokus selbst nach und das auch während der Aufnahme. Ob es nun darum geht den Fokus auch bei Bewegung zu halten oder bei einem Schwenk ein neues Objekt in den Fokus zu rücken… es funktioniert und das sehr zuverlässig.

Zoom – während der Aufnahmen funktioniert ebenfalls. Dieser ist während der Aufnahme verlangsamt, sehr smooth und somit wirklich brauchbar.

Am besten sieht man das alles aber in diesem schnellen Beispielvideo. Mir ging es bei diesem Video nur darum, markante Clips zu zeigen, welche die obigen Aussagen unterstreichen.

Für ein Urlaubsvideo oder z.B. eine Proberaumreportage oder ein Behind the Scenes Video ist die Videofunktion und Qualität mehr als gut. Ich sehe bei solchen Themen mit der G16 also keine Notwendigkeit mehr die große DSLR inkl Zubehör rum zuschleppen.

Resümee

Bis auf den Sucher (und das ist wirklich zu verkraften) bin ich restlos begeistert von der Canon Powershot G16** und meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Spätestens als ich eine Weile mit ihr fotografiert hatte, war mir die etwas größere Bauform ebenfalls egal und ich war von den Werten, Funktionen und Ergebnissen mehr als überzeugt. Meine ursprüngliche Idee, die Nische zwischen S110 und 5D zu schließen ist voll aufgegangen.

Sie kann und wird keine große DSLR ersetzen, ebenso wenig kann sie bei diesen Ergebnissen mit der Kompaktheit der S110 mithalten. Das muss sie aber auch nicht. Jedes dieser Modelle hat seinen Platz und Anwendungsbereich und das ist gut so.g16 0205 278x208 Im Test... Canon Powershot G16

Eine kleine Anregung hätte ich noch… das manuelle Scharfstellen, welches über das hintere Wahlrad erfolgt, hätte man eventuell auf den vorderen Objektivring verlegen können. Dieser ist seit den Anfangszeiten der G-Serie mit einem Bajonett für Vorschraublinsen versehen. Ob diese heutzutage noch jemand einsetzt, weiß ich nicht. Mir hätte hier eine manuelle Fokus-Möglichkeit gefallen.

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Vorschau: Canon PowerShot G16

Es hat mich mal wieder in den Fingern gejuckt als Canon vor einer Weile die neue PowerShot G16 angekündigt hat. Mein Nutzungsverhalten hat sich im letzten Jahr stark verändert. Anfangs bin ich noch mit 8kg an Kameraequipment im Rucksack auf Klettersteigtour gegangen. 8kg die mich dermaßen genervt haben, dass ich kein einziges Bild mit der Kamera gemacht habe, sondern ausschließlich die S110 nutzte. Die Bilder waren für eine Kompaktkamera total überzeugend und viel wichtiger, ich habe überhaupt Bilder gemacht. Die “Große” blieb also fortan zu Hause…

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Manchmal darf es etwas mehr sein…

So genial ich die S110 auch (immer noch) finde, oft fehlt mir dann aber der Sucher. Einstellen kann man zwar auch alles fast wie bei der “Großen” aber eben über das Menü. Sie ist schnell, aber es geht schneller… Irgendwie hat sich da eine Lücke aufgetan und ich bin der Meinung, dass die PowerShot G16** diese füllen könnte. Als ich jetzt also die Gelegenheit bekommen habe, die G16 auf Herz und Nieren zu testen, habe ich sofort ja gesagt und nun ist es soweit. Pünktlich zum Weihnachtsfest liegt die Kamera zu Hause und wartet nun darauf eingesetzt und unter die Lupe genommen zu werden.

Ein paar Fakten

Die G16 ist das erste G-Modell welches nun auch nachgezogen hat und wie die S110 oder die PowerShot N integriertes Wlan hat. Wie häufig man dies einsetzt, ist jedem selbst überlassen. Es ist allerdings einfach zeitgemäß, dieses Feature zu implementieren und ich wollte es nicht mehr missen. Mit 9 Bildern in der Sekunde hat Canon ordentlich nachgelegt und bei meinen ersten Versuchen war ich wirklich beeindruckt, wie die Kamera die Bilder über den Chip ballert.

PowerShot G16 BLK FRT 04 420x349 Vorschau: Canon PowerShot G16

Was mich aber am meisten begeistert hat, war die Schnelligkeit der G16. Kaum hat man den Einschalt-Knopf betätigt, ist die Kamera auch schon bereit. Motiv anvisiert und innerhalb eines Wimpernschlags sitzt der Fokus. Und das in einer wirklich bemerkenswerten Geschwindigkeit. Sie verfügt über ein Fokus-Hilfslicht, welches wirklich in keiner Kamera fehlen sollte. So hat man auch bei Dunkelheit keinerlei Probleme den Fokus richtig zu setzen.Und, auf dieses Feature bin ich am meisten gespannt, ihr wird eine bemerkenswert hohe ISO-Empfindlichkeit attestiert. Eine Eigenschaft welche ich bei meiner 5D Mark III so sehr schätzen gelernt habe. Hier wird auch, neben dem Sucher und der Bedienbarkeit, ein Schwerpunkt in meinem Test liegen.

PowerShot G16 BLK TOP 02 e1387274328352 420x259 Vorschau: Canon PowerShot G16 PowerShot G16 BLACK BACK LCD 05 420x280 Vorschau: Canon PowerShot G16

Von den Bedienelementen her, findet man ein Wahlrad direkt am Auslöser und ein weiteres an der Rückseite der Kamera. Dies ermöglicht mir, von der 5D gewohnt, ein schnelles und vor allem blindes Einstellen der wichtigsten Werte. Das alles geht natürlich nur, weil die G16 nicht ganz so kompakt wie die S110 ist. Sollten die angepriesenen Features aber ihr Wort halten, ist die Größe der G16 dennoch bemerkenswert. Zumal beim Design wieder darauf geachtet worden ist, die Maße erneut zu verringern. Wir werden sehen…

Stimmen zur G16

Zum Launch der G16 wurden auch einige Canon Botschafter nach ihrer Meinung zur neuen PowerShot befragt, deren Antworten mich in meinen Hoffnungen noch weiter bestätigt haben.

“…die Fokussierung. Sie ist schneller, als ich je zuvor erlebt habe… einfach fantastisch. Nimmt man das zusammen mit der hohen ISO-Empfindlichkeit, hat Canon meiner Meinung nach ein bereits großartiges Konzept nochmals verbessert. Hätten Sie mir vor sechs Jahren erzählt, dass ich einmal Bilder in Profi-Qualität mit einer Kompacktkamera aufnehmen würde, hätte ich das niemals geglaubt. Aber jetzt ist es Realität.”

~ Brent Stirton, Fotojournalist

“Die Low-Light-Eigenschaften sind absolut fantastisch und selbst bei ISO 12.800 sind die Aufnahmen mehr als brauchbar. …hinzu kommt die hohe Fokussiergeschwindigkeit. Die Kamera bietet auch eine komplette manuelle Steuerung, so dass ich mich um alle EInstellungen sekbst kümmern kann – perfekt, wenn ich kreativ arbeiten möchte.”

~ Ilvy Njiokiktjien, Fotojournalist

Außerdem gewährt uns Canon noch einen kleinen Einblick hinter die Design-Kulissen…

DSC Feature pack G series prototypes EM Final 6 278x208 Vorschau: Canon PowerShot G16 DSC Feature pack G series sketches EM Final PACK 278x196 Vorschau: Canon PowerShot G16 DSC Feature pack G series prototypes EM Final 2 278x208 Vorschau: Canon PowerShot G16

Ich bin also selbst sehr gespannt ob meine Vorstellungen erfüllt werden. Über die Feiertage sollte ich genug Zeit für einen ausgiebigen Test haben, zum Skifahren kommt die PowerShot G16** auch mit. Ich werde euch dann hier mit einem Testbericht auf dem Laufenden halten.

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Das Resümee des Lumia 925 Test

Ich war nun also 14 Tage lang mit dem Nokia Lumia 925 unterwegs. Über meine ersten Schritte und Anfangsschwierigkeiten habe ich hier bereits berichtet. Nun ist die Testphase abgeschlossen und es ist Zeit für ein Resümee.

lumia925 2477 845x563 Das Resümee des Lumia 925 Test

Usability

Nach all den Anfangshürden, welches sich natürlich mit der Zeit gelegt haben, waren es nur noch wenige Dinge, an die ich mich bis zuletzt nicht gewöhnen konnte. So waren es die oft verschiedenen Wege die einen an das selbe Ziel führen. So hat man die Facebook Nachrichten sowohl in der Nachrichten-Zentrale gesehen, als auch in der Facebook App. Die Nachrichten-Zentrale pushte sehr zuverlässig, zeigte aber nicht die Nachrichten an, welche man z.B. am PC geschrieben hatte. Hierzu musste man in die App wechseln. Neuigkeiten aus den verschiedenen Newsstreams (Facebook, Twitter, etc.) bekommt man in der “ICH” Übersicht aber eben auch in den jeweiligen Apps. Das ist zwar alles gut gemeint und dient der Zentralisierung, aber durch das sehr schlichte und flach gehaltene Windows Phone Design, habe ich oft den Überblick verloren, woher die Informationen gerade kommen.

Im Grunde kann man das alles aber darauf zurückführen, dass Facebook und Co (noch) nicht komplett im System integriert sind. So kann man sich auch (noch) nicht wie vom iPhone gewohnt, in anderen Apps mit seinem Facebook Account via einem einzigen klick anmelden. Aber… das alles ins in Planung und soll in den kommenden Windows Phone Versionen stetig weiter integriert werden.

lumia925 2492 278x185 Das Resümee des Lumia 925 TestSo sieht man aber, dass Nokia sich wirklich richtig Mühe gegeben hat. Überall, wo man die Chance sah dem Ganzen etwas unter die Arme zu greifen, hat man dies auch getan. Die mit aktuellster Musik bestückte Nokia Music App z.B. welche komplett kostenlos ist und vom Umfang tatsächlich an Spotify heran kommt. Man kann Playlists und Künstler-Mix offline verfügbar machen. Oder die kostenlose Navi App HERE Maps, die zum “Lieferumfang” gehört und einen sicher ans Ziel geleitet. Hier bekommt man wirklich einiges an die Hand, was sich sehen lassen kann.

Kamera

Die Kamera des Nokia Lumia 925 wird damit beworben, besser als die Konkurrenz mit schwierigen Lichtsituationen zurecht zu kommen. So soll sie ihre Stärken vor allem bei Dämmerung und im Dunklen ausspielen. Hierzu habe ich einfach ein paar 1:1 Vergleichsbilder mit dem iPhone 5s aufgenommen. Bildet euch am besten euer eigenes Urteil.

BoxFiles 13112513173503 845x475 Das Resümee des Lumia 925 TestFoto 25.11.13 17 34 52 800x600 Das Resümee des Lumia 925 Test

(Before: Nokia Lumia 925 – FullRes, After: iPhone 5s – FullRes)

BoxFiles 13112613183341 278x166 Das Resümee des Lumia 925 TestWas ich positiv anmerken möchte, sind die Einstellungsmöglichkeiten die einem geboten sind. So kann man z.B. den ISO Wert, Weißabgleich oder die Belichtungszeit manuell einstellen und so das Ergebnis ganz bewusst beeinflussen. Aber nur wer mag, ansonsten verlässt man sich wie gewohnt auf die Automatik.

Hardware Design und Haptik

Die Handy Hardware selber muss sich definitiv nicht verstecken. Das Gerät liegt hochwertig in der Hand, die Verarbeitung ist top. Das Display ist an den Kanten sehr flach abfallend was mir gleich positiv aufgefallen ist. Das Gerät knarzt nicht und macht einen kompakten Eindruck. Allerdings ist das gewählte Format nichts für meine recht kleinen Hände. Ich hatte bei der Einhandbedienung so meine Probleme und bin hier das längliche, schmale Design des iPhone 5 gewohnt. Das ist aber wirklich nur eine Frage des Geschmacks.

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Schade fand ich, dass das kabellose Laden nur mit einer extra Hülle funktioniert und nicht direkt im Gerät implementiert wurde. Die Hülle selbst wiederum ist ebenfalls sehr wertig und flach gestaltet worden und trägt nicht sonderlich auf, schützt dabei aber wie man es erwartet.

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Der Akku hat mich in den ganzen zwei Wochen nie im Stich gelassen. Egal wie viel ich mit dem Handy gemacht habe, wie viele Push-Anstürme es auch waren. Einen kompletten Tag hat es immer durchgehalten oft wäre auch deutlich mehr drin gewesen. Hier habe ich mit dem iPhone schon des öfteren so meine Probleme gehabt. Fazit Akkulaufzeit: Top!

Abschließendes Resümee

Was soll ich sagen… Wunder habe ich nicht erwartet. Positiv überrascht wurde ich aber trotzdem. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Windows mal loben würde. Aber was Nokia hier mit ihrem Windows Phone Lumia 925 raus gebracht haben, kann sich wirklich sehen lassen. Die Hardware in gewohnt hochwertiger Nokia-Qualität. Alles was mich zum Ende noch störte, ist auf das noch recht junge Betriebssystem zurückzuführen. Hier wird aber mit Hochdruck an stetiger Verbesserung und Erweiterungen gearbeitet. So ist für Version 8.1. die Mitteilungszentrale in Planung, gegen Ende meines Tests hat Instagram Wort gehalten und seine Windows Phone Version herausgebracht.

lumia925 2457 845x563 Das Resümee des Lumia 925 Test

Als eingefleischter iPhone Fan konnte mich das Lumia 925 tatsächlich auf eine Weise überzeugen. Wer ein Smartphone sucht und den Überblickt bei den zig verschiedenen Android Versionen und Brandings verloren hat, wer nicht jede kleinste Kleinigkeit in den Eingeweiden des Systems konfigurieren möchte, ein iPhone aber nicht in Frage kommt, ist hier an der absolut richtigen Adresse.

Warten wir noch eine Weile ab, liefern die App Schmieden ihre Programme auch für Windows Phone nach und erweitert Microsoft weiterhin stetig den Funktionsumfang von Windows Phone, haben wir hier in naher Zukunft den dritten ernst zunehmenden Anwärter und Konkurrenten auf den Smartphone Thron. Ich habe wieder auf mein iPhone 5s gewechselt, bin aber froh, den Ausflug in die Lumia-Welt gemacht zu haben.

Im Test… Lowepro Rover Pro 45L AW

Dieses Jahr steht bei mir ganz im Zeichen der Outdoor Aktivitäten und wenn ich so beim Klettern, Wandern oder bei einem Klettersteig meine Kamera dabei haben wollte, stand ich permanent vor dem Problem: Wie packe ich die Kamera sicher ein und habe sie dennoch möglichst schnell griffbereit. Und hier bin ich bei meiner Suche eben auf den Lowepro Rover Pro 45L AW** gestoßen, welchen ich bei meinen letzten Touren mal getestet habe.

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Aufbau und Funktionen

Arco TG 52 185x278 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AWDer Rover Pro 45L AW macht auf den ersten Blick einen robusten Eindruck, sein Obermaterial fühlt sich wertig an und die Schulter- wie auch Hüftgurte haben eine angenehme Polsterung. Die Gurte sind schön schmal und nicht zu dick gepolstert, bieten aber einen sehr angenehmen Tragekomfort auch bei größerer Last.

Neben zwei Staufächern am Hüftgurt, in welchen man z.B. Schlüssel, Sonnenbrille oder eine kleine Kamera/Handy verstauen kann, einem elastischen, großen Fach auf der Front des Rucksacks, für Dinge die schnell verfügbar sein müssen (z.B. Handschuhe, Halstuch o.Ä.) verfügt der Rover Pro auch über ein größeres Fach im oberen Deckel. Staufächer findet man also genug!

blog 1033 185x278 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AWDa es sich um einen Wanderrucksack handelt, ist das Tragesystem darauf ausgelegt, den Rücken gut zu belüften. Hierfür legt der Rucksack lediglich auf Hüfthöhe am Köper auf, über die Rückenpartie ist ein Netz gespannt und die eigentliche Rückwand des Rucksacks ist ausgestellt und berührt somit nicht direkt den Rücken. blog 1032 185x278 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AWDurch den entstandenen Hohlraum, ist der Rücken immer gut belüftet. Die Schultergrute lassen sich auf die Größe der Person am Rucksack zu dem optimal einstellen.

An der Front des Rucksacks befinden sich Schnallen zum befestigen von Wanderstöcken oder Pickeln. Außerdem hat man auch die Möglichkeit an der Unterseite des Rucksacks, mittels zweier Gurte ein Zelt oder die Isomatte zu befestigen. Die Bezeichnung AW (all weather) besagt, das der Rucksack zudem über ein ausreichend dimensioniertes Regencover verfügt. Dieses befindet sich in einem kleinen Eingriff, am Boden des Rucksacks.

Besonderheiten (Foto-Spezifisch)

Der Rover Pro lässt sich nicht nur wie ein klassischer Wanderrucksack von oben beladen, er hat, für den schnellen Zugriff aufs Fotoequiment, eben noch eine große Öffnung auf der Vorderseite des Rucksacks. Diese führt direkt ins große Fach und auf die beiden dort platzierten Camerapuches. Und so wären wir auch bei dem eigentlichen Feature des Rucksacks…

Zum Lieferumfang des Rover Pro gehören in der 45L Version nämlich 2 Kameraeinsätze (Camerapuches) welche man nach belieben und Ausmaß an Equipment kombinieren kann. In dem etwas größeren findet neben der Kamera mit aufgeschraubtem Objektiv, locker noch ein weiteres Objektiv, ein Blitz und ausreichend Zubehör platz. Sollte das nicht ausreichen, kann man im zweiten, etwas kleineren Pouch noch 4 weitere Objektive verstauen. Die Einsätze richtig platziert, lassen diese einen schnellen Zugriff auf das Equipment durch die besagte Öffnung an der Front des Rucksackes zu, ohne sich durch das restliche Gepäck wühlen zu müssen.

Arco TG 24 185x278 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AWBei einem längeren Aufenthalt oder bei kurzfristigem Platzbedraf, lassen sich die Einsätze mit einem Handgriff aus dem Rucksack ziehen und geben somit den belegten Platz wieder frei.

Da im Inneren das Kameraequipment platziert ist, befindet sich das Fach für die Trinkblase an der Seite des Rucksacks. Dieses bietet Platz für eine 2 Liter Blase. Meine Befürchtung, das dies eine Schräglage des Rucksacks verursachen könnte, trat aufgrund des tief liegenden Schwerpunktes auf der Hüfte nicht ein. Auf der anderen Seite findet man 2 Befestigungsgurte und ein Haltesystem für ein ausgewachsenes Kamerastativ.

Kritikpunkte

  • Der Brustgurt ist in der Höhe verstellbar, allerdings befindet sich am unteren Ende der “Schiene” kein Anschlag, was zur Folge hat, das mir der Brustgurt schon zwei Mal fast verloren gegangen wäre. Hier hätte es eine einfache, dickere Naht getan. Schade, dass hier nicht auf dieses Detail geachtet wurde, denn oben funktioniert der Anschlag perfekt.
    blog 1020 278x185 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AW blog 1021 278x185 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AW blog 1023 278x185 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AW
  • Im Inneren des Rucksackes, befindet sich auf der Rückenpartie zusätzlich noch die gewohnte Innentasche für eine Trinkblase. Hier kann man z.B. ein Notebook verstauen oder aber, im “nicht Kamerabetrieb” die Trinkblase. Leider gibt es für den Trinkschlauch keinen Weg aus dem Hauptfach. Hier hätte eine kleine Öffnung nicht geschadet, so dass man die Wahl gehabt hätte…
  • Die Gurte des Hüftgurtes sind, nachdem man sie festgezogen hat, sehr lang. Es gibt zwar Gummiösen um diese einzufädeln, aber bei der Länge helfen diese leider garnicht. Ich weiß nun nicht, ob der Rucksack für fülligere, breitere Personen eine solche Gutlänge benötigt. Mich hat es gestört.
    Arco TG 19 420x279 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AW Arco TG 21 185x278 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AW

Resümee

Arco JK 4455 278x185 Im Test... Lowepro Rover Pro 45L AWDer Rucksack trägt sich sehr angenehm und man merkt, das Lowepro aus der jahrelangen Erfahrung von  Lowe Alpine profitiert. Auch bei hohem Gewicht verteilt der Rover Pro die Last perfekt und mach so auch eine mehrstündige Wanderung angenehm. Die Variationsmöglichkeiten sind super und man sollte für jede Anforderung die richtige Kombination aus allen Features finden. Ob das komplette Equipment mit Stativ, oder nur die Kamera + 2 Objektive und dafür mehr Platz für anders Gepäck… man hat die Wahl!

Ich muss allerdings sagen, es handelt sich nicht ohne Grund um einen ausgewiesenen Wanderrucksack! Denn so toll die Features alle auch sind, durch den freien Rücken, den tiefen Schwerpunkt und die Breite des Rucksacks so wie das Gewicht bei voller Beladung, hatte ich z.B. auf Klettersteigen so meine Probleme mit dem Gleichgewicht. Aber auch dafür habe ich eine Lösung gefunden. In solch einem Fall verwende ich einfach einen der herausnehmbaren Kameraeinsätze und nutze diesen in meinem Kletterrucksack. Nun habe ich zwar keinen schnelle Zugriff mehr auf das Equipment, allerdings ist es bestens aufgehoben und mit einem Griff ist zumindest der Einsatz aus dem Rucksack gezogen.

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Im Test… Canon PowerShot N

Viele quatschen und konzeptionieren, Canon hat’s einfach gemacht. Eine (fast) quadratische, handlich kleine Kompaktkamera mit eingebauten Bildeffekten, WiFi und direkter Sharing-Funktion. Und da ist sie, die Canon PowerShot N** über deren Konzept ich hier schon berichtet hatte. Nun konnte ich die Kamera eine Weile testen und möchte euch davon berichten.

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Der erste Eindruck

Direkt nach dem Auspacken fiel mir das Gewicht (195g inkl. Akku = ca. 2 Tafeln Schokolade) der Kamera auf. Für ihre Größe war sie doch schwerer als erwartet. Irgendwie fühlte sich das aber sofort total wertig und vertrauenerweckend an. Bei genauerer Betrachtung stellte ich gleich fest, die PowerShot N ist aus Metall und das ist auch gut so. Man braucht vom ersten Moment an keine Bedenken haben, sie überall hin mitzunehmen. Auf Plastik wurde hier sicherlich zu Gunsten der Abmessungen und Stabilität verzichtet – alles richtig gemacht!

Man findet wenig Knöpfe, hier soll nichts ablenken. Ein klappbares Display füllt die komplette Rückseite der Kamera aus und einen klassischen Auslöser sucht man vergebens. Weniger ist mehr. Und im Gegensatz zu anderen Versuchen diese Linie zu fahren, scheint das für die PowerShot N perfekt zu funktionieren.

Die Funktionen, Bedienbarkeit und Haptik

PowerShot Np 9 278x185 Im Test... Canon PowerShot NDie Kamera verfügt über ein klappbares Touch Display, welches verzögerungsfrei anspricht und bei der Bildwiedergabe die gängigen Swipe, Pinch und Zoom Gesten so wie zusätzliche Gesten zum löschen oder drucken der Bilder. Sie verfügt über eingebautes WiFi um mit dem Wlan zu Hause oder dem Smartphone zu kommunizieren. Hierüber kann man nicht nur seine Bilder auf dem Rechner oder das Smartphone übermitteln, auf einen Wireless Picturebridge Drucker drucken sondern die Bilder lassen sich auch via Canons Smartphone App mit GPS Daten versehen. Ebenso, und das finde ich wirklich genial gelöst, kann man das Smartphone oder Wlan nutzen um Bilder direkt von der Cam auf Facebook oder Twitter zu teilen! Videos auch auf Youtube. Diese Funktion gab es auch schon bei der S110, aber auf der Powershot N kann man den Bildern (und Videos) direkt auf der Kamera eine Beschreibung mitgeben (Eingabe via Touchscreen-Tastatur) mit welchen sie gepostet werden. Dies geht auf der S110 leider nicht.

PowerShot Np 3 278x185 Im Test... Canon PowerShot NMit ihrem 8x fach optischem Zoom und in der Kompaktklasse relativ großen Sensor ist die Bildqualität wirklich brauchbar gut! Und sie kommt selbst bei Dunkelheit ohne echten Blitz aus. Hier wurde die PowerShot N nämlich nur mit einem LED Blitz wie man ihn von Handys kennt ausgestattet, der meist nur als Fokuslicht dient.

Für die Bedienung der Kamera hat sich Canon was besonderes einfallen lassen. Während man alle Einstellungen bequem und tatsächlich übersichtlich via Touchscreen vornehmen kann, findet man zum zoomen und auslösen der Kamera zwei Ringe am Objektiv. Mit dem hinteren Ring bedient man den Zoom und der vordere Ring ist der Auslöser, welcher in zwei Richtungen, wie gewohnt mit Druckpunkt und anschließendem vollem durchdrücken, funktioniert.

PowerShot Np 02 278x185 Im Test... Canon PowerShot NIn Kombination mit dem klappbaren Display ergeben sich nun vollkommen neue und ungewohnte Blickwinkel, Handhabungen und vor allem Möglichkeiten. Dreht man die Kamera kopfüber, dreht sich auch das Bild des Displays automatisch (der Auslöser funktioniert ja in beide Richtungen icon wink Im Test... Canon PowerShot N ) und schon kann man kopfüber (z.B. über eine Menschenmenge oder Mauer hinweg) fotografieren und dennoch sehen was man macht. Oder aber eben aus einer wesentlich tieferen Position, ohne gleich auf dem Boden rum fahren zu müssen.

Ein weiteres Feature sind die eingebauten Bildeffekte. Direkt zur Auswahl stehen hier neben klassischem Schwarz/Weiß, Sepia und Blau-Tonung noch eine “Toy Camera” (retro-vintage-instagram-style), ein tatsächlich brauchbarer Tilt-Shift/Miniatur-Effekt, ein Weichzeichner und ein (leider in meinen Augen unbrauchbarer) Fisheye-Effekt. Diese Effekte lassen sich noch in bestimmten Parametern anpassen und nicht nur für Bilder, sondern auch für Videos verwenden! Es geht aber noch abgefahrener…

…der einzige Hardwareschalter an der PowerShot N dient dazu, den “Creative Shot” Modus der Kamera zu aktivieren. Und hier passiert Magie! Naja, nicht ganz… aber hier passiert folgendes:
Ihr richtet die Kamera aus und tippt eventuell auf einen Ausschnitt um den Fokus zu setzen, lasst die Kamera das managen oder aber sie erkennt Gesichter auf welche sie sich konzentriert und ihr drückt den Auslöser. Es werden 3 Aufnahmen gemacht und auf einmal bekommt ihr 6 total unterschiedliche Bilder auf dem Display präsentiert. Neben der ersten, unbearbeiteten Aufnahme werden nun 5 Variationen erstellt die sich sowohl im Bildausschnitt, -drehung als auch -effekt unterscheiden. Was zunächst wie Zufall aussieht, zeigt nach Beobachtung, das die Kamera versucht das Motiv zu analysieren. Habt ihr z.B. 2 Personen auf dem Bild, werdet ihr mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit  auf 2 Portraitausschnitte in der Auswahl finden. Gewagte Schnitte und Drehungen und teilweise abgefahrene, oft auf super passende Kombinationen aus den oben genannten Filtern und sogar noch vielen weiteren, welche einem (leider) gar nicht zur manuellen Auswahl stehen, werden auf die Bilder angewandt. Natürlich kommen hierbei nicht 6 brauchbare Bilder raus, aber 1-2 Aufnahmen/Variationen sind doch meist dabei. Und ansonsten hat man immer noch zumindest das (langweilige?) Original.

Natürlich gibt es noch einen P Modus, in dem man auch noch selbst Einfluss auf die Unter- und Überbelichtung, so wie ISO und Blitzeinsatz nehmen kann. Einen Auto-Modus, der einem alles abnimmt und auch mein beliebter Tagebuch-Modus ist an Board, welcher vor jedem Bild 4 Sekunden Video automatisch zu einem  Kurz-Clip zusammenschneidet.

Es gibt neben der normalen Videofunktion auch eine Super Slow Motion, diese hat aber bei 120fps nur eine 640er Auflösung und bei 240fps nur 320er Auflösung und ist damit eher eine Spielerei als ernst zunehmend. Ebenso die Videofunktion mit Miniatur-Effekt (siehe Video oben).

Die Zielgruppe und das Konzept

Als Zielgruppe sehe ich ganz klar die Instagram-Generation und Leute die einfach Spaß an ausgefallenen Schnappschüssen haben. Aber auch versierte Fotografen können durch die PowerShot N** wieder den Spaß am unkomplizierten und sorglosen knipsen finden und garantiert wertvolle Erinnerungen festhalten. Durch die Sharing-Funktion ist das teilen der Bilder ein Leichtes. Der Formfaktor, Robustheit und die Bedienung machen die Kamera zu einem ständigen Begleiter.

Mein Resümee

Was die PowerShot N bei mir geschafft hat, dass ich wieder mal unbeschwert knipsen kann. Das soll die Kamera nicht etwa abwerten, im Gegenteil… die schnellen “Knipsbilder” sind meist die, die noch nach Jahren einen großen emotionalen Erinnerungswert haben, auch wenn sie technisch vielleicht nicht perfekt sind. Und das ist mir etwas verloren gegangen. Sie nimmt einem wirklich nahezu alles ab und lässt einem aber dennoch ein wenig Spiel das Ergebnis zu beeinflussen. Die Sharing-Features finde ich gut umgesetzt und das klappbare Touchdisplay, die Bedienung und Handhabung machen einfach nur Spaß. Stelle ich die Kamera bei einer Feier auf den Tisch, wird sie gerne durchgereicht und es entstehen die lustigsten Aufnahmen.

Ich mag die PowerShot N**, das Konzept ist gelungen und ich sehe wirklich Potenzial für die Kamera. Wer eine unkomplizierte, sehr handliche Kompaktkamera mit tollen Features und einem großen (8x) optischen Zoom sucht ist hier gut aufgehoben. Der Preis ist mit 330,- EUR meiner Meinung nach angemessen.

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Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D

Es war mal wieder soweit, Canon Deutschland lud ausgewählte Blogger nach Hamburg zu einem weiteren Event und so stand alles unter dem Motto “Cool Input, Hot Output”. Neben einigen neuen Geräten aus dem Canon Produktportfolio die es zu begutachten gab, und einem tollen Rahmenprogramm, war es auch die perfekte Möglichkeit alte Bekannte und neue Gesichter zu treffen.

CanonCoolStuff 1215 278x278 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100DEventlocation war das Indo Chine in Altona, direkt an der Elbe. Eine wirklich gelungenes Waterfront Restaurant & Bar. Stylish eingerichtet, voll mit Skulpturen aus dem alten Indochina, ein toller Außenbereich und das alles mit direktem Blick auf die Elbe und den Hafen.

Nach einem kurzen Meet & Greet wurden uns die neuen Produkte vorgestellt, darunter die EOS 700D** & 100D**, sowie natürlich die neue PowerShot N** (über die es hier bald mehr zu lesen gibt). Die Kameras konnten wir selbstverständlich den ganzen Tag ausgiebigst testen und für Fragen standen uns jeweils Produktspezialisten von Canon zur Seite.

Ein weiteres Highlight des Indo Chine ist seine Ice Bar in welcher wir Tomas Rodriguez bei einem Shooting über die Schulter schauen konnten. Danke an dieser Stelle an Tomas und sein Team, die sich ganz geduldig all unseren Fragen annahmen. Hier herrschten -8°C und die Wände waren komplett aus Eisskulpturen, ebenso die Bar und die Gläser in welchen uns der selbst gemachte Vodka in diversen Geschmacksrichtungen angeboten wurde. Wirklich eine coole Location, im wahrsten Sinne des Wortes.

CanonCoolStuff 0331 845x563 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D CanonCoolStuff 0871 420x315 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D CanonCoolStuff 0851 420x315 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D CanonCoolStuff 0327 420x279 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D CanonCoolStuff 0894 420x315 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D

Nach unserem kleinen Fotowalk entlang des Elbufers, bei welchem wir noch einmal die Chance hatten die Powershot N und die 100D auf Herz und Nieren zu testen, ging es dann wieder ins Indo Chine um den Abend mit einem köstlichen 5 Gänge Menü und einigen ausgewählten Weinen und Cocktails ausklingen zu lassen.

Ein paar Worte zur Canon EOS 100D

Nach Angaben von Canon soll es die derzeit kleinste DSLR mit Wechselobjektiven auf dem Markt sein (mit Crop Sensor und normalen DSLR objektiven), sie ist also nichts für große Hände, aber vielleicht eben genau das richtige für den ein oder anderen. Definitiv aber ist sie eine gute Einsteiger-Kamera. Erstmals kann man die Bildstile und Effekte (wie Miniatur-Effekt, Vintage SW, Toy Camera und sowas) in Echtzeit im LiveView sehen. Eventuell führen eben genau diese Effekte Anfänger spielerisch an die Welt der manuellen Fotografie heran.

Beim LiveView ist mir ausserdem aufgefallen, das dieser gefühlt keinerlei Verzögerung hat. Eine Verzögerung bei meiner 5D Mark III ist mir zwar nie bewusst aufgefallen, nachdem ich dieses direkte Bild allerdings gesehen habe, war ich doch etwas verblüfft.

Sie ist ausserdem mit dem schon fast obligatorischen TouchScreen ausgestattet. Allerdings wurde aufgrund der Kompaktheit auf ein ausklappbares Display verzichtet. Dieses finden wir wiederum bei der 700D.

Als Zielgruppe sehe ich hier zum einen den unerfahrenen Einsteiger, der sicher von den eingebauten Effekten angetan sein wird und eventuell so gefallen an der Vertiefung in die Technik der Kamera finden könnte oder aber diejenigen die auf der Suche nach einer Zweitkamera im Crop-Bereich sind und die kleinen Abmessungen und die vielen Features zu schätzen wissen. Von der Qualität und Haptik hebt sie sich übrigens deutlich von der 1000D ab!

Apropos, wundert euch nicht über die bunt gemischten Bildstile der Fotos in diesem Artikel. Alle Bilder sind mit den Kameras des Abends entstanden und die Funktionen wollten natürlich ausgetestet werden, daher diese teils experimentellen Bildeffekte! icon wink Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D

CanonCoolStuff 0131 e1369059826548 278x278 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D CanonCoolStuff 1224 278x278 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D CanonCoolStuff 1229 278x278 Mit Canons Cool Stuff in Hamburg + ein paar Worte zur EOS 100D

Es war mir ein Vergnügen endlich Jan und Jens von ausfahrt.tv und Kim von Designlovr so wie Kai von heldth.com persönlich kennen zu lernen aber auch mal wieder ausführlich mit Robert Basic und Camillo zu plaudern!

Nach einem wirklich gelungenen Abend, haben Ben, Achim, Johanna und ich uns noch entschieden in das Hamburger Nachtleben an der Reeperbahn einzutauchen und haben die Nacht zum Tag gemacht. Danke, es war mir ein Fest mit euch und schreit nach einer Wiederholung!

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Danke an dieser Stelle auch an das Team von Canon Deutschland und wildcard communications und speziell an Björn für die tolle Organisation. Es ist immer wieder ein Vergnügen mit euch!

Eindrücke der anderen Teilnehmer findet ihr hier:

Alle Bilder in diesem Post sind mit der PowerShot N und EOS 100D entstanden.
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