Klettern auf Sardinien – der Reisebericht

Wie schon angekündigt, ging es vor kurzem nach Sardinien zum Klettern. Anreise haben wir mit einem VW Bus und via Fähre bewerkstelligt und untergekommen sind wir im Kletterparadies Cala Gonone. Aber hier die Details…

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Unterkunft / Ort

Als Unterkunft haben wir uns auf Empfehlungen hin für die Bugalows auf dem Campingplatz in Cala Gonone entschieden und im Nachhinein kann auch ich das uneingeschränkt weiterempfehlen. Wir haben Schlafplätze für 10 Personen benötigt, haben hierfür einen 3er, einen 2+3er und einen Zeltplatz gebucht und haben so das gesamte Angebot in Anspruch genommen. Die Lage innerhalb des Ortest ist super, man kommt zu Fuß zum Hafen und den Restaurants und auch zu einem der Supermärkte ist es nicht weit.

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Die Bungalows sind klein, zu zweit hat man gemütlich Platz, zu dritt wird es kuschelig aber man ist ja nur zum schlafen drin. Ausgestattet mit eigenem Duschbad und vor der Türe eine schöne, überdachte Veranda mit außenliegender Freiluftküche inklusive Kühlschrank und natürlich einem Tisch inkl. ausreichend Stühle.

Klettergebiete und Erreichbarkeit

Das Tolle an Cala Gonone ist, es ist umgeben von einer Menge Klettergebieten. Man fährt oft nur wenige Minuten und hat eine große Vielfalt an Sektoren und Routen zur Auswahl. Perfekt für den Kletterurlaub also und fern ab vom Pauschal- oder Strandtourismus. Ob man an einem Bergkamm, in einer Steilwand, direkt am Strand oder in einer etwas abgelegeneren Grotte klettern mag, in kürzester Zeit ist man am Fels. Wer möchte muss aber auch auf abenteuerliche Zufahrten und Zustiege nicht verzichten!

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Geboten wird eine Vielfalt an Felsarten und Charakteren. Von henkeligen Überhängen über griffige Platten bis hin zu kleingriffigen Steilwänden sollte hier für jeden Geschmack etwas zu finden sein. Gemeinsam haben alle Wände die durchgängig gute Sicherung mit ausreichend Bohrhaken und Umlenkern am Ziel.

Boote leihen

Da wir mit dem Wetter mehr als nur Glück hatten und es tageweise sogar bis über 35°C waren, haben wir uns für einen Tag zwei Motorboote ausgeliehen, für welche man glücklicherweise keinen Führerschein brauchte. Mit diesen darf man einen ziemlich weiten Küstenabschnitt selbst befahren, ankern wo man möchte  und auch an die verschiedensten Strände paddeln. Wir haben den Sprung ins kühle und paradiesisch türkise Meer bevorzugt und an einsamen, verlassenen Stränden angelegt, welche teilweise nur schwer übers Land erreichbar gewesen wären.

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Wenn ihr mich fragt auf jeden Fall Pflicht wenn ihr mal in Sardinien seid. Unendlich geil! Die Leihgebühr für den Tag (bis 18 Uhr) beträgt rund 80,- EUR und hinzu kommt der verfahrene Sprit. Lässt man es krachen wie wir, mit 5 Personen je Boot und stets Vollgas, kommt man hier aber auch mit 50,- EUR aus.

Wanderung

Außer klettern waren wir auch mal wieder wandern. Zur Routenauswahl haben sich schon auf Teneriffa die schwarzen Routen aus dem entsprechenden Rother Wanderführer bewährt. Und so hat sich auch auf Sardinien die Kombination aus zwei schwarzen Routen (22 + 23) als perfekt erwiesen.

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Nach einer idyllischen Anfahrt ins Landesinnere ging es eher gemütlich hinein in die Berge. Am oberen Einstieg einer Schlucht, der Gola de Gorroppeddu, ging es dann endlich mit mehr Nervenkitzel hinab. An manchen Stellen mussten wir uns sogar bis zu 12 Meter einen trockenen Abstieg abseilen. Ohne Seil ist diese Route also nicht zu bewältigen. Weiter entlang dem trockenen Flussbett durch die Wälder bis es am Ende der tiefen Schlucht dann ab in den Wald ging bis zu einer Steilwand, an deren Fuße wir auf Schäferstellungen mit aufdrapierten Tierschädeln trafen. Obwohl die komplette Wanderung perfekt mit Steinmännchen gekennzeichnet war, fanden wir hier zuerst nicht den Weg aus der Wand. Nachdem wir den Wanderführer nochmals zu Rate zogen, war es dann aber klar. Wir mussten die Steilwand hinauf und über eine 15 Meter über unseren Köpfen, in die Wand gebaute Treppe aus Felsen auf das Plateau über uns steigen. Abenteuerlich und atemberaubend zugleich. Von da ging es dann wieder den Steinmännchen entlang bis zu einer Bergstraße, welche uns wieder zurück zu unserem Bus brachte. Insgesamt waren wir rund 7h unterwegs.

Anreise via Auto & Fähre

Ja und dann war ja noch unsere Idee mit einem Bus anzureisen und die Fähre auf die Insel zu nehmen. Was auf dem Hinweg noch wunderbar klappte und auch zeitlich perfekt ablief war auf dem Rückweg ein wenig nervig. Man checkt also gegen Mittag aus der Unterkunft aus und fährt ca 1-2h auf der Insel bis nach Olbia zum Fährhafen. Dort verbringt man dann bis Abends zum boarden auf der Fähre seinen Tag in der Stadt. Womit dann auch schon der erste Tag der Heimreise vorbei wäre und man mehr Warte- als Reisezeit hatte. Über Nacht setzt die Fähre nach Livorno über, gegen 8 Uhr ist man auf der Straße und dann beginnt der eigentlich nervige Teil…

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Kommt man ohne Stau durch, braucht man ca 9-10 Stunden… wir haben aber natürlich das große Los gezogen und beim Umfahren des Staus auf dem Gotthard über den St. Barhardino eine Vollsperrung erwischt, weil ein werter Mitbürger meinte auf der kurvigen engen Bergstraße auch noch überholen zu müssen und einen Frontalunfall inkl Hubschrauberbergung verursacht hatte. Und so waren wir erst gegen Mitternacht nach ca. 14h Fahrt zu Hause. Die Anreise mit Bus und Fähre war ein Erlebnis und in ein paar Wochen oder Monaten sehe ich das sicher auch wieder entspannter… aktuell würde ich eher einen Flug und Mietwagen auf der Insel empfehlen.

Resümee

Wir hatten das Glück, dass wir Linda dabei hatten, die schon mal zum Klettern auf Sardinien war und uns so die tollsten Klettergebiete inklusive Anfahrt zeigen konnte. Nicht nur das, auch im Vorfeld sind wir direkt auf Cala Gonone und eben oben genannten Campingplatz hingewiesen worden. Und wie versprochen waren auch wir begeistert von Sardinien, Cala Gonone und allem drum und dran! Eine klare Empfehlung von mir und nicht vergessen – unbedingt ein Motorboot leihen!

Es geht nach Sardinien… klettern!

Sardinien_GoloritzeWir gehen immer wieder auf Kletterurlaub und nachdem wir im letzten auf Kalymnos und davor in Arco waren, sollte dieses wieder was Neues her. Und so haben wir uns für Sardinien entschieden.
Eine Woche. Um genau zu sein, nach Cala Gonone – einem beliebten Kletterspot auf der Insel. Und um es ganz stilecht anzugehen, fahren wir mir dem VW Bus und setzen mit der Fähre über. Übernachtet wird in Bungalows…

Und ich suche Tipps!

Anreise

Wir haben uns entschieden ganz klassisch anzureisen. Dazu haben wir uns bei Stadtmobil einen VW Bus für die Zeit gemietet. Das Gute bei Stadtmobil: Ausreichend Kilometer inklusive, Sprit ist im Mietpreis enthalten (!!), Preise auch bei längerer Miete sehr günstig und Fahrten ins Ausland, in den Urlaub sind ausdrücklich kein Problem.

Mit dem Bus fahren wir dann bis Livorno und von dort setzen wir über Nacht mit der Fähre auf die Insel über. Kabinen haben wir keine. Wir haben uns sagen lassen, man kann es sich an Board auch ohne ausreichend gemütlich machen um die Nacht zu verbringen. So beginnt für mich der Urlaub schon mit der gemeinsamen Anreise.

Unterkunft

Cala Gonone liegt genau mittig an der Ostküste Sardiniens und ist ein beliebtes Kletterziel. So sind auch wir auf eben diesen Ort gekommen.

In Cala Gonone haben wir uns dann für den lokalen Campingplatz entschieden. Da wir eine relativ große Gruppe von rund 10 Personen sind, ist es ansonsten eher problematisch eine ausreichend große Unterkunft zu finden. Hier war das aber kein Problem. Wir haben zwei Bungalows und einen angrenzenden Zeltplatz gemietet und so für jeden die passende Unterkunft gefunden. Von der Bildern und Angaben her scheint es ein Volltreffer zu sein. Super gelegen, günstig und super ausgestattet.

Hat jemand Tipps…?

Sardinien ist ja ein beliebtes Reiseziel und wart ihr vielleicht selber schon mal da? Ich bin für jeden besonderen Tipp dankbar. Welcher ist der schönste Traumstrand den man gesehen haben muss? Was kann man sonst auf der Insel machen? Boot leihen, Roller oder Kanu fahren, etc. Irgendwelche empfehlenswerten Insel-Spezialitäten, die man gegessen oder getrunken haben muss? Städtchen, Dörfer, Märkte oder andere Spots? Lasst es mich wissen und ab damit in die Kommentare.

Titelbild von Franck Roudet

Klettern in Arco – Der Reisebericht – Arco 3.0

Irgendwie hat es uns Arco angetan. So unkompliziert, gut zu erreichen, entspannt und vor allem so günstig! Und dazu kommt noch, dass es so viele Berge und Wände gibt die wir noch nicht erklommen haben. So schnell wird es uns dort also nicht langweilig. Und genau aus diesen Gründen waren wir auch dieses Jahr wieder in Arco. Diesmal eine komplette Woche, um alles entspannter angehen zu können.

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Einquartiert haben wir uns wieder auf dem Camping Zoo (Bericht siehe meinen ersten Arco Beitrag) und einmal mehr waren wir uns einig, die richtige Wahl getroffen zu haben. Gegessen wurde meist im doch schon legendären „California“ und da auch die sonstigen Rahmenbedingungen wie bei den letzten beiden Malen ausfielen, beschränke ich mich hier auf die Neuentdeckungen und Highlights.

Klettersteig Ferrata Fausto Susatti

Ein oft empfohlener aber relativ leichter Klettersteig, welcher auf den Gipfel Cima Capi (909m ü.d.M.) mit einer atemberaubenden Aussicht über den nördlichen Gardasee, über Riva bis Arco und Torbole sowie über das Val die Ledro (Ledro-Tal) Richtung Lago di Ledro. Gegen die meisten Empfehlungen sind wir aber nicht aus Biacesa gestartet sondern direkt aus Arco, wo man auch wieder endet. Und so mussten wir uns erst steil entlang eines Bachlaufs den Berg hinauf bis zum eigentlichen Einstieg des Klettersteigs, was aber im Nachhinein alleine schon ein tolles Erlebnis war. So ging es während der mehr als 6 Stunden dauernden Tour, knapp 1300 Höhenmeter zu überwinden und die grandiose Aussicht zu genießen.

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Klettergebiet Nago Torbole

Dieses Jahr haben wir, neben einem obligatorischen Abstecher ins Gebiet Muro dell’Assino, das Gebiet „Nago“ für uns entdeckt und haben so 3-4 Tage alleine dort verbracht. Das Gebiet besteht aus 6 großen Sektoren, in 2 davon („Unterer“ und „Zentral“) gibt es ausreichen Routen im 5ten und 6ten Grad. Die Routen sind mit bis zu 30 Metern recht lang und man wird am Umlenker stets mit einer tollen Aussicht auf den Gardasee belohnt. Besonders erwähnenswert sind die schattigen und gut befestigten Standplätze am Fuß des jeweiligen Sektors, der relativ kurze Zustieg von den Parkplätzen aus und die gut angelegten Wege zwischen den einzelnen Wänden. Als kleines Highlight gibt es zwischen den Bäumen um das Gebiet noch ein paar große überhängende und großgriffige Boulder. Fans also Crashpad einpacken!

Resümee

Dieses Jahr habe ich es sogar endlich geschafft eine Runde im Gardasee zu schwimmen. Es war wahnsinnig kalt. Aber gut. Wir haben zwischen dem ganzen Sport auch einen Tag Sightseeing eingelegt und waren auf einen Abstecher in Verona, dazu aber in einem anderen Beitrag mehr. Wenn es mal geregnet hat, haben wir einfach eine kurze Pause eingelegt und aus einer kleinen 1-Stunden Wanderung wurde auch schnell mal ein 4-stündiger Trail.

Im Großen und Ganzen war es wieder eine tolle Zeit, viel gutes Essen und Trinken, eine gute Mischung aus Klettern, Wandern, Sightseeing und Ausruhen. Und auch dieses Mal kann ich sicher sagen, das war nicht unser letztes Mal.

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Klettern auf Kalymnos – Der Reisebericht

Nun war es endlich soweit. 2:45 Uhr in der Nacht traten wir die Reise nach Kalymnos, eine kleine griechische Insel in der südlichen Ägäis an und es sollte mehr als 12 Stunden dauern bis wir endlich unsere Unterkunft bezogen haben. Die Wartezeiten haben dabei allerdings in Summe mehr Zeit in Anspruch genommen, als die einzelnen Transportetappen zusammen. Aber so ist das eben, wenn man die Quoteausgetrampelten TouristenpfadeQuote verlässt und sich für das Individualreisen entschließt. Über die Schwierigkeiten bei der Vorbereitung habe ich bereits berichtet.

Der Flug nach Kos – der Abschnitt der Anreise, welcher im Nachhinein noch am geregeltesten ablief – war recht turbulent. Es folgte eine Landung, die definitiv keinen Applaus verdient hatte. kalymnos-1006170Das störte die Pauschaltouristen auf unserem Flug allerdings recht wenig. Woher kommt das bitte, dass einem bezahlten Piloten, nach erwarteter Erledigung seiner Aufgabe (die er im übrigen alleine schon aus eigenem Interesse und Überlebenswillen erledigen würde), applaudiert wird? Egal… Weiter ging es mit der üblichen Inszenierung: Aus dem Flugzeug über eine Treppe in einen Bus, mit dem Bus zum Terminal. Dass das Flugzeug 50 Meter vom Terminal stand und die Busfahrt gerade mal 3 Sekunden (ungelogen) dauerte… Sei’s drum!

Mit dem Taxi ging es mit 140 km/h durch geschlossene, idyllische Ortschaften vom Airport zum Fährhafen. Eine Fahrt kostet 15,- EUR, Taxometer? Fehlanzeige! Angekommen checkten wir erstmal die Fahrzeiten der Fähre. Wie die Uhren hier so ticken, wurde uns spätestens bewusst, als jemand von uns nach der Zuverlässigkeit der Fähren fragte. “Sofern die Fähren fahren, sind sie meist recht pünktlich.” – Sofern?! – “Ja! Ob eine Fähre fährt, erkennt man daran, dass kurz vorher das Kassenhäuschen öffnet. Das Kassenhäuschen öffnet wiederum, wenn der Kassierer sieht, dass die Fähre auf der anderen Seite die Überfahrt angetreten hat.” Eigentlich ein ziemlich schlüssiges System.

Das Kassenhäuschen öffnete also irgendwann, wir kauften unsere Tickets, gingen auf die Fähre. Unser Gepäck mussten wir im Außenbereich abgeben, hüfthoch wurden Taschen und Rucksäcke hier entlang der Rehling gestapelt. “Ob das hält?” – “Die machen das sicher nicht zum ersten Mal.” Sitzplatz gesucht und dann ging es auch pünktlich los. Eine turbulente, 30 minütige Überfahrt später waren wir endlich auf der Insel! Kalymnos. Vom Hafen zur Unterkunft in Masouri ging es wieder mit dem Taxi. Taxometer? Fehlanzeige! Kosten? 15 EUR!

Die Unterkunft

Im Vorfeld hatten wir uns in den Korali Studios (FB) in Masouri einquartiert. Da wir zu 8 waren, haben wir 3 der insgesamt 4 Ferienwohnungen gebucht. Wir wurden herzlichst von Niki in Empfang genommen, welche sich am Vortag noch bei uns informiert hatte, wann wir denn auf Kos landen. Niki verwaltet die Korali Studios und obwohl es sich im Ferienwohnungen mit der Möglichkeit zur Selbstversorgung handelt, kamen wir uns wie in einem 4 Sterne Hotel vor. Jeden Tag wurden die Betten gemacht, selbst Geschirr, welches im Eifer des morgendlichen Aufbruchs nicht gespült wurde, stand Abends sauber wieder im Schrank. Das Bad und das Zimmer, stets blitze blank. Insgesamt ein sehr gepflegtes, sauberes Haus.

Dazu noch die perfekte Lage, direkt am Strand von Masouri, aus dem Bett und vom Balkon den direkten Blick auf den Bergrücken Rachi auf der kleinen Nachbarinsel Telendos. Die Aussicht, welche als Panorama Kalymnos‘ gilt. Durch die typische Treppen-Bauweise der Häuser am Hang, konnten wir unsere Balkone kurzerhand um die Dachterasse des vorgelagerten Restaurants erweitern, kalymnos-1006212wo wir allmorgendlich frühstückten und nach einem erfolgreichen Klettertag, den Abend bei ein paar kühlen Bier, Kerzenlicht und Musik ausklingen ließen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite direkt ein kleiner Tente-Emma-Laden mit allem was man braucht, direkt neben einem Geldautomaten (nicht so häufig zu finden auf der Insel), ein Gyrosgrill, für einen schnellen Snack zwischendurch und einer kostenlosen Frischwasser-Quelle mit unbehandeltem Trinkwasser für die Wasserreserven.

Nicht zu vergessen, lag die Unterkunft natürlich direkt im Ballungszentrum der Klettergebiete. Besser hätten wir es im Nachhinein betrachtet nicht treffen können. An dieser Stelle auch ein riesiges Dankeschön an Niki für den extrem angenehmen Aufenthalt und die vielen Tipps.

Klettern

Klettern auf Kalymnos. Der eigentliche Grund unserer Reise. Vom Niveau her ist wirklich für jeden was geboten. Die meisten Routen findet man im 6. Grad und Höher. Aber auch im 5er Bereich sind sehr viele Routen und Sektoren zu finden und selbst für die nicht so Geübten gibt es immer wieder 3er und 4er Routen. In Punkto Aussicht und Lage überbietet ein Gebiet das Nächste. Ob direkt an der Steilküste, neben einer alten Burgruine, oben auf dem Berg über Masouri oder ganz spektakulär direkt in einer monströsen Höhle, langweilig wird einem (Kletterer) auf der Insel so schnell nicht.

Alle Routen der Insel sind stets extrem gut gesichert. Alle paar Meter und vor allem vor und nach jeder Schlüsselstelle sind gut erreichbare Bohrhaken. Das Material – fast ausschließlich rostfreier Edelstahl und neuwertig. An den Umlenkern findet man zu 99% mindestens einen, oft auch zwei feste Karabiner, welche das Abbauen einer Route sehr erleichtern. Würden in den Bohrhaken noch Expressen hängen, wäre es fast Klettern wie in der Halle.

Beim Gestein handelt es sich größtenteils um Kalkfelsen. Durch die raue Luft und weil Kalymnos nicht so überrannt ist, dafür aber so eine riesige Auswahl an Routen bietet, ist der Fels extrem griffig, ab und zu sogar auch mal unangenehm scharf. Das bedeutet sehr guten Grip, sowohl bei Griffen als auch Tritten aber beim Abrutschen oder unvorsichtigem Abstützen eben auch schnell mal ordentliche Schürfwunden. Also Tape nicht vergessen! Oft teilt man sich einen Sektor lediglich mit wenigen anderen Kletterern oder ist sogar komplett alleine. Lediglich die Ur-Gebiete wie z.B. Arginonta sind so hoch frequentiert, dass hier an den klassischen Vorzeige-Routen auch schon mal alles speckig geklettert ist. Das ist aber ausdrücklich ein Einzelfall und bei der Auswahl an Alternativen auch in keinster Weise ein Problem.

Verpflegung

Direkt am Meer gelegen empfiehlt sich natürlich frischer Fisch. Diesen bekommt man auch in jedem Restaurant vor dem Essen zur Auswahl präsentiert. In zweiter Linie, typisch griechisch eben, viel Fleisch. Und… hier kommt alles auf den Grill. Zudem ist essen im Restaurant so günstig, dass es sich tatsächlich nicht wirklich lohnt sich selbst zu bekochen. Wir waren daher jeden Abend essen und haben bei 8 Personen, mit allerhand Vorspeisen, Hauptgericht (meist eine Fischplatte und eine Fleischplatte + Beilagen für die Runde), Nachtisch, reichlich Getränke wie Wasser, Limo, Bier und Wein zusammen je nach Klasse des Restaurants zwischen 70,- und 130,- EUR gezahlt. Und es war üppig. Und neben dem Frühstück in der Unterkunft, war das auch die einzige große Mahlzeit die wir so über den Tag zu uns genommen haben.

Eine Gyros Pita oder ein Sandwich für zwischendurch kostet im Schnitt 2,50 EUR, ein halber Liter frisch gepresster Orangensaft ebenfalls 2,50 EUR, Cola oder Bier ca. 2,- EUR. Ein Fischgericht mit allem drum und dran zwischen 5,- und 12,- EUR usw… Im Tante-Emma-Supermarkt einkaufen hingegen, ist merklich teurer als bei uns.

kalymnos-1006418Zwei Restaurants die ich euch wärmstens empfehlen kann. Zum einen die Aegean Tavern direkt in Masouri – tolles Personal, einmaliges Ambiente und eine traumhafte Aussicht. Hier solltet ihr frischen Fisch vom Grill und die Lammkeule für 2 bzw 4 Personen probieren. Und dann noch Harry’s Paradise in Emporios – sehr verträumt, inmitten eines Gartens, direkt unter Bäumen, schön im Schatten. Hier bestellt ihr am besten einfach auf Empfehlung der Küche und lasst euch überraschen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein!

Fortbewegung

Auf der Insel wird fast alles (außer natürlich Taxis) auf Rollern erledigt. Und so leiht man sich am besten auch einen 50ccm Roller, welchen man mit dem normalen Auto-Führerschein fahren darf. Mit den Helmen nimmt man es auf der Insel nicht so genau und so ist es kein Problem z.B. einfach den Kletterhelm (oder nach belieben auch gar keinen) zu nutzen. Natürlich bekommt man aber auf Wunsch einen geeigneten Helm zum Roller dazu. Ein Roller kostet 10,- EUR am Tag. Eine Tankfüllung sind rund 4,5 Liter und reichen für Rund 150 km. Günstiger geht es kaum.

Resümee

Wir waren uns einig. Selten wurden wir so offenherzig und hilfsbereit empfangen wie hier. Stets ein Lächeln auf den Lippen und ob perfekt deutsch sprechend, gebrochenes Englisch oder nur griechisch, jeder wollte uns einen unvergesslich schönen Aufenthalt bereiten. Selten kam man ohne einen kurzen Chat davon.

kalymnos-1006774-2Es war eine tolle Erfahrung und ich bin froh Freunde zu haben, die dafür zu gewinnen sind, eine Schnapsidee in die Wirklichkeit umzusetzen. Kalymnos ist vielleicht kein Geheimtipp mehr, aber mit Sicherheit  noch eine echte Perle unter den Klettergebieten. Bei der Medienaufmerksamkeit und der Förderung durch Outdoor-Marken und Events, wird sich das vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft schon geändert haben. Den Bewohnern der Insel, welchen der (Kletter-)Tourismus sicher gern gesehenes Geld beschert, sei es gegönnt. Wer aber noch ein junges, offenes, verträumtes, gemütliches und unverstelltes Kalymnos genießen will, sollte sich nicht mehr all zu viel Zeit lassen.

Im Test… Lifeproof fre iPhone Case

Die Wintersaison steht vor der Tür, die ersten Skigebiete öffnen ihre Pforten. Den Sommer mit all den Aktivitäten dieses Jahr hat mein iPhone unbeschadet überlebt. Klettern, wandern, Kanu fahren auf der Moldau… da ich immer alles tracke oder unter anderem mit der Handykamera festhalte, hier und da mal GPS brauche oder online etwas nachschauen möchte, ist das iPhone immer dabei. Aber so richtig wohl war mir in vielen Situationen nicht und daher musste eine ordentliche Schutzhülle her.

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Nach einigen Recherchen bin ich dann beim Lifeproof fre gelandet. Leider gibt es dieses ausgewiesen nur für das iPhone 5. Ich habe aber das neue iPhone 5s. Die Abmessungen sind ja komplett gleich geblieben aber an der Kamera hat sich etwas getan sowie am Blitz. Da ich über facebook und andere Kanäle leider keine Antwort von Lifeproof bekommen habe, musste ich mir selbst ein Urteil davon machen.

Eigenschaften

Warum ich schlussendlich zur Lifeproof fre** gegriffen habe? Sie erfüllt allerhand Spezifikationen. Nicht das ich da viel Wert drauf lege, der Vorteil bei Spezifikationen ist allerdings, dass es klare Bedingungen und Eckdaten gibt, die ein Produkt erfüllen muss und dies tut das fre Case. Es ist demnach staub-, wasser- und stoßfest und das sind genau die Anforderungen die ich an ein Case hatte.

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Ein weiterer ausschlaggebender Vorteil gegenüber anderen Herstellern war, dass das fre nicht groß aufträgt und sehr leicht ist. Lifeproof gibt an, dass das Case bis 2 Meter für 60 Minuten unter Wasser dicht hält und fordert einen auf, dies auch direkt vor dem ersten Gebrauch zu testen. Man legt einfach ein Stück Papiertaschentuch in das Case, verschließt dieses und legt es beschwert ins Wasser. Und siehe da, es hält wie versprochen dicht. Vorteil nach diesem Test, man vertraut dem Case und auf die Dichtheit.

lifeproof-fre-2169Im Inneren ist das Case an allen wichtigen Stellen ausreichend gepolstert. Zum einen um eventuelle Stöße abzufangen und zum anderen das Handy vor Kratzern durch das Case selbst zu schützen. Alle Tasten, selbst der Lautlos-Schalter sind ebenfalls durch das Case zu bedienen.

Cooles Zusatzfeature, dem Case liegt ein Klinkekabel bei, welches man anstatt des Verschlusses am Kopfhörerausgang einschrauben kann. Ist man also im Besitz von wasserfesten Kopfhörern, kann man diese anschließen, ohne das das Case hierbei seinen Schutz aufgeben muss. Pro-Tipp: Selbst wenn die Kopfhörer nicht wasserfest sind, die kosten nicht die Welt, wenigstens ist das Handy safe!

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…passt das iPhone 5s?

Japp es passt. Wunderbar sogar. Die Kamera und der Blitz werden durch das Case augenscheinlich nicht beeinträchtigt. Was natürlich nicht geht, der Fingerabdruck-Sensor – klar. Ansonsten kann man alle Tasten durch das Case einwandfrei bedienen. Das ist wichtig, da unter Wasser z.B. der Touchscreen nicht funktioniert (geht physikalisch einfach nicht). Schaltet man also die Kamerafunktion über Wasser ein, kann man unter Wasser mit den Lautstärken-Testen die Aufnahme starten.

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Für die Speaker hat das Case Aussparungen an der Front. Allerdings lässt man die Musik laufen, ertönt diese gefühlt von der Rückseite des Cases. Nicht weiter schlimm, die Hülle wirkt in dem Moment sogar noch als Resonanzkörper. Klar ist der Sound etwas muffiger, aber hey… dafür dass das Handy in diesem Moment quasi „unkaputtbar“ ist, ist das vollkommen OK.

Resümee

lifeproof-fre-2154Ich bin vollends zufrieden mit dem Lifeproof fre**. Der erste Praxiseinsatz wird kommen und ich bin mir sicher, keine Angst mehr um mein iPhone haben zu müssen und kann es dennoch überall uneingeschränkt bedienen. Die Einschränkung mit dem Fingerabdruck-Sensor ist in solchen Umgebungen bestens verkraftbar. Das Case lässt sich leicht wieder entfernen, wird es nicht benötigt. Hat man es mehrere Tage im Einsatz, kann man das iPhone, dank einer kleinen Klappe, auch im Case laden. Zu diesem Zeitpunkt ist es dann aber nicht mehr dicht!

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Arco 2.0 – ein weiterer Reisebericht

Im Video-Post habe ich ja bereits gesagt, dass es uns ein weiteres Mal nach Arco verschlagen hat. Nach dem Video-Eindruck folgt hier nun der Reisebericht mit einigen Bildern.

Neben dem wandern und klettern, gibt es auch noch eine sehr ausgeprägte Radsport Szene am Gardasee. Und so war es ein leichtes gute, aktuelle Fahrräder für einen schmalen Preis zu leihen. Auf dem Plan standen 2 Touren. Bei der Ersten haben wir uns etwas überschätzt und so wurde neben der sehr anstrengenden Auffahrt auch die Abfahrt zu einem Abenteuer. Definitiv nichts für Ungeübte!

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Am zweiten Tag ist die eine Hälfte aufgebrochen um ein weiteres Mal den Klettersteig Gerardo Sega zu bezwingen (siehe letzten Bericht), Jannis und ich haben uns nochmal auf die Räder geschwungen und dieses Mal sollte es über Riva del Garda, entlang der Küste bis zum Lago di Ledro gehen.

MTB-Map

Diese Route war schon eher mein Level, noch den Vortag in den Knochen konnte ich zwar noch nicht wieder voll in die Pedale treten, aber landschaftlich und von den Beschaffenheiten her, war diese Route wirklich mein Highlight der Woche! Leider erlaubte es uns die Zeit nicht mehr auch eine Runde um den See zu fahren. Aber das machen wir dann einfach beim nächsten Besuch in Arco.

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Der dritte Tag stand dann wieder im Zeichen des Kletterns und so haben wir uns auf in ein (für uns) neues Gebiet gemacht. Belvedere, überhalb von Nago-torbole. Zwei Abschnitte, einer im oberen und einer im mittleren Schwierigkeitsgrad und bekannt für die atemberaubende Aussicht über Nago-torbole, Riva del Garda und das gesamte nördliche Ende des Gardasee.

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2011 komplett sanierter Zustieg und Routen, im Ort ein großer Parkplatz direkt in der Nähe. Wirklich empfehlenswert, auch wenn der Einstiegsbereich in die Wand extrem unwegsam ist, so dass die Füße nach einem Tag an der Wand alleine vom unten stehen weh tuen. Lohnt sich aber allemal.

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Tag Vier verschlug es uns wieder nach Muro dell’Assino, wo wir bereits im Juni waren. Hier ist die Vielfalt an Routen und Schwierigkeitsgraden einfach super, der Fuß der Wand ist im Schatten und so haben wir den letzten Tag, abgesehen vom anstrengenden Zustieg, eher gemütlich in bekannter Umgebung angehen lassen.

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Unterkunft

Wie auch schon das letzte Mal, haben wir wieder auf dem Campingplatz Zoo gezeltet. Da wir kein Safari-Tent oder Bungalow wollten, mussten wir vorweg auch nicht reservieren. Es war zwar voller als im Juni, dennoch findet man eigentlich immer noch einen freien Platz. Der Plan ging auf und wir fühlten uns direkt heimisch.

Arco 2.0 – Das Video

Screen Shot 2013-10-01 at 18.08.20Nachdem wir im Juni bereits zum klettern in Arco waren, war für August eigentlich eher ein Strandurlaub geplant. Da bei der Planung aber so ziemlich alles schief lief, hat es uns spontan erneut nach Arco verschlagen. Diesmal nur zu 4. und neben klettern sollte Mountainbiken auf dem Plan stehen und so packten wir die Zelte ein und fuhren los.

Ich habe dazu ein Video geschnitten, der Reisebericht mit weiteren Infos folgt noch.

Wer von euch war auch schon am Gardasee mountainbiken oder klettern? Könnt ihr irgendwelche Spots und Routen empfehlen die man gesehen oder gemacht haben muss?