Im Test… Lifeproof fre iPhone Case

Die Wintersaison steht vor der Tür, die ersten Skigebiete öffnen ihre Pforten. Den Sommer mit all den Aktivitäten dieses Jahr hat mein iPhone unbeschadet überlebt. Klettern, wandern, Kanu fahren auf der Moldau… da ich immer alles tracke oder unter anderem mit der Handykamera festhalte, hier und da mal GPS brauche oder online etwas nachschauen möchte, ist das iPhone immer dabei. Aber so richtig wohl war mir in vielen Situationen nicht und daher musste eine ordentliche Schutzhülle her.

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Nach einigen Recherchen bin ich dann beim Lifeproof fre gelandet. Leider gibt es dieses ausgewiesen nur für das iPhone 5. Ich habe aber das neue iPhone 5s. Die Abmessungen sind ja komplett gleich geblieben aber an der Kamera hat sich etwas getan sowie am Blitz. Da ich über facebook und andere Kanäle leider keine Antwort von Lifeproof bekommen habe, musste ich mir selbst ein Urteil davon machen.

Eigenschaften

Warum ich schlussendlich zur Lifeproof fre** gegriffen habe? Sie erfüllt allerhand Spezifikationen. Nicht das ich da viel Wert drauf lege, der Vorteil bei Spezifikationen ist allerdings, dass es klare Bedingungen und Eckdaten gibt, die ein Produkt erfüllen muss und dies tut das fre Case. Es ist demnach staub-, wasser- und stoßfest und das sind genau die Anforderungen die ich an ein Case hatte.

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Ein weiterer ausschlaggebender Vorteil gegenüber anderen Herstellern war, dass das fre nicht groß aufträgt und sehr leicht ist. Lifeproof gibt an, dass das Case bis 2 Meter für 60 Minuten unter Wasser dicht hält und fordert einen auf, dies auch direkt vor dem ersten Gebrauch zu testen. Man legt einfach ein Stück Papiertaschentuch in das Case, verschließt dieses und legt es beschwert ins Wasser. Und siehe da, es hält wie versprochen dicht. Vorteil nach diesem Test, man vertraut dem Case und auf die Dichtheit.

lifeproof-fre-2169Im Inneren ist das Case an allen wichtigen Stellen ausreichend gepolstert. Zum einen um eventuelle Stöße abzufangen und zum anderen das Handy vor Kratzern durch das Case selbst zu schützen. Alle Tasten, selbst der Lautlos-Schalter sind ebenfalls durch das Case zu bedienen.

Cooles Zusatzfeature, dem Case liegt ein Klinkekabel bei, welches man anstatt des Verschlusses am Kopfhörerausgang einschrauben kann. Ist man also im Besitz von wasserfesten Kopfhörern, kann man diese anschließen, ohne das das Case hierbei seinen Schutz aufgeben muss. Pro-Tipp: Selbst wenn die Kopfhörer nicht wasserfest sind, die kosten nicht die Welt, wenigstens ist das Handy safe!

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…passt das iPhone 5s?

Japp es passt. Wunderbar sogar. Die Kamera und der Blitz werden durch das Case augenscheinlich nicht beeinträchtigt. Was natürlich nicht geht, der Fingerabdruck-Sensor – klar. Ansonsten kann man alle Tasten durch das Case einwandfrei bedienen. Das ist wichtig, da unter Wasser z.B. der Touchscreen nicht funktioniert (geht physikalisch einfach nicht). Schaltet man also die Kamerafunktion über Wasser ein, kann man unter Wasser mit den Lautstärken-Testen die Aufnahme starten.

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Für die Speaker hat das Case Aussparungen an der Front. Allerdings lässt man die Musik laufen, ertönt diese gefühlt von der Rückseite des Cases. Nicht weiter schlimm, die Hülle wirkt in dem Moment sogar noch als Resonanzkörper. Klar ist der Sound etwas muffiger, aber hey… dafür dass das Handy in diesem Moment quasi „unkaputtbar“ ist, ist das vollkommen OK.

Resümee

lifeproof-fre-2154Ich bin vollends zufrieden mit dem Lifeproof fre**. Der erste Praxiseinsatz wird kommen und ich bin mir sicher, keine Angst mehr um mein iPhone haben zu müssen und kann es dennoch überall uneingeschränkt bedienen. Die Einschränkung mit dem Fingerabdruck-Sensor ist in solchen Umgebungen bestens verkraftbar. Das Case lässt sich leicht wieder entfernen, wird es nicht benötigt. Hat man es mehrere Tage im Einsatz, kann man das iPhone, dank einer kleinen Klappe, auch im Case laden. Zu diesem Zeitpunkt ist es dann aber nicht mehr dicht!

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Jetzt läuft der beim Marathon mit…

… der Spinner. So hätte ich das vor gar nicht all zu langer Zeit über mich selber gesagt.

Das ich mittlerweile den Sport für mich entdeckt habe, haben vielleicht einige schon mitbekommen, dazu aber vielleicht in einem anderen Post mehr. Nur habe ich festgestellt, das ich zwar meinen Bürorücken stärken konnte, ich aber unbedingt etwas für meine Ausdauer machen muss. Beim wandern usw kam ich z.B. nach kürzester Zeit ins Schnaufen. Aber Laufen war seit jeher so mit der abwegigste Sport den ich mir vorstellen konnte. Es ergab einfach keinen Sinn für mich, ohne ein wirkliches Ziel Stunden lang durch die Gegen zu hecheln und kaputt und verschwitzt zu Hause anzukommen. Alleine mit seinen Gedanken. Ich machte Sport vor allem um vom Alltag abschalten zu können. Mich abzulenken. Das geht beim Klettern perfekt, da man permanent konzentriert und fokussiert sein muss und nie alleine ist. Aber Laufen? Nene…

Ein guter Freund von mir läuft schon seit ein paar Jahren regelmäßig. Unter anderem auch Marathons und Halbmarathons. Da auch er vom Kletterfieber erfasst war, sagte er mir bei jeder Gelegenheit folgenden Satz:

„Tom, du wirst sehen… nicht mehr lange, dann läufst du auch!“

Er war davon so überzeugt, egal was ich sagte oder dem entgegen setze, er wollte es nicht hören und blieb bei seiner Überzeugung. Ich tat es als Spinnerei ab und das Thema war für mich erledigt. Ich meine, wenn ein Marathon anstand den er laufen wollte, war er wochenlang so gut wie abgeschrieben. Dauernd am trainieren, früh schlafen gehen, am Wochenende ist er nicht mit uns feiern gegangen – „dem Training zuliebe“. Was für ein Spinner…

… und dann war es mal wieder so weit. Wir saßen zusammen, besagter Freund erzählte vom Badenmarathon und das man dort als Staffel-Team antreten kann. Der Erste läuft einen Halbmarathon, der Zweite 14km und der Dritte läuft 7km. Tolle Sache sei das, ob ich denn nicht mitmachen will und die 7km übernehme?! Auch dieses Mal winkte ich dankend ab. Naja, eher mit einem „Prrfftt“! Aber irgendwie nicht mehr mit der selben, tiefen Überzeugung als sonst…

Den Montag drauf habe ich direkt nach der Arbeit meine Sportschuhe aus dem Schrank geholt, mir Sportklamotten angezogen und bin ganz heimlich eine Runde gelaufen. Eine Runde… wer mich ein bisschen kennt, weiß dass es keine kleine Einführungsrunde war. Es lief besser als ich dachte. Allen Empfehlungen zum trotz, lief ich statt den empfohlenen 3km zum Anfang, gleich mal 5km. Und das in weniger als 30 Minuten. „Ich glaub, dass ist gar nicht mal so schlecht…?!“

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Wieder zu Hause, keuchte ich mir fast die Lunge aus dem Leib. Der Schweiß fing an zu laufen. Nicht wie an einem heißen Sommertag. Nein. Ich war pitschnass. Und das hörte nicht mehr auf! Kaum trockengewischt, wieder nass. Ich war schweißgebadet. Am Ende. Aber: Es fühlte sich irgendwie geil an! Und vor allem… ich hab meine Gedanken nach einem stressigen Arbeitstag komplett geordnet und nicht wie befürchtet, von einer Sackgasse in die nächste gegrübelt. Nach weiteren 30 Minuten, den Schweißausbruch wieder im Griff, auch mit dem hecheln durch und nach der darauf folgenden Dusche, war ich frisch und energiegeladen.

Frisch und Energiegeladen – das hätte ich so nicht erwartet. Sagt einem zwar jeder aber das stimmt sogar. Und so bin ich dabei geblieben. Ich laufe mittlerweile seit Juni regelmäßig, konnte mich bisher auf 8-10km steigern mit einer Durchschnittlichen 5:30 Pace (Min/km). Als Morgenmuffel kann ich mich nicht überwinden Morgens zu laufen, meine optimale Zeit habe direkt nach der Arbeit gefunden.

Seither kämpfe ich mit dem üblichen Schweinehund vor dem Laufen, ich weiß aber wie gut es mir tut und daher fällt es mir (noch?) recht leicht mich zu überwinden und einfach loszulaufen. Hinterher bin ich froh! Ich glaube das bleibt einem nicht erspart, aber es gibt immer einen Weg sich zu überwinden. Casey Neistat beschreibt das sehr treffend in diesem Video…

Für den Badenmarathon-Teamlauf haben wir uns ebenfalls angemeldet und so werden wir am 22.09.2013 zusammen eine Marathon Distanz absolvieren. Und dieser Post hier soll mich dazu motivieren und zwingen, dass auch durchzuziehen! Ich weiß, es sind nur 7km. Da lachen einige von euch sicher drüber. Dass ich das aber überhaupt mache und das Laufen für mich entdeckt habe, ist das eigentlich bemerkenswerte daran. Schauen wir mal was da noch so kommt…

Habt ihr selbst auch solche Erfahrungen gemacht bzw. könnt ihr das nachvollziehen? Wie seid ihr zum Laufen oder eurem Ausgleichssport gekommen? Schreibt mir…