Lightpainting mit dem Raspberry Pi

Dies ist ein Gastartikel von Tobi

Schon seit längerer Zeit habe ich mal ein Foto-Projekt gesehen, das mich fasziniert hat: LightScythe. Die Ergebnisse fand ich damals super, allerdings hat mich die Hardware- und Elektronik Bastelei abgeschreckt.  Idee des Projektes ist es mit einen Streifen von RGB LEDs spaltenweise über die Zeit ein Bild auszugeben und durch Bewegung des LED-Streifens das Bild im Raum darzustellen. Durch Langzeitbelichtung sieht das Bild dann aus, als würde es im Raum stehen.

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In diesem doch sehr nassen und grauen Winter habe ich mich mal wieder an diese Idee erinnert und gesehen, dass es durch den Bastelrechner Raspberry Pi wesentlich leichter geworden ist.

Mein recht einfacher LED-Stick besteht nun aus folgenden Teilen:

  • LED Streifen mit 50 LEDs vom Typ WS2812B (bei Adafruit heißen die „neopixels“)
    gibt’s bei Amazon** oder z.B. hier bei ebay
  • Raspberry Pi, ich habe die Version B+** verwendet
  • Raspberry Pi Gehäuse**
  • USB-Stromquelle z.B. einen mobilen Akku von Anker zur Stromversorgung des Raspberry Pi
  • Batteriehalterung für 4 Standard 1,2V Akkus Größe AA** zur Stromversorgung der LEDs
  • „Level Shifter“ TI 74AHCT125 zur Ansteuerung der LEDs
  • Holzlatte – 1,70m lang – als Träger
  • Kabel, Steckbrett**, Klettband

Eine genaue Anleitung zur Verkabelung der LEDs und des Raspberry Pi gibt es bei Adafruit.

LightPainting-1 LightPainting-2

Zur Programmierung der LEDs braucht man noch die rpi_ws281x Software Library. Diese stellt auch eine Python Schnittstelle bereit, mit der man die LEDs recht einfach ansteuern kann. Dazu habe ich mir ein kleines Python Programm geschrieben, das ein Bild öffnen, auf 50 Pixel vertikal skalieren und Spalte für Spalte auf den LED Streifen ausgeben kann. Das Skript gibt’s hier.

Damit man auch unterwegs den Raspberry Pi ansteuern kann habe ich mir noch einen WLAN Stick** besorgt und den Raspberry Pi zum Access Point gemacht. Ähnlich wie bei einer GoPro Kamera kann man sich so per Handy mit Raspberry Pi verbinden, ein Bild auswählen und an die LEDs ausgeben lassen. Das dazugehörende Web-Interface will ich hier allerdings nicht weiter beschreiben.

Bei der Auswahl der Bilder ist zu beachten, dass diese keine zu hohe Auflösung haben, da sie auf 50 Pixel herunter skaliert werden und so immer noch gut erkennbar sein müssen.

Hier die ersten Bilder die ich mit Tom und Thorsten zusammen gemacht habe – alle sind >= 30s belichtet.

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Tobi kenne ich schon einige Jahre aus den Anfangszeiten meiner Fotografie. Und vor kurzem war ich mit ihm und seinem neuen Projekt unterwegs. Da ich das Thema so interessant fand und er aus erster Hand natürlich besser darüber berichten kann, war er so nett und hat hierzu diesen Gastartikel verfasst.

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Im Test… Phottix Trafo DSLR Video Schulter Rig

Vor ein paar Monaten habe ich von meinfo.to freundlicherweise ein Rig für einige Zeit zum testen bekommen. Ich möchte nun also über meine bisherigen Erfahrungen berichten. Es handelt sich um das Rundum-Sorglos-Paket aus dem Hause Phottix, das Phottix Trafo DSLR Video Rig. Als das Paket geliefert wurde, war ich erstmal über die Größe geschockt, nach dem Auspacken vom Umfang der Teile die zum Rig gehörten.

Es ist echt alles dabei was man sich so an einem Rig vorstellen kann… von der Baseplate über den Follow Focus, Schulterpad, Kontergewicht, Griffe, Monitorhalter bis hin zu einem U-Cage und einer massiven, ausgewachsenen Matebox. Hier bekommt ihr wohl den besten Überblick über den Lieferumfang und Maximalausbau des Rigs. Meine erste Amtshandlung war es, das Rig in seinem vollem Umfang aufzubauen. Beeindruckend! Schwer! und auf jeden Fall „too much“ für meinen Geschmack!

Meine Erfahrungen

Bevor es also zum ersten Einsatz ging, habe ich das Rig erstmal ein wenig zurück gebaut und auf meine persönlichen Anforderungen angepasst. Die Matebox z.B. kam bis heute nicht zum Einsatz in der Praxis. Vom U-Cage benutze ich nur eine Hälfte, da ich hier kein großes Gewicht aufbaue und das Gegengewicht wird nur bei längeren Drehs verwendet. Hier mal ein Standard-Aufbau, wie ich ihn für meinen Zweck perfekt finde.

Montiert seht ihr hier eine Canon 550d, meinen Phottix Hector Monitor, mein LED Licht und den Daniel.

                    

Da das ganze Rig aber total Modular aufgebaut ist, habe ich mir auch noch aus den Rest-Teilen ein Minimal-Setup gebaut, um auch auf meinem Video-Stativ den Follow Fokus benutzen zu können. Das sieht dann so aus.

            
Sorry für die Quali der Bilder, da meine Cam aber montiert war, war nur noch das iPhone zur Hand.

 Pro und Kontra

Pro:

  • Qualitativ besser als erwartet
  • Sehr umfangreiche Ausstattung, lässt keine Wünsche offen
  • komplett modular aufgebaut – es gibt unzählige Möglichkeiten es anzupassen

Kontra:

  • mit 1300,- EUR sehr teuer, im Vergleich zu anderen Rigs mit dieser Ausstattung aber erschwinglich
  • Schulterpad passt qualitativ nicht zum Rest
  • Karbon-Alu Rohr ist etwas… öhm… übertrieben?!  Es ist eine Karbon-Folie um ein Alu Rohr

Zum Schulter Pad:
Das Schulterpad sticht wirklich aus dem ganzen Set heraus. Negativ! Es kann nur auf die Rohre geschoben werden und besteht komplett aus einfachem Schaumstoff. Versteht mich nicht falsch, es erfüllt komplett seinen Zweck und wird einen ebenso wenig im Stich lassen oder auseinander fallen. Aber es nervt zum einen, dass man das Rig auseinander bauen muss um das Pad von den Rohren zu bekommen und es ist nur mit viel Kraft auf dem Rig zu justieren. Bei dem Preis hätte man sich bei dem Schulterpad auch noch etwas mehr mühe geben können. Ich finde es immer Schade wenn alles schlüssig ist, und bei einem Teil ist der Ehrgeiz nach durchdachter Qualität dann einfach ausgeblieben.

Zum Carbon-Alu Rohr:
Die besagten Karbon-Alu Rohre sind in meinen Augen normale Alu Rohre welche mit einer Karbonoptik-Folie ummantelt sind. Praktisch ist es, weil dadurch die Befestigungsschellen nicht verhaken und leichter zu verstellen sind. Es aber als Karbon-Alu Rohr zu bezeichnen finde ich etwas übertrieben. Meiner Meinung hat dieses Rig solche „Werbemittel“ nicht nötig.

Meckern auf hohem Niveau, aber bei 1300,- EUR darf man so was schonmal erwähnen!

Resümee

Also ich war wirklich von der Qualität beeindruckt. Bis auf ein paar oben genannte Abstriche gibt es wirklich nichts zu meckern am Phottix Trafo Shoulder Rig**. Es ist wirklich für jede Anforderung was dabei und durch die modulare Bauweise, kann es spielend auf die jeweiligen Vorlieben und Begebenheiten angepasst werden. Ich habe mein Setup gefunden. Was ich aus diesem Test vor allem mitnehmen konnte, ich weiß recht genau wie mein Rig auszusehen hat, was man wirklich braucht und was einfach too much ist. Das war mir so aber auch nur Möglich, weil mir der Maximalausbau zur Verfügung stand.

Das Rig insgesamt, die Verwendeten Materialien und die einzelnen Bauteile haben eine beeindruckend hohe Qualität und machen einen absolut verlässlichen Eindruck. Dennoch erschließt sich mir nicht, warum Rig-Bauteile und Sets im allgemeinen so teuer sind. Ich kann mir nicht vorstellen das Material- und Herstellungskosten tatsächlich so hoch sind. Schaue ich mir an, wie viel aus dem Komplettset ich im Endeffekt nicht im Video-Alltag benutze, hätten sich für mich die 1300,- EUR nicht gelohnt. Gemessen an der Konkurrenz auf dem Markt, ist der Preis allerdings wieder total wettbewerbsfähig.

Da ich keine technischen Reviews, mit Testcharts oder Materialanalysen mache, sondern einfach meine Erfahrungen mit meinen Worten beschreibe und so vielleicht die ein oder andere Frage unbeantwortet lasse, stellt mir eventuelle Fragen einfach in den Comments

** Amazon Affiliate Link – Ihr zahlt das gleiche, tut mir damit aber einen kleinen Gefallen.

DIY LED Videolicht-Adapter für’s iPhone

Wie in meinem Beitrag zum LED Videolicht erwähnt nehme ich viele Videos direkt mit dem iPhone auf. Ich stand also vor dem Problem, wie soll ich denn bitte das Videolicht mit dem iPhone benutzen? Einen Blitzschuh oder sonstige Befestigungsmöglichkeiten gibt es da ja nicht. Ich habe versucht das iPhone in der einen Hand, die Leuchte in der anderen, das iPhone irgendwie auf die Leuchte schnallen usw. Das war natürlich alles nicht das Wahre und die Videos wurden nur noch zittriger, weil ich mich so auf das richtige Halten konzentrieren musste…

Die zündende Idee kam mir dann während einem unserer Workshops. Ich habe mir für meinen letzten Urlaub ein GLIF gekauft (kann ich übrigens nur empfehlen!). Dieser ist ja eigentlich dazu gedacht das iPhone z.B. auf ein Stativ schrauben zu können. Aber warum denn das vorhandene Gewinde nicht anders herum benutzen. Kurzerhand habe ich also die Kiste mit Adaptern und Spigots durchsucht und mir aus diversen Einzelteilen einen Adapter gebaut – Quasi von iPhone auf Blitzschuh 🙂 Weiterlesen

LED Video Light – der erste Eindruck

Die letzte Zeit beschäftige ich mich immer häufiger mit dem Videodreh und -schnitt. Bei unseren regelmäßigen „Friday-Night-Workshops“ im Studio nehme ich jedes mal ein kleines MakingOf auf – im Moment mit meinem iPhone, den Videoschnitt mache ich dann mit meinem iPad (dazu ein anderes Mal mehr…) – aber auch mit meiner 5D Mark II filme ich hin und wieder…

Immer häufiger ist mir bei schlechten Lichtverhältnissen aufgefallen: Hier muss Licht her!
Nach einigen Recherchen bin ich über einen Beitrag auf Calvins Blog auf eine günstige Variante aus China aufmerksam geworden. Bei einem Preis von ca. 30 EUR habe ich kurzerhand direkt in China bestellt und nach ein paar Wochen war sie auch endlich da.

Bestellt habe ich das Model Pro CN-126 LED.

Spezifikationen Weiterlesen