Im Test… GoPro HD Hero2

Wir haben schon in dem ein oder anderen Projekt mit einer GoPro gearbeitet. Letzten Sommer z.B. beim Skimmen am See mit der „alten“ HD Hero, bei unserem Ferrari Video hatten wir erstmals eine geliehene HD Hero2 im Einsatz. Und spätestens da wurde mir klar, so eine GoPro ist ein MustHave Standard Equipment… naja, zumindest für mich!

Um so glücklicher bin ich, dass GoPro mir ein Exemplar der neuen GoPro HD Hero2 zur Verfügung gestellt hat. Im Folgenden möchte ich auf meine Erfahrungen und Einsatzgebiete mit der GoPro eingehen, die Gründe hierfür, was noch geplant ist und wo die Unterschiede zur ersten Version der HD Hero und sogar zu „Alternativen“ wie der PlaySport liegen.

Action Aufnahmen

Bislang haben wir die GoPro, wie an den Beispielen zu sehen, unter anderem beim Skimmen am See eingesetzt. Die Cam fix auf die Boardspitze, ausgerichtet und beeindruckende und einzigartige Aufnahmen sind das Resultat. Da die GoPro stoß- und wasserfest ist, muss man hier keine Angst um die Cam haben.

Auch im letzten Snowboard-Urlaub kam die Cam zum Einsatz. Hier allerdings auf dem Helm oder dem Skistock montiert. Denn, was viele nicht wissen, GoPro weißt ausdrücklich darauf hin, dass die Halterungen nicht für (ungedämpfte) Impact-Sportarten geeignet sind. Besser gesagt, sie raten davon ab sie direkt aufs Board zu montieren. Man muss sich also Gedanken machen, wo und wie die Cam montiert wird.
Wir haben diesen Hinweiß natürlich auf eigene Verantwortung, mit der Hoffnung auf tolle Aufnahmen, missachtet. Zur Folge hatte dies, dass das Gehäuse am Gelenk gebrochen ist.  Also auch die GoPro hat, bei den Kräften welche hier wirken, ihre Grenzen. Bei den niedrigen Zubehörpreisen allerdings kein großes Problem, das Gehäuse hat die GoPro wie gewohnt vor Schäden geschützt. Ein neues Housing und um eine Erfahrung reicher.

Bei unserem Ferrari Video haben wir die GoPro an stellen des Autos montiert, an denen wir mit unseren normalen Kameras an die Grenzen gestoßen wären. Zum einen wegen dem Gewicht und der Größe, zum anderen wegen dem Beschädigungs-Risiko. So wurde die Cam kurzerhand über dem Motor oder an der Stoßstange, kurz über dem Asphalt platziert.

Vorteil bei actionreichen Aufnahmen bietet die Option, dass mit der GoPro in der 720er/HD Auflösung (≠ FullHD) mit 60 fps (frames per second), in der WVGA (848×480) Auflösung sogar mit 120 fps aufgezeichnet werden kann, was mir die Möglichkeit einräumt, die Aufnahmen anschließend auch in verminderter Geschwindigkeit, ruckelfrei wiedergeben zu können.

Aussergewöhnliche Orte, Zeitraffer und Totalen

Bei Workshops oder z.B. unserer Einweihungsfeier wird eine GoPro direkt unter die Decke gehängt. Dadurch entstehen Aufnahmen in der Totalen vom Geschehen und können so, im anschließenden MakingOf Video, einen tollen Gesamteindruck vermitteln. Hier wähle ich je nach Dauer des Events und nach gewünschtem Ergebnis, entweder die Videofunktion oder die Intervallfunktion, bei welcher, je nach Einstellung, alle 2,5,10,… Sekunden ein Bild aufgenommen wird.

Weitere Ideen/Anregungen und denkbare Einsatzorte:

  • am Fenster während eines Linienfluges
  • an Musikinstrumenten
  • an einem Quadrokopter, Modellauto oder Modellflugzeug
  • usw…

Mit etwas Kreativität und Einfallsreichtum sind einem hier kaum Grenzen gesetzt.

Verbesserungen der GoPro HD Hero2 vs HD Hero(1)

Die erste Verbesserung die einem direkt ins Auge fällt und auf welche man so nicht mehr verzichten möchte, ist das grafische Display an der Vorderseite. Voll mit den wichtigsten Einstellungen auf einen Blick, vereinfacht es vor allem die Navigation durch das umfangreiche (aber keineswegs überladene) Menü.

Der außerdem immer wieder erwähnte, doppelt so schnelle Bildprozessor, die doppelt so hohe Auflösung (5MP zu 11MP) bei Fotos und die verbesserte Glaslinse fallen außerdem stark ins Gewicht. Hat die Hero1 noch Probleme mit direkten, hellen Lichtquellen bei schlechten Lichtverhältnissen, kommt die Hero2 hier wesentlich besser mit diesen Begebenheiten zurecht.

Eine kleine Änderung, welche mit ins Auge gefallen ist, aber sonst nirgendwo Erwähnung findet: Die beiden Bedienknöpfe der neuen GoPro haben diese Beschichtung nicht mehr. Genau die Beschichtung die nach einer Weile nachgibt und die Knöpfe stark abgenutzt aussehen lässt.

Außerdem wurde der Hero2 ein Mikro-Eingang und eine Mini-HDMI Schnittstelle spendiert, zwei weitere Aufnahmestatus-LEDs, die Low Light Performance wurde verbessert und zudem wird derzeit an neuem Zubehör gearbeitet, wie das WiFi BacPac und die WiFi Remote, deren Funktionen sich erst mit der Hero2 voll entfalten können. Dazu hoffentlich bald mehr…

Das Beste aber, die neue Hero2 bleibt kompatibel zu allem Zubehör der vorhergehenden Generation! Gehäuse, Kabel, Adapter… alles bleibt kompatibel.

Befestigungsmöglichkeiten / Zubehör

Durch die große Auswahl an Adaptern und Mounts, deren Einzelteile untereinander auch noch beliebig kombiniert werden können, sind den Ideen hier kaum Grenzen gesetzt. Ob Rohrschellen, Saugnäpfe, Klebepads, Kopf-, Körper oder Armgurte, hier wurde fast an alles gedacht. Spätestens mit dem Adapter auf das normale 1/4″ Kameragewinde und der Möglichkeit so auf Produkte von Drittanbietern und aus der normalen Kamera-Welt zurückzugreifen sind einem alle Wege offen.

Aber selbst die Gehäuseteile, Linsen, Dichtungen sind alle einzeln zu bekommen. Da es sich hierbei um eine Action-Cam handelt, leidet hier und da nun Mal das ein oder andere Teil. Es wurde wirklich an alles gedacht und sehr modular aufgebaut, damit in den seltensten Fällen das komplette Set ersetzt werden muss.

Das Beste ist aber der Preis. Trotz dem Hype den die GoPro derzeit erlebt, ist die Kamera wie auch das Zubehör zu erstaunlich humanen Preisen erhältlich. Wie ich finde, merkt man hieran, dass die Macher mit Herzblut an ihrem Produkt hängen und dennoch bodenständig geblieben sind.

Kleine aber feine Kritikpunkte

  • Ich vermisse ein separates Ladegerät. Da der Akku leider nicht sehr lange hält, habe ich einen Zweit-Akku ins Auge gefasst. Da man den Akku aber nur in der GoPro laden kann, stand ich vor dem Problem: ist ein Akku on Location leer, kann ich diesen, während ich mit dem anderen weiter Arbeite, nicht aufladen. Hier bietet nur der Zubehörhandel eine Lösung, in Form eines Universal-Ladegerätes. Eine durchdachte Lösung, direkt von GoPro, wäre mir hier allerdings lieber… (vielleicht ein 4 Fach Ladegerät o.Ä.?)
  • Der Adapter auf Standard 1/4″ Gewinde muss separat gekauft werden und kostet „teure“ 10,- EUR. Bei all dem Zubehör welches der GoPro in jeglichen Sets beiliegt, sollte genau dieser Adapter, meiner Meinung nach, zum Lieferumfang gehören. Vielleicht verbirgt sich hier hinter der Gedanke, dass die GoPro optimal mit dem hauseigenen Zubehör verwendet werden kann und sollte, dennoch – für mich ein unverzichtbarer Adapter.

Im Vergleich: GoPro HD Hero2 vs. Kodak PlaySport Zx5

In meinem Repertoir befindet sich ja außerdem die PlaySport Zx5 von Kodak. Auf den ersten Blick eine Alternative zur GoPro, da sie ebenfalls wasserdicht (allerings nur bis 3 Meter), stoßfest und Full HD fähig ist. Die PlaySport besitzt, im Gegensatz zur GoPro, einen eingebauten Bildstabilisator. Allerdings ist das auf die Brennweite zurück zu führen. Die GoPro kann, aufgrund ihres extrem weitwinkligem Fisheye getrost auf einen Bildstabilisator verzichten, hier wirken sich Erschütterungen nur wenig auf das Endmaterial aus. Die PlaySport hingengen, hat ein wesentlich kleineres Blickfeld, durch ihre kleine und leichte Bauweise und der Begebenheit, dass die PlaySport meist aus der Hand benutzt wird, ist ein Bildstabilisator unverzichtbar.

So wären wir auch gleich beim Unterschied der beiden Kameras und ihrer Konzepte. Denn auf den zweiten Blick stellt man direkt fest, die beiden Produkte, zielen auf ganz unterschiedliche Zielgruppen ab. Animiert einen die PlaySport z.B. zu schnellen, unkomplizierten (Urlaubs- und Freizeit-)Aufnahmen aus der Hand, ist die GoPro hier eher das action-hungrige Pendant. Sie schreit förmlich danach, an den abgefahrendsten Stellen und Situationen eingesetzt zu werden. Auch der Unterschied in den Blickwinkeln (GoPro:127°/170° PlaySport: geschätzte 45°) zeigt gleich, das die Einsatzgebiete und -möglichkeiten sich hier deutlich unterscheiden.
Ich will damit nicht sagen, dass jede der beiden Kameras nicht ebenso für jeden dieser Zwecke eingesetzt werden kann, dennoch sind die grundlegenden Unterschiede hier nicht von der Hand zu weisen.

Generell kann man aber sagen, dass die GoPro, das Zubehör, wie auch das gelieferte Bildmaterial in Summe, und grad im Bezug auf Action-Aufnahmen, einen wesentlich professionelleren Eindruck macht. Will man das Videomaterial also (semi-)professionell weiter verarbeiten, wäre meine Empfehlung hier die GoPro HD Hero2.

Resümee

Zusammenfassend kann ich sagen, die GoPro hat in meinem Setup einen festen Platz eingenommen. Bei einem Fotoshooting liefert sie „Behind the Scenes“ aufnahmen, bei einer Videoproduktion lässt sie sich in allen möglichen und unmöglichen Situationen einsetzen, aber auch speziell mit ihr gefilmte Projekte machen ihren Reiz aus. Sie wird mich in Zukunft ständig begleiten und immer wieder zum Einsatz kommen.

Meine Auswahl an Zubehör muss noch aufgestockt werden, um hier einen vielseitigeren Einsatz zu ermöglichen. Die GoPro regt mich persönlich immer wieder zum kreativen Einsatz und Platzieren an. Sie hat meine Aufnahmemöglichkeiten konkurrenzlos erweitert und ich bin selbst gespannt, wie und wohin sie mich im kommenden Jahr noch begleiten wird.

Fototrip nach Edinburgh

Vor kurzem war ich mit 3 befreundeten Fotografen zusammen auf einen Kurztrip im schottischen Edinburgh. Flüge wurden kurzerhand bei einer Billig Airline gebucht, als Quartier haben wir ein zentral gelegenes Hostel reserviert und so ging es auf die Insel. Im Vorfeld wurde mir Edinburgh mehrfach empfohlen und nun war es endlich soweit…

 

Einen kleinen Vorgeschmack habt ihr ja schon in meinem Post zur Kodak PlaySport bekommen, in welchem ich ein Video von unserem Trip gezeigt habe.

Und nun folgend endlich die Bilder…

Wie ihr auf den Bildern seht besticht Edinburgh vor allem durch seine Details. Es ist unglaublich wie detailreich die Stadt ist, auf jedem Bild gibt es im nach hinein noch so viel zu entdecken. Auch schon vor Ort weiß man nicht wohin man zuerst schauen soll.

An jeder Ecke findet man einen weiteren Friedhof. Einer interessanter als der andere. Was mich hier zu Hause rein gar nicht interessiert hat mich dort um so mehr fasziniert.

Solltet ihr die Zeit haben, stattet unbedingt „Athur’s Seat“ einen Besuch ab, die Aussicht entschädigt für den Aufstieg. Wir selber haben leider aus Zeit- und Kraftmangel nicht den kompletten Aufstieg gewagt…

Eine kurze Zugfahrt ausserhalb von Edinburgh findet ihr ausserdem die Forth Bridge, ein garant für atemberaubende Ansichten und Bilder…

     

Und zu guter letzt noch ein paar weitere, gesammelte Eindrücke…

 Es war eine genialer Kurztrip, wir haben viele tolle Leute kennen gelernt, und Unmengen an Spaß gehabt. Ich empfehle euch eins der zahlreichen Hostels anzusteuern. Vorteil hierbei ist, das ihr meist auch kostenlos noch eine Stadtführung bekommt und ein abendlicher Pub Crawl darf auch nicht fehlen.

Kodak PlaySport Zx5 – Mein Eindruck (Sponsor)

Wie schon mehrfach erwähnt, stehen bei mir mehrere Videoprojekte an. Da ich ein Fan von ausgefallenen Looks und Blickwinkeln bin, manche (mir vorschwebende) Einsatzorte feucht oder riskant sein werden und ich dies mit meiner DSLR teilweise auch aus Gewichtsgründen nicht realisieren kann, wollte ich meinen Fuhrpark um eine wasserdichte und stoßfeste Actioncam erweitern.

Kodak Deutschland war so freundlich und interessiert, und sponsorte mir kurzerhand eine Kodak PlaySport Zx5. Vielen Dank an dieser Stelle!

Da das Wetter die letzte Zeit keine Skimmboard-Sessions zuließ habe ich die Kodak Playsport Z5x anderweitig auf Herz und Nieren getestet. So hatte ich die Kleine auf meinen Reisen nach Edinburgh und Venedig dabei. Durch die kleine Bauweise war sie stätig in meiner Hosentasche dabei und sofort griffbereit! Nicht nur ich, auch meine Begleiter haben einfrig gefilmt. Und jeder der noch so skeptisch gegenüber der Kamera war, war spätestens nach den ersten Minuten in den Bann gezogen.

Die Vorteile liegen hier ganz klar auf der Hand. die Z5x animiert einen förmlich dazu immer wieder ein kurzes Video zu drehen, es macht richtig Spass. Sie fällt kaum auf, man muss nicht auf irgendwelche Einstellungen achten, durch ihre Bauweise muss man nicht wie auf ein rohes Ei aufpassen – einfach drauf los filmen. Und genau hier liegen auch ihre Stärken!

Zu den technischen Eigenschaften:

  • Die Auswahl an Videoeinstellungen die zur Verfügung stehen reichen, neben WVGA, von 720p mit 30 fps über 720p mit 60 (!!!) fps (ideal für Sportaufnahmen und eventuelle SlowMo Aufnahmen) bis hin zu 1080p mit 30 fps. Hier sollte also für jede Anforderung etwas dabei sein. Auch Fotos mit 5 Megapixel lassen sich erstellen.
  • Der elektronische Bildstabilisator vedient seinen Namen wirklich! Beachtlich was Kodak hier geleistet hat. Er schluckt selbst gröbere Vibrationen und Verwackler. Ein kleinen Nachteil den dieser mit sich bringt, bei manchen Kamerafahrten wirkt das Bild durch die Stabilisierung etwas ruckelig. Das aber nur am Rande, denn die Vorteile der Bildstabilisierung sind echt beachtlich! Also nie mehr verwackelte Bilder! 😉
  • Die Audioqualität ist wirklich brauchbar. bedenkt man doch das es sich hierbei um eine Wasserdichte Kamera handelt. Solltet ihr schonmal Audioaufnahmen einer GoPro gehört haben, wisst ihr wovon ich rede.
  • Was mich besonders freute, war das Standard Stativgewinde an der Unterseite der Kamera. Somit lässt sich die Cam problemlos auf Saugstative, Superclamps oder jedes andere Stativ schrauben!
  • Die eigentlichen Killereigenschaften dieser Kamera sind, das sie stoßfest und wasserdicht (bis 3 Meter) ist. Dies sieht man der Cam auf den ersten Blick nicht unbedingt an, aber es funktioniert und überzeugt vom ersten Augenblick an.
Diese Features mussten wir natürlich gleich testen. Da kein See-Wetter herschte, haben wir uns hier spontan etwas ganz besonderes einfallen lassen… 😉 aber seht selbst:

Mein Resümee:

Mich hat die Cam, welche es zu einem EVP von 180,- EUR gibt, überzeugt. Natürlich stößt sie bei schlechten Lichtverhältnissen schnell an ihre Grenzen und sie wird bei einem Videodreh auch nicht die große DSLR ersetzen. Aber für waghalsige Kameraeinstellungen und -positionen ist sie perfekt. Ob aufs Skimmboard geschnallt, an die Stoßstange vom Auto direkt überm Asphalt, man muss um die Cam einfach keine Angst haben. Perfekt um z.B. mal eben schnell ein kurzes Erinnerungs-Video zwischedruch zu drehen. Der Akku hat selbst bei häufiger Verwendung immer den kompletten Tag druchgehalten. Alles in Allem ist es eine tolle Ergänzung meines Equipments. Ich denke aber das die Zielgruppe hier eher im privaten Bereich liegt. Die besten Ergebnisse erzielt man in der prallen Sonne. Ob im Urlaub, z.B. am Pool oder beim Schnorcheln, der Ausflug zum See oder ein einfallsreiches Freizeitvideo, hier spielt die Play Sport Z5x ihre Stärken aus. Spätestens überall da, wo eure normale Kamera nicht zum Einsatz kommen kann!

Dennoch wird die Cam meinen Furhpark dauerhaft erweitern. Sie macht einfach Spass und die eine oder andere Einstellung und Position ist nunmal nicht mit der großen (nicht wasserfesten) Kamera möglich. Somit waren das hier mit Sicherheit nicht die letzten Aufnahmen welche ihr von der Kodak Play Sport gesehen habt.