Arco 2.0 – ein weiterer Reisebericht

Im Video-Post habe ich ja bereits gesagt, dass es uns ein weiteres Mal nach Arco verschlagen hat. Nach dem Video-Eindruck folgt hier nun der Reisebericht mit einigen Bildern.

Neben dem wandern und klettern, gibt es auch noch eine sehr ausgeprägte Radsport Szene am Gardasee. Und so war es ein leichtes gute, aktuelle Fahrräder für einen schmalen Preis zu leihen. Auf dem Plan standen 2 Touren. Bei der Ersten haben wir uns etwas überschätzt und so wurde neben der sehr anstrengenden Auffahrt auch die Abfahrt zu einem Abenteuer. Definitiv nichts für Ungeübte!

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Am zweiten Tag ist die eine Hälfte aufgebrochen um ein weiteres Mal den Klettersteig Gerardo Sega zu bezwingen (siehe letzten Bericht), Jannis und ich haben uns nochmal auf die Räder geschwungen und dieses Mal sollte es über Riva del Garda, entlang der Küste bis zum Lago di Ledro gehen.

MTB Map Arco 2.0   ein weiterer Reisebericht

Diese Route war schon eher mein Level, noch den Vortag in den Knochen konnte ich zwar noch nicht wieder voll in die Pedale treten, aber landschaftlich und von den Beschaffenheiten her, war diese Route wirklich mein Highlight der Woche! Leider erlaubte es uns die Zeit nicht mehr auch eine Runde um den See zu fahren. Aber das machen wir dann einfach beim nächsten Besuch in Arco.

IMG 1707 420x420 Arco 2.0   ein weiterer Reisebericht IMG 1714 420x420 Arco 2.0   ein weiterer Reisebericht IMG 1711 278x208 Arco 2.0   ein weiterer Reisebericht Arco 2 0137 278x208 Arco 2.0   ein weiterer Reisebericht Arco 2 0139 278x208 Arco 2.0   ein weiterer Reisebericht

Der dritte Tag stand dann wieder im Zeichen des Kletterns und so haben wir uns auf in ein (für uns) neues Gebiet gemacht. Belvedere, überhalb von Nago-torbole. Zwei Abschnitte, einer im oberen und einer im mittleren Schwierigkeitsgrad und bekannt für die atemberaubende Aussicht über Nago-torbole, Riva del Garda und das gesamte nördliche Ende des Gardasee.

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2011 komplett sanierter Zustieg und Routen, im Ort ein großer Parkplatz direkt in der Nähe. Wirklich empfehlenswert, auch wenn der Einstiegsbereich in die Wand extrem unwegsam ist, so dass die Füße nach einem Tag an der Wand alleine vom unten stehen weh tuen. Lohnt sich aber allemal.

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Tag Vier verschlug es uns wieder nach Muro dell’Assino, wo wir bereits im Juni waren. Hier ist die Vielfalt an Routen und Schwierigkeitsgraden einfach super, der Fuß der Wand ist im Schatten und so haben wir den letzten Tag, abgesehen vom anstrengenden Zustieg, eher gemütlich in bekannter Umgebung angehen lassen.

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Unterkunft

Wie auch schon das letzte Mal, haben wir wieder auf dem Campingplatz Zoo gezeltet. Da wir kein Safari-Tent oder Bungalow wollten, mussten wir vorweg auch nicht reservieren. Es war zwar voller als im Juni, dennoch findet man eigentlich immer noch einen freien Platz. Der Plan ging auf und wir fühlten uns direkt heimisch.

Jetzt läuft der beim Marathon mit…

… der Spinner. So hätte ich das vor gar nicht all zu langer Zeit über mich selber gesagt.

Das ich mittlerweile den Sport für mich entdeckt habe, haben vielleicht einige schon mitbekommen, dazu aber vielleicht in einem anderen Post mehr. Nur habe ich festgestellt, das ich zwar meinen Bürorücken stärken konnte, ich aber unbedingt etwas für meine Ausdauer machen muss. Beim wandern usw kam ich z.B. nach kürzester Zeit ins Schnaufen. Aber Laufen war seit jeher so mit der abwegigste Sport den ich mir vorstellen konnte. Es ergab einfach keinen Sinn für mich, ohne ein wirkliches Ziel Stunden lang durch die Gegen zu hecheln und kaputt und verschwitzt zu Hause anzukommen. Alleine mit seinen Gedanken. Ich machte Sport vor allem um vom Alltag abschalten zu können. Mich abzulenken. Das geht beim Klettern perfekt, da man permanent konzentriert und fokussiert sein muss und nie alleine ist. Aber Laufen? Nene…

Ein guter Freund von mir läuft schon seit ein paar Jahren regelmäßig. Unter anderem auch Marathons und Halbmarathons. Da auch er vom Kletterfieber erfasst war, sagte er mir bei jeder Gelegenheit folgenden Satz:

“Tom, du wirst sehen… nicht mehr lange, dann läufst du auch!”

Er war davon so überzeugt, egal was ich sagte oder dem entgegen setze, er wollte es nicht hören und blieb bei seiner Überzeugung. Ich tat es als Spinnerei ab und das Thema war für mich erledigt. Ich meine, wenn ein Marathon anstand den er laufen wollte, war er wochenlang so gut wie abgeschrieben. Dauernd am trainieren, früh schlafen gehen, am Wochenende ist er nicht mit uns feiern gegangen – “dem Training zuliebe”. Was für ein Spinner…

… und dann war es mal wieder so weit. Wir saßen zusammen, besagter Freund erzählte vom Badenmarathon und das man dort als Staffel-Team antreten kann. Der Erste läuft einen Halbmarathon, der Zweite 14km und der Dritte läuft 7km. Tolle Sache sei das, ob ich denn nicht mitmachen will und die 7km übernehme?! Auch dieses Mal winkte ich dankend ab. Naja, eher mit einem “Prrfftt”! Aber irgendwie nicht mehr mit der selben, tiefen Überzeugung als sonst…

Den Montag drauf habe ich direkt nach der Arbeit meine Sportschuhe aus dem Schrank geholt, mir Sportklamotten angezogen und bin ganz heimlich eine Runde gelaufen. Eine Runde… wer mich ein bisschen kennt, weiß dass es keine kleine Einführungsrunde war. Es lief besser als ich dachte. Allen Empfehlungen zum trotz, lief ich statt den empfohlenen 3km zum Anfang, gleich mal 5km. Und das in weniger als 30 Minuten. “Ich glaub, dass ist gar nicht mal so schlecht…?!”

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Wieder zu Hause, keuchte ich mir fast die Lunge aus dem Leib. Der Schweiß fing an zu laufen. Nicht wie an einem heißen Sommertag. Nein. Ich war pitschnass. Und das hörte nicht mehr auf! Kaum trockengewischt, wieder nass. Ich war schweißgebadet. Am Ende. Aber: Es fühlte sich irgendwie geil an! Und vor allem… ich hab meine Gedanken nach einem stressigen Arbeitstag komplett geordnet und nicht wie befürchtet, von einer Sackgasse in die nächste gegrübelt. Nach weiteren 30 Minuten, den Schweißausbruch wieder im Griff, auch mit dem hecheln durch und nach der darauf folgenden Dusche, war ich frisch und energiegeladen.

Frisch und Energiegeladen – das hätte ich so nicht erwartet. Sagt einem zwar jeder aber das stimmt sogar. Und so bin ich dabei geblieben. Ich laufe mittlerweile seit Juni regelmäßig, konnte mich bisher auf 8-10km steigern mit einer Durchschnittlichen 5:30 Pace (Min/km). Als Morgenmuffel kann ich mich nicht überwinden Morgens zu laufen, meine optimale Zeit habe direkt nach der Arbeit gefunden.

Seither kämpfe ich mit dem üblichen Schweinehund vor dem Laufen, ich weiß aber wie gut es mir tut und daher fällt es mir (noch?) recht leicht mich zu überwinden und einfach loszulaufen. Hinterher bin ich froh! Ich glaube das bleibt einem nicht erspart, aber es gibt immer einen Weg sich zu überwinden. Casey Neistat beschreibt das sehr treffend in diesem Video…

Für den Badenmarathon-Teamlauf haben wir uns ebenfalls angemeldet und so werden wir am 22.09.2013 zusammen eine Marathon Distanz absolvieren. Und dieser Post hier soll mich dazu motivieren und zwingen, dass auch durchzuziehen! Ich weiß, es sind nur 7km. Da lachen einige von euch sicher drüber. Dass ich das aber überhaupt mache und das Laufen für mich entdeckt habe, ist das eigentlich bemerkenswerte daran. Schauen wir mal was da noch so kommt…

Habt ihr selbst auch solche Erfahrungen gemacht bzw. könnt ihr das nachvollziehen? Wie seid ihr zum Laufen oder eurem Ausgleichssport gekommen? Schreibt mir…

Im Test… Jawbone UP

Nachdem ich mir das Nike Fuel Band zugelegt hatte, musste ich auch das Jawbone UP** testen. Angetan davon meinen Alltag zu tracken, wollte ich nach meinem Nike Fuel Band wissen, was es denn für Alternativen gibt. Das UP von Jawbone hat so einige Zusatzfeatures die vielversprechend klangen und so habe ich das Armband ausgiebig getestet.

Das Armband

Jawbone UP 0999 845x562 Im Test... Jawbone UP

Das UP sieht auf den ersten Blick unauffällig aus, es hat keinen Verschluss, sondern seine beiden Enden überlappen beim anlegen und durch das federnde Material lässt es sich angenehm tragen. Am einen Ende befindet sich der einzige Knopf des Armbandes, mit welchem sich die Modis durchschalten lassen, am anderen Ende befindet sich unter einer festsitzenden Kappe der Klinkenanschluss, über diesem kann man das UP laden und mit dem Smartphone syncen. Material Gewicht und Dicke sind angenehm zu tragen. Hier habe ich nichts auszusetzen gehabt. Leider hat das UP bis auf 2 Status-LEDs keinerlei eigene Anzeige.

Weckfunktion und Schlaf-Tracking

IMG 1507 236x420 Im Test... Jawbone UPGegenüber der Konkurrenz hat das UP ein echtes Killerfeature. Es überwacht nicht nur eure Aktivitäten, sondern eben auch euren Schlaf. In der App eine Weckzeit eingestellt und aufs Armband synchronisiert, wertet das Armband eure Wach- und Tiefschlafphasen aus und weckt euch im günstigsten Moment. Zerknautschtes Aufstehen sollte demnach der Vergangenheit angehören. Aber auch wenn man den Partner nicht mit dem eigenen Wecker aufwecken will ist dies eine Möglichkeit. Denn das Armband weckt mit einem eingebauten, starken Vibrationsalarm, direkt am Handgelenk. Anschließend könnt ihr euren Schlaf nach dem Synchronisieren auch analysieren.

Zusätzlich gibt es noch eine intelligente Nickerchen Funktion, ist diese aktiviert, weckt einen das Armband innerhalb einer eingestellten Zeit (z.B. 45 Minuten zum günstigsten Zeitpunkt wieder auf. Zusätzlich gibt es noch das Feature, das man sich bei einer bestimmten Zeit des Stillsitzens zum Bewegen erinnern lassen kann.

Aktivitäts-tracking und Kalorienüberwachung

IMG 1508 156x278 Im Test... Jawbone UPDas Armband überwacht nicht nur eure Schritte und Bewegungen, wenn man möchte, hält es auch eure eingenommen Mahlzeiten fest und stellt euch die aufgenommen Kalorien zur Verfügung. Somit kann man seinen Tag nahtlos tracken. Das Eingeben der Mahlzeiten ist nach einer Weile allerdings für mich einfach nur noch zeitaufwändig gewesen und ich sah keinen Mehrwert daraus. Für den ein oder anderen aber sicher ein nettes Feature. Zugrunde liegt eine umfangreiche Datenbank, ebenfalls könnt ihr die Barcodes der Produkte scannen und bekommt dann direkt die Nährwerte herausgesucht. IMG 1510 156x278 Im Test... Jawbone UPGut gelöst!

Die Bewegung trackt das UP als Schritte, im Sport-/Stoppuhrmodus könnt ihr zusätzlich noch eure Aktivität und Intensität des Trainings festlegen um noch genauere Werte zu erhalten. Das tracken funktioniert tadellos, ebenfalls die Aufbereitung der Daten ist schön übersichtlich. Leider lassen sich Tagesziele aber nur in der App anlegen, nicht aber auf das Armband synchronisieren, so das man instant den Fortschritt bei der Zielerreichung angezeigt bekommen würde. Man muss also erst synchronisieren. So richtig angespornt wird man hier allerdings auch nicht, das Zeil zu erreichen. Eher wird nüchtern getrackt, was den Tag so passiert.

Die UP App

IMG 1511 156x278 Im Test... Jawbone UPUnd so kommen wir auch gleich zur UP App. Hier ist die Schaltzentrale des Armbandes. Hier werden Einstellungen vorgenommen und aufs Armband synchronisiert, die Daten zusammengetragen, analysiert und aufbereitet. Die App ist recht umfangreich und man braucht eine Weile um alle Möglichkeiten ausfindig gemacht zu haben und sich zurecht zu finden.

Die App bietet zudem noch eine Timeline wie man sie aus Facebook und Co kennt. Hier werden auch die Aktivitäten von Freunden angezeigt, man kann diese kommentieren und auch “liken” usw um sich gegenseitig zu motivieren und anzutreiben. Auch an Scharing-Möglichkeiten wurde gedacht. So kann man seine Daten und Erfolge auch auf Facebook oder Twitter teilen.

DIe Bedienung

Jawbone UP 1003 278x185 Im Test... Jawbone UPBedient wird das Armband, nachdem man alle Eckdaten via App auf das Armband synchronisiert hat, alleinig über den einen Button. Und hier braucht man Anfangs etwas Hilfe. Einmaliges drücken zeigt den derzeitigen Status, gedrückt halten, wechselt von normal in den Schlaf-/Nachtmodus. Doppeklick und halten wechselt dagegen zwischen Normal und Sport-/Stoppuhrmodus. 3x drücken und halten wechselt in den Nickerchen-Modus. etc alles wird durch zwei LEDs angezeigt. Sehr rudimentär, sicher nach einer Weile OK, aber oft vergisst man den Modus zu wechseln oder verdrückt sich und dann trackt das Armband eben nicht korrekt, das ärgert einen dann am nächsten Tag ungemein.

Dass man das Armband nicht via Bluetooth, sonder  mittels Klinkestecker mit dem Smartphone syncen muss, scheint anfangs kein Problem. Nach ein paar Tagen nervt es, das Armband laufend abnehmen zu müssen. Die Verschlusskappe kommt einem schnell abhanden und bei mir musste ich häufig 2x syncen, bevor der Sync ohne Fehler durchlief. Irgendwann einfach nur noch nervig, hier gibt’s von mir ganz klar Punktabzug.

Jawbone UP sync 1012 845x562 Im Test... Jawbone UP

Resümee (Persönlich)

Das UP hat einige Features, welche ich bei Alternativ-Produkten vermisse. Diese sind auch pfiffig umgesetzt und funktionieren gut. Wer also weniger auf Motivation beim Sport aus ist, als mehr seinen Alltag tracken möchte, vielleicht noch seine Ernährung und seinen Schlaf analysieren möchte, der ist hier bestens aufgehoben. Denn die Motivation beim Sport fehlte mir beim UP komplett, eher wurde nüchtern dokumentiert. So ähnlich sich UP und Fuel Band doch scheinen, so grundverschieden sind sie.

Jawbone UP 1006 278x185 Im Test... Jawbone UPDas anstecken um die Daten aufs Handy zu bekommen, nervte mich schon nach der ersten Woche, ich habe laufend vergessen das Armband in den Schlafmodus zu setzen. Geweckt wurde ich zwar, aber meinen Schlaf anschließend analysieren konnte ich nicht. Hier wäre es gut gewesen, wenn man einstellen könnte, dass das Band ab 1 Uhr automatisch in den Schlafmodus wechseln soll, sofern nicht manuell anderes eingegeben.

Nachdem bei meinem ersten Exemplar der Vibrationsalarm von der ersten Minute an gleich nicht funktionierte, meine Recherchen zudem auch noch ergeben haben, das es sich hierbei wohl um ein weit verbreitetes Problem handle, solltet ihr direkt nach dem Erhalt die Funktionalität testen. Das Armband wurde allerdings anstandslos ausgetauscht und das zweite funktionierte tadellos.

Ich habe nach meinem Test wieder auf mein Nike Fuel Band gewechselt, das dieses mich wesentlich mehr motiviert Sport zu machen und wireless synchronisiert, zudem noch eine integrierte Anzeige mit Uhrzeit hat und ich nicht daran denken muss den Modus zu wechseln. Der Weckfunktion trauere ich allerdings ein wenig hinterher. Kurzfassung in meinem Falls also: UP, UP and away… aaaber…

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Zielgruppe

Wer also einfach seinen normalen Alltag tracken möchte, ab und zu seinen Sport, gerne auch seine Ernährung analysieren will und eine intelligente Weckfunktion und Schlafanalyse möchte, der ist mit dem Jawbone UP** sicher bestens bedient. Es trackt wesentlich umfangreicher als z.B. das Nike Fuel Band, benötigt aber auch mehr Input von euch. Ließt man sich die Beschreibung des UP durch, wird auch genau dies als Ziel angegeben: “Lerne dich selbst besser kennen. Lebe gesünder.” und genau das schafft es!

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“Self-Tracking” oder “The Quantified Self” – was trackt ihr so?

Vor einer Weile habe ich damit angefangen meinen Alltag zu tracken. Hierzu verwende ich eine Kombination aus verschiedenen Apps und Gadgets. Zum einen mein Nike Fuel Band, Moves, die Nike Running App usw.  Das ganze hat natürlich auch schon einen tollen Namen: “Self-Tracking” oder “The Quantified Self“. Nun ist es Zeit für ein kleines Resümee, warum das alles Sinn für mich macht und was ich davon habe. Mich würde interessieren ob es unter euch auch einige gibt, die ihren Alltag so oder so ähnlich tracken…

Nike Fuel Band

Zu einem festen Bestandteil meines Alltags ist mein Nike Fuel Band geworden. Es zählt meine Schritte, rechnet daraus meinen Kalorienverbrauch (durch Bewegung) aber für mich viel interessanter, es gibt mir meine Leistung in Fuel Points aus. Dies ist eine Nike eigene Maßeinheit… Ansich sagen einem die Daten alleine erstmal gar nichts. Nach einer Weile aber, kann man aufgrund von Erfahrungswerten sagen, ob es ein eher aktiver oder ruhiger Tag war. Ein normaler Bürotag ohne Abendprogramm sind bei mir ca. 2000 Fuel Points. Gehe ich Abends noch klettern, lande ich meist so bei ca. 3200 bis 3800 Points. Beim Joggen lande ich nach einem Bürotag ebenfalls so bei 3600 bis 3800 Points, an einem ansonsten ruhigen Tag wie Wochenends z.B. wiederum nur bei 2800. Im (Aktiv)Urlaub oder bei Städtereisen oder Wander- Kletterausflügen, sprenge ich alle Rekorde und komme auch gut und gerne mal auf über 6000 Fuel Points.

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Im Grunde ist nur die Relation wichtig und eigentlich sind die Werte nicht mit denen anderer Personen, mit anderen Tagesabläufen vergleichbar. Was das Fuel Band bei mir aber bewirkt hat, dass ich den Ehrgeiz habe, am Ball zu bleiben und Sport zu machen. Ich habe mein Leben lang einen riesen Bogen um Sport gemacht. Und auf einmal bin ich angefixt und das finde ich gut.

nike portal 845x374 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?

Moves

Moves 1 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?Moves ist eine iPhone App, welche im Hintergrund über den kompletten Tag anhand von GPS Daten den Bewegungssensoren des iPhones ein Bewegungsprofil erstellt. Es speichert nicht nur die Orte und Dauer an denen man verweilt, auch die Bewegungsdaten dazwischen. Ob man gelaufen ist, Rad gefahren, gerannt oder eben ein anderes Transportmittel benutzt hat.

Moves 3 e1371727260345 204x278 Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?Was mir das bringt? – Ich finde es sehr interessant mal “schwarz auf weiß” zu sehen, wie lange so manch ein Weg denn eigentlich dauert, wo ich mich den Tag über eigentlich aufgehalten habe und wie lange. Ihr würdet euch wundern wie sehr man sich da verschätzt bzw. wie schnell man eigentlich vergisst wo man überall war.

Macht man das dann eine Weile lang, kann man auch sehr gut nachträglich schauen was an einem bestimmten Tag denn eigentlich war. Und so entsteht mit der Zeit ein lückenloses Logbuch des eigenen Alltags. Kombiniert mit den Daten des Fuel Bands ergeben sich da ungeahnte Erkenntnisse.

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Dazu muss man sagen, Moves frisst sicher einiges mehr an Akkuleistung, der Mehrwert der gewonnen Daten wiegt das für mich aber wieder auf. Es gab schon viele Apps, welche ähnliches versucht haben mit einem leicht anderen Konzept, so gabe es Path oder foursquare, welche im Grunde auch ein Bewegungsprofil erzeugen. Hier muss man allerdings aktiv werden um sich an Orten einzuloggen… das frisst Zeit und man vergisst es häufig. Moves macht dies voll automatisch und ohne Zutun des Users. Zudem sind die Daten nicht öffentlich, sondern nur für einen selbst bestimmt.

Sonstiges

Gehe ich Joggen, tracke ich den Lauf mit der Nike Running App. Zum einen, um bei einem Anbieter zu bleiben (Nike Fuel Band) und zum anderen bietet die App wirklich alles was ich brauche und ist zu dem kostenlos. Ich habe mir natürlich auch die so verbreitete Runntastic App angeschaut. Abgesehen davon das sie ums Verrecken nicht korrekt funktionieren wollte, fand ich sie überladen, unübersichtlich und wenig(er) motivierend.

Bin ich im Urlaub oder in anderen Städten, logge ich mich hier und da via Facebook ein oder geotagge das ein oder andere Bild um auch hier eine Übersicht zu bekommen, wo ich schon überall war. Leider ist dies nicht lückenlos möglich und daher versuche ich hier und da die Orte auch nachträglich in meinem Profil zu ergänzen.

fb map Self Tracking  oder  The Quantified Self   was trackt ihr so?

Bei Wanderungen, Klettersteigen oder Ähnlichem nutze ich außerdem noch die App von OutdoorActive und  nutze deren GPS-Logger Funktion um am ende eine fertige Route mit Höhenprofil, POIs und Bildern zu haben, welche ich anschließend teilen und weiter versenden kann.

Bei Fototouren würde ich es begrüßen, wenn jede Kamera standardmäßig GPS implementiert hätte. Denn GPS-Daten in Bildern sind wirklich kostbar und erleichtern das filtern ungemein. Das Tracken und anschließende synchronisieren der Daten in die Metadaten der Bilder am Rechner, ist mir hier bislang allerdings viel viel zu umständlich, warum ich dieses Thema nach wenigen Versuchen direkt wieder aufgegeben habe.

Nutzen

Warum ich das alles mache? Weil ich es unfassbar aufschlussreich finde und weil es mich motiviert! Es setzt mich in keinster Weise negativ unter Druck und es frisst in oben genannter Kombination keinerlei nennenswerte Zeit. Auf Dauer habe ich so einen schönen Datenbestand, aus dem ich viel ablesen kann wenn ich möchte. Wertvoll werden die Daten sicher erst auf längere Dauer, wenn man damit mal wirklich in die “Vergangenheit reisen” möchte!

Anhand der Daten bekomme ich ein bewussteres Gefühl für meinen Alltag. Ich habe mich schon oft gewundert wie falsch ich mit meinen Einschätzungen lag und so manch einen Ort hätte ich nicht wieder gefunden, bzw mich nicht daran erinnert, dort gewesen zu sein. Oft habe ich gewisse Sachen nicht gemacht, weil ich dachte viel länger dafür zu brauchen. Da ich nun weiß wie viel Zeit ich für gewisse Sachen und Wege brauche, bekomme ich oft auch mehr davon in meinem Alltag integriert. Hier hat mich mein Gefühl oft getäuscht. In Hinsicht auf Sport, ist es schlichtweg die Motivation die aus dem Tracking entsteht!

Ich bin natürlich ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, Apps und Gadgets die mir entweder noch mehr abnehmen, mich noch besser Motivieren oder noch mehr Daten sammeln. Meine Anforderung ist allerdings immer, dass ich damit keine kostbare Zeit verschwenden möchte und möglichst wenig selber machen muss.

Und ihr so?

Ich kann schon die kritischen Stimmen hören, dass ich mich dadurch absolut gläsern mache. Das es doch krank ist seinen Tag lückenlos zu protokollieren, das müsse doch belastend sein etc. Natürlich könnt ihr mir das hier an dieser Stelle auch sehr gerne um die Ohren hauen. Mich würde aber auch interessieren ob ihr auch auf irgendeine Weise Dinge in eurem Alltag trackt und mit welchen Mitteln ihr das macht? Ich weiß z.B. das es bei Android Phones auch einen google Service gibt, der es möglich macht ein Bewegungsprofil aufzuzeichnen…

Nike+ Fuelband – Geiler Scheiß!

Vor kurzem habe ich mir das Nike+ Fuelband** zugelegt und ich muss sagen: “Geiler Scheiß!” Gesehen habe ich es ja schon vor einer Weile, ich war anfangs recht skeptisch was die Genauigkeit anbelangt, habe mir hier und da einen Test durchgelesen und Vergleichsvideos angeschaut und die einhellige Meinung ist, die errechneten Werte passen im Großen und Ganzen mit denen von klassischen, guten Pulsuhren zusammen. Als ich dann jetzt vor kurzem das Sport-Klettern für mich entdeckt habe und total drauf “hängen geblieben” bin, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mir ein Nike+ Fuelband bestellt… Das mag jetzt vielleicht nur ganz wage was mit Fotografie zu tun haben, aber dafür gibt’s ja die “Personal” Kategorie.

nike fuel band 1593 845x563 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß! nike fuel band 1608 845x563 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!

Design, Funktion und Technik

Das Fuelband ist durch und durch einfach nur stylish! Das fängt bei der Verpackung an, welche so auch aus dem Hause Apple kommen könnte und geht weiter über das eigentliche Band, bis hin zur App und dem Webinterface. Es sieht eben nicht so schrecklich aus wie die meisten typischen Jogging-Pulsuhren, die man am liebsten unter dem langen Ärmel versteckt. Es sieht vor allem gar nicht wie eine Uhr aus! Display erkennt man keines, einzig der Verschluss und ein einzelner Button lassen sich am Band erkennen. Drückt man diesen, so (er)scheint die Anzeige durch die Gummioberfläche in grobpixeliger LED Manier. Durch mehrfaches betätigen wechselt die Anzeige von den Nike+ Fuelpoints über die durch Bewegung verbrauchte Kalorien, Schritte bis hin zur Uhrzeit.

nike fuel band 1603 278x185 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß! nike fuel band 1595 278x185 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß! nike fuel band 1602 278x185 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!

Jede Anzeige wird stetig vom Fortschrittsbalken der Fuelpoints unterstrichen. Bei langem drücken des Buttons, synchronisiert das Fuelband via Bluetooth mit der iPhone App und schickt die erreichten Punkte auch gleich weiter zum Nike+ Profil.

nike fuel band 1606 290x193 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!Der Verschluss ist aus Metall und hebt sich optisch von der ansonsten gummierten Oberfläche des Fuelbands ab. Nach dem öffnen sieht man gleich, der Verschluss enthält einen klassischen USB Stecker. Über diesen kann das Fuelband sowohl geladen als auch direkt und ohne Bluetooth mit dem Rechner synchronisiert werden. Alle Einstellungen (24h/12h Darstellung der Uhrzeit, aktuelle Uhrzeit, Körpergröße/-gewicht, Tagesziel usw) lassen sich sowohl via Desktop als auch iPhone App vornehmen. Der Akku hällt im übrigen 5-6 Tage. Nike+ FuelBand Inside 290x189 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!Das Band erfasst die Bewegung wohl über ein 3 Wege Beschleunigungssensor und ist dafür erstaunlich genau, wie diese Daten, in Zusammenhang mit der hinterlegten Körpergröße und -gewicht umgerechnet werden, bleibt Nikes Geheimnis. Aber solange es funktioniert, ist mir das auch vollkommen egal! Dahingegen hat mich der Blick auf die Innereien der Gummihülle wiederum fasziniert!

(Bildquelle der Armband Innereien: Engadget)

Apps, Interface und Social Media Integration

Die App und das Nike+ Portal sehen wirklich nett aus, man kann im Grunde auf alle Daten zurückgreifen und diese auswerten. Man kann mit der App seine Tagesziele und Notizen zum jeweiligen Tag erfassen, so wie den Ladezustand des Armbandes abfragen und man wird mit “Abzeichen” und “Badges” belohnt, wenn man sein Ziel erreicht, übertrifft oder eine Erfolgsreihe von mehreren Tagen hat. Man kann sich sogar mit seinen Freunden messen und vergleichen…

IMG 0517 163x290 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!   IMG 0518 163x290 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!   IMG 0519 163x290 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!

…aber: Die Bedienbarkeit, Flexibilität und Durchgängigkeit ist einfach beschissen semi-schön und nicht-ganz-so-durchdacht. Im Grunde sind viele tolle Ideen enthalten, viele Animationen und Grundgedanken sind absolut richtig und passen zum Gesamtbild sowohl vom Design als auch zum Konzept. Aber leider ist nichts davon wirklich durchgängig oder zu Ende gedacht. Man findet eine Anbindung an Facebook, kann auch nach seinen Freunden suchen, bekommt aber nur die Freunde, welche auch ein Fuelband (bzw dessen App) haben, angezeigt. Es gibt aber weitaus mehr Fuel Produkte und Apps. Auf dem Nike+ Onlineportal hingegen, kann ich alle Nike+ User adden und mich mit ihnen messen. Meine Tagesdaten sind zwar optisch super aufbereitet, die Auswertemöglichkeiten gehen allerdings gegen 0… Ebenso das Onlineportal ist sehr schön gemacht, etwas durchdachter und flexibler aber ebenso hier und da von der Bedienbarkeit einfach furchtbar verbesserungsfähig. Ich hoffe inständig das Nike dem ganzen Thema eine konsequente Grunderneuerung verpasst und erkennt, das alleine hier noch sehr viel Steigerungspotential versteckt ist.

Achtung im Ausland (sync)

Letzten Urlaub musste ich mit erschrecken feststellen, dass ich zwar das Fuel Band mit meinem iPhone syncen kann, mir die Daten aber in der App nicht zur Verfügung stehen. Diese müssen erst mit einer bestehenden Internetverbindung an Nike übermittelt werden, so dass die App diese wieder abfragen kann. Das ist natürlich scheiße sehr ungeschickt, wie ich feststellen musste… Hier sollte unbedingt nachgebessert werden, dass zumindest die Tageswerte lokal eingesehen werden können.

Bestellung aus Deutschland

nikestore 290x167 Nike+ Fuelband   Geiler Scheiß!Wer jetzt zurecht sagt “Moment, das Fuelband gibt es doch noch gar nicht in Deutschland!?” der hat vollkommen recht. Mit einem kleinen Trick, bekommt man es jedoch ganz offiziell, ohne Probleme auch in Deutschland, ohne den teuren und lästigen Weg über den Zoll gehen oder die überteuerten eBay-Angebote in Betracht ziehen zu müssen. Und zwar wechselt ihr im Nike-Online-Store einfach auf United Kingdom als Location, sucht euch das passende Fuelband raus, legt es in euren Warenkorb, wechselt wieder auf Deutschland und siehe da… Das Ganze kommt dann schön aus Belgien, keine Zollabfertigung nötig und sucht ihr noch ein wenig im Internet nach Gutscheinen, könnt ihr normal zumindest noch den Versand sparen!

Resümee

Ich bin trotz der Kritikpunkte sehr zufrieden mit dem Band und trage es wirklich jeden Tag und das sehr gerne. Und der eigentliche Sinn des Ganzen, war es, meinen Alltag ein wenig tracken und messen zu können. Ein normaler Bürotag ohne Abendprogramm ergibt bei mir rund 2000 Fuelpoints, alles darüber ist erstrebenswert. Gehe ich Abends noch klettern, schließe ich den Tag mit einem Wert zwischen 3600 und 4200 Fuelpoints ab. Und daran kann man schon erkennen, wie wenig Bewegung so ein Büroalltag hat. Zudem sollte es mich anspornen, mich mehr zu bewegen und meine, mir selbst gesteckten Bewegungsziele zu erreichen. Und das tut es auf jeden Fall!

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Handball @lightGIANTS

blog 0270 290x193 Handball @lightGIANTSEnde letzten Monats luden wir wieder zum Workshop im lightGIANTS Studio und das Thema des Abends war Handball. So kamen ein paar Jungs vom TV Malsch so wie Anja und Christin als weibliche Unterstützung, ihres Zeichens Miss Süddeutschland 2011 und Miss Westdeutschland 2012. Heute möchte ich euch daher den ersten Teil des Shootings zeigen. Ganz unspektakulär ging es um einfache Sportler-Portraits.

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…das mag sich jetzt vielleicht komisch anhören, aber spätestens nach dem 3. Bild gingen mir, trotz vorheriger Recherche geeigneter Posen, eben diese aus. Wie kann man einen Handballer(in) bei einem Oberkörperportrait posieren lassen, ohne das sich eine Pose wiederholt? Nun ja, im Endeffekt ging es auf, dennoch hat sich manch eine Pose als beliebter und geeigneter als ander herausgestellt…


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Zweiter Teil des Shootings waren dann “Action Bilder” icon wink Handball @lightGIANTS Aber die gibt es dann zusammen mit dem MakingOf Video in einem weiteren Post.