Im Test… Eizo CS240

Vor einer Weile wurde ich von Eizo gefragt, ob ich denn nicht den auf der Photokina neu vorgestellten Monitor CS240 für eine Weile in meinem Workflow ausprobieren möchte. Dass Eizo einer der Hersteller ist, wenn es um Monitore zur Bildbearbeitung geht, das ist sicher bekannt. Erschwinglich oder rentabel waren die Monitore aber bisher nur für wenige. Was am CS240** so besonders ist, dass Eizo mit diesem ColorEdge Modell erstmals in die Preisrange deutlich unter 1000,- € geht und somit auch für den schmaleren Geldbeuten erschwinglich und interessant wird. Die Unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 699,- €. Aber eins nach dem anderen…

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Eckdaten und Besonderheiten

Das Datenblatt möchte ich hier nicht zitieren aber ein paar mir wichtige Eigenschaften aufzählen. So ist der Monitor mit seinen 24″ Wide-Gamut-Display, LED Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1920×1200 auch in der Praxis ausreichend groß. Die Liste der Features ließt sich toll: Digital Uniformity Equilizer, 16-Bit-LUT, Color Navigator usw. aber ich möchte es mal mit meinen Worten sagen…

  • Es wurde auf eine möglichst homogene Hintergrundbeleuchtung geachtet. Damit an jedem Punkt des Displays, auch in den Ecken und Rändern, die gleichen Farbabbildung und Helligkeit dargestellt wird.
  • Die 16-Bit-LUT (Look-Up-Table) sorgt dafür, dass ausreichend Farbtiefe dargestellt werden kann und so auch in dunklen Bereichen keine Farbabrisse zu sehen sind. Office Monitore fahren hier lediglich mit 10-Bit auf.
  • Was mir am wichtigsten war: der Monitor bietet die Möglichkeit der Hardware-Kalibrierung. Das heißt im Klartext, dass man die Ergebnisse, welche man mit dem optional erhältlichen Ex-2 Sensor und der kostenfreien Software erhält, via USB Schnittstelle direkt im Monitor speichern kann und dieser demnach auch ohne Software seine Kalibrierung behält.
  • Und durch das Wide-Galmut Display denkt er einen deutlich größeren Farbraum ab als herkömmliche Monitore. So kann es z.B. 99% des sRGB Farbraums darstellen.
    Man kann zudem mit einem einzigen Tastendruck an der Front des Monitors durch die Farbprofile schalten. Von Adobe RGB, sRGB, Custom – wo man seine Persönlichen Vorlieben einstellen kann, Paper – welches die Darstellung bei einem Druck nachahmt, bis hin zu 3 Positionen für eigene individuelle Kalibrierungen.
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All diese Eigenschaften und noch einige mehr sind normalerweise nur in Monitoren in deutlich höheren Preisklassen zu finden. Wer einen ausführlicheren Testbericht inkl Testcharts sucht ist hier besser aufgehoben.

Design

Das Design ist klassisch und wenig aufregend. Grundsolide eben und typisch Eizo. Mir gefällt es sehr, da es hochwertig und praktisch wirkt. Alles befindet sich an seinem Platz, ist gut zu erreichen, ausreichen solide gestaltet und erfüllt perfekt seinen Zweck. Beim Auspacken merkt man direkt das Gewicht des Monitors. Beim Aufstellen und z.B. dem Verstellen der Neigung, merkt man aber, dass hier einfach auf hochwertige Materialien und ein angemessenes Gegengewicht wert gelegt wurde. Nichts knarzt, wackelt oder hat eine unnötig empfindliche Oberfläche. Ein sehr wertiges, durchdachtes und vertrauenerweckendes Arbeitsgerät.

Zubehör

EizoCS240-3096Wie oben erwähnt befindet sich der Sensor zur Kalibrierung nicht im Lieferumfang. Hier kann man entweder den hauseigenen Eizo EX-2 nehmen oder aber, falls vielleicht schon vorhanden, einen Spider Sensor und andere. Der Monitor kommt aber bereits mit einer perfekten Grundkalibrierung nach Hause, so dass man nicht unbedingt direkt einen Sensor benötigt.

Und dann gibt es noch diese abgefahrenen Sonnenblenden für den Monitor, die man immer bei den Profis sieht… 😉 Die nennen sich Lichtschutzhauben und sind wie Gegenlichblenden am Objektiv gegen in den Monitor seitlich einfallendes Licht. So eine habe ich mir ebenfalls mitschicken lassen um mir ein Bild davon machen zu können. Aber ich war verblüfft, denn die Blenden bestehen aus mehreren Teilen, alle aus massivem Blech und es liegt eine 7-Seitige Anleitung dabei, wie diese zusammen zu bauen und montieren sind. Warum die Blenden nich auch aus Plastik sein können, das weiß ich nicht. Mich hat das aber gleich vom Aufbau abgehalten. Mit rund 200,- € würde ich mir die ehrlich gesagt auch nie im Leben kaufen.

Mein Eindruck

Ich arbeite ja sehr viel auf dem internen Display meines MacBook Air. Einfach, weil ich die letzte Zeit keinen festen Standort habe und immer mobil bin. Und da ich hauptsächlich fürs Web produziere und nicht primär für den Druck, war ein kalibriertes Display nicht zwingend nötig. Druck wird mir aber immer wichtiger und ich will über kurz oder lang aber natürlich wieder einen Schreibtisch haben, an den ich mich am Ende immer zurückziehen und auf meine Werkzeuge vertrauen kann und genau für diese Aussicht wollte ich den Monitor testen.

Auspacken, aufbauen, anschließen, alles kein Problem. Toll fand ich, dass nicht wie so oft an den Kabel gespart wurde. Es lag direkt ein Displayport-Kabel bei! Und dann kam auch schon der WOW-Effekt. Also nicht wie Engelsgesang im Hintergrund aber es war schon ein sehr deutlicher Unterschied zu erkennen. Die Farben und Kontraste wirkten viel strahlender als gewohnt. Ein klares, sauberes, scharfes Bild zeigt sich direkt nach dem Einschalten. Bei der Bildbearbeitung zeigten sich dann auch gleich weitere Vorteile. So sah ich viele Details direkt, die ich sonst erst beim hineinzoomen oder wenn ich danach gesucht habe zu sehen bekam. Beim durchswitchen der Farbprofile ist auch ein deutlicher Unterschied zu erkennen. Da merkt man direkt welche Dynamik-Unterschiede zwischen den Farbräumen existieren.

Nun habe ich den Eizo CS240** ein paar Wochen bei meinen letzten Lightroom Sessions benutzt und meine Bearbeitungen über das Display gemacht. Es ist schon deutlich entspannter auf dem großen und klaren Display zu arbeiten. Problemstellen und Grenzbereiche sind wesentlich schneller sichtbar und es bedarf nicht eine so hohe Aufmerksamkeit um kleine Fehler oder Unstimmigkeiten auszumachen. Der Dynamikumfang ist deutlich sichtbar und schmeichelt den Augen wirklich. Problematisch wird es, wenn man nicht bedenkt, dass der Betrachter eben in den seltensten Fällen ebenfalls einen kalibrierten Monitor hat und selbst unterschiedliche Browser alleine schon einen gewaltigen Unterschied in der Wiedergabe machen. Hier ist natürlich Erfahrung gefragt oder ein Referenzbild, dessen Wirkung und Darstellung bekannt ist, kann behilflich sein. Aber das ist natürlich kein monitor-spezifisches Problem.

Für alle die einen professionellen und hohen Anspruch an ihre Bildbearbeitung haben und/oder Bilder für den Druck produzieren, ist ein kalibrierter Monitor ein Muss! Dieser Monitor stellt für eben diesen Bereich den perfekten Begleiter für ein wirklich erschwingliches Budget dar. Erstmals wird ein so professionelles Display aus dem Hause Eizo auch für den semi-professionellen und ambitionierten privaten Gebrauch mit einer UPE von 699,- € deutlich erschwinglicher.

Verbesserungsvorschläge/Wünsche

Wie oben erwähnt, würde ich mir zu der teuren und aus Blech gefertigten Lichtschutzhaube eine einfache Kunststoff-Lösung für ein Viertel des Preises wünschen. Wenn ich dabei etwas nicht bedacht habe, klärt mich auf. Aber so eine massive Ausführung für den Preis… das erschließt sich mir leider nicht.

Und was ich an den höherpreisigen Monitoren von Eizo immer bewundert habe und mir auch hier wünschen würde, wären die eingebauten Senosren zur eigenständigen Kalibrierung. Diese sind z.B. bei der CG-Serie zu finden. Hier fährt aus dem unteren Rand des Gehäuses ein kleiner Sensor aus, welcher direkt vor dem Display platziert ist und somit die Messungen vornimmt und selbstständig in der LUT speichert. Das ganze kann automatisiert werden, so dass sich das Display z.B. jede Nacht selbst kalibriert. Leider würde sich dieses Feature natürlich wieder direkt auf den Preis auswirken…

Naja und eine 27″ Version wäre auch noch toll. Aber sieht man die Preisunterschiede bei anderen Modellserien, wären wir hier wohl auch schnell wieder über der magischen Grenze von 1000,- €

Resümee

Hier ist Eizo ein toller Wurf gelungen und dieser Monitor eröffnet einigen den Einstieg in die Modellwelt des renommierten Displayherstellers welcher im Grunde ein Industriestandard ist. Natürlich muss man im Vergleich zu den großen Modellen ein paar Abstriche in Kauf nehmen, nicht aber in der grundlegenden Bild- und Darstellungsqualität. Von mir eine klare Kaufempfehlung.

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Danke an Eizo Deutschland für die Bereitstellung des Monitors.
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Im Test… WD My Passport Wireless

Western Digital hat zur Photokina seine, schon im Vorfeld angekündigte, My Passport Wireless im Gepäck gehabt. Eine mobile USB 3.0 Festplatte mit integriertem Wlan und, vor allem für Fotografen interessant, einem internen SD Karten Slot. Die Vorstellung las sich so interessant, dass ich das Gerät einfach direkt unter die Lupe nehmen musste…

Kabellos verläuft das Leben einfach schneller (…) Ein Laufwerk ohne Grenzen.

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Die Platte bietet mit ihren Features unglaublich viele Möglichkeiten. So kann sie neben ihrer normalen Funktion als externe Platte auch als “private Cloud” fungieren, wie erwähnt SD Speicherkarten Backups erstellen aber auch als Medienserver Inhalte streamen oder als WiFi-Hub fungieren. Auf die letzten beiden Bereiche mag ich nicht eingehen, da gibt es sicher fachkundigere Berichte zu. Aber auf die Funktionen, welche für Fotografen interessant sein dürften…

Die Merkmale

Die My Passport Wireless** verfügt neben ihrer 500GB, 1TB oder 2TB Festplatte und einem normalen USB 3.0 Port eben auch über ein Wlan Modul und einen internen Akku. Dieser sorgt für rund 6 Stunden kabellosen Betrieb oder aber 20 Stunden Standby und wird mit dem mitgelieferten AC-Adapter (2A Output) und dem ebenfalls beiliegenden USB 3.0 Kabel aufgeladen. Bei leerem Akku bleibt einem danach aber nach wie vor der gewohnte Zugriff auf die Platte via USB Port des Rechners. Die Platte ist durch den Akku natürlich etwas schwerer und höher, mit 127 x 86 x 29,8mm und 360g bei meiner 2TB Version angesichts der Features aber absolut vertretbar. Die 1TB und 500GB sind jeweils flacher und leichter – hier nachzulesen.

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WiFi Funktion

WD Quick ViewNun kann man die Platte eben auch kabellos betreiben, verspricht Western Digital. Das konnte ich mir nicht so ganz vorstellen aber… hierzu installiert man auf dem Mac “WD Quick View” und eben dieses Tool registriert, wenn sich die My Passwort Wireless** im Wlan Betrieb befindet und bietet diese zum Mounten (anbinden) an. Ein Klick genügt und die Festplatte steht wie gewohnt im Finder zur Verfügung und kann wie jede andere externe Festplatte benutzt werden. Dieser Zugriff ist übrigens laut Hersteller von bis zu 8 Geräten gleichzeitig möglich. Ob man sich hier Adhoc (direkt) verbindet oder die Platte in die heimische Infrastruktur aufnimmt, also quasi selbst am Router anmeldet und sie so alle Rechnern im Netzwerk zur Verfügung steht, spielt dabei keine Rolle.

Hierzu verfügt die Platte über ein Dashboard, welches man im Browser aufrufen und das Gerät komplett konfigurieren kann. Kennwörter setzen, Firmwareupdates suchen und durchführen, Mediaserver konfigurieren, Akku- und Speicherkapazität einsehen und so weiter…

WD Dashboard Browser

Für das iPhone und iPad gibt es ebenfalls eine App – WD My Cloud. Über diese lassen sich ebenfalls uneingeschränkt alle Funktionen wie im Dashboard am Rechner steuern, zusätzlich aber kann man so auch via Smartphone und Tablet auf die Daten welche sich auf der Platte befinden zugreifen und, man kann weitere hinzufügen. So z. B. Handybilder, Videos oder Dokumente auf der Festplatte sichern. Im Grunde wie ihr es von Dropbox oder Google Drive auch kennt nur eben nicht im Internet auf fremden Servern sondern auf der eigenen, lokalen My Passport Wireless**.

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SD Karten Slot (Image Tank?)

WD_0001Über eben dieses Dashboard am Rechner bzw. die My Cloud App am Smartphone oder Tablett kann man auch auf den integrierten SD Karten Slot zugreifen. Entweder direkt oder man stößt ein Backup der SD Karte auf die Festplatte an. Hierbei kann man folgende Optionen wählen: Kopieren und Daten auf der Karte belassen oder Karte anschließend leeren. Ebenso kann man einstellen, dass diese Aktion in Zukunft ohne Zutun, also automatisch, beim Einstecken einer SD Karte starten soll.

Zeitlich lag der Kopiervorgang bei meinen Backups mit rund 10GB Daten auf der Karte bei ca 20 Minuten.

Man kann so also direkt beim Shooting on Location oder abends im Urlaub, selbst ohne Notebook ein Backup seiner Speicherkarte erstellen oder diese einfach leeren, um wieder freien Speicherplatz auf den Karten zu haben.

Resümee

WD greift hier unter anderem die Idee der früheren Image Tanks wieder auf, mit welchen man seine Speicherkarten ohne Laptop auf eine Festplatte sichern konnte. Irgendwie hatte sich das Thema komischerweise nie durchgesetzt. Nun, via Smartphone-App ist das kein Problem mehr. Man kann so auch direkt kontrollieren, ob die Bilder wirklich vollständig übertragen wurden und wenn gewünscht, auch direkt via Smartphone, Tablett oder Rechner zugreifen und diese weiter verarbeiten.

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Wie man die Funktionen nun kombiniert und einsetzt, bleibt einem selbst überlassen, aber für mich ist das Konzept genial umgesetzt worden! Und bevor ich es vergesse: Die Haptik und Optik sind in gewohnt hochwertiger WD Qualität! Preislich liegt die 1TB Version bei 175,- €** aktuellem Straßenpreis, die 2TB Version bei 222,- €** direkt eine Woche nach Vorstellung.

Der nächste Tripp steht schon an und die Platte ist direkt im Gepäck! Ich bin begeistert!

Danke an Western Digital welche mir die Platte für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.
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ein Urteil bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

** Amazon Affiliate Link

Im Test… Canon Pixma MG7150

Die letzten Jahre habe ich es bestens geschafft ohne einen Drucker zu Hause aus zukommen. Aber weniger der ökologische Hintergedanke des papierlosen Büros als viel mehr der Frust der mit Installation, Wartung und Betreiben der Drucker einherging, waren der Grund für diese Hassliebe. Eingetrocknete Tinte, veralteter und zickender Druckertreiber, fehlerhafter Verbindungsaufbau, defekter Papiereinzug, streifiger Druck… Argh! Wer kennt das alles nicht… Aber meine Erfahrungen waren allesamt schon einige Jahre her.

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So war ich zwar sehr skeptisch und anfangs wenig angetan, als Canon nachfragte, ob ich nicht den Canon Pixma MG7150 testen wolle aber da ich gerade eh das gedruckte Bild wieder für mich entdecke und schon mit dem Selphy 900 so zufrieden war, dachte ich – warum nicht.

Canon Pixma MG7150 – die Eckdaten

Beim Canon Pixma MG7150** handelt es sich nicht nur um einen Drucker, sondern um ein Multifunktions-Gerät mit integriertem Scanner und Kopierer-Funktion. Man kann ihn nach wie vor klassisch über USB anschließen, aber auch kabellos via Wlan ins heimische Netzwerk integrieren (Dazu später mehr).  Über ein Touchdisplay lässt sich der Drucker konfigurieren und lokal steuern, sollte man z.B. von einer Speicherkarte direkt drucken wollen oder die Kopierfunktion nutzen.

Ausgestattet mit 6 Patronen, 2 davon Schwarz, geht der normale schwarz/weiß Dokumentendruck nicht auf kosten der Fototinte. Beidseitiger Druck wie im Büro ist ebenfalls kein Problem. Zudem verfügt der Drucker über 2 Papierfächer, so dass man sowohl einfaches Dokumentenpapier als auch Fotopapier im Drucker belassen kann. Alle Klappen geschlossen ist das komplette Innenleben sowie das Papier und alle Einzugsschächte vor Staub geschützt.

Die Installation

Mit einer der Hauptgründe, warum ich mich irgendwann von Druckern im Allgemeinen abgewendet habe: Man konnte schon davon ausgehen, dass die Treiber, die Inbetriebnahme bzw die Installation irgendwie Probleme machen wird. Um so weniger Lust hatte ich genau auf diesen Punkt…

Drucker eingeschaltet, Setup auf dem integrierten Display durchgeklickt, Patronen eingesetzt, mitgeliefertes Blatt zur Kalibrierung eingelegt und fertig. Als Nächstes gleich mal den Drucker ins Wlan aufgenommen. Auch das dank Touchscreen überhaupt kein Problem. Am Mac nach einem neuen Drucker im Netzwerk gesucht, Drucker wird sofort gefunden und im Handumdrehen selbstständig installiert. Kein Zutun des Users nötig. Und selbst auf einem Win7 Rechner war die Installation ebenfalls ohne zutun des Users möglich. In weniger als 20 Minuten vom aufschneiden des Kartons bis zum ersten Ausdruck!

Ich habe, glaub noch nie eine solch einfache Installation und Einrichtung bei einem Drucker erlebt. Mag sein, dass das heutzutage Standard ist. Meine Erfahrungen stammen von vor 3-4 Jahren und anderen Fabrikaten und da sah das noch anders aus. Das war erfrischend einfach und unkompliziert. So soll das sein!

Qualität und Highlights

Die Qualität und Geschwindigkeit überzeugt! Spuckt der Drucker ein Textdokument förmlich innerhalb von wenigen Sekunden aus (15 Seiten/Minute in S/W), lässt er sich bein einem DinA4 Fotodruck etwas mehr Zeit. Das sei ihm auch gegönnt, denn die anschließende Qualität überzeugt! So habe ich den Druck auf 3 verschiedenen Canon Papieren begutachtet. Vom günstigeren Photo Paper Plus Glossy II** über das matte Luster Papier** bis hin zum 300g/m² Pro Platinum** und alle 3 Ergebnisse überzeugten restlos.

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Etwas plumb würde ich den Unterschied zwischen den 3 Papieren so beschreiben, dass das Luster eine matte Oberfläche hat und das Plus Glossy II sowie das Pro Platinum jeweils eine Hochglanz-Oberfläche haben. Die beiden Glossy Papiere unterscheiden sich zudem im Gewicht (260g/m² zu 300g/m²) und das Pro Platinum hat ein reineres Eigen-Weiß gegenüber dem Plus Glossy II. Dies merkt man aber wirklich nur im direkten Vergleich.

Was wirklich cool gelöst wurde… ist der Drucker ausgeschaltet und geschlossen und man stößt via Wlan einen Ausdruck an, erwacht der Drucker nicht nur von alleine aus dem Standby, er öffnet zudem auch noch alle nötigen Klappen selbstständig und druckt. Man muss also nicht erst ins Büro laufen um den Drucker in Betriebsbereitschaft versetzen zu müssen.

Mein Resümee

Ich bin begeistert! Vom schlichten und sauberen Design über die absolut kinderleichte Inbetriebnahme, die Features sowie die Vielseitigkeit und den dennoch günstigen Preis. Denn der Multifunktionsdrucker Pixma MG7150 kostet gerade einmal 160,- EUR** Straßenpreis (EVP 199,-). Ein kompletter Satz Original Tinte (alle 6 Patronen) 45,- EUR, natürlich kann man die Patronen bei Bedarf auch einzeln kaufen. Und zu guter Letzt, die Druckgeschwindigkeit und Qualität passt! Auch hier wird man nicht enttäuscht und kann in Punkto Druckqualität mit den üblichen Fotolabor-Drucken ohne Probleme mithalten und diese oftmals auch übertreffen.

Meine Kombi sieht nun also wie folgt aus. Für Fotos im 10×15 Format nehme ich nach wie vor den kleinen tintenlosen Selphy 900 und für DinA4 Drucke werde ich nun nicht mehr zu Onlinedienst greifen, sondern diese direkt zuhause mit dem Pixma MG7150 anfertigen. Nun fehlt mir noch eine Lösung für A3+…

Dass der Pixma nicht nur mir die Unlust am Drucken genommen hat, könnt ihr auch bei Ben, Camillo, Barbara und Janina nachlesen.

Danke an Canon für das Bereitstellen des Druckers.
** Amazon Affiliate Link – Super fürs Karma

Im Test… Think Tank Retrospective 5

Mit der Zeit wird man vielleicht gemerkt haben, die richtige Tasche für meine Kamera ist ein heikles Thema bei mir. Ausgefallen, auffällig unauffällig, nicht direkt als Fototasche identifizierbar, praktisch und natürlich nicht zu groß sollte sie sein. Und jedes Mal wenn sich mein Arbeitsgerät ändert, muss natürlich auch eine neue entsprechende Tasche her. Und so stand ich einmal mehr davor, die richtige Tasche für mich zu finden. Meine Wahl viel auf die Think Tank Retrospective 5

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Die Auswahl / Die Anforderungen

Zur Auswahl stand die Think Tank Retrospective 5**, Ona Bags Bowery und die Billingham Hadley**. Kenner sehen schon wohin der Trend gehen sollte. Gesucht war eine kleine, kompakte und unauffällige Tasche mit einem etwas moderneren Aussehen. Nur kein Nylon und keine Kamerataschen-Optik. Platz für eine spiegellose Kamera inkl Objektiv (ala Leica M6/M9/M240, Fuji X-T1/E1/Pro1, Sony A7, etc) + 1-2 Wechselobjektive, kleiner Blitz, Zubehör und ggf. eine kleine Flasche Trinken für unterwegs, Tickets/Papiere und Persönliches. Explizit aber auch nicht zu groß und zu viel Platz, weil mich dieser dann dazu verleitet zu viel mitzunehmen.

In die Endauswahl schafften es die Bowery und eben die Retrospective 5. Von der Größe her nur gering unterschiedlich war vor allem das Design am Ende entscheidend. Da die Bowery recht kompakt designt wurde und bei der Stoff-Version, im Gegensatz zur Ledervariante (in einer anderen Preisliga spielt) die Schnallen und Applikationen immer in einer Kontrastfarbe waren, sah die Tasche kurzum zu weiblich aus.

Tipp für den Regenschutz

retrospective5-0276Wenn die Retrospective 5 geliefert wird, befindet sich der (im Lieferumfang enthaltene) Regenschutz in der vorderen kleinen Tasche und füllt diese komplett aus. Hier bekommt man allerdings bestens Ladegeräte, Handy, Geldbeutel oder ähnliches unter und der Platz ist somit leicht verschwendet.

Da man den Regenschutz hoffentlich nicht all zu oft benötigt, habe ich diesen kurzerhand noch etwas mehr komprimiert und anschließend einfach in eine der schwer zugänglichen, außen liegenden Seitentaschen verfrachtet. Passt perfekt, beult zwar etwas nach innen aus, aber wenigstens ist die “wertvolle” Fronttasche somit frei!

Fassungsvermögen & Platzangebot

Neben den bereits in der Tasche eingesetzten Trennern befinden sich zusätzlich noch 3 weitere im Lieferumfang. Alle mit Klettverschluss frei in der Tasche positionierbar, in verschiedenen Höhen und Ausführungen. Diese sollten also dicke für jegliche individuelle Einteilung des Innenraumes ausreichen! Folgendes bekomme ich ohne Probleme in die Tasche:

  • Kamera inkl Objektiv
  • 2 Wechselobjektive
  • kleiner Aufsteckblitz
  • Zubehör (Akku, Speicherkarten, Putzzeug,etc.)
  • Dokumente / Visitenkarten

…und habe immer noch Platz sollte ich noch eine kleine Flasche Wasser mitnehmen wollen und zudem das freie Frontfach für Geldbeutel, Handy, Ladegerät, Kompaktkamera oder Ähnliches. An der Rückseite befindet sich außen liegend noch ein weiteres, mit Reißverschluss versehenes  Dokumentenfach. In dieses kann man zumindest auf die Schnelle hochkant sein iPad Mini oder sein eBook verstauen um beide Hände frei zu haben. Ganz passt das iPad Mini leider nicht in die hintere Tasche – ganz knapp. Dafür aber ins Innere.

Resümee

Nach ein paar Wochen und ein paar Reisen mit der Tasche kann ich sagen, sie erfüllt meine Anforderungen perfekt. Sie ist dezent, robust und bietet einen schnellen Zugriff auf die Kamera und sonstigen Inhalt. Ausreichend gepolstert, muss man sich um den Inhalt keine Sorgen machen. Im Inneren üppig mit Fächern und kleinen praktischen Taschen versehen, sollte nichts im Chaos verloren gehen und alles seinen Platz finden. Die Oberfläche – waxed Canvas – ist sehr robust, bekommt einen tolle Used-Look und ist selbst ohne Regenhülle schon wasserfest und saugt somit nicht gleich jeden Dreck auf.

Mit freundlicher Unterstützung von enjoyyourcamera.com

Im Test… Hercules WAE Outdoor Bluetooth Speaker BTP04

Mir ist es ja wichtig, immer und überall Musik dabei zu haben. Früher musste überall der große Gettoblaster mit, heute geht das alles natürlich viel platzsparender. So habe ich ja auch schon die Jambox getestet. Nun stand ich aber vor dem Problem, dass bei meinen Outdoor Aktivitäten so ein portabler Speaker auch einiges abkönnen muss, damit ich nicht die ganze Zeit auf diesen aufpasse. Und so kam ich auf den Hercules WAE Outdoor Speaker BTP04 um den es heute gehen soll.

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Merkmale

Wae-2623In erster Linie handelt es sich um eine klassische Bluetooth Box. Sowohl vom iPhone als auch über Android einfach als solche anzusteuern. An der Box befindet sich ein Bluetooth Knopf zum kuppeln neuer Geräte und je ein Vol+ und Vol- Knopf. Auf der Anderen Seite eine Micro USB Schnittstelle zum Laden, ein Hardware On/Off Schalter und eine Klinkenbuchse, falls man ganz klassisch via Kabel (um z.B. Akku zu sparen) Musik übertragen möchte. Die Schnittstellen befinden sich hierbei hinter einer gummierten Abdeckung und sollten natürlich geschlossen sein, will man eine wasser- und staub-geschützte Box haben. Und genau an dieser Stelle kommen wir zu den eigentlichen Stärken der WAE Outdoor Box

Die WAE Outdoor Box ist nämlich stoß-, wasser- und staubgeschützt! Also perfekt geeignet für jegliche Outdoor-Aktivitäten! Der Speaker ist robust gebaut, über den Lautsprechern befindet sich ein wirklich stabiles Gitter, die beiden Enden sind gut gummiert, so dass bei einem Sturz oder entlang schrammen bei einer Klettertour, das Innere des Speakers immer gut geschützt ist. Zudem ist der Speaker nach der IP 64 Norm gegen Staub und Wasser geschützt. Und somit kann man ihn immer und überall dabei haben.

Was ich noch gesondert erwähnen möchte, die Box besitzt an der Unterseite ein Standard 1/4″ Gewinde (klassisches Stativgewinde). So lässt sich die Box z.B. auf bereits vorhandene Stative, Saugnäpfe, Fahrradhalterungen eurer Kamera oder GoPro schrauben. Sehr praktisch wie ich finde!

Klang

Im Grunde funktionieren all diese mobilen Speaker mit zwei Breitbandlautsprechern und passiven Treibern. Die Bauform und das Design nehmen dabei natürlich noch Einfluss auf den Klang. Aber meine Vermutung hatte sich bestätigt, die WAE Speaker klingen ähnlich wie die Jambox. Lediglich durch die besondere Abschirmung gegen Staub und Wasser sind natürlich Klangeinbussen zu hören. Ich muss an dieser Stelle aber anmerken, dass Hercules hier ganze Arbeit geleistet hat, denn hier klingt nichts muffig oder blechern. Der Klang kann sich sehen lassen und ist ebenso beeindrucken, wie bei anderen Speakern auch. Vielleicht fehlt etwas Brillanz, aber das ist mal wieder wirklich meckern auf sehr hohem Niveau.

WAE App

Hercules hat zu ihrer WAE Speaker Reihe auch eine gleichnamige App herausgebracht. In der Praxis habe ich diese aber nicht benötigt. Eigentlich handelt es sich hierbei lediglich um einen Musikplayer, welcher auf die lokalen Dateien eures Smartphones zugreift, man kann mit ihr die Lautstärke regeln, sich mit der Box verbinden und sie hat einen Equalizer inne. Alles Funktionen die jedes Smartphone auch ohne die App bietet + das abspielen von Musik aus Spotify (was die App natürlich nicht unterstützt) Ich habe die Hercules Software daher nicht benötigt. Man verbindet den Speaker einfach via Bluetooth, startet seinen gewohnten Player und kann die Lautstärke über die Hardwaretasten der Box oder am Smartphone direkt variieren. Also keine Sorge, ihr benötigt die App nicht!

Lieferumfang und Zubehör

Wae-2622Zum Lieferumfang gehören in der Standard Variante** neben dem USB Kabel auch ein Packbeutel für die Box, sowie eine Handschlaufe und ein Karabiner um die Box am Rucksack oder Gürtel zu befestigen. Kauft man sich für +~50,- EUR das Adventure Pack** bekommt man zudem noch eine Fahrradhalterung und einen Saugnapf dazu.

Nettes Zubehör, aber dank des 1/4″ Gewindes an der Box, kann man diese auch mich bereits vorhandenen Haltern kombinieren.

Resümee

Ich war auf der Suche nach einem Outdoor Bluetooth Speaker, der so einiges aushält und auf den ich nicht ständig aufpassen muss und wurde direkt und ohne Umwege beim Hercules BTP04 Outdoor Speaker** fündig. Der Klang passt, er hält sein Wort in Sachen Staub-, Wasser- und Stoßfestigkeit, die Größe und das Gewicht passen und der Akku hält. Ein solider Speaker zu einem angenehmen Preis den ich nur weiterempfehlen kann!

Im Test… Canon Powershot G16

Pünktlich zum Jahreswechsel, den bevorstehenden freien Tagen und dem anstehenden Winterurlaub ist die neue Canon Powershot G16 bei mir eingetrudelt. Natürlich habe ich die Zeit genutzt und die Kamera bei meinen Vorhaben dabei gehabt, um sie direkt in der Praxis zu testen. Das sie JPG als auch RAW fotografieren kann, wie auch die S110 WiFi an Board hat, FullHD mit 60 Frames filmt… das alles könnt ihr selbst auf der Canon Homepage nachlesen. Darauf möchte ich hier auch gar nicht eingehen. Viel mehr soll es sich hier im meine persönlichen Highlights der Powershot G16 gehen.

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Das Äußere, Haptik und Bedienung

Wie schon in der Vorschau geschrieben. Was ich an der G-Serie gut finde, ist, dass die Bedienelemente gewohnt wie bei einer Canon DSLR angeordnet sind. Man kann alle Einstellungen schnell vornehmen und so macht auch das manuelle Fotografieren Spaß und Sinn. Hier konnte mich die G16 auch in der Praxis überzeugen. Schnell sind alle nötigen Einstellungen vorgenommen und die korrekte Belichtung ist im Kasten.

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Gar nicht überzeugen konnte mich hingegen leider der Sucher. Wie Teymur schon schrieb, erinnert dieser eher an eine Plastik-Lomo. Wirklich ernst zunehmen ist der Sucher als Werkzeug in der Praxis daher nicht. Lediglich als Backup z.B. in kompletter Dunkelheit könnte er ein vages Gefühl für das entstehende Bild vermitteln. Zudem werden im optischen Sucher keinerlei Informationen bereitgestellt. Hier zeigt die Konkurrenz eigentlich seit langem was Stand der Technik ist. Schade! Hinzu kommt, dass die Kamera offenbar keinen Annäherungssensor hat, so dass zu allem auch noch das Display nicht automatisch abschaltet, hält man sein Auge an den Sucher.

g16-0084Ansonsten kann man aber nicht meckern. Alle Knöpfe sind sehr gut erreichbar und intuitiv bedienbar. Die Kamera liegt gut in der Hand und hat ein angenehmes, hochwertig wirkendes Gewicht. Die Baugröße ist sicher nicht jedermanns Sache, bedenkt man aber die Features und Eckdaten, finde ich die Größe wirklich sehr angenehm und gelungen. Ein klappbares Display hätte ich mir noch gewünscht, aber dann wären die Abmessungen sicher wieder in die Höhe geschnellt.

Optik, ISO Leistung, Tiefen(un)schärfe

Was mich direkt begeistert hat, wie es die G16 mit so einem relativ kleinen Sensor, dieser kompakten Bauform und der universellen, festen Linse hin bekommt, Tiefenunschärfe und Bokeh in den Bildern zu fabrizieren. Eine Eigenschaft, welche man bei den meisten kompakten Kameras bisher vergebens sucht und welche immer wieder einen Unterschied zur großen DSLR gemacht hat. Hier kann die G16 bei mir voll punkten und die Ergebnisse können sich sehen lassen!

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g16-0185Die ISO-Leistung ist für eine Kamera in diesem Bereich ebenfalls bemerkenswert. Selbst bei ISO 3200 lassen sich die Bilder noch sehr gut verwerten. Nach einer kurzen unproblematischen Lightroom-Entrauschung erst recht. Wirklich praxistauglich und es macht auch bei schlechtem Licht Spaß die Kamera einzusetzen.

Das Bild hier rechts ist mit ISO 3200 aufgenommen und nicht bearbeitet worden. Die beiden anderen sind entrauscht.

Die verbaute Optik überzeugt daher. Eine offene Blende bis F1.8-F2.8, gute Abbildungsleistung und von 28mm Weitwinkel bis 140mm Zoom (auf Kleinbild umgerechnet). Eine gute Allround-Range! Zudem macht der eingebaute IS (Bildstabilisator) seine Dienste mehr als gut. Hier sollten nur wenige Wünsche unerfüllt bleiben.

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Videofeatures

Hier muss ich echt sagen: Ich bin restlos begeistert! Ich meine ich habe schon viel gefilmt, ob mit der GoPro, meiner 5D oder Camcordern. Aber die G16 liefert hier einfach nur ab! Wo fang ich an…

Bildstabilisator (IS) – dieser leistet beachtliche Dienste. Ganz klassisch stabilisiert er natürlich das Bild und das so gut, dass es wirklich schon an ein Kunststück grenzt, das Bild zu verwackeln. Aber was er ebenfalls tut: Macht man einen Bildschwenker, dann wird die Bewegung komplett geglättet. Als würde man einen Fluid-Head benutzen. Hier hat Canon wirklich ganze Arbeit geleistet. Eine Steadycam o.Ä. kann man sich also getrost sparen.

Tiefen(un)schärfe und Bokeh – die Blende von F1.8-F2.8 kommt auch bei Videos zum tragen und voll zur Geltung. Kenne ich von kleinen Kameras eigentlich gar nicht und um so angetaner war ich davon.

Follow Fokus – filmt man mit einer großen Blende und wenig Tiefenschärfe, muss der Fokus sitzen. Bei der DSLR musste man dieses immer von Hand mitführen und das Ganze via Sucher oder LiveView kontrollieren. Die G16 zieht den Fokus selbst nach und das auch während der Aufnahme. Ob es nun darum geht den Fokus auch bei Bewegung zu halten oder bei einem Schwenk ein neues Objekt in den Fokus zu rücken… es funktioniert und das sehr zuverlässig.

Zoom – während der Aufnahmen funktioniert ebenfalls. Dieser ist während der Aufnahme verlangsamt, sehr smooth und somit wirklich brauchbar.

Am besten sieht man das alles aber in diesem schnellen Beispielvideo. Mir ging es bei diesem Video nur darum, markante Clips zu zeigen, welche die obigen Aussagen unterstreichen.

Für ein Urlaubsvideo oder z.B. eine Proberaumreportage oder ein Behind the Scenes Video ist die Videofunktion und Qualität mehr als gut. Ich sehe bei solchen Themen mit der G16 also keine Notwendigkeit mehr die große DSLR inkl Zubehör rum zuschleppen.

Resümee

Bis auf den Sucher (und das ist wirklich zu verkraften) bin ich restlos begeistert von der Canon Powershot G16** und meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Spätestens als ich eine Weile mit ihr fotografiert hatte, war mir die etwas größere Bauform ebenfalls egal und ich war von den Werten, Funktionen und Ergebnissen mehr als überzeugt. Meine ursprüngliche Idee, die Nische zwischen S110 und 5D zu schließen ist voll aufgegangen.

Sie kann und wird keine große DSLR ersetzen, ebenso wenig kann sie bei diesen Ergebnissen mit der Kompaktheit der S110 mithalten. Das muss sie aber auch nicht. Jedes dieser Modelle hat seinen Platz und Anwendungsbereich und das ist gut so.g16-0205

Eine kleine Anregung hätte ich noch… das manuelle Scharfstellen, welches über das hintere Wahlrad erfolgt, hätte man eventuell auf den vorderen Objektivring verlegen können. Dieser ist seit den Anfangszeiten der G-Serie mit einem Bajonett für Vorschraublinsen versehen. Ob diese heutzutage noch jemand einsetzt, weiß ich nicht. Mir hätte hier eine manuelle Fokus-Möglichkeit gefallen.

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Vorschau: Canon PowerShot G16

Es hat mich mal wieder in den Fingern gejuckt als Canon vor einer Weile die neue PowerShot G16 angekündigt hat. Mein Nutzungsverhalten hat sich im letzten Jahr stark verändert. Anfangs bin ich noch mit 8kg an Kameraequipment im Rucksack auf Klettersteigtour gegangen. 8kg die mich dermaßen genervt haben, dass ich kein einziges Bild mit der Kamera gemacht habe, sondern ausschließlich die S110 nutzte. Die Bilder waren für eine Kompaktkamera total überzeugend und viel wichtiger, ich habe überhaupt Bilder gemacht. Die “Große” blieb also fortan zu Hause…

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Manchmal darf es etwas mehr sein…

So genial ich die S110 auch (immer noch) finde, oft fehlt mir dann aber der Sucher. Einstellen kann man zwar auch alles fast wie bei der “Großen” aber eben über das Menü. Sie ist schnell, aber es geht schneller… Irgendwie hat sich da eine Lücke aufgetan und ich bin der Meinung, dass die PowerShot G16** diese füllen könnte. Als ich jetzt also die Gelegenheit bekommen habe, die G16 auf Herz und Nieren zu testen, habe ich sofort ja gesagt und nun ist es soweit. Pünktlich zum Weihnachtsfest liegt die Kamera zu Hause und wartet nun darauf eingesetzt und unter die Lupe genommen zu werden.

Ein paar Fakten

Die G16 ist das erste G-Modell welches nun auch nachgezogen hat und wie die S110 oder die PowerShot N integriertes Wlan hat. Wie häufig man dies einsetzt, ist jedem selbst überlassen. Es ist allerdings einfach zeitgemäß, dieses Feature zu implementieren und ich wollte es nicht mehr missen. Mit 9 Bildern in der Sekunde hat Canon ordentlich nachgelegt und bei meinen ersten Versuchen war ich wirklich beeindruckt, wie die Kamera die Bilder über den Chip ballert.

PowerShot G16_BLK_FRT_04

Was mich aber am meisten begeistert hat, war die Schnelligkeit der G16. Kaum hat man den Einschalt-Knopf betätigt, ist die Kamera auch schon bereit. Motiv anvisiert und innerhalb eines Wimpernschlags sitzt der Fokus. Und das in einer wirklich bemerkenswerten Geschwindigkeit. Sie verfügt über ein Fokus-Hilfslicht, welches wirklich in keiner Kamera fehlen sollte. So hat man auch bei Dunkelheit keinerlei Probleme den Fokus richtig zu setzen.Und, auf dieses Feature bin ich am meisten gespannt, ihr wird eine bemerkenswert hohe ISO-Empfindlichkeit attestiert. Eine Eigenschaft welche ich bei meiner 5D Mark III so sehr schätzen gelernt habe. Hier wird auch, neben dem Sucher und der Bedienbarkeit, ein Schwerpunkt in meinem Test liegen.

PowerShot G16_BLK_TOP_02 PowerShot G16_BLACK_BACK_LCD_05

Von den Bedienelementen her, findet man ein Wahlrad direkt am Auslöser und ein weiteres an der Rückseite der Kamera. Dies ermöglicht mir, von der 5D gewohnt, ein schnelles und vor allem blindes Einstellen der wichtigsten Werte. Das alles geht natürlich nur, weil die G16 nicht ganz so kompakt wie die S110 ist. Sollten die angepriesenen Features aber ihr Wort halten, ist die Größe der G16 dennoch bemerkenswert. Zumal beim Design wieder darauf geachtet worden ist, die Maße erneut zu verringern. Wir werden sehen…

Stimmen zur G16

Zum Launch der G16 wurden auch einige Canon Botschafter nach ihrer Meinung zur neuen PowerShot befragt, deren Antworten mich in meinen Hoffnungen noch weiter bestätigt haben.

“…die Fokussierung. Sie ist schneller, als ich je zuvor erlebt habe… einfach fantastisch. Nimmt man das zusammen mit der hohen ISO-Empfindlichkeit, hat Canon meiner Meinung nach ein bereits großartiges Konzept nochmals verbessert. Hätten Sie mir vor sechs Jahren erzählt, dass ich einmal Bilder in Profi-Qualität mit einer Kompacktkamera aufnehmen würde, hätte ich das niemals geglaubt. Aber jetzt ist es Realität.”

~ Brent Stirton, Fotojournalist

“Die Low-Light-Eigenschaften sind absolut fantastisch und selbst bei ISO 12.800 sind die Aufnahmen mehr als brauchbar. …hinzu kommt die hohe Fokussiergeschwindigkeit. Die Kamera bietet auch eine komplette manuelle Steuerung, so dass ich mich um alle EInstellungen sekbst kümmern kann – perfekt, wenn ich kreativ arbeiten möchte.”

~ Ilvy Njiokiktjien, Fotojournalist

Außerdem gewährt uns Canon noch einen kleinen Einblick hinter die Design-Kulissen…

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Ich bin also selbst sehr gespannt ob meine Vorstellungen erfüllt werden. Über die Feiertage sollte ich genug Zeit für einen ausgiebigen Test haben, zum Skifahren kommt die PowerShot G16** auch mit. Ich werde euch dann hier mit einem Testbericht auf dem Laufenden halten.

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