Im Test… SanDisk Eye-Fi SD Karte

Ich hab mir die letzte Zeit immer wieder Gedanken darüber gemacht, wie man ein Shooting entspannter gestalten könnte. Kennt ihr das? Ihr habt endlich alle Models richtig positioniert, das Licht stimmt, ihr macht ein Bild, findet es gut und schwups, stehen alle hinter einem und schauen mit aufs Kameradisplay. Joa… und das Arrangement ist dahin…

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Und da ich ein Meister darin bin über Kabel zu stolpern und somit kabelgebundenes Tethering für mich nicht in Frage kam, bin ich auf die Eye-Fi Karten von SanDisk gestoßen. Ich habe mich für die 8GB Variante** entschieden und diese Lösung zusammen mit meinem iPad Mini getestet.

Einrichtung

Bevor man loslegen kann, muss man die Eye-Fi App aus dem Appstore installieren und sich einen Eye-Fi Account anlegen. Das gute an den SanDisk Karten ist, hier wurde auf ein eigenes System verzichtet und somit kann man auf die Originale Eye-Fi Software zurückgreifen. Soweit so gut. Eye-Fi SD Karte neben der normalen CF Karte in meine 5D Mark III eingeschoben und schon taucht auch in der Kamera das Eye-Fi Menü auf. Sind beide Vorraussetzungen erfüllt kann man die Karte entweder in ein vorhandenes Wlan einbinden und anschließend mit dem iPad, iPhone oder Rechner verbinden oder aber man stellt eine AdHoc Verbindung der beiden Geräte her. Hierbei wird also kein Wlan Netzwerk vorausgesetzt, sondern eine Direktverbindung zwischen Karte und Gerät hergestellt.

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Die Karte selber konfiguriert man lediglich via gekoppeltem Gerät. An der Kamera kann man lediglich die Daten und den Verbindungsstatus der Karte einsehen, aber keine direkten Einstellungen vornehmen. Hat man die Geräte gekoppelt, werden alle Bilder, welche auf die SD Karte gespeichert werden, via Wlan auf das gekoppelte Gerät geschickt und in der Eye-Fi App angezeigt. Soweit so gut…

In der Praxis

…muss man sich entscheiden, was man denn überhaupt auf den (in meinem Fall) iPad angezeigt bekommen möchte. Ich wollte hier lediglich den Models und mir eine größere Ansicht der Bilder ermöglichen. Daher war für mich die perfekte Lösung nach wenigem Probieren herausgefunden.

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Ich speichere auf der CF Karte meine Raw-Bilder für die spätere Bearbeitung, auf der SD Karte speicher ich das Bild in S1 Auflösung (5.5MB 2880×1920) und eben diese wird dann aufs iPad übertragen. Dies hat zum Vorteil, die Übertragung geht wirklich fix und man muss nur kurz warten, bis man das Bild automatisch in Vollbild auf dem iPad sieht. Raw-Dateien auf dem Tablet mach keinen Sinn und dauert nur ewig, bis diese übertragen sind. Eine größere Auflösung benötigt man im Normalfall auch nicht um den Fokus und Bildausschnitt zu begutachten. Wie schnell das geht, seht ihr in diesem kurzen Video…

So stelle ich dann also das iPad vor den Modells auf, damit diese sofort und ohne sich bewegen zu müssen, das Ergebnis sehen können. Wir haben außerdem im Studio einen Flatscreen hängen, denkbar wäre, via HDMI Adapter das Bild des iPads auch direkt am TV auszugeben.

Kritik

Das einzige, was wirklich super umständlich und für mich nicht nachvollziehbar gestaltet wurde, möchte man die Übertragung zwischen den Zielgeräten (z.B. iPad oder Rechner) switchen, muss auf dem Gerät Internet verfügbar sein. Warum? Weil die Einstellungen final über die Eye-Fi Webseite vorgenommen werden, ohne diese geht nichts. Diese Umstand ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich würde es mir gefallen lassen, die Geräte im Vorfeld online registrieren zu müssen, was mir zwar auch nicht einleuchtet wozu das gut sein soll, aber wenn ich dann wenigstens offline zwischen den bereits eingerichteten Geräten hin und her switchen könnte. So ist das leider ein riesen „Pain in die Ass“. Dafür kann aber SanDisk nichts, das ist eine Eigenschaft von Eye-Fi und auch bei den hauseigenen Karten der Fall.

Resümee

Trotz der Kritik ist es für mich eine günstige und total praxistaugliche Lösung. Im Normalfall switche ich nicht zwischen den Geräten, sondern lasse die Übertragung fix auf mein iPad stattfinden. Die Übertragung ist mit oben genannten Einstellungen wirklich brauchbar schnell und reicht von der Auflösung vollkommen. Es kommt sehr gut bei den Models an und es bietet wirklich einen gewissen Luxus ohne Kabel tethern zu können. Denkbar wäre die Erweiterung das iPad an den Flatscreen anzuschließen.

Ich werde diese Lösung so beibehalten und sie hat sich bereits in meinem Workflow bewehrt. Auch die relativ kleine Kapazität der 8GB Version** reicht mit diesen Einstellungen vollkommen aus.

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