Im Test… die Canon EOS M

Danke an Ben Hammer für das Bereitstellen dieses Bildes.

Als Canon kürzlich in Hamburg zum „Hands-On“ der EOS M einlud (ich habe berichtet), konnte ich mir ein Exemplar der neuen Lifestyle-Kamera sichern und dieses noch etwas genauer unter die Lupe nehmen. Und so möchte ich meine Gedanken zur  ersten „Mirrorless“ aus dem Hause Canon nun mal zusammenfassen. Testcharts und Grafiken werdet ihr hier vergebens suchen, dafür gibt es genug Quellen. Vielmehr möchte ich meine Eindrücke und Erfahrungen mit euch teilen.

Das Konzept

Immer wieder fragte ich die Experten von Canon vor Ort, was denn die eigentliche Zielgruppe für diese Kamera sei und immer wieder bekam ich die selbe Aussage – Lifestyle. Gemeint sind, (natürlich plump mit meinen Worten gesagt,) stilbewusste Leute, die Wert auf gutaussehende und gestylte Produkte legen und sich nicht mit einer, mit Knöpfen und Funktionen überladenden Kamera beschäftigen wollen. Aus diesem Grund hat die EOS M z.B. ein Touchdisplay und nur die, von der IXUS Serie gewohnten, wenigen Knöpfe. Es gibt sie in verschiedenen Hochglanz-Farben und allerhand passendes Zubehör, welches gerade so in ist, wie z.B. eine Leder-Bereitschaftstasche im klassischen Leica Stil. Die Kamera wirkt auf jeden Fall sehr hochwertig und ist gut Verarbeitet, an dieser Stelle lässt Canon keine Zweifel das hier selbst auf das kleinste Detail geachtet wurde. Sie soll schick und stylisch aussehen und das ist gelungen.

Funktionsumfang und Highlights

Im inneren der EOS M** steckt im Grunde eine vollwertige EOS 650D. Das ganze wurde verkleinert, aufgehübscht, der Spiegel wurde herausgenommen und fertig war die EOS M (klingt einfach, ist es aber nicht). Derzeit gibt es zwei Objektive, den Allrounder, das 18-55 F3.5-5.6** und das Pancake mit 22m F2.0**. Außerdem ein Adapter von EF-M auf EF/EF-S** mit welchem man die normalen Spiegelreflex-Ojektive auf die EOS M schnallen kann. Der Sensor ist exakt der selbe und hat bei aufgesetztem EF-M Adapter demnach auch einen Cropfaktor von x1,6. Man quält sich hier also nicht mit einem winzigen Micro Four/Thirds Sensor durch die Welt.

    

Zum Lieferumfang gehört standardmäßig ein Speedlight 90EX**. (Protipp: dieser ist neben dem 580 EXII** im übrigen der einzige Blitz der ebenfalls als Master fungieren kann, z.B. auch auf einer 5D Mark III) Testen konnte ich außerdem den Speedlight 270EX II**  welcher sich im Gegensatz zum 90EX auch nach oben neigen lässt um indirektes Blitzen zu ermöglichen.

Die Bedienung via Touchscreen ist gewöhnungsbedürftig und bietet, wer hätte es gedacht, Vor- und Nachteile! Ein cooles Feature finde ich, das man den Fokuspunkt via Touch direkt im Live View verschieben kann, mit entsprechender Einstellung kann man so sogar via Touch auslösen. Schiebt man also den Fokuspunkt mit dem Finger über das Live View Bild, passt sich sogleich auch die Belichtungssimulation an und man sieht direkt, wie das fertige Bild aussehen wird. Allerdings kann man den Fokuspunkt und auch so manch andere Funktion leider auch nur ausschließlich via Touch verschieben, was hin und wieder ein Hindernis darstellt. Mit Handschuhen oder aufgesetzter Display-Lupe beim Videofilmen, steht man da also schnell vor einem Problem.

     

Auch nett ist das „flicken“ durch die vorhandenen Bilder. Wie vom Smartphone gewohnt gelangt man hier mit einem Fingerwisch zum nächsten Bild, mit einem „Zwei-Finger-Pinch“ kann man in Bilder hinein- oder herauszoomen usw. Das Ganze läuft allerdings nur nahezu flüssig wie ihr in obenstehendem Video sehen könnt.

     

Einen optischen Sucher, einen eingebauten Blitz sowie WiFi (WLAN) oder ein schwenkbares Display sucht man vergebens, dafür wurde der EOS M, neben dem Touchscreen, ein Fokuslicht spendiert, was mir sehr positiv auffiel und ich mir so in jeder Canon wünschen würde, auch z.B. bei der 5D Mark III.

Der AutoFokus

…bekommt einen eigenen Abschnitt, da die EOS M im Vorfeld wegen eben diesem so zerrissen wurde. Und ja, er ist langsam! Um so schlechter die Lichtverhältnisse um so langsamer wird er, daher wohl auch die tolle Fokusleuchte. Und ich will hier auch gar nichts beschönigen – es nervt! Ganz so dramatisch langsam, wie es oft dargestellt wird, ist er dann allerdings nicht. Und wenn er denn dann mal sitzt, dann sitzt er auch perfekt! Ich hatte ja z.B. auch schon eine x100, deren Autofokus noch wesentlich nerviger war, dennoch hat es die Kamera zum Kultstatus geschafft. Ob Canon hier noch mit einem Software-Update etwas nachbessern kann, das weiß ich nicht. Für wen dieser Umstand nun ein K.O. Kriterium ist oder ob man sich damit arrangieren kann, muss jeder selbst beurteilen. Bei meinen Streifzügen durch Hamburg ist mir das Problem zwar aufgefallen, hat mich beim Bilder machen aber nicht sonderlich eingeschränkt.

     

Alle Bilder in diesem Post (außer die Produktbilder) sind mit der EOS M entstanden. Mehr davon findet ihr außerdem in diesem Artikel über das EOS M Event in Hamburg.

Mein Resümee

Man merkt im Endeffekt doch, dass die EOS M nicht in erster Linie für den EOS Fotografen, welcher eine DSLR und einen großen Linsenpark zu Hause hat, gemacht wurde. Mit dem EF-M Adapter versucht man diese Zielgruppe zwar anzusprechen, aber durch die eher „verspielte“ Bedienung und die wenigen Tasten, die diverse Funktionen eben nicht griffbereit halten, spricht diese Kamera leider nicht jeden von uns an.  Es geht hier ganz klar um ein Lifestyle-Produkt, welches eben weitaus mehr Features als eine Kompaktkamera bietet und vom Innenleben einer 650D eigentlich kaum Wünsche für den engagierten User offen lässt. Dies sieht man auch ganz klar am Preis, welcher, je nach Ausstattung, ab einem EVP von 849,- EUR (740,- Straßenpreis) beginnt.

Ich hatte sehr viel Spaß mit der EOS M und sehe ganz klar einen Markt für die Kamera. Aufgrund des Preises und den genannten Einschränkungen, kommt sie für mich allerdings nicht in Frage.

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Im Test… Vanguard Alta Pro 283CT + SBH-100

Vor einer Weile wurde ich mal wieder mit einem Paket von Vanguard überrascht. Diesmal enthielt es das Alta Pro 283CT* Karbon Stativ und einen SBH-100* Ballhead! Und so habe ich das Stativ-Set die kommenden Shootings zu meinem Begleiter gemacht und auf Herz und Nieren getestet.

zum Lieferumfang

Was mir schon direkt beim Auspacken ins Auge fiel, neben dem eigentlichen Stativ war direkt allerhand Zubehör enthalten. So lag dem Alta Pro direkt eine passende Stativtasche, ein kleines Werkzeug mit allen relevanten Schraub-Bits sowie das Ablage-Dreieck, welches zwischen die Stativbeine gespannt werden kann. Quasi das Rundum-Sorglos-Paket! So ging es dann auch beim Kugelkopf SBH-100 weiter. Diesem lagen gleich 2 Wechselplatten* bei. Also auch hier ist man gleich von Anfang an, bestens ausgestattet. Wie ich finde, eine tolle Idee und vor allem nicht selbstverständlich!

Haptik und Optik

Das Stativ wirkt sowohl Optisch als auch von der Haptik her sehr hochwertig und stabil. Alle Arretierungen und beweglichen Teile machen einen soliden Eindruck und weisen kein Spiel auf. Im ersten Moment wirkt die Mittelsäule des Statives überladen mit Feststellschrauben, nachdem man sich mit der Funktionsweise auseinander gesetzt hat, merkt man welcher Ansatz hier verfolgt wurde… mehr dazu später. Bei der Mittelsäule wurde bei diesem Stativ leider keine Karbon-Variante, sondern eine Alu-Mittelsäule eingesetzt. Aufgrund der Funktionsweise und der damit verbundenen Bauform liegt das hier nahe. Allerdings geht das ganze zu Lasten des Gewichtes. Denn trotz der Karbon-Beine, wiegt das Stativ ohne Kugelkopf satte 1,7 kg! Da man (ich zumindest) sich vor allem aufgrund der erhofften Gewichtersparnis für ein, im Gegensatz zu klassischen Alu-Stativen, teureres Karbon-Stativ entscheidet, war ich vom Gewicht dann doch etwas enttäuscht. Dafür muss man aber die Tragfähigkeit von 8kg (!!!) hervorheben und die maximale Höhe von 1,70m! Alle weiteren technische Daten findet ihr hier.

Funktionsweise und Gimiks

Der Auszug der Beine ist klassisch, wie man ihn von anderen Karbon-Stativen kennt, man hat an jedem Segment einen Drehverschluss mit welchem man die Beide lösen und arretieren kann. Die Füße sind gummiert und durch einschrauben der Gummiauflage kommen Spikes zum Vorschein, man ist also bestens für jeden Untergrund gewappnet. Die Beine lassen sich in ihrer Neigung undabhängig voneinander verstellen, so können sie auch fast um 90° umgelegt werden um ein extrem bodennahes Arbeiten zu ermöglichen.

Kommen wir nun zur Mittelsäulen-Konstruktion, denn hier findet sich das eigentliche Herzstück des Stativen über welches sich Vanguard wohl die meisten Gedanke gemacht hat. So findet man hier neben zwei klassischen Feststellschrauben auch noch eine Art Schnellspanner mit Sicherung. Mit der einen Feststellschraube lässt sich die Mittelsäule ausziehen und mit der anderen löst man die Mittelsäule so, das sie sich drehen lässt. Dies ermöglicht einem ein genaueres Einstellen, da nicht, wie üblich, mit einer Schraube, beides gelöst wird. Der Schnellspanner kommt bei komplett ausgezogener Mittelsäule zum Einsatz. Mit diesem kann man die Mittelsäule in soweit „lösen“ das sich deren Neigung einstellen lässt. So sollte man die Kamera nun wirklich in jede gewünschte Position bringen können. Extrem flach über dem Boden oder als Ausleger über eine Kante um näher ans Objekt zu kommen.

Schönes Detail, die Mittelsäule ist durch einen Gummipuffer gedämpft, sollte euch diese also mal ausversehen beim lösen nach unten sausen, prallt diese nicht einfach hart auf, sondern wird von eben diesem Ring gedämpft.

Am unteren Ende der Mittelsäule befindet sich außerdem ein Haken an welchem man z.B. seine Fototasche einhängen kann um das Stativ in einer wackeligen Lage zusätzlich beschweren zu können. Zudem findet man sowohl am Stativ als auch am Kugelkopf mehrere Wasserwaagen/Libellen um einen akkuraten Stand zu sichern.

Mein Resümee

Das Alta Pro wirkt durchdacht und ausgereift! der Lieferumfang ist sehr üppig und macht jeden weiteren Zubehörkauf überflüssig, was ich besonders erwähnenswert finde, da man so was heute kaum noch kennt. Gerade die Mittelsäule und ihre Funktionen werden z.B. für Natur-, Makro- oder Tabletop-Fotografen von großem Interesse sein! Einziges Manko daran, das damit verbundene Mehrgewicht. Man kann wirklich jede Achse an diesem Stativ separat einstellen und arretieren, was ein sehr genaues Arbeiten ermöglicht. Soll es schnell gehen, können die einzelnen Feststellschrauben einem eventuell aber auch zum Verhängnis werden.

Ich denke also, mit dem Alta Pro wird eine ganz bestimmte Zielgruppe angesprochen. Genau diese sollte hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen und wunschlos glücklich sein. Jeder sollte sich aber vorher im Klaren sein, was für eine Anforderung er denn an ein Karbon-Stativ hat, nimmt man doch nicht jeden Tag so viel Geld in die Hand und kauft sich ein neues Stativ. Das Vanguard Alta Pro 283CT alleine kostet rund 300,- EUR, mit dem hier gezeigten Kugelkopf SBH-100 im Set knapp 400,- und ist damit dennoch günstiger wie die meisten dieser Klasse.

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Im Test… Polaroid PoGo Drucker

Vor kurzem habe ich mir spontan einen Polaroid PoGo Drucker gekauft. Ich bin schon vor geraumer Zeit auf diesen kleinen, handlichen Drucker gestoßen aber konnte mich nie durchringen einfach zuzuschlagen. Nun aber endlich, denn der Polaroid PoGo** ist mit seinen 45,- EUR und zwischen 13-25 EUR für 70 Blatt zink Papier** sehr günstig. Und so habe ich mir einiges an Spaß mit dem Drucker erhofft.

zink steht dabei für „zero ink„, quasi „Null Tinte“, denn der Drucker arbeitet mit einem Thermodruckverfahren. Somit kann auch nur auf den Polaroid eigenen Papieren gedruckt werden. Und auch hier hat sich Polaroid etwas einfallen lassen, denn jedes Bild besitzt eine selbstklebende Rückseite und ist somit gleich ein Aufkleber. Die Bilder sind jeweils 5 x 7,62 cm groß. Da der Drucker sowohl per PictureBridge Druckt als auch per Bluetooth angesprochen werden kann, ergeben sich hier schöne Möglichkeiten. So kann man einmal direkt von der Kamera per USB Kabel ein Bild ausdrucken oder aber per Rechner oder Smartphone etwas an den Drucker senden.

Nur zeigte sich gleich der Nachteil eines iPhones, denn Apple lässt das senden von Bildern per Bluetooth leider nicht zu. Daher muss ich leider immer den „Umweg“ über den Rechner nehmen. Dies war mir allerdings schon vorweg bekannt, sollte aber beachtet werden.

Meine Erfahrungen

Man sollte darauf achten das die Namen der gesendeten Dateien nicht zu lang oder zu kompliziert sind. Sollte das der Fall sein, verweigert das Drucker die Datei. Allerdings sagt die Fehlermeldung hierzu rein gar nichts. Mit den Endungen und Dateiformaten .png und .jpeg kann der Drucker ebenso nichts anfangen. Kann man ein .jpeg noch einfach umbenennen, muss man ein .png hingegen konvertieren damit es vom Drucker verarbeitet wird.

Soweit alles kein Problem. Nur hat sich in der kurzen Zeit in der ich den Drucker nun nutze schon so etwas wie eine Hassliebe eingestellt. Warum eine Hassliebe?
Zum Einen finde ich das Format und das Gimmick mit der selbstklebenden Rückseite einfach genial. Es ist einfach ein Spaß-Drucker für schnelle Schnappschüsse mit Polaroid Charakter. Ich habe daher auch keine Wunder von dem  Kleinen erwartet, und kann auch mit Qualitätseinbußen leben. Aber das jeder zweite Druck erstmal voller Streifen ist, und die Farbe teilweise und auch nur partiell nicht mal ansatzweise dem Original entspricht, das frustriert recht schnell.

Gut, vielleicht ist es auch einfach ein gewisser Charakter der den Bilder verliehen wird… Ich weiß nicht so recht. Also im Endeffekt finde ich den Drucker trotzdem immer noch cool. Die Streifen nerven, aber ich finde sie nicht so schlimm und störend, das ich den Drucker deswegen nicht mehr verwenden würde. Vielleicht habe ich auch nur eine Charge altes Papier erwischt, aber so ganz perfekt ist der Drucker damit einfach nicht.

Polaroid PoGo & Halftone

Ich habe z.B. eine, für mich, perfekte Einsatzmöglichkeit für den Drucker gefunden. Und zwar im Zusammenspiel mit der iPhone App Halftone! Ich finde die Ergebnisse so „endgeil“!

Nur hatte ich am Anfang ein Problem mit dem Seitenverhältnis. Weil die Bilder aus der App einen weißen Rahmen haben und der Drucker überstehende Kanten abschneidet, fehlte auf einer Seite immer etwas Rand. Nach etwas probieren habe ich eine genial einfache Lösung gefunden und gehe dabei wie folgt vor:

Foto mit iPhone aufnehmen, anschließend anzeigen, hinein zoomen, gewünschten Bildausschnitt wählen und einen Screenshot auf dem iPhone vom skaliert angezeigten Bild machen. Den Screenshot in Halftone bearbeiten und über den Rechner ausdrucken.

Der Screenshot auf einem iPhone Display hat nahezu die passende Ratio für das Seitenverhältnis des PoGos und so fehlen einem nur wenige mm vom fertigen Bild! Außerdem reicht die Auflösung des Screenshots vollkommen für einen Druck und ein schöner Nebeneffekt ist, die Datei hat nur wenige kb und ist somit schnell übermittelt. Hier ist das komische, das bisher keines der Bilder welche ich mit Halftone bearbeitet habe, übermäßige Streifen aufwies. Ob das nun Zufall ist oder einem Schema folgt, vielleicht finde ich das noch heraus!

Alles in Allem finde ich den Drucker dennoch klasse und bin gespannt wobei er noch so alles zum Einsatz kommen wird.

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Im Test… Phottix Hector 7HD Monitor

Bei meinen hier erwähnten Recherchen bin ich auf den Monitor von Phottix gestoßen, welcher meinen grundlegenden Anforderungen entsprach. Der Hector 7HD. Der deutsche Phottix-Vertrieb und online Shop meinfo.to war so freundlich mir ein Exemplar zur Verfügung zu stellen.

Der Erste Eindruck war sehr positiv. Features, Lieferumfang und Verpackung überzeugten. So lagen dem Monitor alle erdenklichen und benötigten Kabel, der Akku inklusive Ladegerät, ein Netzteil, der zusammenklappbare, durchdachte Sonnenschutz und sogar eine Neoprenhülle und eine Ferbedienung bei. Einzig einen Blitzschuh-Kugelkopf/-Adapter habe ich vermisst, mit welchem sich der Monitor an der Kamera befestigen ließe. Der Monitor selber wirkt robust, das Glossy Display ist klar, scharf und ausreichend hell, der abnehmbare und großzügige Sonnenschutz bietet im zusammengeklappten Zustand Schutz für die Displayoberfläche und an der Unterseite des Displays befindet sich das 1/4″ Befestigungsgewinde.

Technische Daten laut Hersteller (mehr Infos bei meinfo.to):

  • 17,8cm (7″) Bildschirmdiagonale
  • native Auflösung: 1024x600px
  • Einschaltzeit: 10 Sekunden
  • HDMI Signal Umschalt- / Reaktionszeit: 3 Sekunden
  • Maße (BxHxT): 190x120x55(70*)mm, *mit Akku
  • Gewicht: 450g (650g mit Akku)
  • Anschlüsse: HDMI (in und out), AV (Cinch), Mikrofon, Netzanschluss, Kameraanschluss
  • Kamerasteuerung am Gerät (AF, Auslöser, Bulb), Infrarotauslösung
  • Menüsprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch u.a.
  • Energieversorgung: Li-Ion-Akku 7,2V 5200mAh (Sony-F770 Batterie) oder Netzteil

Nach meinen ersten Tests bin ich wirklich zufrieden mit dem Display. Auf eine Begebenheit möchte ich an dieser Stelle jedoch noch hinweisen:
Die Reaktionszeit des HDMI Ports liegt bei ca 2-3 Sekunden…
Jetzt werdet ihr sagen: „Und? Monitor an, LiveView rein, kurz warten, los geht’s!“ – Stimmt soweit.
Wenn da nicht eine gewisse Eigenheit der 5D mkII wäre. Sobald man mit der Aufnahme beginnt, verschwindet das HDMI Signal kurz bevor es wieder einsetzt (Hier wird die Auflösung am HDMI Port geändert). Das hat zur Folge, dass der Monitor erneut nach dem Signal sucht. So fehlet einem in den ersten 2-3 Sekunden einer jeden Aufnahme das Monitorbild. Das nervt ehrlich gesagt etwas, ist aber bei fast allen externen Monitoren das selbe Problem.

Ich möchte Phottix an dieser Stelle zu Gute halten, dass die Umschalt- / Reaktionszeit von 3 Sekunden in den Spezifikationen des Displays ausgewiesen wird. Und Phottix liegt damit sogar relativ weit vorne! Andere Hersteller, sogar weit teurere Modelle, brauchen hier mitunter bis zu 7 Sekunden… Doch die wenigsten wissen eben, was das für Auswirkungen hat. Da es sich hierbei aber anscheinend um ein 5D mkII  (oder generell Canon?) speziefisches Verhalten handelt, wird natürlich nicht explizit auf dieses Verhalten hingewiesen.

Pros und Contras im Überblick:

Pro:

  • großzügiger Sonnenschutz…
  • …zusammengeklappt schützt er das Display
  • Sehr klare Bilddarstellung durch Glossy Display
  • HDMI IN und OUT (Bild kann an einen weiteren Monitor durchgeschleift werden)
  • inklusive Neopren-Tasche
  • Netz- oder Akkubetrieb möglich, Akku im Lieferumfang enthalten (nicht immer üblich)

Contra:

  • HDMI Umschaltzeiten stören… durch diese bleibt das Bild in den ersten Sekunden
    der Aufnahme schwarz (Canon 5D mkII speziefisches Problem?)
  • Keine Video-/Kameraspezifischen Einstellmöglichkeiten/Funktionen

Zusätzliche Features

Neben den eigentlichen Anzeigen des Bildes, bietet der Phottix Hector 7HD auch noch die Funktionen eines Kabelauslösers. Dem Monitor liegen Adapter für die gängigsten Kamerahersteller bei, so kann man mit den dafür vorgesehenen Tasten sogar die Kamera im „Photo-Modus“ fokusieren und auslösen. Nice to Have.

Neben der HDMI Schnittstelle bietet der Monitor noch ein HDMI Out, d.h. hier kann das Signal zu einem weitern Monitor durchgeschleift werden, ein Kopfhöreranschluss und eingebaute, kleine Speaker sind vorhanden aber auch an analoge Chincheingänge wurde gedacht. Des weiteren liegt eine Fernbedienung bei.

Resümee

Qualität und Haptik des Monitors haben mich überzeugt. Der Lieferumfang  ist üppig und lässt, bis auf die schlussendliche Befestigungslösung, keine Wünsche offen. Das Bild konnte durch klare, scharfe und kontrastreiche Darstellung punkten. Die abnehmbare Sonnenblende und deren Schutz des Displays im zusammengeklappten Zustand finde ich pfiffig gelöst. Anschlussmöglichkeiten und die Wahl zwischen Akku- oder Netzbetrieb sind mehr als Standard. Bis auf das kleine Manko mit dem aussetzenden Bild bei Aufnahmebeginn (welches eher Canon als Phottix zuzuschreiben ist) bin ich rundum zufrieden, nein – überzeugt vom Phottix Hector 7HD! Für den derzeitigen Preis von 290,- EUR eine klare Kaufempfehlung meinersetis. Einzig videospeziefische Funktionen (wie man sie in der oberen Preisklasse, z.B. bei SmallHD findet) sucht man vergebens…

vDSLR: LiveView und Fokussieren

Video DSLR – eine neue Serie…

Die Videoproduktion nimmt bei mir, wie ihr sicher schon festgestellt habt, einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Aus diesem Grund konzentrieren sich meine derzeitigen Gedanken, Anschaffungen und Equipment-Zuwachs auch eher auf genau dieses Gebiet. Da ich hierbei immer wieder vor Problemen stehe, neuen Situationen die einer Lösung bedürfen oder ich neue Ideen und Techniken ausprobieren mag, habe ich diese Serie hier ins Leben gerufen. Ich werde also immer wieder darüber berichten, welche Erfahrungen ich beim Filmen gemacht habe, vor welchen Problemen ich stehe und stand und wie ich diese gelöst habe.

Ich brauch eure Hilfe! Ich suche noch einen tollen, kurzen Namen für diese Serie… habt ihr eine Idee? Kann eine Lustige Abkürzung, eine eindeutige Aussage oder irgendwas „cooles“ sein. Kriterien: kurz und einprägsam! Meine bisherigen Ideen waren leider etwas kläglich… Video DSLR, DSLR Filmen, vDSLR… habt ihr eine Idee? Einfach drauf los und ab damit in die Kommentare. Jede Anregung ist willkommen! 😉

Und hier daher gleich der erste Artikel zu diesem Thema:

LiveView und Fokussieren

Da beim Dreh mit der DSLR grundsätzlich manuell Fokussiert werden muss, dies aber nicht durch den Sucher möglich ist, muss man sich an dieser Stelle auf ein/das Display verlassen (können)… Nur wer das schonmal selbst versucht hat, wird festgestellt haben, dass man hier an gewisse Grenzen stößt…

Bislang habe ich beim Videodreh entweder auf das interene Display der 5D mkII zurückgegriffen, mit einem LCD ViewFinder gearbeitet oder aber einen externen Monitor, analog per Chinch Kabel angeschlossen. Richtig zufriedenstellend war keine der drei Lösungen:

1) Internes (Kamera-)Display

Für die ersten Gehversuche, sicher ausreichend. Doch schnell stellt man fest, so richtig und komfortabel kann man den Fokus auf dem kleinen, nicht so hoch aufgelösten Display nicht erkennen. Bei heller Sonneneinstrahlung müht man sich ab überhaupt etwas auf dem Display zu sehen. Beim filmen mit offener Blende und sehr kleinem Schärfenbereich, ist es ebenfalls sehr schwer den Fokus anhand des LiveView-Bildes korrekt zu setzen. Und Spätestens zu Hause, bei der Durchsicht des Filmmaterials, wird man feststellen, dass man hier und da auch wieder mit dem Fokus daneben lag – Schade! 🙁

2) LCD ViewFinder (Displaylupe)

Die günstigste und damit schnellste Verbesserung, bot mir ein LCD ViewFinder. Quasi eine Displaylupe, welche aber durch z.B. Magnete permanent auf dem Display fixiert ist. Diese löst umgehend die Probleme mit der Erkennbarkeit bei direkter (Licht- oder) Sonneneinstrahlung und durch die Vergrößerung  und das störungsfreie Sichtfeld, erkennt man wesentlich besser ob und wo der Fokus sitzt. Aaaaaber… man muss die Displaylupe direkt ans Auge halten. Das hat zur folge das man in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und die Bilder teilweise, wegen der unkomfortablen Haltung, noch mehr verwackelt.

Anders sieht das aus, sollte man mit einem Schoulder-Rig arbeiten. Hier kann der LCD ViewFinder u.U. genau die richtige Lösung sein. Aber wer hat Anfangs schon ein Shoulder Rig zur Verfügung…

Dennoch bleibt der Umstand, das das interne Display durch seine doch geringe Auflösung, vieles scharf darstellt, was im Endeffekt nicht scharf ist. Bei meiner Canon 5D Mark II entspricht die Displayauflösung in etwa der VGA Auflösung von 640×480 Pixeln. Daran ändert auch eine Lupe nichts!

3) Externer, analoger Monitor

Im nächsten Schritt habe ich es dann mit einem günstigen, externen, aber analogen Monitor probiert, welcher über Cinch mit der Kamera verbunden wird. Warum analog? Weil analoge Monitore weitaus günstiger waren, als z.B. digitale HDMI Monitore. Analoge Monitore haben einen Preisverfall mitgemacht, da sie immer häufiger in Autos für die „Rücksitz-Bespaßung“ der kleinen Plagegeister verwendet werden.

Dies stellte die bislang zufriedenstellendste Lösung dar. Das Display war wesentlich größer, mit entsprechender Sonnenblende ebenfalls unempfindlich gegenüber direkter Licht- und Sonneneinstrahlung und durch entsprechende Befestigung war die Ausrichtung variabel und bot einem mehr Bewegungsfreiheit. Was aber blieb, war die schlechte Auflösung, welche gegenüber dem internen Display nur unwesentlich höher war. Da ich auch noch ein älteres Monitormodell verwendet habe, war das Bild insgesamt recht schwammig und erschwerte das perfekte Fokussieren noch zusätzlich.

Resümee

Wie ihr seht, richtig zufriedenstellend und tragbar war keine der bisherigen Lösungen. Dennoch fand ich es wichtig den Erfahrungsweg gegangen zu sein. Denn so konnte ich meine Ansprüche und Erwartungen konkretisieren und nach einer entsprechenden, zeitgemäßen Lösung suchen. Ein externer, ausreichend großer, digitaler Monitor mit HDMI Schnittstelle. Klare Anforderungen waren:

  • min. 5-7″ Displaygröße
  • Akkubetrieb
  • HDMI Schnittstelle
  • Scaling steuerbar
  • Sonnenblende
  • 1/4″ Gewinde für einfache Montage

Mich würden eure Erfahrungen interessieren.
Habt ihr die gleichen oder ähnliche Probleme (gehabt) und wie habt ihr diese gelöst?

Da Canon hier keine Lösung im Angebot hat, der Markt überhäuft mit Displays von Drittanbietern ist, keins davon aber als „DIE“ Lösung gehandelt wird, musste ich erstmal recherchieren. Auf was ich gestoßen bin, folgt die Tage…

Ferrari 458 Italia Video

Vor einigen Wochen waren die Two Dudes, Daniel und ich in Köln zu Besuch bei Teymur. Es ging darum ein kleines Video zu und mit einem Ferrari 458 Italia zu drehen. Der zeitliche Rahmen war mit einem Tag stark begrenzt, aber machbar…


Wir hatten die diversesten Techniken im Einsatz, filmten indoor und outdoor um so die größtmögliche Auswahl an Videomaterial zu haben. Wie ihr hier in den Making Of Bildern sehen könnt, filmten wir u.a. mit einem Slider und einem improvisierten Kamerakran. Außerdem verwendeten wir eine Steadycam und eine GoPro HD Hero2.

Teymur nutzte die restlichen Tage natürlich um einige verschiedene Foto-Sessions mit dem Auto abzuhalten. Mehr dazu auf icedsoul.de –>

Halloween 2011

Letzte Woche war Halloween. Und dieses Jahr war Party angesagt… und was für eine! Der krönende Abschluss war die Auflösung der Party durch die „Spielverderberei“  😉

Daniel hatte die Kamera dabei uns so ist dieser grandiose Film entstanden.Es kamen ein paar neue Ideen und Techniken zum Einsatz und ich finde es ist einfach geil geworden!

Aber schaut selbst: